Der Vorwurf des EuGH lautet, Deutschland hat es versäumt, die seit Jahren bekannten Umweltbelastungen durch strenge Maßnahmen einzugrenzen. Da in den letzten Jahren vielerorts die Nitratbelastungen des Grundwassers nicht gesenkt werden konnten, wurden elementare Vorgaben des EU-Umweltschutzes verletzt.

Die Bundesregierung arbeitet noch immer an einer Reform des bestehenden Düngerechts, das Umweltschutz und die Interessen der Landwirtschaft
„unter einen Hut“ bringen soll.

In rechtlicher Hinsicht ist das Düngegesetz die Grundlage für den gesamten Bereich der Düngung in Deutschland. Die Düngeverordnung basiert auf einer EU eröffnet Klageverfahren Ermächtigungsgrundlage im Düngegesetz. Damit ist das Düngegesetz die rechtliche Grundlage für die Düngeverordnung und ist daher zu bestimmten beabsichtigten Änderungen vorab anzupassen.

Aufgrund umfassenden Änderungsbedarfes durch die EU-Nitratrichtlinie, die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die NEC-Richtlinie (Luftschadstoffe →
Ammoniak) müssen umfassende Änderungen im Düngegesetz und vor allem in der Düngeverordnung vorgenommen werden. Es ist geplant Düngegesetz und -verordnung „in einem Rutsch“ zu verabschieden.

Momentan besteht die Möglichkeit für Landwirte und andere betroffene Betriebe und Institutionen, Stellung zum Umweltbericht zu nehmen, der im Zuge der Novellierung der Düngeverordnung veröffentlicht wurde. Nach Auswertung der Stellungnahmen soll im Dezember 2016 ein überarbeiteter und abgestimmter Verordnungsentwurf dem Bundesrat zur Zustimmung vorgelegt werden.

Die Bundesregierung verweist hinsichtlich der Strafzahlungen infolge des Vertragsverletzungsverfahrens wegen Nicht-Umsetzung der EU- Nitratrichtlinie auf die derzeit laufende Überarbeitung des Düngerechts.

Wenn die im Bundesrat anzuhörenden Länder keine weiteren Veränderungen anstreben, kann die Düngeverordnung im anstehenden Bundesratsverfahren ohne weitere Verzögerung verabschiedet werden.

Eine spannende Situation, zumal die Nitratproblematik bundesweit sehr unterschiedlich ausfällt. Der aktuelle Nitratbericht des Umweltbundesamtes
zeigt, dass (immerhin) über 80 % der Messstellen im bundesweiten Vergleich den strengen Trinkwassergrenzwert von 50 mg Nitrat pro Liter einhalten. Entsprechend unterschiedlich ist der Regelungsbedarf in den 16 Bundesländern. Das neue Düngerecht (Düngeverordnung und Düngegesetz) kann frühestens 2017 Rechtskraft erlangen.

Dr. Martin Wesenberg

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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26.05.2019 - 01:12:12
Die Bundesrepublik Deutschland wird in erster Linie als moderner und dichtbesiedelter Industriestaat wahrgenommen. Auf den zweiten Blick wird aber auch eine sehr leistungsfähige, nahezu flächendeckende Land- und Forstwirtschaft sichtbar, die ebenfalls keinen Vergleich scheuen muss. Zwangsläufig kommt es zwischen dem Agrarbereich und der Gesellschaft zu intensiven Kontakten. Insbesondere das hohe und weiterhin zunehmende Verkehrsaufkommen auf deutschen Straßen sowie die vielerorts geringe Distanz der Agrarproduktion zu den Lebensräumen der Mitbürger führen regelmäßig zu Verstimmungen und Auseinandersetzungen. Die mangelhafte Sachkenntnis und das fehlende Verständnis der Bevölkerung in den komplexen Belangen der Agrarproduktion macht die Diskussion schwierig.

Seit vielen Jahren sehen sich die Lohnunternehmen zusammen mit den Kunden wachsenden Herausforderungen und Effizienzsteigerungen ausgesetzt. In immer kleineren Zeitfenstern mehr bearbeiten, mehr bewegen und weiter transportieren ist die Devise, die zwangsläufig an die Grenzen des menschlich und technisch Machbaren bei Mitarbeitern und Betriebsleitern stößt.

Auch die Bevölkerung entwickelt zunehmend ein Gefühl für eine normale, nachhaltige Landwirtschaft. „Tagelang und rund um die Uhr“ stößt zunehmend auf Widerstände, die sich in zugeparkten Straßen, einer erhöhten Kontrollintensität der Polizei oder auch in offenen Protesten äußern können.

Die Landwirtschaft hat einen Sonderstatus und sollte diesen auch behalten, denn vor allem die Witterung wird immer den Rahmen in der Flächenbewirtschaftung setzen und die entsprechenden Freiräume erforderlich machen.

Wir müssen in eigenem Interesse wieder ein normales Niveau in den Tätigkeitsbereichen erreichen. Beispielsweise können einige Tage mehr Zeit in der Maisernte schon dazu führen, dass man sich entspannter im öffentlichen Straßenverkehr bewegt, Verkehrswege schont, nicht an Sonn- und Feiertagen oder nachts arbeiten muss oder Transporte ohne Ladungsverluste durchführen kann.

Mit unserer Aktion wollen wir Akzente setzen und unsere Mitglieder von der Notwendigkeit überzeugen: Wir müssen die Bevölkerung mitnehmen, und wir müssen die eigenen Mitarbeiter und die Kunden überzeugen.

Es ist immer von Vorteil, rechtzeitig frei zu agieren, anstatt statt später unter Druck zu reagieren. Bei den beschriebenen 10 Punkten für Image und Akzeptanz geht es nicht um Verbote. Das ist Sache des Gesetzgebers! Wir appellieren an die Vernunft aller Beteiligten einschließlich der Landwirte. Denn nur gemeinsam lassen sich übereinstimmende Interessen durchsetzen.

Der BLU e.V. informiert mit der Kampagne „10 Punkte für Image und Akzeptanz“ in verschiedenen Veröffentlichungen (bebilderte Broschüre, Imagefilm) Gesellschaft und Politik mit dem Ziel, eines verständnisvollen und wertschätzenden Miteinanders in Verbindung mit einem aktiven Beitrag zur Verkehrssicherheit und –beruhigung nicht nur in den ländlichen Regionen unserer Heimat. Die Kampagne ist an die Bewohner ländlicher oder urbaner Gebiete, die Kunden aus der Land- und Forstwirtschaft bzw. die Kommunen, aber auch die Betriebsleiter und Mitarbeiter in den Lohnunternehmen gleichermaßen gerichtet. Insbesondere unsere Mitgliedsbetriebe sollten sich öffentlich zur Kampagne bekennen und geeignete Gelegenheiten, wie Tage der offenen Tür o. ä. für eine sachliche Kommunikation mit der Öffentlichkeit nutzen.

  1. Runter vom Gas - Immer der Situation angepasst fahren!

    Innerhalb von Ortschaften oder an engen Stellen wird ein hohes Tempo mit Schleppern und Anhängern als besonders belastend empfunden. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h ist in solchen Situationen die wichtigste Maßnahme zur Verbesserung der Akzeptanz. Unfallgefahren und laute Fahrgeräusche werden vermieden, das Herabwehen von Häckselgut unterbleibt, Bürger und Anlieger können sich besser auf die Bedingungen mit schweren Zugmaschinen einstellen. Andererseits wollen wir auf offenen Strecken nicht den Verkehr behindern. Wir fahren der jeweiligen Situation angepasst.
     
    Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen!

     
  2. Gutes Personal, gute Leistungen - Wir setzen auf versierte und erfahrene Mitarbeiter!

    Ob beim Verhalten im Straßenverkehr oder beim Einsatz auf den Feldern. Gute Arbeitsergebnisse lassen sich nur mit einer entsprechenden Qualifikation und Kompetenz der Mitarbeiter erreichen. Unsere Fahrer sind durch eine gute Ausbildung geschult. Sie beherrschen Ihre Maschinen und Schlepper. Unser Betrieb steht für Qualität und Leistung. Sie können sich darauf verlassen, dass unsere Fahrzeuge technisch in einem einwandfreien Zustand sind und den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Dank klarer betrieblicher Anweisungen können Sie ein entsprechendes Verhalten unserer Mitarbeiter erwarten.

    Sie profitieren, wenn unsere Fahrer ihr Handwerk verstehen!

     
  3. Mehr Rücksicht auf gewichtsbeschränkten Straßen - 30 km/h sind vielerorts genug!

    Feldwege und Gemeindestraßen sind nicht immer für hohe Gewichte und Geschwindigkeiten von LKW, Schlepper oder vergleichbaren Fahrzeugen ausgelegt. Insbesondere während der Erntezeit im Herbst werden die Schleppergespanne der Lohnunternehmer oft als die Verursacher von Schäden gesehen. Unsere wertvollen Wege und Straßen wollen wir gemeinsam und dauerhaft nutzen. Wir schonen durch eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf höchstens 30 km/h und durch behutsames Fahren in den Kurven die Bankette und Straßenbelege.

    Die Schonung unserer Wege und Straßen ist uns ein Anliegen!
 
  1. Intelligente Verkehrsführung - Routen verkehrsgerecht und bürgerfreundlich planen!

    Wenn es eng wird auf den Straßen, sind Staus und Behinderungen die Folge. Für uns zählt nicht der kürzeste, sondern der beste Weg. Neuralgische Punkte wie Schulen, Kindergärten oder Spielplätze werden so weit wie möglich gemieden. Ebenso typische Verkehrsknotenpunkte im Berufsverkehr. Dort wo es geht, lässt sich durch eine Einbahnverkehrsführung die Anzahl der Fahrten halbieren. Der belastende Gegenverkehr wird vermieden. 

    Wir lassen Ihnen so viel freie Fahrt wie möglich!

     
  2. Ladungssicherung und Sauberkeit - Dreck oder Futter gehören nicht auf die Straße!

    Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wenn die Ernte bei schwierigen Wetterbedingungen geborgen werden muss, bleiben Straßenverschmutzungen nicht aus. Wir sorgen dafür, dass Gefahrenzonen gekennzeichnet und die Straßen umgehend gereinigt werden. Ihre Sicherheit steht bei uns an oberster Stelle. Aufgetürmtes Erntegut auf den Fahrzeugen wird vermieden oder mit geeigneten Abdeck-Systemen gesichert. Eine Verschmutzung an den Fahrzeugen oder anhaftendes Häckselgut werden vor der Fahrt entfernt.

    Wir bringen die Ladung zum Kunden, nicht auf die Straße!
     
 
  1. Ruhe an Sonn- und Feiertagen – Arbeit nur noch in Ausnahmen!

    Angesichts der hohen Witterungsabhängigkeit gelten in der Landwirtschaft besondere Regeln für Ernte- und Bestellarbeiten an Sonn- und Feiertagen. Diese müssen oft in wenigen Tagen erledigt werden. Um Ihre Sonntagsruhe nicht unnötig zu stören, begrenzen wir diesen Freiraum freiwillig auf das Notwendigste. Relativ „unkritische“ Arbeiten wie Zuckerrüben fahren, Gülle ausbringen, Mais ernten, Dünger streuen oder vergleichbare Arbeiten werden nur noch in dringenden Fällen an Sonn-und Feiertagen erledigt. Des Weiteren bearbeiten wir vorrangig weiter entfernte Felder und versuchen, Transporte durch Ortschaften zu vermeiden.

    Ihr ruhiger Sonntag ist uns wichtig!

     
  2. Nachtruhe einhalten - Keine Lärmbelästigung zwischen 22.00 und 6.00 Uhr!

    Wer neben einer vielbefahrenen Straße oder neben Bahngleisen wohnt, ist genug vom Lärm geplagt. Auch wir können angesichts der Wetterabhängigkeit nicht immer auf Arbeitseinsätze zwischen 22.00 und 06.00 Uhr verzichten. Wir können aber dafür sorgen, dass Sie so wenig wie möglich gestört werden. Deshalb vermeiden wir Nachteinsätze in der Nähe von Wohnsiedlungen oder belastende Durchfahrten von Ortschaften. Auf offenen Strecken passen wir unsere Geschwindigkeit der jeweiligen Situation an. Eine besondere Rücksichtnahme gilt beim Bremsen und beim Anfahren. Wir passen die Geschwindigkeit der Situation an, reduzieren den Lärm und stören weniger die Anlieger. 

    Ihr erholsamer Schlaf ist für uns Ehrensache!

     
  3. Information ist das A und O - Wir sorgen dafür, dass Sie informiert sind!

    Bestell- und Erntearbeiten sind ein hektisches Geschäft. Häufig weiß man heute nicht, ob das Wetter am nächsten Tag die Arbeitserledigung zulässt oder nicht. Ist die Belieferung einer Biogasanlage mit vielen Transporten verbunden, werden wir Sie vorab über Umfang und Dauer informieren. Des Weiteren wollen wir Ihnen unsere typischen Arbeitsabläufe durch Praxisbeispiele hautnah zeigen. Wir wollen Sie besser über das Geschehen auf den Feldern und über die Abläufe in unserem Betrieb aufklären.

    Gegenseitiges Verständnis sorgt für ein gutes Miteinander!

     
  4. Auf die Technik kommt es an - Moderne Maschinen bieten große Vorteile!

    Erntemaschinen, Kalkstreuer, Ausbringgeräte für Wirtschaftsdünger erzeugen je nach Windrichtung Staub, Lärm und Gerüche. Unsere modernen Spezialmaschinen bringen die Gülle umweltschonend aus oder schlitzen diese direkt in den Boden. Im Vergleich zu früher sind die Geräte so schlagkräftig, dass fast jede Arbeit in wenigen Stunden erledigt werden kann. Breite Niederdruck-Reifen mit Druckluftregelanlagen sorgen selbst bei den größten Maschinen für einen äußerst geringen Bodendruck. Zur Vermeidung einer Staub- oder Geruchsbelastung achten wir auf die „richtige“ Windrichtung.

    Sie profitieren von unserer schlagkräftigen Technik!

     
  5. Daten, Fakten, Leistungen - Groß und schwer ist keineswegs nachteilig!

    Bei großen Maschinen werden große Gewichte vermutet. Werden diese über spezielle Niederdruckreifen und über eine große Aufstandsfläche verteilt, ist die Belastung pro Quadratzentimeter viel geringer als bei älteren Maschinen. Kein Landwirt würde die großen Fahrzeuge auf seinem Acker dulden, wenn diese die Bodenstruktur schädigen. Ein weiterer Vorteil ist die Effizienz der Technik. Angesichts der hohen Energiekosten ist für uns ein niedriger Dieselverbrauch elementar. Die Verbrauchswerte konnten trotz stark verschärfter Abgasnormen in den letzten 30 Jahren mehr als halbiert werden. Zum Wohle der Umwelt.

    Moderne Maschinen sparen Energie und schonen die Umwelt!
     
Dr. Martin Wesenberg,
Geschäftsführer BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V.


Alfred Schmid,
Geschäftsführer LU Service GmbH
]]> 26.05.2019 - 01:12:12

Vom Aufbau bis zum Abbau ein Film von Bernd Janmieling


Mehr Infos unter www.deluta.de]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die plötzliche und ungeplante Übergabe / Übernahme birgt enorme Risiken für den Bestand des Un-ternehmens – vor allem, wenn es als Einzelunternehmen betrieben wird. Hier kann das Warten auf den Erbschein, was bei ungeklärter Erbfolge durchaus Zeit beanspruchen kann, schnell existenzver-nichtend sein.

Der Notfallordner ist eine Sammlung der wichtigen Fakten des Unternehmens wie etwa bestehende Vollmachten, Bankverbindungen, Passwörter, Pins, Schlüssel, Kundenbeziehungen, bestehende Ver-träge usw.. Sicherlich erfordert es Arbeit, ihn zu erstellen und regelmäßig zu pflegen. Auch die Aufbe-wahrung an einem Ort, der einerseits sicher, aber andererseits auch für den (potentiellen) Betriebs-nachfolger schnell erreichbar ist, ist in der Praxis nicht immer einfach umsetzbar.

Dennoch wird die sorgfältige Zusammenstellung der Unternehmensdaten auch von Banken und Kre-ditinstituten gerne gesehen. Gerade in klein- und mittelständischen sowie familiär geprägten Unter-nehmen ist das Vorhandensein des Notfallordners nicht nur wichtiges Merkmal, das das Rating ver-bessert, sondern es wird zugleich allgemein als Beleg einer höheren Professionalität des Unterneh-mens gewertet. Der Notfallordner zahlt sich damit neben der wichtigen Vorsorgeplanung auch bei Finanzierungen aus.
Neben der Verbesserung des Ratings und der Risikominimierung führt die Erstellung zudem automa-tisch zu einem Überblick über die sensiblen Fakten des Unternehmens zugunsten des Betriebsinha-bers und damit auch immer zu einer Stärken- und Schwächenanalyse.

Informieren Sie sich jetzt und fragen in der Geschäftsstelle nach. Gerne stellen wir Ihnen das Muster des BLU-Notfallordners zur Verfügung oder schauen Sie bei Gelegenheit in den Mitgliederbereich der BLU-Internetseite. Dort können Sie das Muster herunterladen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Agrarbranche und Landtechniksektor werden aktuell mit großen Herausforderungen konfrontiert: Der drastische Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe, die verhaltene Akzeptanz gegenüber innovativer Maschinen und die kurzfristigen, zyklischen Herausforderungen. Zusätzlich setzen EU-Auflagen für Landmaschinen, mit Emissionsgrenzwerten für Diesel und neuen Vorschriften über die Typengenehmigung, Hersteller und Anwender unter Druck. Vor diesem Hintergrund legten die Podiumsteilnehmer ihre Standpunkte zu einem „New Deal“ für die Landmaschinen-Industrie dar. Sie appellierten an die EU-Kommission, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, damit Europa die Chancen von Precision Farming und Digitalisierung nutzen könne.

CEETTAR-Präsident Klaus Pentzlin betonte, dass die Investitionen der Hersteller vor allem der allgemeinen Maschinenentwicklung zugutekommen müssten und nicht nur einigen spezifischen Aspekten. Damit bezog er sich auf die Schadstoffausstoß-Gesetzgebung des letzten Jahrzehnts. „Die Maschinenpreise sind erheblich gestiegen, ohne dass dies dem Kunden oder den landwirtschaftlichen Produktionsverfahren einen Vorteil gebracht hätte“, so Pentzlin. COPA-COGECA-Generalsekretär Pekka Pesonen unterstützte im Namen der europäischen Bauern diese Aussage und fügte hinzu, dass die Landwirte zwar an intelligenteren Maschinen und hochwertigen Dienstleistungen, nicht aber an einer Kostensteigerung interessiert seien.

