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Vom Ankommen zum Durchstarten: Wie Ahmad bei Manitou Deutschland seine Zukunft baut

Friedrichsdorf, 28. August 2026 – Die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit – und gleichzeitig eine enorme Chance gegen den Fachkräftemangel. Die Manitou Deutschland GmbH nimmt sich dieser Aufgabe gerne an.

Wie ein solcher Weg – Flucht aus dem Heimatland mit verschiedenen Zwischenstationen – schließlich von Erfolg gekrönt sein kann, zeigt die Geschichte von Ahmad. Mitte 2023 verließ er sein Heimatland Afghanistan zunächst mit dem Ziel Russland und kam im darauffolgenden Sommer nach Deutschland. Heute, etwas mehr als drei Jahre später, ist er fest im Team der Manitou Deutschland GmbH integriert und absolviert dort erfolgreich seine Ausbildung. Für Manitou ist diese Erfolgsgeschichte ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Nachwuchsförderung und gelebte Vielfalt Hand in Hand gehen.

Internationales Flair und Vielfalt: Ausbildung bei Manitou

Vom hessischen Friedrichsdorf aus steuert die deutsche Niederlassung der französischen Manitou Group das gesamte Händlernetz für die Branchen Bau, Landwirtschaft und Industrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). In diesem dynamischen und internationalen Umfeld hat Ahmad im September 2025 seinen Platz gefunden: Er absolviert eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement. Dieser Beruf bietet bei Manitou eine enorme Bandbreite: Vom Kundenservice bis zum Marketing lernt Ahmad alle Facetten eines global agierenden Marktführers kennen. Manitou positioniert sich damit bewusst als moderner Ausbildungsbetrieb, der jungen Talenten weit mehr als nur klassischen Büroalltag bietet – nämlich echte Zukunftsperspektiven in krisensicheren Branchen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Sprachtraining und die richtige Begleitung

Ahmads Weg zeichnete sich von Beginn an durch einen enormen Lerneifer aus. Bereits kurz nach seiner Ankunft in Deutschland sprach er gut Deutsch und schloss im Jahr 2025 erfolgreich seinen B2-Sprachkurs ab. Den entscheidenden Impuls für den Karrierestart gab schließlich die professionelle Unterstützung durch das Projekt „CareerCompass“ der Gesellschaft für Wirtschaftskunde (GFW) e.V. Das kostenfreie Programm richtet sich an junge Menschen, die Hilfe beim Übergang in das Berufsleben benötigen. Es legt großen Wert auf eine persönliche, praxisnahe Begleitung, um Potenziale zu erkennen und konkrete Wege in den Job zu ebnen. Im Fall von Ahmad war es GFW-Coach Peter Sauer, der ihn individuell bei der Berufswahl, im gesamten Bewerbungsprozess und bei der Suche nach dem passenden Betrieb begleitete – mit Erfolg. Dass Ahmad und Manitou Deutschland so erfolgreich zusammengefunden haben, ist auch der 60-jährigen Expertise des Bildungsträgers zu verdanken. In enger Kooperation mit Jobcentern, Arbeitsagenturen, Schulen und regionalen Unternehmen bietet der Verein niedrigschwellige Qualifizierungen, Sprachkurse und Coachings an. Das übergeordnete Leitmotiv lautet dabei: „Jeder Mensch verdient die Chance, seinen eigenen beruflichen Weg zu finden und erfolgreich zu gestalten.“

Ein starkes Signal für potenzielle Bewerber

Für Manitou Deutschland ist die Zusammenarbeit mit der GFW und das Engagement für Ahmad ein wichtiges Signal im Werben um die Fachkräfte von morgen. Als attraktiver und offener Arbeitgeber setzt das Unternehmen auf Persönlichkeit, Motivation und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln. Wer bei Manitou einsteigt, profitiert von flachen Hierarchien, starkem Teamzusammenhalt und der Sicherheit eines internationalen Konzerns.

Das Interview: Einblicke in Ahmads Alltag

Wie hat Ahmad seine ersten Schritte bei Manitou Deutschland erlebt? Wie vielseitig ist seine Ausbildung im Groß- und Außenhandel wirklich, und was rät er anderen Bewerbern, die ihre Chance nutzen wollen? Im folgenden Interview gibt der Auszubildende ganz persönliche Einblicke in seine Reise und seinen Alltag.