Die Vertreter der EU-Kommission reagierten positiv auf den Vorschlag eines „neuen politischen Deals für den Landmaschinen-Sektor“. Die Kommission unterstrich außerdem ihre Bereitschaft, innovative Ansätze der europäischen Hersteller zu unterstützen. Weiter verpflichtete sie sich zu einem regelmäßigen Dialog mit anderen politischen Stellen, deren Entscheidungen sich unmittelbar auf die Landmaschinenindustrie auswirken. Die Zukunft von Landwirtschaft und Agrartechnik ist eng verknüpft. In den kommenden Jahren wird die Digitalisierung bei der Förderung des Landmaschinensektors und der Agrarwelt eine Schlüsselrolle spielen. Aufgrund ihrer größeren Bereitschaft, in innovative Technologien zu investieren, kommt gerade den Lohnunternehmen bei dieser Entwicklung eine tragende Aufgabe zu. Deshalb haben sich CEETTAR und Technikherstellern auf die Notwendigkeit einer neuen europäischen Agenda verständigt. Benötigt wird ein „New Deal“ für Landmaschinen, der auf zwei Säulen aufbaut: Eric Drésin, CEETTAR]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die in den Fahrzeugpapieren dokumentierten Feststellungen der Zulassungsbehörde sind Grundlagenbescheid für die Kraftfahrzeugsteuer.

Ist ein Fahrzeug zulassungsrechtlich als Zugmaschine eingestuft, ist dies für die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 7 Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) bindend. Das Hauptzollamt ist nicht befugt, die Steuerbefreiung im Hinblick darauf zu versagen, dass es sich tatsächlich um eine Sattelzugmaschine handelt.

Die zunächst eingelegte Revision des Hauptzollamtes zum Bundesfinanzhof (BFH) gegen diese Entscheidung ist mittlerweile zurückgenommen worden. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Der eindeutige Tenor bestätigt vollumfänglich die Rechtsauffassung der Rechtsberatung des BLU e. V.. Danach ist die zulassungsrechtliche Einstufung für die Frage der Steuerbefreiung für die Hauptzollämter bindend. Ein eigenes Ermessen der Hauptzollämter besteht nicht. Den Feststellungen der Zulassungsbehörde komme dabei die Wirkung eines Grundlagenbescheids im Sinne von § 171 Absatz 10 Abgabenordnung (AO) zu.

Für die Praxis bedeutet das konkret, dass Sie als Lohnunternehmer gegen die Versagung einer beantragten Steuerbefreiung z. B. für lof-Zugmaschinen / Ackerschlepper (Schlüsselnummer 891000) oder für lof-Geräteträger (Schlüsselnummer 892000) unbedingt Einspruch einlegen und dann im Fall eines ablehnenden Einspruchbescheids auch den Klageweg beschreiten sollten.

Ist das Kraftfahrzeug hingegen als LOF Sattelzug mit der seit September 2015 neuen Schlüsselnummer 900000 zugelassen, so kann das Hauptzollamt berechtigt die Steuerbefreiung nach dem Wortlaut des § 3 Nr. 7 KraftStG (… ausgenommen Sattelzugmaschinen / ausgenommen Sattelanhänger) versagen. Einspruch und Klage sind hier ohne Erfolgsaussicht.

Abschließende Hinweise: ]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Um Unfälle bei Störungsbeseitigungen an Feldhäckslern zu vermeiden, führte die LBG intensive Gespräche mit Herstellern, Anwendern und Verletzten. Nun gelang ein wichtiger Schritt: Für ältere Feldhäcksler werden von den Herstellern Claas und Krone seit Sommer 2016 Nachrüstlösungen für eine höhere Sicherheit angeboten. Versicherte der LBG, die sich für eine solche Nachrüstung der genannten Firmen entscheiden, werden von der SVLFG mit 500 Euro pro Unternehmen pro Jahr unterstützt.

Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrer regional zuständigen Aufsichtsperson.

Nicht nur der jüngste schwere Unfall am Feldhäcksler macht den Handlungsbedarf deutlich: Der Feldhäcksler stoppte plötzlich automatisch, da der Metalldetektor ein Hufeisen erkannt hatte. Im Folgenden kam es zu einer Verstopfung im Gutflusskanal. Um die Verstopfung zu beseitigen, öffnete der 18-jährige Fahrer den Wartungsraum sowie den unteren Grasdeckel zwischen Messer- und Beschleunigungstrommel. Entgegen der Unfallverhütungsvorschriften stellte er den Gesamtantrieb nicht ab, so dass während der Entstörung Motor und Häckselorgane im Standgas weiter liefen. Als der gelernte Landmaschinenmechaniker in den Gutflusskanal hineingriff, um die Verstopfung zu beseitigen, wurde seine rechte Hand vom Wurfbeschleuniger erfasst und amputiert. Der Schwerverletzte hatte trügerischerweise angenommen, dass durch das automatische Abschalten des Erntevorsatzes mittels Sitzkontaktschalter auch die Häckseltrommel abgeschaltet wird. Außerdem verließ er sich auf den sogenannten Nachlaufindikator, der den Nachlauf der Häckseltrommel durch akustische Signale anzeigt. Die Signale sind jedoch aufgrund der eingeschalteten Häckselorgane nicht aktiviert worden.

Betriebsanweisung und Checklisten zum Thema Feldhäcksler finden Sie im Internet unter www.svlfg.de > Prävention > Fachinformationen von A – Z > F > Feldhäcksler.

SVLFG

 
Bildquelle: www.svlfg.de 
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In der Praxis hängen die Zinskosten vom Risiko ab, welches die Bank dem Projekt beimisst. Dieses Risiko hängt einerseits von Ihrem Rating ab, welches Ihre Bonität und Zahlungsbereitschaft bewertet. Andererseits kann das Risiko der Bank durch die Finanzierungsform selbst gesteuert werden. Dieser Sachverhalt wird in den Grafiken A und B dargestellt:

Die schwarze Linie kennzeichnet den Wert der Maschine, den die Bank als Sicherheit ansetzt. Der ursprüngliche Kaufpreis betrug 120 T€ netto. Schon direkt nach dem Kauf des Schleppers erfolgt eine deutliche Abwertung, da Sie den Schlepper nur mit Abschlägen verkaufen können. Anders formuliert liegt zwischen dem Händlerverkaufspreis und dem Händlereinkaufspreis eine Marge, die der Händler zur Deckung der eigenen Kosten benötigt.Die Höhe dieser Marge hängt von vielen Faktoren wie bspw. Ihrem Verhandlungsgeschick bzw. dem Kaufpreis ab.

Neben der Händlermarge wird von der Bank ein Insolvenzverwalterabschlag vorgenommen, sofern der Kredit durch die Maschine abgesichert ist (Sicherungsübereignung der Maschine): Kommt es zu einer Insolvenz des Lohnunternehmens geht die Maschine automatisch in die Insolvenzmasse über. Entscheidet sich der Insolvenzverwalter zu einem Verkauf der Maschine, dann muss der Verkaufserlös zwar vorrangig zur Tilgung der betreffenden Schulden eingesetzt werden, allerdings hat die Befriedigung des Insolvenzverwalters Vorrang. In der Konsequenz können dann nur noch ca. 90 % des Verkaufserlöses zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden

Der Wert der Maschine (schwarze Linie) nimmt in den ersten Jahren deutlich stärker ab und stabilisiert sich zum Ende der Laufzeit. Wird zur Finanzierung der Maschine eine Vollfinanzierung (= keine Anzahlung außer der Umsatzsteuer), dann liegt der Schuldenstand bereits zu Beginn der Laufzeit deutlich über dem Wert der Maschine. Der Bank entsteht eine Deckungslücke zwischen dem Schuldenstand und dem zu erlösenden Restwert (Blankoanteil). Diese Deckungslücke ist aber nicht nur für die Bank kritisch, sondern wird auch für den Lohnunternehmer problematisch, wenn die Maschine vorzeitig getauscht werden muss. Der Wert der Maschine reicht nicht aus, um die entsprechenden Schulden decken zu können.



Bei einer Vollfinanzierung über 8 Jahre sind zwar die monatlichen Raten klein, allerdings liegt der Schuldenstand in 80 % der gesamten Laufzeit oberhalb des Maschinenwertes. Die rote Fläche, d.h. das Risiko der Bank ist groß und auch die Zinsen sind vergleichsweise hoch. Zur Minimierung dieser Deckungslücke stehen nun zwei Alternativen zur Wahl, die teilweise mit günstigeren Zinssätzen belohnt werden:

A) Einerseits kann die Laufzeit verkürzt werden. Dieser Sachverhalt wird durch die grüne Linie dargestellt (Laufzeit 48 Monate). Die Deckungslücke ist zwar zu Beginn der Laufzeit genauso groß, allerdings nimmt der Schuldenstand deutlich schneller ab als der Restwert der Maschine. In der Konsequenz könnte die Maschine schon nach weniger als 2 Jahren verkauft werden, da der Verkaufserlös die Restschulden abdecken.

B) Andererseits können Anzahlungen vorgenommen werden. Dieser Sachverhalt wird in der blauen Linie dargestellt (Anzahlung 30 % des Anschaffungswertes)  Die Deckungslücke und somit das Risiko der Bank wird stark minimiert. Gerade bei schlechten Bonitäten der Lohnunternehmen ist eine Anzahlung oft unvermeidbar.

Gerade bei Herstellerfinanzierungen wird mit besonders günstigen Zinssätzen geworben. Für Laufzeiten von unter 48 Monaten liegt der Zinssatz oft unter 0,5 %. Werden längere Laufzeiten gefordert, so steigt der Zinssatz vergleichsweise schnell auf über 1,5 %. Diese Zinssteigerungen hängen entgegen den bisherigen Ausführungen weniger vom Risiko der Banken, sondern vielmehr mit Verkaufshilfen der Hersteller zusammen. Diese sind nominal fixiert (bspw. 5 T€ pro Schlepper) und werden auf die Laufzeit umgelegt. Bei einem Schlepper im Wert von 100 T€ und einer Verkaufshilfe von 5T€ sinkt der Ausgangszins von 3 % auf nur noch 0,46 % bei einer 48-monatigen Laufzeit. Bei einer doppelt so langen Laufzeit sinkt der Zinssatz hingegen nur auf 1,69 %. Um Zinskosten zu sparen entschieden sich einige Lohnunternehmer für die kürzere Laufzeit. Zugleich sind Sie bezüglich eines Maschinentausches wesentlich flexibler, da der Schuldenstand schnell unterhalb des Maschinenrestwertes sinkt. Trotzdem sind mit den verkürzten Laufzeiten gravierende Probleme verbunden, wenn sich die Maschinen nicht mehr selbst finanzieren können.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Fraglich blieb, wie diese im Sinne der Praxis und für Lohnunternehmer gute Entscheidung nun von den zuständigen Bundesministerien umgesetzt werden würde.
In einer gemeinsamen Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) an den GLFA (Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirt-schaftlichen Arbeitgeberverbände e. V.) wird jetzt deutlich, dass die Bundesministerien die Rechtsauffassung des OLG Hamm nicht teilen:

„Die Auslegung der Vorschrift des § 19 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) zur Arbeitszeitaufzeichnungspflicht durch das OLG widerspricht aus Sicht des BMAS dem Wort-laut und der Systematik des Gesetzes sowie dem erkennbaren Willen des Gesetzgebers. Das OLG Hamm hat redaktionelle Änderungen, die der Gesetzgeber in § 19 AEntG mit dem Tarifautonomiestärkungsgesetz vorgenommen hat, fehlinterpretiert. Das BMAS hat deshalb entschieden, seine eigene Rechtsauffassung bezüglich der Reichweite der Arbeitszeitauf-zeichnungspflicht nach § 19 AEntG beizubehalten. (…)
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) wird die Arbeitszeitaufzeichnungspflicht in der Landwirtschaft auf dieser Grundlage weiterhin prüfen. Der Beschluss des OLG Hamm ist hingegen bei der Entscheidung über eine Verfolgung etwaiger Verstöße im Rahmen des Op-portunitätsgrundsatzes nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten im Bereich der Land-wirtschaft durch die FKS grundsätzlich zu berücksichtigen.“


Gerade der letzte Satz bedeutet kurz gesagt: Die Arbeitszeitaufzeichnungen nach Beginn, Ende und Dauer von fest angestellten Arbeitskräften werden weiterhin vom Zoll kontrolliert – festgestellte Verstöße werden aber (wohl) nicht sanktioniert. So interpretiert zumindest der überwiegende Teil der Arbeitgeberverbände den letzten Satz der Antwort der Bundesmini-sterien.
Zur Erläuterung: Nach dem Opportunitätsgrundsatz ist die Verfolgungsbehörde nicht ver-pflichtet, ein Bußgeldverfahren einzuleiten und durchzuführen, sondern kann nach pflichtge-mäßem Ermessen entscheiden.
Das schließt eine Verfolgung aber auch nicht ausdrücklich aus. Insofern verbleibt nunmehr eine Restunsicherheit, wie in dieser Sache zukünftig in der Kontrollpraxis verfahren werden wird.

Fazit / Anmerkungen: Pirko Renftel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Grund für diese Schwankungen ist, dass der Allgemeinverbindliche MTV zum 31.12.2017 seitens des Gesamtverbandes der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e. V. (GLFA) gekündigt wird und damit ersatzlos wegfällt (Anmerkung: Der GLFA hatte den Allgemeinverbindlichen MTV mit der IG B. A. U. Ende 2014 ausgehandelt).
Ab dem 01.01.2018 wird dann für alle grünen Berufe damit das Mindestlohngesetz (MiLoG) direkt und somit auch der „normale“ gesetzliche Mindestlohn gelten.

Ergänzende Hinweise:

Pirko Renftel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Fraglich blieb, wie diese im Sinne der Praxis und für Lohnunternehmer gute Entscheidung nun von den zuständigen Bundesministerien umgesetzt werden würde.
In einer gemeinsamen Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) an den GLFA (Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirt-schaftlichen Arbeitgeberverbände e. V.) wird jetzt deutlich, dass die Bundesministerien die Rechtsauffassung des OLG Hamm nicht teilen:

„Die Auslegung der Vorschrift des § 19 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) zur Arbeitszeitaufzeichnungspflicht durch das OLG widerspricht aus Sicht des BMAS dem Wort-laut und der Systematik des Gesetzes sowie dem erkennbaren Willen des Gesetzgebers. Das OLG Hamm hat redaktionelle Änderungen, die der Gesetzgeber in § 19 AEntG mit dem Tarifautonomiestärkungsgesetz vorgenommen hat, fehlinterpretiert. Das BMAS hat deshalb entschieden, seine eigene Rechtsauffassung bezüglich der Reichweite der Arbeitszeitauf-zeichnungspflicht nach § 19 AEntG beizubehalten. (…)
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) wird die Arbeitszeitaufzeichnungspflicht in der Landwirtschaft auf dieser Grundlage weiterhin prüfen. Der Beschluss des OLG Hamm ist hingegen bei der Entscheidung über eine Verfolgung etwaiger Verstöße im Rahmen des Op-portunitätsgrundsatzes nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten im Bereich der Land-wirtschaft durch die FKS grundsätzlich zu berücksichtigen.“


Gerade der letzte Satz bedeutet kurz gesagt: Die Arbeitszeitaufzeichnungen nach Beginn, Ende und Dauer von fest angestellten Arbeitskräften werden weiterhin vom Zoll kontrolliert – festgestellte Verstöße werden aber (wohl) nicht sanktioniert. So interpretiert zumindest der überwiegende Teil der Arbeitgeberverbände den letzten Satz der Antwort der Bundesmini-sterien.
Zur Erläuterung: Nach dem Opportunitätsgrundsatz ist die Verfolgungsbehörde nicht ver-pflichtet, ein Bußgeldverfahren einzuleiten und durchzuführen, sondern kann nach pflichtge-mäßem Ermessen entscheiden.
Das schließt eine Verfolgung aber auch nicht ausdrücklich aus. Insofern verbleibt nunmehr eine Restunsicherheit, wie in dieser Sache zukünftig in der Kontrollpraxis verfahren werden wird.

Fazit / Anmerkungen: Pirko Renftel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Grund für diese Schwankungen ist, dass der Allgemeinverbindliche MTV zum 31.12.2017 seitens des Gesamtverbandes der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e. V. (GLFA) gekündigt wird und damit ersatzlos wegfällt (Anmerkung: Der GLFA hatte den Allgemeinverbindlichen MTV mit der IG B. A. U. Ende 2014 ausgehandelt).
Ab dem 01.01.2018 wird dann für alle grünen Berufe damit das Mindestlohngesetz (MiLoG) direkt und somit auch der „normale“ gesetzliche Mindestlohn gelten.

Ergänzende Hinweise: Pirko Renftel]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Bitte laden Sie sich nachfolgend die aktuelle Ausgabe herunter.]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Beim Deutschen Wetterdienst können Sie die aktuellen Messwerte in Ihrer Region abfragen.
www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfrost_bl/bodenfrostbl.html

Niclas Lampe

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Am vereinbarten Treffpunkt begrüßt der Senior, Harald Reiser, die Fachreferentin und beginnt sogleich mit der Montage des Schneidwerks. Insgesamt schon über 50 Jahre im Geschäft, hat Harald Reiser den Betrieb an den Junior Markus übergeben, sodass er noch aus Freude an der Arbeit auf der Maschine anzutreffen ist. Rasch auf den Beifahrersitz in der Kabine geklettert, geht die Maisernte schon los. Auffällig ist tatsächlich, wie ruhig die Maschine über das Feld fährt. Die Erde ist noch feucht und die Nebelschwaden verziehen sich nur langsam, dennoch sind die Fahrspuren kaum zu sehen.

VdAW: Herr Reiser, seit wann besitzen Sie den Raupenmähdrescher?

H. Reiser: Angefangen hat alles im Herbst 2010 mit einem Prototyp, der von der Firma Claas Württemberg entwickelt wurde. Da unser Auftragsgebiet recht groß ist, sind längere Fahrtwege bei uns Tagesgeschäft. Zusätzlich haben wir einige Flächen, die an Steilhängen liegen und damit die Thematik des Bodendrucks. Für dieses Einsatzspektrum haben wir eine passende Maschine gesucht.

VdAW: Und was unterscheidet diesen Raupenmähdrescher nun von regulären Mähdreschern?

H. Reiser: Da gibt es einige Unterschiede, die den Alltag erleichtern. Fangen wir bei der Transportbreite an. Da sind wir gerade einmal bei 3,20 m – also schlanker als die üblichen 3,30 m oder gar 3,50 m. Dann kommt hinzu, dass wir mit dieser Maschine straßentauglich sind und mit 40 km/h unterwegs sein können. An Hanglagen und bei Nässe haben wir sowohl eine bessere Traktion als auch eine bessere Gewichtsverteilung. Ganze 66% geringer ist der Bodendruck beim Raupenmähdrescher.

VdAW: Wie äußern sich diese technischen Unterschiede denn in der Praxis?

H. Reiser: Wir können bei feuchter und nasser Witterung fast ohne sichtbare Fahrspuren ernten. Die Stabilität der Maschine am Hang ist höher, wodurch die Maschine spurtreu ist und kein Erntegut zur Seite oder nach unten drückt. Dadurch ist wiederum ein geringerer Kraftaufwand und als Ergebnis ein geringerer Kraftstoffverbrauch möglich. Hinzu kommt, dass der Korntank vollständig befüllt werden kann und die Prozesskette durch weniger Entleerungen optimiert ist, was uns Zeit spart. Unterm Strich haben wir kürzere Anfahrtszeiten, mehr Flächenleistung und können schneller in neue Druschgebiete umsetzen.

VdAW: Das klingt ja verlockend. Merken die Auftraggeber, abgesehen von der Zeitersparnis, auch einen Unterschied auf dem Feld?

H. Reiser: Selbstverständlich. Den kann man sogar mit dem bloßen Auge erkennen. So wächst im Folgejahr in den Fahrspuren genauso viel wie auf der restlichen Fläche. Das beweist, dass das Maschinengewicht wesentlich schonender auf den Boden trifft als durch reguläre Reifen. Auf diese Tatsache wurden wir von unseren Auftraggebern aufmerksam gemacht.

VdAW: Wie sehen Sie die Entwicklung der Großmaschinen in der Landwirtschaft? Noch größer und noch stärker?

H. Reiser: Also für unsere kleinen Flächen, hier in Süddeutschland, ist das Maximum an Größe sicherlich erreicht. Nicht nur durch die kleinen Parzellen, sondern auch durch die beschränkte Breite unserer Feldwege. Mit dem Klappschneidwerk befinden wir uns schon bei einer Breite von 5,40 m, ausgeklappt bei 7,50 m. Mehr geht einfach nicht in unserer Region. Außerdem würden noch größere Maschinen bedeuten, dass man weniger Maschinen bräuchte, dafür schneller wäre, wodurch wir einen Teil unserer Flexibilität einbüßen müssten. So kommt der eine oder andere Kunde bereits heute an seine Grenzen, wenn es um die Abfuhrlogistik geht.

VdAW: Herr Reiser, was würden Sie sich für die Zukunft wünschen?

H. Reiser: Wir müssen die Auslastung der Maschinen und die Arbeitsverteilung optimiert bekommen. Dafür müssen die Auftraggeber wieder die Unternehmer aus der Region, die vor der Türe, schätzen lernen und von der Angebotsbewertung rein über den Preis wegkommen. Zusätzlich benötigen wir mehr Verständnis während der Hauptsaison, um frühzeitiger und flexibler in der Auftragsplanung zu werden. An einem typischen „Fair-Play“ zwischen Auftraggeber- und -nehmerseite müssen wir zukünftig arbeiten, sei es bei der Auftragsabwicklung oder bei Schäden und Pannen im Arbeitsalltag.

Technische Daten:
Claas Lexion 750 TT (Terra-Trac), Bandbreite 635 mm, dadurch eine Spurbreite unter 3,29 m, 40 km/h Fahrgeschwindigkeit, 16,8 Tonnen schwer.

Firmendaten:
Harald u. Markus Reiser – 1961 gegründet.
Bei Bedarf Saisonkräfte, keine Festangestellten.

Der Maschinenbestand wurde in den letzten Jahren von 5 Mähdreschern auf 2 Mähdrescher, 2 Traktoren, 1 Traktor mit Rückfahreinrichtung, 1 kleine Quaderballenpresse, 2 Mulcher und
1 Seilwinde umgestellt. Vorteil: „Dadurch können wir uns heute auf die wirklich wichtigen Kunden konzentrieren.“

Reisers Arbeitsschwerpunkte sind:
Getreide-, Raps- u. Mais-Drusch, Ballenpresse, Gartenbau, Garten- u. Kommunalpflege, Rodungen, Zaunbau und Winterdienst für Landwirte, Kommunen und private Kunden.

Besonderheit: Seit der Betriebsreduktion setzen Reisers auf Teamwork mit Kollegen! Es hat gedauert, bis der Gedankengang vom „Konkurrenten zum Kollegen und Kooperationspartner“ wurde, aber es hat sich gelohnt.

Ihr Motto:
„Geht nicht“ gibt es nicht!
Lieber weniger, dafür sauberer und ordentlich bezahlt, mit Kunden, die uns schätzen.]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Diskussionsgrundlage waren sämtliche Werbekanäle des BLU. Diese wurden vorgestellt und auf ihre Wirksamkeit geprüft: Internetseite, App, Broschüren sowie Filme und die Image-Kampagne „Profis mit Rücksicht“. Neben diesem bunten Strauß waren es vor allem aber die Werbemittel und -aktionen der Praktiker selbst, die ausgetauscht und weitergegeben wurden. Der Blick in die Praxis und in den Alltag der Kollegen bot den Teilnehmern viele Anregungen für Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Unternehmen.

Die Ergebnisse des Tages stellte der Fachausschuss schließlich in Empfehlungen zur künftigen Ausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Vor allem empfiehlt der Fachausschuss, dass neben der Image-Kampagne das Berufsbild des Lohnunternehmers in der breiten Bevölkerung geschärft werden solle. Einem Großteil der Bevölkerung sei nämlich der Beruf des Lohnunternehmers nicht geläufig, was zu erheblichen Missverständnissen führe. Eine große Herausforderung also, die nun gemeinsam angegangen wird. Für Mitte dieses Jahres ist ein weiteres Treffen geplant, um die Fortschritte zu überprüfen und weitere Schritte festzulegen.

Hintergrund:
Der Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit ist einer von fünf neuen Ausschüssen zu bestimmten Arbeitsgebieten. Er ist besetzt mit Fachleute aus den Reihen der Lohnunternehmer und dem Branchenumfeld sowie Mitarbeitern des BLU. So kann auf ein breites Wissen insbesondere aus der Praxis zurückgegriffen werden.

Haben auch Sie noch Anregungen oder Fragen?
Melden Sie sich bei uns in der BLU-Geschäftsstelle in Riehe.
Wir freuen uns über Ihr Engagement!


 ]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Den genannten Vorteilen stehen einige gravierende Probleme/Nachteile gegenüber, wenn die finanzielle Basis des Lohnunternehmens nicht optimal ist. In der Grafik 1 wurden die Probleme zunächst vereinfacht auf Ebene der Einzelmaschine dargestellt:

Die grünen Säulen stellen den Anteil des Arbeitspreises dar, der als Wertverlust der Maschine einkalkuliert wurde. Da es sich um kalkulatorische Kosten handelt, fließt die Abschreibung nicht liquiditätswirksam ab, sondern kann für die Tilgung der Darlehen eingesetzt werden. Wird die Maschine nach dem achten Jahr verkauft, so
addiert sich der Verkaufserlös hinzu.

Die roten Säulen kennzeichnen die Tilgungen, die bei einer Vollfinanzierung (Anzahlung nur MwSt.) und einer Laufzeit von 48 Monaten abfließen. Aufgrund der verkürzten Laufzeit übersteigen die Tilgungen die Erlöse um mehr als das Doppelte. Auf der Ebene der Einzelmaschine kommt es so im vierten Jahr zu einer Deckungslücke von ca. 67,5 T€ bei einer Finanzierungssumme von 120 T€. Besonders bei wachsenden bzw. finanziell schwächeren Unternehmen sind oft nicht genug Maschinen vorhanden, die für die neuen Maschinen mitarbeiten können. Im Ergebnis fällt der Kontostand tief in den negativen Bereich.

Um weiterhin liquide zu bleiben werden oft Umschuldungsmaßnahmen angestrebt. Diese gestalten sich sehr problematisch, wenn keine freien Sicherheiten verfügbar sind. Zwar steckt in der finanzierten Maschine ein großer Puffer zwischen Restwert und Schuldenstand, allerdings liegt das Sicherungseigentum zumeist bei der finanzierenden Gesellschaft, welche für eine Umschuldungsmaßnahme nicht in Frage kommt. Sofern keine weiteren Sicherheiten verfügbar sind, verbleibt
als letzte Option nur noch der vorzeitige Verkauf der Maschine um Liquiditätsreserven zu mobilisieren. Aus dem Gesichtspunkt der Rentabilität ist ein vorzeitiger Verkauf oft sehr nachteilig. Auch wenn der Verkauf der Maschine als letzter Ausweg nicht notwendig wird, so fallen dennoch hohe Kosten in Form von Kontokorrentzinsen,
Bearbeitungsgebühren der Banken oder Beratungshonoraren an, die beim Kauf der Maschine bzw. der Wahl der Finanzierung nicht berücksichtigt werden.






Die folgende Grafik 2 stellt die Auswirkungen der Kontokorrentzinsen eindrucksvoll dar: Die Grafik 2 wurde in Anlehnung an die Grafik 1 erstellt und um die jeweiligen
Zinsen erweitert. Zusätzlich zum kalkulierten Wertverlust (dunkelgrün) und dem Restwert (grün gemustert) wurden nun kalkulatorische Zinskosten in Höhe von 4 % (hellgrün) angesetzt. Als abfließende Größen wurden neben den Tilgungen (dunkelrot) auch die Zinsen der Maschinenfinanzierung in Höhe von 2 % (rot) und den Kontokorrentzinsen (8 %) berücksichtigt.



Wie bereits in der oberen Grafik deutlich wurde, reichen die erwirtschafteten Erlöse der Maschine nicht aus, um die Raten bestehend aus Tilgung und den Zinskosten der Maschinenfinanzierung decken zu können (siehe Grafik 3). Das laufende Konto rutscht stark in den negativen Bereich, sodass Kontokorrentzinsen hinzukommen. Da der negative Kontostand erst nach dem vierten Jahr wieder abgebaut wird, müssen auch in der Folgezeit noch hohe Kontokorrentzinsen getragen werden. Obwohl der Unternehmer zunächst der Meinung sein wird, großzügige Zinskosten in seiner Kalkulation angesetzt zu haben (4 % Zinskosten statt den 2 % der Maschinenfinanzierung) verbleibt am Ende ein Loch von 10.274 €. Dies resultiert einzig aus den hohen Kontokorrentzinssätzen.



Resümierend lässt sich festhalten, dass jede Finanzierung Ihre Vor- und Nachteile hat. Kurzfristige Finanzierungen weisen oft einen geringeren Zinssatz auf und bieten eine höhere Flexibilität, wenn die Maschine vorzeitig getauscht werden soll. Besonders in eigenkapitalschwachen bzw. stark wachsenden Betrieben machen
kurzfristige Finanzierungen bzw. hohe Anzahlungen wenig Sinn, da Sie das Kontokorrent stark belasten. Mithilfe von langfristigen Finanzierungen (ggf. mit Blockrate) lassen sich die Ausgaben den Einnahmen anpassen. Trotz minimal höherer Zinszahlungen stellen Sie oft die günstigste Finanzierungsalternative dar, da das Kontokorrent nicht belastet wird. Nachteilig sind die Konsequenzen, die sich aus der Lücke zwischen dem Restwert und dem Schuldenstand (= Blankoanteil) ergeben. Zum einen kann die Maschine nicht vorzeitig getauscht werden ohne weitere liquide Mittel in die Hand zu nehmen. Zum anderen fordern die Banken entweder weitere Sicherheiten oder Anzahlungen, um ihr Risiko zu minimieren.

Die Entscheidung über die Laufzeit eines Darlehens sollte daher im betrieblichen Kontext auf Basis einer Cash-Flow-Berechnung und den weiteren Investitionsplänen und Entwicklungsperspektiven des Betriebes gefällt werden. Überdies sind bei der Preisgestaltung ausreichende Margen als Puffer einzukalkulieren.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wichtig zu wissen: Es ist ein Irrglaube, dass Personen ohne Fahrerlaubnis auf einem Betriebsgelände Schlepper, Hoflader oder Stapler fahren dürfen. Sowohl die Rechtsprechung als auch die Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz (VSG) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) schließen das aus. Im Klartext heißt dies: Sobald es möglich ist, ein Betriebsgelände von außen zu betreten, gelten dort die gleichen Regeln zum Führen eines Fahrzeuges, wie auf einer öffentlichen Straße. Das Gleiche gilt übrigens auch auf Feldwegen.

Jugendliche verantwortungsvoll einbinden
Jugendliche helfen gerne und in der Landwirtschaft ist es aus betrieblicher Sicht auch manchmal notwendig, dass der Nachwuchs mit anpackt. So lernt  die Landjugend früh, Verantwortung zu übernehmen. Wertvolle Erfahrungen werden dabei gesammelt, die auch im späteren Leben helfen.

Welche Arbeiten für welche Altersgruppe geeignet sind, ist nicht immer einfach einzuschätzen. Viel hängt von der persönlichen Reife und der körperlichen Eignung des Einzelnen ab. Der Unternehmer trägt hier ein besonders hohes Maß an Verantwortung, denn er entscheidet, wer auf seinem Betrieb welche Arbeiten ausführt. Gesetze und Richtlinien stecken Grenzen ab und helfen dabei, die jungen Menschen davor zu schützen, sich selbst zu übernehmen oder von anderen Personen mit Aufgaben betraut zu werden, denen sie nicht gewachsen sind. Jugendliche können das Risiko einer Tätigkeit nicht immer abschätzen. Noch viel weniger können sie die eventuellen Folgen eines unbedachten Tuns tragen. Anders als im Videogame sind Arbeitsunfälle Schicksalsschläge, die das reale Leben nachhaltig beeinträchtigen können. Also ist klar: Zu Schaden kommen darf bei den Aktivitäten der
jungen Menschen niemand – weder sie selbst, noch andere. Schlepper fahren ist bei Jugendlichen besonders begehrt. Allerdings birgt gerade diese Arbeit ein erhebliches Unfallrisiko. Der Zündschlüssel im Zündschloss ist verführerisch und sollte deshalb immer nach abgeschlossener Arbeit abgezogen und sicher verwahrt werden, um unerlaubtes Fahren zu verhindern.

Schlepper nur mit Führerschein fahren
Die Prüfung zur Fahrerlaubnis der Klassen T und L können Jugendliche ab 16 Jahren ablegen. Erst diese Fahrerlaubnis berechtigt Jugendliche zum Schlepper fahren. Nur in begründeten einzelnen Härtefällen ist es möglich, diese Prüfung ausnahmsweise bereits mit 15 Jahren abzulegen, sofern dies eine medizinisch-psychologische Untersuchung
zulässt. Die geltenden Vorschriften sind keineswegs als Schikane zu verstehen. Jeder, der den hohen Technisierungsgrad, die komplexen Steuerungen und die starken Motorleistungen
moderner Schlepper kennt, wird die geltenden Richtlinien sofort verstehen und beherzigen. Jugendliche sind ohne Zweifel in der Regel gut in der Lage, die komplexe Technik richtig
zu bedienen. Kommen sie aber in eine Gefahrensituation, sind sie damit schnell überfordert. Gelassenheit und Weitblick fehlen Kindern und Jugendlichen entwicklungsbedingt.

Fahrsicherheitstraining hilft
Gelassenheit und Routine alleine reichen freilich nicht aus, um anspruchsvolle Fahrsituationen wirklich zu meistern. Gerade Fahranfänger, die risikolos üben möchten, ihr Schleppergespann auch in gefährlichen Situationen zu beherrschen, sollten sich für ein Fahrsicherheitstraining für Schleppergespanne entscheiden. Gutscheine dafür sind übrigens auch eine sehr sinnvolle Geschenkidee.

Unterweisung nicht vergessen
Da jedes Schleppermodell Besonderheiten in der Bedienung aufweist, ist es notwendig, den Fahrer genau darin zu unterweisen, was bei dem jeweiligen Fahrzeug zu beachten ist. Unternehmer tun gut daran, diese Unterweisung schriftlich festzuhalten. Kommt es zu einem Unfall, kann das Vorliegen der Unterweisungsunterlagen auch haftungsrechtlich
für sie relevant sein.

Führerscheinvielfalt
Die Frage, wann eine Fahrt gewerblich und wann sie landwirtschaftlich ist, wann eine Berufskraftfahrerausbildung notwendig ist und wann ein L- oder T-Führerschein ausreicht, füllt Bände. Hierzu beraten unter anderem die Präventionsmitarbeiter der SVLFG.

Petra Stemmler-Richter, SVLFG]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wichtig ist außerdem, dass Länderöffnungsklauseln im neuen Düngerecht Bundesländern mit hohem Handlungsdruck ermöglichen werden, strengere gesetzliche Vorgaben bei der überbetrieblichen Verwertung der Wirtschaftsdünger verpflichtend vorzugeben. Entsprechend wird die Verordnung eindeutige Vorgaben für die Installation und verpflichtende Nutzung eines Systems der Qualitätssicherung in der überbetrieblichen Wirtschaftsdüngung machen.

Gütegemeinschaft Wirtschaftsdüngung
Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium unterstützt seit dem Frühjahr 2016 drei Teilprojekte, die im Rahmen des dringend notwendigen Nährstoffaustausches zwischen West und Ost sich intensiv mit Betrieben

a) aus Regionen mit Nährstoffüberhängen (Viehhaltung, Biogas, usw.)
b) aus dem Bereich Logistik (Lohnunternehmen, Vermittler, usw.)
c) aus Regionen mit Nährstoffbedarf (Ackerbau, Biogas, usw.)

beschäftigen.

Momentan werden im Teilprojekt 2 „Logistik“ Handlungsvorschläge für eine „Gütegemeinschaft Wirtschaftsdüngung“ erarbeitetet, die für die weitere Vorgehensweise im Hinblick auf Dokumentation, Sicherheit und Akzeptanz unter den Akteuren, den zuständigen Stellen und den Genehmigungsbehörden maßgeblichen Einfluss haben.

Der BLU ist in diesen Prozess eingebunden und favorisiert nach wie vor ein System, dass einerseits mit Sicherheit und Nachvollziehbarkeit die gewünschte ökologische Entlastung bringt, andererseits aber auch eine praxisnahe und kostengünstige Lösung darstellt.

Darum ist sehr wichtig, dass Lohnunternehmen als reine Logistikbetriebe (Transport und Ausbringung) für die Qualität des Wirtschaftsdüngers keine Zusicherungen übernehmen können. Entsprechend sind die Wirtschaftsdüngerqualitäten zwischen abgebenden und aufnehmenden Betrieben zu klären, zumal diese Angaben für den Nachweis des Nährstofftransfers und die (finanzielle) Abrechnung zwischen den Betrieben sehr wichtig sind.

Ein aussagekräftiges Lieferscheinverfahren (eventuell mit einer Dokumentation über GPS-Systemen) bietet prinzipiell einen ausreichenden Überblick über die betreffenden Geschäftsvorfälle.

Es ist aber denkbar, dass Lohnunternehmen als zusätzliche Dienstleistung labortechnische Untersuchung oder Schnellbestimmungsverfahren (Nitracheck, NIRS, usw.) anbieten. Die Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS) stellt ein modernes Verfahren zur physikalischen Analyse der Wirtschaftsdünger dar, allerdings muss laut Praxiserfahrungen mit einer „Varianz von +/- 20 %“ gerechnet werden.

Da ein NIRS-Sensor derzeit etwa 30.000 € kostet, steht die Branche dieser Technik noch kritisch gegenüber. Bei einer Nutzungsdauer von 5 Jahren ist insgesamt mit etwa 1.000 bis 5.000 Schnellbestimmungen (Lagerstätte, LKW, Güllewagen) zu rechnen. Koste und Nutzen stehen daher nicht immer in einem vertretbaren Verhältnis. Im Rahmen einer Gütesicherung bilden in Zukunft die zeitnahe Analytik mit NIRS-Sensor und eine Dokumentation mit GPS-Systemen den derzeitigen Stand der Technik und des in Praxis Machbaren ab.

Die Ergebnisse des Projekts vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium werden sicher auch in anderen Bundesländern Beachtung finden, die in viehstarken Regionen mit ähnlichen ökologischen Problemen zu kämpfen haben.