„Ahmad, du hast Afghanistan 2022 verlassen und zunächst mit einem IT-Stipendium in Russland studiert und gelebt. Im Juni 2023 bist du schließlich nach Berlin gekommen. Wenn du an deine ersten Wochen hier zurückdenkst: Was war dein allererster Eindruck von Deutschland?“

Ich war zunächst etwas verloren in Berlin. Es gab dort so viele Menschen unterschiedlichster Kulturen, anders aussehende Gebäude als in meiner Heimat – es war einfach alles neu, anders, groß aber vor allem auch lebendig und vielfältig. Das hat mir alles sehr gut gefallen. Ich war einfach froh und glücklich, dort zu sein. Man hat die Freiheit und Demokratie geradezu gespürt und ich habe es genossen einfach alles zu beobachten und auf mich wirken zu lassen.

„Ein neues Land, eine völlig neue Kultur – was hat dir in der ersten Zeit am meisten geholfen, dich hier zurechtzufinden?“

Am meisten haben mir meine Tante, mein Onkel und mein Cousin geholfen, die im Raum Frankfurt wohnen. Zunächst konnte ich die Sprache ja noch nicht und war ziemlich hilflos, wie das Leben in Deutschland funktioniert und was man alles machen muss, um sich möglichst schnell zu integrieren.

„Du hast unglaublich schnell Deutsch gelernt und 2025 schon das B2-Zertifikat geschafft. Was war dein Geheimnis beim Sprachenlernen? Viel Fernsehen, Gespräche oder pures Vokabelbüffeln?“

Neben meinen Sprachkursen und dem Austausch mit anderen Menschen haben mir Bücher und TV-Sendungen sehr gut geholfen, die Sprache zu lernen. Besonders gerne schaue ich z.B. “Maischberger” oder “Bares für Rares”. Mein Lieblingssender ist “Arte”. Dort sehe ich mir gerne Tierdokus an.

„Über das Projekt ‚Career Compass‘ der GFW bist du zu Manitou gekommen. Wie wichtig war die Unterstützung von deinem Coach Peter Sauer für dich?“

Die Unterstützung von Peter Sauer war sehr wichtig und hilfreich für mich, weil ich z.B. nicht wusste, wie man in Deutschland einen ordentlichen Lebenslauf erstellt. Er hat mir Tipps gegeben, mich beraten und nach offenen Stellen für mich gesucht. Schließlich ist er auf die Manitou-Stelle gestoßen. Es war gut, dass die Ausbildung bei Manitou erst im September gestartet hat, da ich erst im Laufe des Juli meine Anerkennungs-Unterlagen von den Behörden zurückbekommen habe, ohne die ich mich nicht hätte bewerben können. Ansonsten hätte ich ein Jahr warten müssen, um mich neu zu bewerben.

„Warum hast du dich genau für die Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement mit Fachrichtung Außenhandel entschieden? Was hat dich an diesem Beruf gereizt?“

Mir ist es wichtig, in einem Beruf zu arbeiten, bei dem man viel mit anderen Menschen in Kontakt ist und in dem man viele unterschiedliche Aufgaben hat. So wird es nicht langweilig und man ist immer wieder neu gefordert. Außerdem interessiere ich mich sehr für Sprachen und habe hier im 2. Lehrjahr noch die Möglichkeit Französisch zu lernen.

„Weißt du noch, wie du dich gefühlt hast, als die Zusage von Manitou im Postfach lag?“

Ich war sehr froh und erleichtert und wusste zunächst gar nicht, wie ich mich verhalten soll. Sollte ich mich bei der Personalabteilung bedanken?

„Erinnerst du dich noch an deinen allerersten Arbeitstag? Wie haben dich die Kolleginnen und Kollegen im Team aufgenommen?“

Mein erster Arbeitstag bei Manitou war am Montag, 1.9. 2025. Ich wurde durchs Haus geführt und es gab eine Vorstellungsrunde in allen Abteilungen, das war sehr gut für einen ersten Überblick. Alle waren sehr freundlich und offen, da habe ich mich direkt wohl gefühlt. Mittags durfte ich mit dem Geschäftsführer Essen gehen. Schon innerhalb der ersten Wochen habe ich mich geschätzt und wichtig gefühlt und war schnell Teil des Teams. Ich hatte nicht das Gefühl benachteiligt zu sein oder leichtere Aufgaben zu bekommen, weil ich Ausländer bin, sondern wurde von Anfang an richtig in die Abläufe der jeweiligen Abteilungen eingebunden.