Branche braucht einheitliche Spielregeln
Die neue Düngegesetzgebung bestehend aus Düngegesetz und Düngeverordnung soll in „einem Rutsch“ im Frühjahr 2017 verabschiedet werden. Der politisch gesellschaftliche Druck ist sehr deutlich zu verspüren. Die Lohnunternehmer sind sicher gut beraten, diese neuen „Spielregeln“ von Beginn an genau zu befolgen. Nur wenn alle Logistiker und Vermittler in das System eingebunden werden wird es gelingen, „unprofessionellen und dickfelligen“ Wettbewerbern die Kostenvorteile nicht erlaubten Handelns zu nehmen.

Die entstehenden Zusatzkosten für den betrieblichen Aufwand sind bei allen Dienstleistern vergleichbar und müssen von allen Lohnunternehmen an die Viehhalter und BGA-Betreiber weitergegeben werden. Natürlich ist mit Diskussionen bei den Kunden zu rechnen. Entsprechend ist folgender Hinweis gestattet: Einerseits sind Pachtflächen für die innerbetriebliche Verbringung eigener Wirtschaftsdünger auch extrem teuer, andererseits muss der Landwirt auch den Aufwand der Wirtschaftsdüngerverbringung in seinen Produktionskosten einpreisen und (zugegeben theoretisch) an den Verbraucher weitergeben.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Bitte laden Sie sich nachfolgend die aktuelle Ausgabe herunter.]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Hier geht es zu der Umfrage: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/FutureCAP?surveylanguage=DE

Die Umfrage wird 12 Wochen dauern und Landwirten, Bürgern, Organisationen und allen anderen Interessierten die Möglichkeit geben, ihre Meinung zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik zu äußern. Die Kommission wird bis Ende 2017 eine Mitteilung erstellen, in die die Beiträge aus der Konsultation einfließen werden und die – gestützt auf verlässliche Informationen – Schlussfolgerungen zur derzeitigen Leistung der Gemeinsamen Agrarpolitik sowie mögliche politische Optionen für die Zukunft enthalten wird.

Hintergrund
Die Gemeinsame Agrarpolitik, die im Jahr 1962 ins Leben gerufen wurde, ist einer der am längsten bestehenden Politikbereiche der EU und hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, um den sich verändernden Herausforderungen der Agrarmärkte zu begegnen. Auch wenn die jüngste Reform erst 2013 durchgeführt wurde, hat es seither einige grundlegende Entwicklungen gegeben, auf die die Gemeinsame Agrarpolitik wirksamer reagieren muss, wie z. B. die zunehmende Unsicherheit auf den Märkten und fallende Preise sowie neue internationale Verpflichtungen in Bezug auf den Klimawandel und die nachhaltige Entwicklung.
Angesichts dieser und anderer Herausforderungen muss die Gemeinsame Agrarpolitik modernisiert und vereinfacht werden, um den Verwaltungsaufwand weiter zu verringern. Darüber hinaus gilt es, für mehr Kohärenz mit anderen Politikbereichen der EU zu sorgen, um einen optimalen Beitrag zu den 10 politischen Prioritäten der Kommission, den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung und das Pariser Klimaschutzübereinkommen zu leisten.

Quelle: Europäische Kommission]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Prof. Dr. habil. Jupp Kreutzmann von der Nordum Akademie in Rostock begann mit seinem Vortrag über Boden, Sedimente, Bankettschälgut. Maßgebend für die abfallrechtliche Bewertung der genannten Güter ist der Entledigungswille.

Gefährlicher und ungefährlicher Abfall

Die weitere Unterscheidung erfolgt in gefährliche und ungefährliche Abfälle, wobei die Entsorgung der gefährlichen Abfälle stets mit hohen Kosten verbunden ist. Für diese Entsorgung ist ein Entsorgungsfachbetrieb mit entsprechender abfallrechtlicher Genehmigung erforderlich und es sind besondere Transportunterlagen erforderlich. Beim Transport ungefährlicher Abfälle ist lediglich die Anzeige des Abfalltransportes erforderlich und das A-Schild am Fahrzeug mitzuführen.

Gefährliche Abfälle sind explosiv, reizend, gesundheitsschädlich, giftig, krebserregend oder ökotoxisch. Erstaunlich war, dass bei Erdarbeiten derjenige, der den Boden aushebt Erzeuger von Abfällen und damit ordnungsrechtlich Mitverantwortlicher neben Eigentümer und Besitzer ist.

Der Vortrag führte zu regen Diskussionen und brachte eine Vielzahl an Erkenntnissen für die Teilnehmer mit. So ist die Probennahme ein entscheidendes Kriterium, um belastete von unbelasteten Böden zu unterscheiden. Eine falsche Probennahme ist rechtlich nicht anerkennungswürdig und führt häufig zu falschen Ergebnissen. Gerade hier werden an der falschen Stelle Kosten gespart. Die Kosten für eine ordnungsgemäße Bodenprobe können bei größeren Mengen schnell steigen. Andererseits ist nur die ordnungsgemäße Probennahme anerkennungswürdig.

Es besteht z.B. nicht die Möglichkeit im Baugebiet erkennbar belastete Bereiche des Bodens mit den Unbelasteten zu vermischen, um durch eine anschließende Probennahme die Werte in einen positiven Bereich zu verschieben. Erfahrene Bodenprobennehmer kennen sich mit den Feinheiten aus und dürften entsprechend beraten.

Kompliziertes Abfall-, Vergabeund Kommunalrecht

Die von Prof. Kreutzmann vorgetragenen Fälle veranschaulichten den Vortrag, verdeutlichten aber auch die bürokratischen Hürden, die es gibt. Es war ernüchternd festzustellen, dass weder die am Markt beteiligten Wettbewerber noch die Behörden, die genauen Regeln und Vorgaben kennen.

Am nächsten Tag referierte Herr Stehr von Stehr Baumaschinen über Bodendruck und die Innovationen, die die Firma Stehr im Bereich Bodenbearbeitung und Verdichtung erfunden hat. Über Videoschnitte wurden die Arbeiten mit den Maschinen der Firma Stehr schön veranschaulicht. Es zeigte sich, dass auch Lohnunternehmen in die Technik investieren und dadurch besondere Aufträge erhalten.

Für die nächste Tagung der AG Kommunalarbeiten ist geplant, das Thema Vergaberecht aufzugreifen. Hierzu würden wir uns sehr über Eingaben Ihrerseits freuen. Die nächste Veranstaltung wird wieder von Mittag bis Mittag im Winter 2017/2018 in Kassel stattfinden.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 wofür das Unternehmen steht, was das Ziel des Unternehmens ist und woran die Kunden das Unternehmen erkennen sollen. All das, was ein Unternehmen nach außen hin kommuniziert, hat einen Einfluss auf die Nachbarn, die Bevölkerung und Kunden. Es gibt viele Wege, um auf das Unternehmen aufmerksam zu machen, wie zum Beispiel über Veranstaltungen wie Hoffeste oder über Printmedien wie Flyer und Broschüren. Eine große Rolle spielt auch die Internetpräsenz. Die Inhalte sollten immer informativ, verständlich und vor allem aktuell sein.

Mit der Kampagne „Profis mit Rücksicht“ soll ein rücksichtsvolles Miteinander zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung geschaffen werden. Dazu wurde der Film zur Kampagne 10 Punkte für Image- und Akzeptanz entwickelt, der erstmals auf 2015 auf der Agritechnica präsentiert worden ist. Das neue Logo samt neuer Broschüre gibt es seit Juni letzten Jahres und kann gerne in der Geschäftsstelle angefordert werden. Bei der Mitgliederversammlungen sind Saskia Thun als Präsidentin und Jan Uppendahl als Präsidiumsmitglied erneut einstimmig gewählt worden. Sie haben die Wahl angenommen und freuen sich auf eine weitere Amtszeit bei den jungen Lohnunternehmern. Im Anschluss an die Wahlen wurden Frieder Blum für sein großes Engagement und Reinhild Kersting für den Standdienst auf der DeLuTa und für die Planungen der LU-Challenge im Namen des Jungen BLU ausgezeichnet. Beide bekamen einen gravierten Kugelschreiber mit dem Schriftzug „Junger BLU“.

Nach dem Vortrag und der Mitgliederversammlung ging es zur Stadtführung „Kassel-Kunst-Kultur“. Kassel ist bekannt dafür, dass die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm hier ihre berühmten Märchen sammelten. 1955 wurde die documenta, die weltweit wichtigste Großausstellung zeitgenössischer Kunst gegründet. Die Ausstellung findet alle fünf Jahre statt, nächster Termin ist im Sommer 2017.
Am Samstag, den 11.02.2017, folgte eine Betriebsbesichtigung bei dem Lohnunternehmen Holger Jäger in Wabern-Harle. Die Unternehmensschwerpunkteliegen bei Lohn-, Bagger- und Transportarbeiten. Zunächst konnten die Hallen, Werkstatt und Waschhalle besichtigt werden, bevor es dann bei Speis und Trank interessante und informative Gespräche gab. Ein besonderer Dank gilt dem Lohnunternehmen Holger Jäger, vor allem aber auch Jennifer Jäger, die diese Betriebsführung möglich gemacht haben.

Ornina David]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Schlagkräftige moderne Landtechnik ermöglicht eine effiziente Erzeugung von qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln. Dabei sind landwirtschaftliche Traktoren und selbstfahrende Arbeitsmaschinen stets auch Teilnehmer am Straßenverkehr, der von deutlich schneller fahrenden Fahrzeugen dominiert wird. Verbunden sind damit Fragen der beidseitigen Akzeptanz und Rücksichtnahme ebenso wie die Vermeidung von – teils schweren – Unfällen. In einer gemeinsamen Kampagne zeigen der Bundesverband der Maschinenringe (BMR), der Bundesverband Lohnunternehmen (BLU) und der Deutsche Bauernverband (DBV) jetzt in ungewöhnlich gestalteten Videos einen Weg zu mehr Verkehrssicherheit auf: „Miteinander reden – sicher ankommen“, so der Titel der Aktion.

Die Verbände haben drei Videos produziert, die Diskussionen anregen und gleichzeitig unterhalten sollen. Mehr als 1,2 Millionen Menschen hat die Kampagne über die sozialen Medien bisher schon erreicht. Den ersten veröffentlichten Kurzfilm mit dem Titel „Der Tod hat einen Augenblick“ sahen bereits über 600.000 Menschen. In dem Film treffen sich eine Autofahrerin und ein Landwirt nach einem Unfall in einem hellen Flur – ob im Krankenhaus, vor Gericht oder im Jenseits, bleibt offen – und liefern sich einen Schlagabtausch zum Thema Verantwortung. Zwei weitere Kurzfilme mit gleicher Machart, aber anderen Themen können ab dem 14. März aufgerufen werden. „Es ist uns wichtig, dass es in der Diskussion um landwirtschaftliche Maschinen im Straßenverkehr nicht bei gegenseitigen Schuldzuweisungen bleibt“, meint dazu Leonhard Ost, Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe, „Letztlich hilft es nur, die Gefahrenquellen auf beiden Seiten anzugehen und auszuschalten“.

Es geht also um mehr Verständnis und eine größere Dialogbereitschaft auf beiden Seiten. „Die Unfallhäufigkeit mit landwirtschaftlichen Maschinen ist Gott sei Dank sehr gering. Landmaschinen sind nur an 0,4 Prozent aller Unfälle in Deutschland beteiligt. Allerdings enden 73 Prozent der Unfälle, in die landwirtschaftliche Fahrzeuge verwickelt sind, mit einem Personenschaden.“ Darauf weist der Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes, Thomas Kunz, hin und erinnert an den Grundsatz „Unfälle verhüten, ist besser als Unfälle vergüten.“ Es gehe darum, Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren und Unfälle zu vermeiden. Die Videoreihe zur Förderung der Akzeptanz des Einsatzes moderner Landtechnik soll in den kommenden Monaten fortgesetzt werden.

Neugierig geworden? Die Spots finden Sie ab sofort auf unserer Internetseite unter www.lohnunternehmen.de oder im BLU eigenen YouTube-Kanal.

Hier anschauen:
                                                                                                      
          

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Kein Problem, denken viele, insbesondere die begeisterten Landtechnikfans, wenn es zumindest gedanklich um die Gründung eines Lohnunternehmens geht. Aber hinter der bunten Welt der Landtechnikvideos und –broschüren steckt ein vergleichsweise anspruchsvolles Business, das neben den technischen und fachlichen Voraussetzungen vor allem Betriebsleitungsqualitäten einfordert.

Unbestritten geht von der modernen Landtechnik eine große Faszination aus. Leistungsstarke Schlepper sowie ausgereifte Maschinen für die Flächenbewirtschaftung, für die Düngung, Ernte und Transport sind leistungsfähig und präzise, aber auch kostenintensiv. Entsprechend kann ein ganzjähriger Arbeitsplatz in einem modernen Lohnunternehmen Investitionen zwischen 500.000 € und 1.000.000 € auslösen. Fehlentscheidungen in der Betriebsplanung können also „jede Menge Geld kosten“ und nachhaltig das Berufs- und Privatleben beeinflussen.

Diese kurze Übersicht bietet eine Basisinformation für Interessenten, die die Gründung eines Lohnunternehmens planen.

Bildquelle: Konstantin Gastmann/pixelio]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Was ist Corporate Identity?
Corporate Identity, also die Gesamtheit der Merkmale, die ein Unternehmen kennzeichnen und es von anderen Unternehmen abhebt, verfolgt zwei Regeln:

1. Die Wahrnehmung lenken
Corporate Identity ist die Bezeichnung für einen einheitlichen Unternehmensauftritt und das mit ihm transportierte Verständnis für die damit verbundene Eigendarstellung. Sie ist ein wichtiger Faktor für das Unternehmensimage. Sobald ein Lohnunternehmen mit Geschäftspartnern oder Kunden in Kontakt tritt, wird mit dem Außenauftritt auch eine Wahrnehmung erzeugt. Diese spielt sowohl bei einer Auftragsentscheidung als auch bei einer langfristigen Kundenbindung eine sehr wichtige Rolle. Auch beim Kontakt mit Lieferanten oder Banken sorgt die Corporate Identity dafür, wie Ihr Unternehmen von anderen wahrgenommen wird.

2. Regeln und Pflichten
Wer als Unternehmer bestimmte Regeln und Pflichten nicht einhält, wirkt im Außenauftritt unseriös, verliert sein Ansehen und riskiert unter Umständen Bußgelder und Abmahnungen.

Corporate Design für
das äußere Erscheinungsbild

Unter Corporate Design wird das visuelle Auftreten nach Außen verstanden, aber auch nach Innen. Hierzu zählen die Gestaltung eines Logos, der Schrift, von Briefpapier, Visitenkarten und der Homepage. Selbst die Arbeitskleidung mit entsprechenden Logos und Schriftzeichen fällt in diesen Bereich. Dabei wird ein einheitliches Auftreten verfolgt, welche festgelegte Richtlinie befolgt. Sämtliche Werbe- und Druckerzeugnisse sorgen für einen Wiedererkennungswert des Unternehmens für den Kunden und tragen damit zu einer stimmigen Corporate Identity bei.



Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio]]> 26.05.2019 - 01:12:12
das Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) reglementiert den Güterverkehr in Deutschland. In Abstimmung mit dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) konnten Lohnunternehmen bisher eine Freistellung von o. g. Gesetz in Anspruch nehmen, wenn notwendige Transporte von untergeordneter Bedeutung und in engem Zusammenhang mit einer landtechnischen Dienstleistung (z. B. Maishäckselkette -  Ernte und Transport) für einen land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb stattfinden.

Leider haben BAG und BMVI sich von dieser Auffassung abgewendet und gegenüber dem BLU sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass alle Transporte durch Lohnunternehmen nach den Grundsätzen des Güterkraftverkehrsgesetzes erlaubnispflichtig sind.  Nach inoffiziellen Hinweisen ist von einer Übergangsfrist bis Ende Mai 2017 die Rede. Spätestens in der Getreide- und Maisernte dieses Jahres werden Lohnunternehmen bei der Beförderung von Agrargütern hinsichtlich der erforderlichen GüKG-Lizenz durch das BAG kontrolliert.

Nach jetzigem Stand dürfen Lohnunternehmen ab Juni 2017 reine Transporte oder Dienstleistungen mit Transportanteilen nur dann ausführen, wenn der Betrieb eine Güterkraftverkehrserlaubnis vorzuweisen hat.

Die GüKG-Lizenz kann das Lohnunternehmen bei der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde beantragen, wenn im Betrieb ein Verkehrsleiter (Betriebsleiter, Mitarbeiter in entsprechender Funktion, externer Verkehrsleiter als Dienstleister für das LU) vorhanden ist und dessen Rechtschaffenheit über ein Führungszeugnis nachgewiesen werden kann. Zudem muss im Lohnunternehmen in Abhängigkeit von den Transportfahrzeugen  Eigenkapital vorhanden sein.

Verkehrsleiter müssen ihre fachliche Qualifikation über eine entsprechende Ausbildung (z.B. Speditionskaufmann) oder durch die Fachkunde GüKG nachweisen. Der BLU bietet entsprechende Vorbereitungskurse für die nachfolgende Prüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) an. Nutzen Sie bitte das Angebot!

Unsere Bemühungen, das Güterkraftverkehrsgesetz im Zuge eines Novellierungsverfahrens in unserem Sinne durch eine konkrete Formulierung im Gesetzestext zu korrigieren, ist vom Bundesrat und Bundestag abgelehnt worden. Selbstverständlich setzen wir uns in der starken Allianz mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Bundesverband der Maschinenringe (BMR) weiter für eine Fortsetzung der bisherigen Auslegungspraxis für land- und forstwirtschaftlichen Transporte durch das Güterkraftverkehrsgesetz ein. Gemeinsam werden wir alle Möglichkeiten zur politischen Einflussnahme nutzen. Inwieweit wir damit Erfolg haben, ist derzeit nur schwer zu beurteilen. Wir halten Sie über die Verbandsmedien auf dem Laufenden.

Nutzen Sie bitte jetzt die Gelegenheit und stellen Sie den Transport in Ihrem Lohnunternehmen durch die GüKG-Lizenz auf gesetzliche Grundlagen. Melden Sie sich zum Vorbereitungskurs und zur nachfolgenden IHK Prüfung „Fachkunde Güterkraftverkehr“ an.

Die BLU-Geschäftsstelle berät Sie gerne in einem persönlichen Gespräch – rufen Sie an!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Wesenberg]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Anmeldeformular]]> 26.05.2019 - 01:12:12
„Nun steht endgültig fest, dass das Unternehmen seine Aufnahmen und Abgaben an Wirtschaftsdüngern ordnungsgemäß dokumentieren und fristgemäß melden muss,“ kommentierte Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den Richterspruch. Die Kammer sehe sich durch die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg in ihrem hoheitlichen Auftrag, Nährstoffströme zu überwachen und bei der ordnungsgemäßen Düngung zu beraten, voll bestätigt.

Ein im Landkreis Vechta ansässiges Unternehmen, das sich mit Handel, Transport und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern beschäftigt, hatte gegen die behördliche Anordnung der Kammer aus dem Jahre 2013 geklagt. Bei mehreren Kontrollen und behördlichen Abgleichen wurde festgestellt, dass erhebliche Mengen an Wirtschaftsdüngern in Verkehr gebracht wurden, ohne das aufzuzeichnen und zu melden, wie es per Verordnung vorgeschrieben ist. Daraufhin hatten die Prüfdienste der Kammer Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und zudem das Unternehmen zur Meldung der  Wirtschaftsdünger behördlich verpflichtet.

Bis heute beruft sich das Unternehmen darauf, dass es keine Meldungen machen müsse und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen nicht zuständig sei. Der Kläger hatte als Begründung unter anderem ausgeführt, dass die Rechtsgrundlagen aus dem Düngerecht nicht verfassungsgemäß seien, die Gebührenregelungen nicht anwendbar wären und die Meldungen der Wirtschaftsdünger nicht erforderlich seien, da die in Verkehr gebrachten Stoffe nicht dem Düngerecht unterlägen.

Das Verwaltungsgericht Oldenburg hatte diese Klage mit Urteil vom 3. Februar 2016 nach umfassender Begründung abgewiesen. Über den Antrag des Klägers auf Zulassung der Berufung hatte das Oberverwaltungsgericht zu entscheiden. Es stellte am 2. Februar 2017 fest, dass dieser Antrag voll umfänglich abgelehnt wird. Der Beschluss ist unanfechtbar und bestätigt das Urteil des Verwaltungsgerichtes Oldenburg, das damit sofort rechtskräftig wurde. Danach muss das Südoldenburger Unternehmen seine Aufnahmen und Abgaben an „Wirtschaftsdüngern und Stoffen, die Wirtschaftsdünger als Ausgangsstoff haben oder enthalten“, ordnungsgemäß dokumentieren und fristgemäß in die Niedersächsische Meldedatenbank bei der Düngebehörde, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, melden.

Walter Hollweg, LWK Niedersachsen

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Vor allem die alteingesessenen Betriebe treibt nur eine Frage um: „Wie geht das? Warum überleben diese Betriebe, obwohl die Luft bei uns so dünn ist?“

Einerseits können Existenzgründer auf staatlich subventionierte Darlehen zurückgreifen. Diese weisen einen günstigen Zinssatz auf. Weiterhin sind keine bzw. nur geringere Sicherheiten erforderlich und die Tilgung beginnt meistens erst nach einer Anlaufphase.

Andererseits haben die Landmaschinenhersteller die neue Klientel als sehr kaufkräftige Kundschaft für sich erkannt. Zusammen mit starken Finanzierungsgesellschaften wurden Konzepte erarbeitet, wie die Maschinen trotz knapper finanzieller Ressourcen der Käufer an den Mann bzw. die Frau gebracht werden können.

„Kaufe heute und zahle morgen!“

Das Ergebnis sind nun Finanzierungsmodelle, in denen der Kunde die Maschine sofort nutzen kann. Gezahlt wird aber erst später. Häufig wird mit einer „Zins- und Tilgungsfreien“ Anlaufphase von 1 bis 2 Jahren geworben. Vor allem die Zinsfreiheit suggeriert, dass hiermit keine Kosten entstehen. Aus fachlicher Sicht ist dies als ein Marketing-Trick einzustufen. Die folgende Grafik macht diesen Sachverhalt deutlich:

In diesem Beispiel wird ein Schlepper für 120.000 € (netto) angeboten. Als Verkaufshilfe wird ein Finanzierungsangebot über eine Laufzeit von 8 Jahren angepriesen, wovon die ersten beiden Jahre zins- und tilgungsfrei gestaltet sind. Ab dem Beginn der Tilgungsoll ein Zinssatz von 3 % angesetztwerden. Der Schuldenstand ist als rote Linie dargestellt.


In der Praxis gibt es trotz des günstigen Zinsniveaus keine Kredite, die nichts kosten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Hersteller die Zinskosten der „zinsfreien Zeit“ in seiner Marge abdecken muss. Nimmt man in diesem Beispiel Zinskosten von 3 % an, dann hat der Lohnunternehmer die Maschine faktisch für 113.020,21 € gekauft. Wird dieser Betrag über 2 Jahre mit 3 % verzinst kommt man zum genannten Kaufpreis von 120.000€. Für die Hersteller ergibt sich der Vorteil, dass Sie diese rabattierten Verkaufspreise nicht offen kommunizieren müssen und so den Verkaufspreis „künstlich“ hoch halten können.

Der Wert der Maschine (grüne Linie) ist als Händlereinkaufspreis zu interpretieren. Durch den rapiden Wertverlust zu Beginn und der tilgungsfreien Zeit wächst die „Lücke“ zwischen Schuldenstand und Restwert auf über 50.000€ an. Erst ab dem siebten Jahr übersteigt der Restwert der Maschine den Schuldenstand. Resümierend können folgende Aspekte festgehalten werden: (siehe Kasten)


Aus unserer Perspektive sind diese Finanzierungsalternativen nur mit allergrößter Vorsicht zu genießen. Wer die Liquiditätsüberschüsse zu Beginn der Laufzeit nicht spart (egal ob Existenzgründungskredit oder Maschinenfinanzierung), der kommt zum Ende der Laufzeit in große finanzielle Nöte. Die nächsten Jahre werden nun zeigen, welche Unternehmer ihre Finanzen im Blick haben – für alle anderen wird es sehr eng.




Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Darauf machen Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) aufmerksam. Die Verbände empfehlen den Landwirten, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen.

Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd, so die Verbände. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen vor allem, das Feld mit dem Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.

Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden. Der Einsatz von elektronischen Wildscheuchen, die unterschiedlichste Töne wie z.B. Menschenstimmen, klassische Musik oder auch Motorengeräusche in verschiedenen Lautstärken aussenden, hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Bei bestimmten Witterungsverhältnissen hilft auch Drohnen- und Infrarot-Technik. Bereits eine Maßnahme zur Vertreibung wirkt, haben Experten herausgefunden.

Link zum Video
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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt begrüßte die Entscheidung als ausgewogene Kompromisslösungzwischen den Interessen der Umwelt und der Landwirtschaft. Schon lange drängte die EU-Kommission auf die Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie auch in Deutschland. Nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofes hat es Deutschland versäumt, die seit Jahren bekannten Umweltbelastungen durch strenge Maßnahmen des Umweltschutzes einzugrenzen: Vielerorts wurden die Nitratbelastungen des Grundwassers (EU-Nitratrichtlinie,  EU-Wasserrahmenrichtlinie) nicht gesenkt und die für die Luftreinhaltung relevante NEC-Richtlinie (Ammoniak) nicht beachtet.

Das Düngegesetz ist die Grundlage für den gesamten Bereich der Düngung in Deutschland und schließt die Düngeverordnung in Form einer Ermächtigungsgrundlage ein. Aus Gesetz und Verordnung gehen weiterreichende Regelungen zum Umgang und Dokumentation insbesondere der Wirtschaftsdüngung hervor:

Neben den bereits mehrfach erläuterten Veränderungen hinsichtlich des Nährstoffbedarfs aller Kulturen unter strengerer Berücksichtigung der Bodenvorräte, von Ausbringungszeitfenstern und -mengen gibt die Gesetzgebung jetzt zusätzlich konkrete Hinweise zur Nachweisführung:
Die Stoffstrombilanz ist für viele Betriebe faktisch eine Verschärfung der Nährstoffüberschusssituation und zwingt zu einer höheren Abgabe von Wirtschaftsdüngern. Demgegenüber werden sich aufnehmende Betriebe aus nachvollziehbaren Gründen schwerer tun, Wirtschaftsdünger aufzunehmen. Auf Lieferscheinen (Mischfutter) sind die mitgelieferte Menge an N und P auszuweisen, was es dem Landwirt erheblich einfacher macht die Daten zusammenzustellen.

Darüber hinaus ist es sicher, dass über eine Länderöffnungsklausel in der Düngeverordnung den Bundesländern die Möglichkeit eröffnet wird, die nicht betrieblich benötigten Nährstoffmengen (Gülle, Gärrest und Mist) verpflichtend über eine anerkannte Organisation zur überbetrieblichen Nährstoffverbringung (Gemeinschaften zur Gütesicherung) einer ordnungsgemäßen Bestimmung zukommen zu lassen.

Der BLU arbeitet gemeinsam u. a. mit dem Landesverband der Maschinenringe Niedersachsen an einer Gütegemeinschaft für Wirtschaftsdünger, die wahrscheinlich in allen betroffenen Regionen mit Nährstoffüberhängen Beachtung finden wird. Eine Gütegemeinschaft für die überbetriebliche Nährstoffverbringung kann nur dann erfolgreich sein, wenn diese von allen relevanten Aufsichtsbehörden der Kreis- und Landesverwaltungen gleichermaßen voll akzeptiert wird und alle Vorfälle der überbetrieblichen Nährstoffverwertung verpflichtend in das System gemeldet werden müssen. Nach entsprechenden Zusagen der Behörden kann das System „Zertifizierte Logistik“ in Praxis durch Lohnunternehmen oder andere vermittelnde Firmen und Organisationen im täglichen Einsatz geprüft werden. Schon jetzt ist deutlich zu erkennen, dass der Nährstoffanalytik (Labor, NIRS, usw.) eine besondere Bedeutung zukommt. Im Rahmen einer Gütesicherung können NIR-Sensor und Dokumentation mit GPS-Systemen eine bedeutende Rolle spielen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die BAG verlangte, die bisherige im Merkblatt zur Güterbeförderung in der Landwirtschaft von der LWK Niedersachsen beschriebene Ausnahme zu streichen.

Auszug aus dem bisherigen Merkblatt zur Güterbeförderung in der Landwirtschaft:

„3. Landwirtschaftliche Lohnunternehmer (LU) für Landwirte

Sofern landwirtschaftliche LU-Tätigkeiten verrichten, bei denen es sich schwerpunktmäßig nicht um eine Beförderung, sondern um eine Arbeitsleistung handelt, ist der Anwendungsbereich des GüKG nicht eröffnet. Eine Erlaubnispflicht nach § 3 GüKG besteht demzufolge in diesen Fällen nicht. Führen LU in lof Betrieben übliche Beförderungen durch, ist eine Erlaubnis erforderlich.“

Damit geht keine Gesetzesänderung einher und das GüKG bleibt wie bisher bestehen. Der BLU hat versucht Ausnahmen für Lohnunternehmen in das Gesetz einzubringen. Diese wurden jedoch vom Bundesrat und im Verkehrsausschuss des Bundestages abgelehnt.

Die Folge ist, dass nunmehr jedes Lohnunternehmen bei Beförderungen von Gütern eine Güterkraftverkehrserlaubnis benötigt.

Jeglicher Transport von Gütern erfasst

Nach dem GüKG ist jede geschäftsmäßige oder entgeltliche Güterbeförderung mit Fahrzeugen über 3,5t Güterkraftverkehrserlaubnispflichtig (was zum Erhalt dieser Erlaubnis erforderlich ist finden Sie auf den nachfolgenden Seiten). Zu so genannten „Beförderungen“ gehören alle Tätigkeit, deren Hauptzweck die Fortbewegung von Gütern ist. Gewerblich erfolgt die Beförderung, wenn sie Gegenstand der beruflichen oder wirtschaftlichen Betätigung ist. Erfasst sind damit alle Güterbeförderungen (auch land- oder forstwirtschaftliche (lof) und durch lof-Betriebe).

Werkverkehr

Ausgenommen von der Regelung ist zum einen der Werkverkehr. Wird dieser mit LKW durchgeführt, muss er im Voraus bei der BAG angezeigt werden. Beachten Sie bitte, dass es keine Bestätigung seitens der BAG gibt. Es erfolgt lediglich eine Eintragung bei der BAG.

Werkverkehr ist Güterkraftverkehr für eigene Zwecke eines Unternehmens. Ausweislich des beistehenden Gesetzesauszuges dürfen für den Werkverkehr keine Subunternehmer bzw. freie (selbstständige) Fahrer eingesetzt werden. Des Weiteren darf der Transport nur eine Hilfstätigkeit darstellen. Lohnunternehmer, die ausschließlich Transporte durchführen, betreiben keinen Werkverkehr. Erfasst wäre aber beispielsweise der Transport eines Baggers mittels Tiefladers zu einer bestimmten Stelle, um dort Grabenarbeiten mit dem Bagger durchzuführen. Im Gesetz sind neben dem Werkverkehr weitere Ausnahmen vorgesehen (siehe Gesetzesauszug).

Ausnahmen für die Landwirtschaft?

Für Land- und Forstwirte besteht die Ausnahme des § 2 Nr. 7 GüKG. Diese dürfen die in land- und forstwirtschaftlichen (lof) Betrieben üblichen Beförderungen durchführen, wenn sie mit lof-Bedarfsgütern (z.B. Wirtschaftsdünger) oder Erzeugnissen (Mais, Getreide) für eigene Zwecke oder im Rahmen von Nachbarschaftshilfe unterwegs sind. Fährt der Landwirt jedoch wie ein Dienstleister gegen Entgelt, käme allenfalls die Variante des § 2 Nr. 7 b), bb) GüKG in Betracht. Danach müsste der Transport im Rahmen eines Maschinenringes e.V. (MR) oder vergleichbaren wirtschaftlichen Zusammenschlusses innerhalb einer 75 km Luftlinie erfolgen. Zudem müsste es sich um steuerbefreite Fahrzeuge handeln. Bei anderen Fahrzeugen wäre ein Begleitpapier mitzuführen.

Außerhalb dieser Ausnahmen benötigen auch lof-Betriebe eine Güterkraftverkehrserlaubnis. Ob Lohnunternehmen unter die Ausnahme des § 2 Nr. 7 b), bb) GüKG fallen, ist nicht eindeutig geklärt. Früher hatte die BAG solche Beförderungen vereinzelt durch Lohnunternehmen zugelassen. Nach aktueller Auffassung der BAG gibt es für Lohnunternehmen keine Ausnahmen mehr von der Güterkraftverkehrserlaubnis. Auswirkungen auf andere Verkehrsvorschriften Diese Änderungen dürften sich grundsätzlich nicht auf andere Gesetze im Bereich des Straßenverkehrs auswirken. Der irrtümliche Versuch der Unterscheidung nach landwirtschaftlichen oder gewerblichen Verkehr, der mit der Farbe des amtl. Kennzeichens (ob grün oder schwarz) in Zusammenhang gebracht wurde, ist (und war) nicht richtig. Dabei ging es letztlich nur um die Frage der Steuerpflichtigkeit des Fahrzeugs. Im Straßenverkehrsrecht sind unterschiedliche Gesetze mit unterschiedlichen Voraussetzungen maßgebend. Zwar ähneln sie sich, doch es kommt – wie so häufig – auf die Details an. Es gibt insofern folgende fünf Gesetze, die wir Ihnen in den kommenden Ausgaben der LUaktuell näher beschreiben werden.

1. GüKG
2. Fahrpersonalrecht / Fahrerkarte
3. Fahrerlaubnisrecht
4. Kfz- Steuerrecht
5. Maut

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Verantwortlich für die Durchführung der Meisterprüfungen war die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Die dort verantwortlichen Organisatoren, Jens Martens und Richard Didam, zeigten sich mit dem Verlauf und den gezeigten Ergebnissen rundum zufrieden, zumal fast alle Teilnehmer das Leistungsziel erreichen konnten.

Folgende drei Prüfungsteile waren im Prüfungsverlauf zu absolvieren: Kernelement im Teil „Pflanzenproduktion, Verfahrens- und Agrartechnik, Dienstleistungen“ ist die Durchführung eines Arbeitsprojektes. Die Aufgabe besteht darin, eine verfahrenstechnische Neuerung mit pflanzenbaulichem Hintergrund bzw. eine neue Dienstleistung im Unternehmen zu erproben. Der Projektverlauf sowie die Ergebnisse sind in einer schriftlichen Ausarbeitung zu dokumentieren und im Rahmen eines Fachgesprächs darzustellen.

Im Mittelpunkt des Teils „Betriebsund Unternehmensführung“ steht die Betriebsbeurteilung. Hierbei sollen - nach vorheriger Besichtigung - die Situation eines fremden Unternehmens wirtschaftlich erfasst, analysiert und beurteilt sowie betriebliche Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Einschätzung ist in einem einstündigen Fachgespräch zu erläutern.

Der Prüfungsteil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ gliedert sich seit einer Verordnungsänderung im Mai 2014 in zwei Abschnitte. Hauptaufgabe im Abschnitt „Berufsausbildung“ ist die praktische Durchführung einer Ausbildungssituation einschließlich eines Fachgesprächs. Hierdurch sollen die Prüflinge nachweisen, dass Auszubildende sachgerecht unterwiesen und ausgebildet werden können. Im Abschnitt „Mitarbeiterführung“ sind im Rahmen einer Fallstudie eine vorgegebene betriebliche Problemsituation zur Mitarbeiterführung zu analysieren und geeignete Lösungsansätze dafür zu entwickeln.

Über die genannten Prüfungselemente hinaus werden in jedem der genannten Prüfungsteile zusätzlich schriftliche Prüfungsklausuren gefordert.

Die Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Meisterprüfungen wurden unter organisatorischer Federführung des BLU Bundesverbands Lohnunternehmen (www.lohnunternehmen.de) in enger Zusammenarbeit mit der Heimvolkshochschule Loccum durchgeführt. Auch künftig sind dort gezielte Maßnahmen zur Fortbildung und Prüfungsvorbereitung über zwei Winter (rund 800 Unterrichtsstunden; jeweils von Mitte November bis Ende Februar) vorgesehen. Der Kurs für die Absolventen 2018 ist bereits voll im Gange. Erste Teile der Prüfung wurden bereits durchgeführt.

Die Anmeldefrist für die Agrarservicemeisterprüfung 2019 läuft noch bis 1. Juni 2016. Angesichts des großen Bewerberinteresses sind die Plätze allerdings bereits besetzt. Interessenten haben jedoch die Möglichkeit, sich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen schon für den Prüfungsjahrgang 2020 registrieren zu lassen. Anmeldeformulare finden sich im Internet unter www.lwk-niedersachsen. de/agrarservice (Webcode 01015611).

Richard Didam
LWK Niedersachsen



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Unter feuchten Bodenbedingungen kommt es allerdings schon zum Quellen des Saatkorns. Bei einer längere anhalten kühlen Witterung könnte die Triebkraft und Keimfähigkeit des Saatgutes negativ beeinflusst werden. Somit ist unter Umständen mit einem verminderten Feldaufgang zu rechnen.

Bei Temperaturen unter 8 °C könnte es gegebenenfalls sinnvoll sein mit der Aussaat zu warten bis steigende Temperaturen in Aussicht sind. Liegt das Saatkorn zu lange im kalten und feuchten Boden könnte der Beizschutz verloren gehen. Auflaufkrankheiten könnten hierdurch die Folge sein. Wird ungebeiztes Saatgut verwendet, sollten für die Aussaat unbedingt günstige Temperaturbedingungen abgewartet werden.

Beim Deutschen Wetterdienst können Sie die aktuellen Messwerte in Ihrer Region abfragen.

www.dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/2_agrarwetter/_node.html]]> 26.05.2019 - 01:12:12 … setzen Trends in Sachen Technik.

Mit diesen beiden Postkarten startet der BLU eine neue Initiative zur Schärfung des  Berufsbildes „Lohnunternehmer“ und Information der breiten Bevölkerung.