„Die Ausbildung im Groß- und Außenhandel bei uns gilt als sehr vielseitig. Welche Aufgaben machen dir bisher am meisten Spaß?“

Jede Abteilung hat ihre Besonderheiten. Bisher fand ich alle Bereiche interessant und konnte viel lernen, auch über die verschiedenen Programme, mit denen die einzelnen Abteilungen arbeiten. Besonders gut hat mir der Vertriebsinnendienst gefallen. Dort kümmern sich die Kolleginnen und Kollegen z.B. um die Erstellung von Maschinendokumenten und Zulassungen. In der Ersatzteilabteilung habe ich überwiegend Tickets bearbeitet und konnte so viel über die Maschinen, Anbau- und Ersatzteile lernen. Außerdem durfte ich mit zwei Kollegen aus der Garantie-Abteilung ein Garantie-Audit bei einem Kunden in Süddeutschland machen. Das war auch sehr spannend. Auch auf die kommenden Stationen, wie zum Beispiel die Marketing-Abteilung, freue ich mich schon.

„Es gibt bei Manitou ja viele große Maschinen für Bau, Landwirtschaft und Industrie – musstest du dich erst an die ganzen Fachbegriffe gewöhnen oder hat dich die Technik direkt fasziniert?“

Ich hatte kein großes technisches Vorwissen, die Maschinen haben mich aber von Anfang an fasziniert. Maschinenbezeichnungen und Fachbegriffe musste ich größtenteils erst lernen. Im weiteren Ausbildungsverlauf möchte ich gerne noch den Gabelstaplerschein machen, darauf freue ich mich schon.

„Neben Deutsch und deiner Muttersprache Persisch (Dari) – welche Sprachen sprichst du noch oder würdest du gerne noch lernen?“

Ich spreche außerdem noch Russisch und Englisch. Da Manitou eine französische Firma ist, möchte ich im 2. Lehrjahr gerne noch Französisch lernen.

„Wenn du mal nicht bei Manitou arbeitest oder für die Berufsschule lernst: Wie verbringst du deine Freizeit? Hast du bestimmte Hobbys oder Sportarten für dich entdeckt?“

Ich koche leidenschaftlich gerne, aktuell vor allem deutsche Küche, liebe die Natur, Pflanzen, Tiere, besonders kleine Vögel, lese gerne, schaue Naturdokus und bin dabei Hessisch zu lernen. Außerdem spiele ich mit meinen Berufsschulkollegen gerne Basketball.

„Gibt es etwas aus deiner afghanischen Heimat – zum Beispiel ein bestimmtes Essen oder eine Tradition –, das du deinen Kolleginnen und Kollegen bei Manitou gerne mal zeigen oder kochen würdest?“

Afghanische Teigtaschen (Mantu) gefüllt mit Rinderhack und Zwiebeln und mit vielen verschiedenen Gewürzen gewürzt, habe ich bereits in der Firma gekocht. Außerdem habe ich gelernt deutsche Gerichte wie Frikadellen, Rouladen, Schnitzel und auch grüne Soße zuzubereiten. Dafür habe ich auch gutes Feedback aus dem Team bekommen.

„Wie fühlst du dich heute, im Jahr 2026, wenn du auf deinen Weg im letzten Jahr zurückblickst? Was bedeutet dir dieser Ausbildungsplatz?“

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, in so einem guten Unternehmen mit tollen Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten. Bei Manitou fühle ich mich gut integriert und sicher. Ohne Perspektive im Leben kann man auch schnell depressiv werden, aber ich habe jetzt mit der Arbeit bei Manitou und der Berufsschule ein Ziel und eine tägliche Aufgabe. Die Ausbildung ist auf 3 Jahre angesetzt, aber ich möchte versuchen weiterhin gute Noten zu schreiben, um auf 2,5 Jahre zu verkürzen.

„Was rätst du anderen jungen Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland kommen und sich hier eine berufliche Zukunft aufbauen wollen?“

Als erstes ist es aus meiner Sicht wichtig, die Sprache konsequent und gut zu lernen, darauf muss man sich total konzentrieren. Die Sprache ist der Schlüssel für eine gute Integration. Anders findet man auch keinen Ausbildungs- oder Studienplatz. Nur wenn man eine gut ausgebildete Fachkraft ist, hat man Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Es ist weiterhin wichtig, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Man darf sich nicht ausgrenzen, sondern muss in und mit der Gemeinschaft leben. Man sollte immer nach vorne schauen, sich Ziele setzen und diese hartnäckig verfolgen.

“Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für deine Zukunft!”

Das Team der Manitou Deutschland GmbH freut sich über Initiativ-Bewerbungen unter bewerbungen.mde@manitou-group.com

Weitere Informationen und Stellenausschreibungen finden Interessierte unter https://careers.manitou-group.com/

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