Mit zunächst 10 ausdruckstarken Bildern in Kombination mit humorvollen Texten werden Arbeitsbereiche und Leistungen von Lohnunternehmen dargestellt. In den kommenden Ausgaben werden wir Ihnen die anderen Motive ebenfalls als Postkarten beilegen. Dauert Ihnen das zu lange oder möchten Sie die Motive gerne als Aufkleber, Planen für Hauswände oder Maschinen nutzen? Dann sprechen Sie uns an oder nutzen Sie das Bestellformular auf der Internetseite www.lohnunternehmen.de. Sprechen Sie uns an, wir freuen uns über Ihre Anregungen!

Julia Guttulsröd]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Am 02.03.2017 fand die Mitgliederversammlung der Landesgruppe bei ABC Bruns in Cloppenburg statt. Die neue Halle war groß genug den Ansturm zu meistern und bot ordentlichen, fördernden Mitgliedern aber auch den weiteren angereisten Gästen ausreichend Möglichkeiten zum Austausch untereinander. Zudem bot die Fa. Bruns Betriebsführungen an, die gerne in Anspruch genommen wurden und auch für das leibliche Wohl war mit gutem Essen und Getränken gesorgt.

Verabschiedung eines langjährigen Mitglieds des Präsidiums

Wichtigster TOP bei der diesjährigen Mitgliederversammlung waren die
Wahlen. Das Amt von Georg Kohls aus Goldenstedt im geschäftsführenden Präsidium stand zur Wahl. Georg Kohls stand leider nicht mehr für ein Amt zur Verfügung. Nach 24 Jahren im Präsidium der Landesgruppe Niedersachsen sollte der Platz an Jüngere gehen. Im Rahmen der Wahl bedankte sich Präsidentin Andrea van Eijden bei Kohls für sein jahrelanges aktives Mitwirken im Präsidium der Landesgruppe Niedersachsen. Die Landesgruppe Niedersachsen, der BLU e.V. und der Verfasser persönlich möchten sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Georg Kohls für seine sehr engagierte Mitarbeit im Verband bedanken.

Als Nachfolger im geschäftsführenden Präsidium wurde Burkhard Kaufmann gewählt, wodurch ein Platz im Gesamtpräsidium zur Wahl stand. In dieses Amt wurde Andrea Stevens aus Spahnharrenstätte gewählt. Ebenfalls neu in das Gesamtpräsidium gewählt wurde Oliver Genz aus Neustadt am Rübenberge, der die Nachfolge von Joachim Hüttmann aus Soltau antritt, der sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegte.

Das Amt von Andrea Goldmann aus Scholen stand ebenfalls turnusgemäß zur Wahl. Goldmann wurde einstimmig wiedergewählt. Die Landesgruppe Niedersachsen freut sich auf die zukünftige Mitarbeit der Gewählten.

Verstärkter Gegenwind aus Politik und Prüferentschädigung

Die diesjährigen Geschäftsberichte waren geprägt von Gesprächen mit Politik und Behörden im Zusammenhang mit dem Güterkraftverkehrsgesetz, der Düngeverordnung und Zertifizierungen für Logistiker in der Wirtschaftsdüngung. Auch wenn es scheinbar immer mehr Gegenwind gebe, würden Lohnunternehmer über die Landesgruppe und den BLU e.V. zunehmend als Ansprechpartner für Politik und Behörden wahrgenommen, so der Tenor der Versammlung.

Sowohl die Landesgruppe Niedersachsen als auch der BLU e.V. versuchen das bestmögliche für ihre Mitglieder zu erwirken. Aktuell hat sich die Landesgruppe entschieden, 10.000 € zur Prüferentschädigung für Lohnunternehmen bereitzustellen, die für die Prüfungen von FAS und ASM Prüfer entsenden. Pro Entsendung wird der Mitgliedsbetrieb der einen Prüfer entsendet, mit 100 € entschädigt. Selbst wenn der Betrag
nicht die Kosten deckt, so ist das ein guter Schritt um Betriebe zu animieren, aktiv dem Fachkräftemangel in der Landwirtschaft  entgegenzuwirken.

Besonderer Dank gilt den Herren Bruns und ihren Mitarbeitern für die Bereitstellung ihrer Betriebsstätte und der hervorragenden Organisation der Mitgliederversammlung.

Sebastian Persinski]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Fahrerkarten, wann sind sie erforderlich?

Die Fahrerkartenpflicht ergibt sich aus der Fahrpersonalverordnung (FPersV) und der europäischen Verordnung (EG) VO 561/2006. Betroffen sind Fahrzeuge über 2,8 t (die FPersV gilt bis 3,5 t, darüber hinaus die EG-VO) die der Güterbeförderung dienen oder Güterbeförderung betreiben, aber auch Fahrzeuge zur Beförderung von mehr als 9 Personen (einschließlich Fahrer, sofern die Linienlänge mehr als 50 km beträgt).

Fahrzeuge die diese Voraussetzungen erfüllen, müssen generell mit einem EG-Kontrollgerät ausgestattet sein. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Fahrzeuge regulär von einem Ausnahmetatbestand erfasst werden. Dies ist z.B. bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen der Fall (s.u.) Ob bei einem Transport die Güterkraftverkehrserlaubnis erforderlich ist oder nicht, hat mit dem Fahrpersonalrecht nichts zu tun!

Der Schlepper ist ein Fahrzeug, dessen wesentliche Funktion in der Erzeugung einer Zugkraft besteht und das speziell zum Ziehen, Schieben, Tragen und zum Antrieb von auswechselbaren Geräten für land- oder forstwirtschaftliche Arbeiten oder von land- oder forstwirtschaftlichen Anhängern bestimmt ist. Das bedeutet, dass zumindest beim Transportieren von Gütern, ein EG-Kontrollgerät im Schlepper erforderlich und damit auch die Fahrerkarte zu stecken wäre, wenn es keine Ausnahme für diese Fahrzeuge gäbe.

Ausnahmen von der Fahrerkartenpflicht

Im Fahrpersonalrecht gibt es eine Vielzahl an Ausnahmen. So sind beispielsweise selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Fahrzeuge bis zu einer betriebsbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) von 40 km/h ausgenommen.

Nach der Handwerkerregelung sind Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen bis zu einer zulässigen Höchstmasse von 7,5 t, die in einem Umkreis von 100 km vom Standort des Unternehmens zur Beförderung von Material, Ausrüstungen oder Maschinen befreit, sofern der Fahrer sie zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit benötigt und das Lenken des Fahrzeugs nicht die Haupttätigkeit des Fahrers darstellt.

Mit Standort des Unternehmens ist ein Betriebssitz gemeint, wobei die jeweils politische Gemeindegrenze berücksichtigt wird.

Schließlich erweitert § 18 FPersV den Ausnahmekatalog. In Nr. 2 des § 18 FPersV sind Betriebe der Land- und Forstwirtschaft genannt.

§ 18 Nr. 14 FPersV erfasst den Transport von tierischen Nebenprodukten. Ausweislich des Gesetzestextes kommt es nicht darauf an, für wen oder womit der Transport durchgeführt wird. Er ist im Umkreis von 250 km um den Unternehmensstandort befreit. Zu den tierischen Nebenprodukten gehört auch Gülle.

Des Weiteren gibt es die Ausnahme des § 18 Nr. 3 FPersV. Danach sind land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, die für land- oder forstwirtschaftliche Tätigkeiten in einem Umkreis von bis zu 100 km vom Standort des Unternehmens verwendet werden vom Fahrpersonalrecht ausgenommen. Das Vorliegen einer land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschine ergibt sich aus den Fahrzeugpapieren. Was unter lof-Tätigkeiten zu verstehen ist, ist nicht eindeutig geklärt. Zu Auslegungszwecken könnten sowohl die landwirtschaftlichen Zwecke aus § 6 Abs. 5 FeV als auch Art. 4 c) der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 hinzugezogen werden.

Auf einen lof-Betrieb als Auftraggeber käme es nicht an. Maßgeblich wäre, dass die Tätigkeit an den Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse knüpft. Das Transportieren von lof-Erzeugnissen (z.B. Mais) oder Bedarfsgütern (z.B. Wirtschaftsdünger) wäre auch durch Lohnunternehmer bei Verwendung einer lof-Zugmaschine im Umkreis von 100 km über 40 km/h bbH ohne Fahrerkarte möglich. Das ist ein Grund, weshalb in Schleppern auch wenn Güter befördert werden, regel  mäßig kein EG-Kontrollgerät enthalten ist. Eine GüKG-Lizenz müsste bei Güterbeförderungen jedoch vorhanden sein, ebenso ein Begleitpapier (Frachtbrief).

Andere Auslegung durch die BAG?

Leider hat auf Anfrage der LWK Niedersachsen die BAG mitgeteilt, dass die Ausnahme des § 18 Abs.1 Nr. 3 FPersV keine Anwendung auf Beförderungen eines Transportdienstleisters (landwirtschaftliche Lohnunternehmer) findet. Ob diese Einschätzung gerichtlicher Prüfung standhält ist zweifelhaft. Eine Nichtanwendung der Ausnahme für Lohnunternehmer würde nicht nur eine Benachteiligung einer bestimmten Berufsgruppe bedeuten, sondern eindeutig den bestehenden Wortlaut des Gesetzes eingrenzen. Da dennoch ein Bußgeldbescheid ergehen könnte, bleibt Lohnunternehmen, die dieses Risiko nicht eingehen möchten, zu empfehlen, ihre Schlepper auf 40 km/h zu drosseln.

Mit einer entsprechenden Begrenzung können mehrere Vorteile erzielt werden: Ab 2018 soll die Maut auf alle Bundesstraßen erweitert werden. Fahrzeuge mit einer bbH bis 40 km/h sollen dann davon ausgenommen werden. Zudem ist die Sicherheitsprüfung an den Fahrzeugen nur alle 2 Jahre fällig.

Was ist bei Geltung des Fahrpersonalrechts zu beachten?

Sofern das Fahrpersonalrecht gilt, ist die Fahrerkarte zu stecken und Lenkzeiten, alle sonstigen Arbeitszeiten, Fahrtunterbrechungen sowie tägliche und wöchentliche Ruhezeiten aufzuzeichnen. Darüber hinaus sind Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten vorzunehmen . Die Aufzeichnungen des laufenden Tages und der vorausgegangenen 28 Kalendertage sind vom Fahrer mitzuführen und den zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen.

Wird beispielsweise an 20 Tagen Gülle gefahren und die Fahrerkarte nicht gesteckt (vgl. § 18 Nr. 14 FPersV), anschließend dann fahrerkartenpflichtig gefahren, muss vor Fahrtbeginn ein sogenannter Urlaubsschein maschinell ausgestellt und vom Fahrer unterschrieben werden. Im Urlaubsschein ist entsprechend einzutragen, weshalb die Fahrerkarte nicht gesteckt wurde (vgl.EU-Formblatt-Abb. unten).

Um Lenk- und Ruhezeiten überhaupt aufzeichnen zu können, ist ein entsprechendes EG-Kontrollgerät im Fahrzeug und eine Fahrerkarte erforderlich. Umgekehrt wird aber nicht zwangsläufig die FE-Klasse C/CE oder die Berufskraftfahrerqualifikation benötigt. Die Fahrerkarte wird auch für Inhaber der FE-Klasse T erteilt. Die FE-Klasse oder die Steuerpflicht (grüne/schwarze Kennzeichen) sind strikt vom Fahrpersonalrecht zu trennen, auch wenn es Überlappungen geben kann.

Die Aufzeichnungen sind ein Jahr lang nach Aushändigung durch den Fahrer in chronologischer Reihenfolge und in lesbarer Form außerhalb des Fahrzeugs aufzubewahren und den zuständigen Personen auf Verlangen vorzulegen und nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist bis zum 31. März des folgenden Kalenderjahres zu vernichten.


EU-Formblatt

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Ein Schwerpunkt der Tagung sind daher Hilfsmittel, mit denen das Gefährdungspotential besser abgeschätzt werde kann. Dies gilt sowohl für die Planung, als auch für den aktuellen Maschineneinsatz auf dem Feld.
Dennoch werden Schadverdichtungen auch in Zukunft nie ganz auszuschließen sein. Die Industrie bietet für die Beseitigung von Bodenverdichtungen eine Vielzahl von Geräten mit unterschiedlichen Werkzeugformen an. In einem Vortrag und in einer Maschinenausstellung auf dem Feld wird erläutert, welche Werkzeugform bei welchen Bodenverhältnissen mehr oder weniger geeignet ist.
Abgerundet wird die Tagung durch einen Blick in die Zukunft. Welche neuen Techniken und Verfahren werden helfen, auch unter möglicherweise schlechteren Rahmenbedingungen den Boden wirkungsvoll zu schützen?

Wann?
Mittwoch, den 14.06.2017
Beginn: 10.00 Uhr, Ende: 16.15 Uhr

Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse
Ostinghausen, 59505 Bad Sassendorf

Weitere Informationen und das gesamte Programm entnehmen Sie bitte dem Einladungsflyer.]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Die Unterlagen zum Verwendungsnachweis für das Förderjahr 2017 wurden veröffentlicht, so dass mit dem Abruf der Mittel nun begonnen werden kann. Bitte beachten Sie, dass alle neuen und alten Fördermaßnahmen für zu fördernde Verträge innerhalb von 5 Monaten nach Zugang des Zuwendungsbescheides beim BAG zur Förderung angemeldet werden müssen. Bitte warten Sie nicht, bis sich eine bestimmte Anzahl von Rechnungen angesammelt hat, sondern reichen Sie die Rechnungen ein, sobald Sie Ihnen vorliegen. So kann mit dem Mittelfluss begonnen werden und Ihnen stehen die Beträge für weitere Investition zur Verfügung.

2. BAG-Förderung Weiterbildung 2017 - Maßnahmen und Möglichkeiten
Der Verwendungsnachweis zur Einleitung des Auszahlungsverfahrens zum Förderprogramm „Weiterbildung“ der Förderperiode 2017 steht ab sofort ausschließlich über das eService-Portal zur Verfügung (s.u.).  Bitte beachten Sie, dass bei Weiterbildungen immer vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme ein Antrag gestellt sein muss.

3. BAG De-minimis 2017 Neufahrzeugkauf – Ratenreduzierung
Für Lkw über 7,5 t GG die finanziert, geleast oder gemietet werden (Zulassung auf den Antragsteller), besteht die Möglichkeit einer Ratenreduzierung. Bei der Ausstattung der Fahrzeuge, die durch die Lieferungsbeschreibung des Fahrzeugs nachgewiesen wird, werden die förderfähigen Netto-Ausstattungspreise ratenteilig erstattet.
Dies kann eine Reduzierung der Kosten zwischen 100 und 350 Euro im Monat - pro Fahrzeugrate-  bedeuten.
Die Ratenreduzierung kann in das nächste Jahr übertragen werden, somit kann über die gesamte Fahrzeugnutzungsdauer die Rate gemindert werden.

Was ist zu tun, um eine Zuwendung zu erhalten?
Fördermittel müssen beim Bundesamt für Güterverkehr auf elektronischem Wege beantragt werden. Die im Rahmen dieser Förderrichtlinie zu verwendende Portalseite (eService-Portal) für die elektronische Antragstellung ist über die Internetadresse https://antrag-bvbs.bund.de/ zu erreichen.
Die Antragstellung und die Übersendung des Kontrollformulars auf dem Postweg, per Telefax oder per E-Mail ist nicht zulässig. Unvollständige Anträge werden abgelehnt. Informieren Sie sich ausführlich unter www.bag.bund.de
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Dies hat auch einen rechtlichen Hintergrund, z.B. ist es gemäß § 4 Absatz 1 Nummer 5 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW) ist bei der landwirtschaftlichen Nutzung verboten, bei der Mahd auf Grünlandflächen ab 1 Hektar von außen nach innen zu mähen, davon unberührt bleibt stark hängiges Gelände.
Daneben besteht grundsätzlich eine tierschutzrechtliche und ethische Verpflichtung, eine Verringerung von Mähtodverlusten durch unterschiedliche Maßnahmen zu erreichen. Voraussetzung ist die Sensibilisierung von Landwirten, Jägern und Dienstleistungsunternehmen. Hauptgefährdungszeitraum ist die Zeit von Mai bis Juli.


Für Lohunternehmer
Nutzen Sie die Muster-AGB des Bundesverbandes und schließen Sie Ihre Haftung für Schäden gegenüber dem Jagdpächter bzw. Jagdberechtigten oder sonstigen Dritten aus, die durch den Erntevorgang an Wildtieren entstehen können. Im gleichen Zuge können Sie so den Auftraggeber für Schäden an Ihren Maschinen haftbar machen, die durch Wildtiere während der Ernte verursacht werden. Zudem können Sie sich durch diese AGB davor schützen, für entstehende Schäden haftbar gemacht zu werden, die durch eine Kontaminierung von Silagen mit Tieren, Tierresten, Tierteilen oder Tierkadavern – insbesondere für Schäden an Vieh durch Botulismus - entstehen.  

Julia Guttulsröd


Schauen Sie in die Mediathek und nutzen Sie die AGB für Lohnunternehmer!

Ihre Ansprechpartner für rechtliche Fragen beim BLU.
Pirko Renftel, Sebastian Persinski]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Seitens des Ministerpräsidenten und der Landwirtschaftsministerin wurden die wesentlichen Prüfaufträge aus der Gesprächsrunde vom Februar und die Inhalte und Forderungen des Offenen Briefes abgearbeitet. Infolgedessen ergibt sich, dass es nun um konkrete Schritte und Maßnahmen gehen muss. Der ländliche Raum ist ein wichtiger Wirtschaftsraum. Soll er sich entwickeln, so braucht er einen klaren und verlässlichen Rahmen. Ob Kastenstandsurteil in der Sauenhaltung, ländlicher Wegebau, Breitbandausbau und Digitalisierung oder Clusterbildung mit nachwachsenden Rohstoffen, es ist eine klare und fokussierte Anstrengung der Landesregierung notwendig, damit wir vorankommen. Unser Bundesland hat naturgegeben beste Bedingungen für die Urproduktion. An ihr und insbesondere der Veredlung hängen zehntausende Arbeitsplätze. Mit den nachgelagerten Bereichen handelt es sich um den zweitstärksten Wirtschaftszweig in Sachsen-Anhalt. Gerade die strukturschwachen Regionen benötigen hier eine klare, politisch unterstützte Zukunftsperspektive. Gegenwärtig stocken viel zu viele Investitionen, da dies nicht der Fall ist. Die Beseitigung diesbezüglicher Hemmnisse haben die Landnutzerverbände deutlich eingefordert. Besonderes Augenmerk wurde auf praxisnahes und unbürokratisches Agieren der Verwaltung zum Abruf von Fördermitteln gelegt. Das gilt sowohl für Förderungen aus der ersten Säule als auch für Strukturförderungen und Investitionen. Hier wird bisher ein großes Hemmnis in der Umsetzung gesehen.

Einigkeit bestand darin, dass dem Artenschutz genüge getan werden muss, aber Biber und Wolf in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft naturgemäß Grenzen haben müssen. Sachsen-Anhalt muss sich hier für EU-konforme Regelungen einsetzen und befindet sich laut dem Ministerpräsidenten dazu im Austausch mit anderen ebenso betroffenen Bundesländern.

Fazit der Veranstaltung ist, dass der ländliche Raum nicht mehr nur Chefsache ist, sondern dass sich das Kabinett insgesamt mit dem Thema befassen muss, so sinngemäß Ministerpräsident Dr. Haseloff. „Die Landnutzerverbände werden die weitere Entwicklung kritisch und konstruktiv weiterverfolgen und erwarten, dass den gemeinsamen Worten gemeinsame Taten folgen“, so der Präsident des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt und Sprecher der Interessengruppe, Olaf Feuerborn.

Zwischen den Landnutzerverbänden und dem Ministerpräsidenten wurde festgehalten, dass es im Herbst 2017 eine vereinbarte größere Konferenz zum ländlichen Raum geben wird.

Offizielle Pressemeldung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Das ändert sich für die Betriebe

In der Neufassung werden die Grundzüge der guten fachlichen Praxis beim Düngen wie folgt beschrieben: Anforderungen an die Ausbringungstechnik

Die Vorgaben in der Ausbringtechnik (insbesondere zur Reduzierung der Ammoniakemissionen) bleiben unverändert. Entsprechend bleibt die
Aufbringen von Organik mit folgenden Geräten verboten: Dagegen wird die Ausbringung mit Schleppschlauch, Schleppschuh oder Injektoren im bestellten Ackerland ab Februar 2020, auf Grünland ab Februar 2025 verpflichtend sein. Gülle muss innerhalb von vier Stunden eingearbeitet werden. Ausgenommen sind die organischen Wirtschaftsdünger wie Festmist von Huftieren oder Klauentieren, Kompost sowie Düngemittel mit weniger als zwei Prozent Trockenmasse.

Einschränkungen bei der Phosphatund Stickstoffdüngung

Beim Phosphat wird bei der neuen DüVO der zulässige Überschuss ab 2018 von 20 kg/ha auf 10 kg/ha gesenkt. Folglich wird keine Aufdüngung von A und B Flächen mehr möglich sein.

Künftig wird der N-Düngebedarf nach ertrags- und flächenspezifischen Sollwerten ermittelt. Die Düngeplanung ist dann schriftlich aufzuzeichnen. Sollte man diese Planung später überschreiten, muss man dies begründen können.

Diesen Sollwerten bzw. Stickstoffbedarfswerten liegt das Ertragsniveau der vergangenen drei Jahre zugrunde.

Nach Aussage von Experten sind die Nährstoffwerte für organische Dünger hoch angesetzt. Entsprechend kommt einer verlustarmen Düngung durch optimale Ausbringungstechnik und Ausbringungszeitpunkt eine große Bedeutung zu.

Länderöffnungsklauseln

Die Länderöffnungsklauseln in der Düngeverordnung eröffnen den Bundesländern die Möglichkeiten zu einer schärferen Reglementierung beim Umgang mit Gülle, Gärrest und Mist. Entsprechend sicher werden Landesregierungen mit hohem Handlungsbedarf zukünftig die Düngermengen bei Überversorgung der Böden deutlich einschränken oder gar verbieten. In diesen Bundesländern ist des Weiteren
zu erwarten, dass die überbetriebliche Nährstoffverbringung einem Qualitätssicherungssystem (Gütegemeinschaft) verpflichtend unterworfen wird.

Der BLU arbeitet intensiv an einer Gütegemeinschaft für Wirtschaftsdünger, die wahrscheinlich nicht nur in Niedersachsen, sondern exemplarisch auch in anderen Bundesländern zur Anwendung kommen kann.

Allerdings ist durch langjährige Erfahrungen auch mit freiwilligen Systemen (Nds. Rahmenvereinbarung) – die Erkenntnis gereift, dass eine erfolgreiche Umsetzung an Grundvoraussetzungen geknüpft werden muss:
Weiterer wesentlicher Bestandteil in der neuen Rechtslage für die Landwirtschaft wird die ab 2018 verpflichtend durchzuführende  Stoffstrombilanz sein. Diese Verordnung wird derzeit ausgearbeitet und wird (wahrscheinlich) folgende Betriebe zur Stoffstrombilanzierung
verpflichten: Der Druck auf die Landwirtschaft ist nach wie vor deutlich zu spüren: Gesellschaft und Medien „schießen sich auf die Landwirtschaft ein“ und fordern einen umweltgerechteren Umgang mit mineralischen und vor allem organischen Düngemitteln. Das rechtliche Umfeld für die Landwirtschaft wird seit Jahren durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie, Nitratrichtlinie und NEC-Richtlinie klar definiert.

Die neue Düngegesetzgebung insgesamt ist in ihrer Ausprägung und Tragweite schlussendlich auch das Ergebnis einer über Jahre hinweg von politischer und administrativer Seite tolerierten Fehlentwicklung in der Agrarwirtschaft.

Auch für Lohnunternehmen ist es jetzt an der Zeit nach einen Neuanfang zu suchen. Die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen bedeuten innerbetriebliche Herausforderungen, aber auch Chancen für die Lohnunternehmen. Moderne Dienstleistung definiert sich heute auch durch eine fachgerechte landtechnische Ausführung der Arbeiten in Verbindung mit einer ordnungsgemäßen Dokumentation der Vorgänge. Einmal mehr wird sich das Lohnunternehmen als Problemlöser für den landwirtschaftlichen Kunden beweisen können und darf sich diese Hilfe natürlich auch angemessen bezahlen lassen.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Konsequenzen für Lohnunternehmen leider unverändert. Ab dem 1. Juni 2017 sind alle Transporte erlaubnispflichtig nach dem Güterkraftverkehrsgesetzes (GüKG).

Lohnunternehmen oder vergleichbare gewerbliche Zweigbetriebe der Landwirtschaft müssen generell für alle Transporte (z.B. Ernteprodukte, Wirtschaftsdünger,  ….) eine Güterkraftverkehrslizenz bzw. EU-Lizenz erwerben. Das gilt sowohl bei „reinen“ Transporten als auch bei ganzheitlichen Dienstleistungen, bei denen der agrartechnische Prozess auf dem Acker, dem Grünland oder im Forst mit dem Transport von entsprechenden Erzeugnissen und Bedarfsgütern miteinander verbunden sind.

Wir verweisen auf die entsprechenden Fachartikel in den letzten Ausgaben der LUaktuell.

Historie

Im Sommer 2016 hat der BLU erstmalig die Information erhalten, dass die Auslegung des GüKG in der Landwirtschaft im entsprechenden Merkblatt des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) geändert werden soll. Es folgten unmittelbar intensive Gespräche mit maßgebenden Vertretern von BMVI und BAG sowie die politische Initiative im Rahmen eines Parlamentarischen Abends mit Mitgliedern des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages mit Informationsschwerpunkt Güterkraftverkehrsgesetz.

Gemeinschaftsinitiativen mit Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutschen Bauernverband (DBV) und BLU, über Bundesrat und Bundestag das Artikelgesetz mit Änderungen zum „Güterkraftverkehrsgesetz“ im Sinne der Agrarbranche zu korrigieren, sind im Frühjahr 2017 gescheitert.

Seither stehen die drei Verbände im ständigen Kontakt mit Politik und Verkehrsministerium und suchen nach verträglichen Lösungsansätzen. Bis zuletzt wurde versucht, zumindest die nachfolgende Ausnahme für Lohnunternehmen zu ermöglichen:

Der Anwendungsbereich des GüKG ist nicht eröffnet, wenn im Rahmen von land- oder forstwirtschaftlichen (lof) Arbeitsleistungen Beförderungen von lof-Erzeugnissen oder Bedarfsgütern erforderlich sind und diese mit lof-Zugmaschinen bis 40 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit im Auftrag eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes durchgeführt werden.

Dies hätte der bislang geübten Praxis entsprochen, allerdings mit der vorgenannten Einschränkung bei der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit.

Nach wie vor eröffnet das Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) in § 2 Abs. 1 Nr. 7 Ausnahmeregelungen für die Land- und Forstwirtschaft, wenn Landwirte Transporte von lof-Bedarfsgütern oder lof-Erzeugnissen, durchführen.

Der BLU e.V. wird weiterhin zusammen mit dem BMR und dem DBV versuchen, eine verträgliche Lösung für Lohnunternehmen herbeizuführen. „Es kann sich theoretisch noch etwas bewegen!“ Der BLU sieht sich aber notgedrungen in der Verpflichtung, seine Mitglieder über den aktuellen Stand zu informieren. Bitte beachten Sie in den kommenden Tagen und Wochen weitere Informationen aus den LU-Verbänden.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Konsequenzen für Lohnunternehmen leider unverändert. Ab dem 1. Juni 2017 sind alle Transporte erlaubnispflichtig nach dem Güterkraftverkehrsgesetzes (GüKG).

Lohnunternehmen oder vergleichbare gewerbliche Zweigbetriebe der Landwirtschaft müssen generell für alle Transporte (z.B. Ernteprodukte, Wirtschaftsdünger,  ….) eine Güterkraftverkehrslizenz bzw. EU-Lizenz erwerben. Das gilt sowohl bei „reinen“ Transporten als auch bei ganzheitlichen Dienstleistungen, bei denen der agrartechnische Prozess auf dem Acker, dem Grünland oder im Forst mit dem Transport von entsprechenden Erzeugnissen und Bedarfsgütern miteinander verbunden sind.

Wir verweisen auf die entsprechenden Fachartikel in den letzten Ausgaben der LUaktuell.

Historie

Im Sommer 2016 hat der BLU erstmalig die Information erhalten, dass die Auslegung des GüKG in der Landwirtschaft im entsprechenden Merkblatt des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) geändert werden soll. Es folgten unmittelbar intensive Gespräche mit maßgebenden Vertretern von BMVI und BAG sowie die politische Initiative im Rahmen eines Parlamentarischen Abends mit Mitgliedern des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages mit Informationsschwerpunkt Güterkraftverkehrsgesetz.

Gemeinschaftsinitiativen mit Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutschen Bauernverband (DBV) und BLU, über Bundesrat und Bundestag das Artikelgesetz mit Änderungen zum „Güterkraftverkehrsgesetz“ im Sinne der Agrarbranche zu korrigieren, sind im Frühjahr 2017 gescheitert.

Seither stehen die drei Verbände im ständigen Kontakt mit Politik und Verkehrsministerium und suchen nach verträglichen Lösungsansätzen. Bis zuletzt wurde versucht, zumindest die nachfolgende Ausnahme für Lohnunternehmen zu ermöglichen:

Der Anwendungsbereich des GüKG ist nicht eröffnet, wenn im Rahmen von land- oder forstwirtschaftlichen (lof) Arbeitsleistungen Beförderungen von lof-Erzeugnissen oder Bedarfsgütern erforderlich sind und diese mit lof-Zugmaschinen bis 40 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit im Auftrag eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes durchgeführt werden.

Dies hätte der bislang geübten Praxis entsprochen, allerdings mit der vorgenannten Einschränkung bei der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit.

Nach wie vor eröffnet das Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) in § 2 Abs. 1 Nr. 7 Ausnahmeregelungen für die Land- und Forstwirtschaft, wenn Landwirte Transporte von lof-Bedarfsgütern oder lof-Erzeugnissen, durchführen.

Der BLU e.V. wird weiterhin zusammen mit dem BMR und dem DBV versuchen, eine verträgliche Lösung für Lohnunternehmen herbeizuführen. „Es kann sich theoretisch noch etwas bewegen!“ Der BLU sieht sich aber notgedrungen in der Verpflichtung, seine Mitglieder über den aktuellen Stand zu informieren. Bitte beachten Sie in den kommenden Tagen und Wochen weitere Informationen aus den LU-Verbänden.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Natürlich stellt sich – da ab 01.06.2017 sehr wahrscheinlich jeder Lohnunternehmer bei Beförderung von Gütern die GüKG-Lizenz benötigt – die Frage: Brauche ich nun den Führerschein Klasse C/CE?

Wie alt? Wie schnell? Für welchen Zweck?

Ob 16 Jahre, 18 Jahre oder sogar 21 Jahre, bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, landwirtschaftlicher oder „gewerblicher Zweck“ – für alles gibt es den richtigen Führerschein.

Führerschein Klasse L

Mit der Fahrerlaubnisklasse L können ab einem Alter von 16 Jahren Zugmaschinen, also Traktoren, mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) bis 40 km/h gefahren werden. Bei einem mitgeführten Anhänger gilt dies jedoch nicht. Mit einem Anhänger am Traktor darf man mit dem L-Führerschein maximal 25 km/h schnell fahren. Das gilt auch, wenn der Anhänger bis 40 km/h zugelassen ist.

Auch selbstfahrende Arbeitsmaschinen, wie Mähdrescher, dürfen mit dem L-Führerschein gefahren werden. Jedoch gilt auch hier eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h

Führerschein Klasse T

Mit dem T-Führerschein kann man ab einem Alter von 16 Jahren Schlepper mit einer bbH bis 40 km/h fahren. Ab 18 Jahren ändert sich das, ab der Volljährigkeit darf man Traktoren bis 60 km/h fahren. Diese Geschwindigkeiten gelten auch, wenn man einen Anhänger mitführt – sofern der Anhänger natürlich auf die jeweilige Höchstgeschwindigkeit zugelassen ist.

Selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie Mähdrescher, Häcksler oder Roder dürfen mit der Klasse T bis zu einer bbH von 40 km/h gefahren werden.

Auch mit Agrotrucks können lof-Zwecke erfüllt werden. Werden die erlaubten bbH überschritten, ist aus diesem Grunde bereits die FE-Klasse C/CE erforderlich. So kann ein Agrotruck, lof-Schlüsselnummer vorausgesetzt, bis zu einer bbH von 60 km/h mit „T“ gefahren werden, darüber hinaus ist ein C- bzw. mit Anhänger CE-Führerschein nötig.



Zweck der Fahrt entscheidend?

Die Führerscheinklassen L und T dürfen nur im Rahmen von land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken eingesetzt werden. Dies zeigt ein Blick auf das Gesetz (siehe Gesetzesauszug zu FE-Klassen „T“ und „L“).

Die ab Juni geforderte Pflicht von der BAG, dass Lohnunternehmen bei Güterbeförderungen in der Landwirtschaft (egal ob für einen lof-Betrieb oder nicht) eine GüKG-Lizenz haben müssen, hat nichts damit zu tun, ob mit  Fahrerlaubnisklasse „T“ oder „C/CE“ gefahren werden darf/muss.

Wann mit der Fahrerlaubnisklasse „T“ gefahren werden darf, ergibt sich aus § 6 FeV (siehe Gesetzesauszug). Danach ergeben sich für die FE-Klasse „T“ drei wesentliche Kriterien:
  1. Zugmaschinen mit bbH von 60 km/h. Selbstfahrende Arbeitsmaschinen oder Futtermischwagen bis 40 km/h.
  2. Die Fahrzeuge müssen nach ihrer Bauart zur Verwendung für land oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sein (ergibt sich regelmäßig aus den Fahrzeugpapieren).
  3. und für solche Zwecke eingesetzt werden.
Kurz: Lof-Fahrzeuge bis bbH 40 bzw. 60 km/h für lof-Zwecke. (2. und 3. gelten auch für FE-Klasse L; vgl.o.)

Lof-Zwecke

Was unter den Begriff lof-Zwecke zu fassen ist, hat der Gesetzgeber ausdrücklich in § 6 Abs. 5 FeV geregelt (siehe Gesetzesauszug). Erfasst sind neben dem Betrieb von Land- oder Forstwirtschaft auch der Betrieb von land- oder forstwirtschaftlichen Lohnunternehmen. Folglich ist bei Beförderung von land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Bedarfsgütern (Wirtschaftsdünger) durch lof-Betriebe oder lof-Lohnunternehmen die FE-Klasse T ausreichend. Aber auch Grünland-, oder Friedhofspflege, Grabenarbeiten und Winterdienst sind erfasst. Welcher Auftraggeber dahinter steht, ist nach dem Wortlaut des Gesetzes unbedeutend.

Führerschein Klasse C/CE


Mit einem Führerschein Klasse C kann man ab einem Alter von 21 Jahren – 18 Jahre nur bei Berufskraftfahrerausbildung – erworben werden und berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3500 kg – auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg.

Der Führerschein Klasse C wird grundsätzlich nur für 5 Jahre erteilt. Danach wird er für jeweils weitere 5 Jahre nach Vorlage einer positiven Eignungsuntersuchung (Gesundheits-Check und augenärztlichem Gutachten) verlängert. Mit dem Führerschein CE ist man berechtigt Zugfahrzeuge der Klasse C in Kombination mit einem Anhänger oder Sattelanhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg zu führen.

Der Führerschein Klasse C wird für die Klasse CE vorausgesetzt.

Berufskraftfahrerqualifikation

Bei Nutzung des Führerscheines C/CE im Güterkraftverkehr und Werkverkehr (außerhalb der Klassen „T“ und „L“) ist eine Grundqualifikation nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) erforderlich, wenn die bauartbedingte
Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h überschritten wird.

Es gibt 3 Möglichkeiten, den Führerschein mit der Qualifikation (Ziffer 95 im Führerschein) zu erwerben:
  1. durch die Berufskraftfahrerausbildung,
  2. Führerschein vor dem 09.09.2009 mit Weiterqualifikation gemäß BKrFQG, und
  3. Führerschein nach dem 09.09.2009 mit beschleunigter Grundqualifikation nach BKrFQG.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Zu diesem Zweck besuchte die Gruppe die Straßenmeisterei Brake, die insgesamt 220 km Straßen betreut und bis zu 30 % der anfallenden Arbeiten an Lohnunternehmen vergibt. Dazu zählen unter anderem die Grabenräumung, Mäharbeiten, der Winterdienst und das Bankettfräsen. Anschließend beschrieb der Juniorchef der Firma Korpis zusammen mit seinem Vater Bernhard die Aufgabengebiete des Betriebszweiges Garten- und Landschaftsbau (Neugestaltung von Gärten und Parkanlagen, Schwimmteichbau, Dachbegrünung) und der Korpis Hoch- und Tiefbau GmbH (Pflasterarbeiten, Kanalbau). Als letzte Stadion stand ein Besuch bei der Firma van Eijden GmbH & Co.KG an, die sich unter anderem auf die Grünlandrekultivierung und die Pflege- und Unterhaltungsarbeiten an Teichen oder extrem weichen Standorten mit einem Schwimmbagger, der bis zu einer Wassertiefe von 3,50 m einsatzfähig ist, spezialisiert hat.

Im Fokus der Ausführungen auf den einzelnen Betrieben standen unter anderem die Verfahrensweise bei der Vergabe der Ausschreibungen bei Kommunalarbeiten und die Neuauslegung des GüKG, die ab dem 01. Juni 2017 gelten.

Jennifer Nickel

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Zivilrechtliche Ansprüche der Lohnunternehmer?

Über die Möglichkeiten eines zivilrechtlichen Vorgehens hatten wir bereits in der 04/2017 der LU aktuell informiert (ab S. 8).

Nun hat der Deutsche Raiffeisenverband e.V. eine konkrete Vorgehensweise über die eigene Service GmbH an uns weitergeleitet.

Lohnunternehmen die sich bei uns gemeldet hatten, wurde die E-Mail mit Hinweisen zur Vorgehensweise weitergeleitet. Weitere interessierte Lohnunternehmer können sich gerne noch an einer Teilnahme beteiligen.

Bei Fragen im Zusammenhang mit dem LKW-Kartell oder Interesse an einer Teilnahme am zivilrechtlichen Vorgehen des DRV zum LKW-Kartell, wenden Sie sich an die Geschäftsstelle des BLU e.V..

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Das Finanzgericht Hamburg hat damit anders entschieden als das Oberlandesgericht (OLG) Hamm, nämlich, dass auch in dieser Branche die Arbeitszeiten aller Arbeitnehmer dokumentiert werden müssen.

Historie

Das OLG Hamm hat in einem Beschluss vom 18.10.2016 (Az. 3 RBs 277/16) die Ansicht vertreten, dass keine Aufzeichnungen für alle Mitarbeiter die vom Mindestentgelttarifvertrag für die Landwirtschaft erfasst sind, bestehen. Die Klage eines Landwirtes, der sich gegen einen Bußgeldbescheid wehrte, weil er keine entsprechenden Aufzeichnungen geführt hat, war damit erfolgreich.

Damals forderte der Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) die Zollbehörden und das BMAS auf, die Entscheidung bundesweit anzuerkennen, was jedoch aufgrund gegenteiliger Auffassung abgelehnt wurde (wir hatten darüber in den Verbandsmedien informiert, siehe LU aktuell 02/2017 und 12/2016).

Der 4. Senat des Finanzgerichts Hamburg war zur Entscheidung berufen, weil er als gemeinsamer Senat der Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein für Verfahren gegen die Zollbehörden zuständig ist, zu deren Aufgaben auch die Überprüfung der Einhaltung der Aufzeichnungspflichten nach dem AEntG gehört.

Was bedeutet das Urteil für mich?

Der Mindestentgelttarifvertrag gilt bis zum Ende dieses Jahres. Die Rechtsprechung ist unterschiedlich. LU aus dem Bezirk des OLG Hamm dürften sich ohne weiteres auf dessen Urteil zu berufen.

Für alle anderen gilt: Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte weiterhin die Aufzeichnungen für alle Mitarbeiter hinsichtlich Beginn, Ende und Dauer führen, auch wenn die Gerichte auch noch der Auffassung des OLG Hamm folgen könnten.
 
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bundesministerin Brigitte Zypries hierzu: „‚Alltag vereinfachen, von Bürokratie entlasten. Diesem Ziel sind wir heute einen deutlichen Schritt näher gekommen. Ich freue mich, dass der Bundesrat dem Zweiten Bürokratieentlastungsgesetz heute zugestimmt hat. Gerade kleine Unternehmen sind durch Bürokratie besonders belastet. Der Bundestag hat vor Kurzem auch die Anhebung der Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter beschlossen. Kleine Unternehmen können sich damit wieder auf das Wesentliche konzentrieren: Innovationen vorantreiben, Investitionen tätigen und Arbeitsplätze schaffen.“

Das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz entlastet vor allem kleine Unternehmen mit zwei bis drei Mitarbeitern. Sie unterliegen oft der ganzen Bandbreite an Vorschriften, haben in der Regel jedoch keine „Spezialisten“, die sich in die Fachgesetze detailliert einarbeiten können.

Ein Schwerpunkt des Gesetzes ist der weitere Abbau bürokratischer Vorschriften im Steuerrecht. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Thema Digitalisierung. Mit einer neuen Fälligkeitsregelung für die Beiträge zur Sozialversicherung wird schließlich eine weitere langjährige Forderung der Wirtschaft umgesetzt. Der Bundestag hatte am 27. April 2017 die Anhebung der Schwelle für geringfügige Wirtschaftsgüter beschlossen. Wenn der Bundesrat dieser Anhebung zugestimmt hat, können viele Anschaffungen, wie Tablets und Büromaterial, dann direkt im Jahr der Anschaffung steuerlich voll abgeschrieben werden. Die Unternehmen müssen diese Güter dann nicht mehr bürokratisch aufwendig über viele Jahre erfassen und abschreiben. Das senkt Bürokratiekosten und schafft Investitionsanreize.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Treffpunkt morgens war der Betrieb von LU Heinfried Dittmer in Westerholz. Zur Begrüßung bedankte sich die Präsidentin der Landesgruppe Niedersachsen, Andrea van Eijden, beim Team Dittmer für die Gastfreundschaft. Heinfried Dittmer führt das Lohnunternehmen bereits seit 30 Jahren. Begonnen hat er damals mit einem kabinenlosen Mähdrescher. Heute bietet er mit 6 Festangestellten Grünfutterernte in der kompletten Kette, Gülleausbringung und -einarbeitung sowie Mähdrusch und Ballenpressen an.

In vier Bussen startete dann die Tour durch das Scheeßeler Umland. Erste Station war der Golf Club Wümme. Chef-Greenkeeper Jochen Meyer führte über den Golfplatz. Zweiter Anlaufpunkt war das Unternehmen S und A, ebenfalls in Westerholz, das sich als Dienstleister auf die Bekämpfung von Schädlingen und auf Vorratsschutz spezialisiert hat.

Anlaufstelle um die Mittagszeit war das Lohnunternehmen Otten Biotech in Wehldorf, wo die Teilnehmer des LU Tages gastfreundschaftlich vom Betriebsleiterehepaar Jessica und Jaan Otten zum Mittagessen und zu einer Führung über das Betriebsgelände empfangen wurden. Das Lohnunternehmen bietet sämtliche landwirtschaftliche Dienstleistungen an und betreibt einen Kompostierungsplatz. Am Nachmittag wurden dann zwei unterschiedliche Touren angeboten. Für die eine Hälfte der Gruppe bestand die Möglichkeit, die Firma Atlas von der Wehl in Lauenbrück zu besichtigen. Die zweite Gruppe machte sich auf den Weg zu Wahlers Forsttechnik in Stemmen.

Nach den vielen Informationen gab es für beide Gruppen eine kurze Ruhepause mit Kaffee und Kuchen im Landpark Lauenbrück. Gegen 18:30 Uhr kamen die Busse wieder bei LU Dittmer in Westerholz an. Dort klang der gelungene LU-Tag in gemütlicher Runde aus.

Björn Anders Lützen,
Redaktion LOHNUNTERNEHMEN
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Als Nachfolger von Eckard Reese hat Niels Schäfer nun die große Herausforderung angenommen sich im Lohnunternehmer Verband Schleswig-Holstein für die Mitgliederinteressen im Verband einzusetzen. Dabei möchte er an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, sich kurz vorzustellen. Niels Schäfer ist 32 Jahre alt und wohnt in Jevenstedt. Seine beruflichen Erfahrungen hat er zunächst als Energieelektroniker und später als Industriemechaniker sammeln können. Danach hat er das Agrarstudium an der FH-Kiel in Osterrönfeld - ausgerichtet auf den technischen Bereich - mit dem Master abgeschlossen. Vor und während des Studiums hat er in mehreren Ernteeinsätzen im In- und Ausland diverse Praxiserfahrungen im landtechnischen Bereich festigen können. Nachdem er fast vier Jahre als Geschäftsführer ein landwirtschaftlich geprägtes Transportunternehmen mit
angegliederter Erntekette (TG SH in Albersdorf) geleitet hat, freut er sich nun auf ein interessantes und vielseitiges Aufgabenfeld im Lohnunternehmer Verband Schleswig-Holstein. Dabei sind ihm eine gute Zusammenarbeit sowie ein persönliches Kennenlernen mit den Mitgliedern sehr wichtig. Die erste Gelegenheit bietet sich dazu am 30.06.2017 zum Lohnunternehmertag in Holzbunge. Er würde sich freuen, die Mitglieder des Landesverbandes
Schleswig-Holstein dort begrüßen zu können!

Eckard Reese]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Entsprechend ist folgende Rechtsauffassung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) zu beachten: Noch immer setzen sich BMR, DBV und BLU gemeinsam und vehement für eine praxisnahe Ausnahmeregelung zum gewerblichen (geschäftsmäßigen) Güterverkehr in der Land- und Forstwirtschaft ein. In den zähen Diskussionen mit den zuständigen Dienststellen werden immer mehr Fragen hinsichtlich der unterschiedlichen Rechtsauslegung und Kommunikation von staatlichen Institutionen bzw. betroffenen Unternehmen und Verbänden aufgeworfen.

Dringende Empfehlung

Melden Sie sich bitte sofort bei unseren Verbandsjuristen Pirko Renftel (05723/749 760) oder Sebastian Persinski (05723/749 790), wenn Sie von  BAG oder Polizei bei Transporten von lof-Erzeugnissen oder Bedarfsgütern kontrolliert werden. Möglicherweise können wir Schaden abwenden und den Fall für unsere politische Verbandsarbeit verwenden.

Dr. Martin Wesenberg]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Ein weiterer Programmpunkt war die Erläuterung der Aussaattechnik GEOseed von Kverneland durch den Lohnunternehmer Oliver Genz. Mit dieser Technik können die Anwender die Rübeneinzelkörner im Block- oder Dreiecksverband säen. Der Blockverband ermöglicht es, mechanische Pflegemaßnahmen - abhängig vom Legeabstand - auch quer zu den Sä-Fahrspuren durchzuführen. Der Dreiecksverband bietet den Pflanzen den größtmöglichen Standraum. Das vermindert die Konkurrenz untereinander und ermöglicht einen gleichmäßigen Wuchs. Die mechanische Pflege ist neben der Hauptbearbeitungsrichtung in schrägen Spuren möglich.

Jennifer Nickel


]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Folgende wesentliche Änderungen sind im AÜG enthalten: Die Neuregelungen stellen eindeutig eine Einschränkung der bisherigen Praxis in der Zeitarbeit dar.

Dabei dienen einige der Neuerungen der Sicherstellung von Arbeitnehmerrechten wie die Berücksichtigung bei Schwellenwerten und das Verbot bei Arbeitskämpfen. Nimmt man die bereits
umgesetzten Regelungen zur Gleichbezahlung von Leiharbeitnehmern („Equal Pay“) hinzu, so zeichnet sich im Ergebnis ab, dass der Gesetzgeber den Bereich Zeitarbeit nunmehr insgesamt
deutlich differenzierter, aber auch restriktiver zum Schutz von Leiharbeitnehmern geregelt hat.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12 o. ä., bestand bislang nicht.

Nun haben zwei Landesarbeitsgerichte (Berlin-Brandenburg, Az.: 21 Sa 221/14, und München, Az.: 8 Sa 982/14) eine solche Initiativ-Verpflichtung des Arbeitgebers bejaht.

Danach stünden dem Arbeitnehmer Schadensersatzansprüche wegen der Nichtgewährung von Urlaub auch ohne eine Antragstellung auf  Urlaubsgewährung zu. Da das Urlaubsrecht Teil des Arbeitsschutzrechtes sei, würden Arbeitgeber ihren Verpflichtungen zum Gesundheitsschutz auch ohne vorherige Aufforderung nachkommen müssen. Insbesondere sei der Arbeitgeber zu organisatorischen betrieblichen Maßnahmen verpflichtet, die eine Einhaltung der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen wie der Urlaubsgewährung sicherstellen.

Das nun mit der Frage einer derartigen Initiativ-Verpflichtung von Arbeitgebern betraute Bundesarbeitsarbeitsgericht (BAG) hat diese Angelegenheit mittlerweile dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vorgelegt.

Sobald eine Entscheidung in dieser wichtigen, seit längerer Zeit umstrittenen und für Arbeitgeber höchst bedeutsamen Frage vorliegt, werden wir Sie unverzüglich darüber informieren.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Hier können sich Arbeitgeber über Melde- und Beitragspflichten in bestimmten Lebenslagen informieren, was zum Teil auch interaktiv  möglich ist. Dazu gehören z.B. Informationen über die Pflichten zu Beginn einer Beschäftigung oder zur Beantragung einer Betriebsnummer.
Inhaltlich sind die Ausführungen eher einfach gehalten und richten sich vorwiegend an Arbeitgeber mit wenig Erfahrung im Beitrags- und Melderecht. Zudem ist aber auch ein Bereich vorhanden, in dem sämtliche Grundsätze und Rundschreiben der Sozialversicherungsträger
für Arbeitgeber gebündelt und in aktueller Form abrufbar sind. Allerdings ist es nicht möglich, über dieses Portal Meldungen zur  Sozialversicherung vorzunehmen.

Das Portal befindet sich im Übrigen noch im Aufbau und wird zukünftig sukzessive mit weiteren Inhalten ergänzt. Hierbei wirken die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zusammen.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Rechtsgeschäfte anzufechten und so bereits erfolgte Zahlungen zurückzufordern.

Das vorherige Insolvenzanfechtungsrecht wurde seit langer Zeit von allen Vertretern der Wirtschaft und Wirtschaftsverbänden einhellig als unkalkulierbar für Unternehmen in  Deutschland stark und berechtigt kritisiert.

Hintergrund:

Nach der bisherigen Rechtslage konnte der Insolvenzverwalter nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gemäß § 133 Insolvenzordnung (InsO) bereits erfolgte Zahlungen bis zu zehn Jahre rückwirkend anfechten, wenn ein Fall der vorsätzlichen   Gläubigerbenachteiligung vorlag.

Diese wurde nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) aber bereits dann angenommen, wenn der Gläubiger bei Zahlung Anzeichen für eine drohende Zahlungsunfähigkeit seines Schuldners erkennen konnte. Dies war wiederum z. B. dann der Fall, wenn der Gläubiger dem Schuldner nachträglich Zahlungserleichterungen wie Stundung, Ratenzahlung o. ä. gewährte. Hier wurde die Kenntnis der drohenden Zahlungsunfähigkeit vermutet mit der Folge, dass der Gläubiger den Gegenbeweis antreten musste.

Die Folge dieser Rechtsauffassung des BGH war, dass Insolvenzverwalter inflationär
Anfechtungen auf Verdacht mit guten Erfolgsaussichten vornahmen, um so die Insolvenzmasse (und damit ihre potentielle Vergütung) zu erhöhen. Für Unternehmen bedeutete diese Rechtsprechung schlichtweg erhebliche unkalkulierbare Risiken – konnten doch Zahlungen bis zu zehn Jahre rückwirkend angefochten werden, wenn auch nur nachträglich geringe Zahlungserleichterungen gegenüber Schuldnern gewährt wurden. Dieses Risiko traf grundsätzlich auch Lohnunternehmer, die ihren Kunden im Nachhinein Zahlungserleichterungen gewährten, was gerade in den letzten Jahren angesichts der finanziellen Situation in der Landwirtschaft nicht selten der Fall war.

Änderungen:

Dieser unkalkulierbaren Gefahr ist der Gesetzgeber nun mit folgenden Änderungen entgegengetreten: Fazit:

Die Änderungen der InsO sind vollauf zu begrüßen, da sie die bisherige Gefahr unkalkulierbarer Verdachtsanfechtungen wohl beseitigen werden.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Rechtsprechung hinsichtlich der Einführung neuer Tatbestände und unbestimmter Rechtsbegriffe (z. B. „unlauter“, s. o. vierter Punkt) entwickeln
wird. Eine für die Unternehmenspraxis  erstrebte Rechtssicherheit wird so zeitnah daher leider nicht erreicht.

Ergänzende Anmerkung:

Die anderen Anfechtungsarten, die die Insolvenzordnung für Bereiche außerhalb der vorsätzlichen Gläubigerbenachteiligung für bereits abgewickelte Rechtsgeschäfte vorsieht, sind nur im Zeitraum von drei Monaten vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens zulässig.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Kostenstrukturen sind bekannt

Landwirte kennen und hinterfragen die Kostenstrukturen der Lohnunternehmer, da Sie häufig selbst mit ähnlicher Technik arbeiten. Insofern sind die Kostenstrukturen gerade bei Stundenpreisen extrem transparent. Durch die geringen Markteintrittsbarrieren besteht latent die Gefahr der Eigenmechanisierung dieser Betriebe. Insofern können härtere gesetzliche Bestimmungen (bspw. GÜKG-Erlaubnis) als Chancen für Lohnunternehmen gesehen werden, sofern entsprechende Kontrollen erfolgen und Landwirte nicht durch Ausnahmeregelungen geschützt werden.

Abbau von Transparenz

Ein wichtiger Schritt zur Durchsetzung besserer Arbeitspreise ist deshalb der Abbau dieser Umsatz- und Kostentransparenz. Ein kleiner Baustein kann schon die leistungsbezogene Abrechnung (Hektar, Tonnen- oder Kubikmeterpreise) der Dienstleistung sein. Hier ist nicht mehr auf den ersten Blick nachvollziehbar, wie hoch der Umsatz pro Stunde und damit die vermeintliche Marge des Lohnunternehmers ist. Für den Lohnunternehmer ist es dann allerdings wichtig, dass er seine Leistungen nicht überschätzt und Effizienzgewinne (durch höhere Verfahrensleistungen) für sich einbehält. In der Praxis muss man leider feststellen, dass Lohnunternehmer Ihre Maschinenleistungen oft deutlich überschätzen, da Sie von optimalen Erntebedingungen und den „guten Tagen“ ausgehen. Die durch die elektronischen Erfassungssysteme aufgezeichneten Daten sind im Nachgang oft ernüchternd, da an vielen Tagen nicht die angepeilte Leistung erreicht wird. Die Gründe dieser Leistungsdefizite sollten unbedingt eruiert werden und die künftige Preisgestaltung beeinflussen. Ein Praxisbeispiel wäre die Einführung einer Schlagpauschale, um auch bei kleinstrukturierten Flächen einen Mindestumsatz erreichen zu können. Durch den regional sehr hohen Konkurrenzkampf innerhalb der Branche haben leider viele Lohnunternehmer die Effizienzgewinne nicht für sich behalten, sondern eins zu eins an den Kunden  durchgereicht.

Im Handel liegt der Segen

In den viehstarken Regionen haben sich einige Lohnunternehmen auf den Handel von Nährstoffen spezialisiert und damit die Intransparenz für die abgebenden und  aufnehmenden Landwirte vergrößert. Es ist zu beobachten, dass die Rentabilität dieser Betriebe akzeptabel ist, sofern gute Kontakte zu den Handelspartnern gepflegt werden und der Lohnunternehmer geschickt verhandelt. Letztlich ist aber nicht nur der Umsatz für die Rentabilität des Betriebes entscheidend, sondern es gilt auch Kostenstrukturen im Blick zu behalten. Die Anschaffungswerte bzw. Mietpreise identischer Maschinen weichen schnell um 20 bis 30 % voneinander ab – je nachdem, wie geschickt der Lohnunternehmer handelt. Im Einzelfall kann dies eine Differenz von 20 T€ in der Jahresmiete eines Feldhäckslers ausmachen – dies ist eine Summe, die durch „ehrliche Arbeit“ niemals verdient werden kann.

Durch den Biogas-Boom ist das Auftragsvolumen der Lohnunternehmen in der Vergangenheit stark gestiegen. In dem wachsenden Markt konnte sich eine Vielzahl an Neueinsteigern im Markt halten, für die die Luft im abflauenden Biogas-Geschäft nun sehr dünn wird, da mittlerweile deutliche Überkapazitäten vorhanden sind. Insofern ist in den nächsten Monaten und Jahren mit weiteren Betriebsaufgaben zu rechnen. Für die etablierten Betriebe wird sich dennoch keine Entspannung einstellen, da wirksame  Markteintrittsbarrieren nach wie vor nicht vorhanden sind. Das kaufmännische Wissen und das Verhandlungsgeschick der Betriebsinhaber und Geschäftsführer bleibt der zentrale Wettbewerbsvorteil der „guten“ Lohnunternehmer.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In den anschließenden vier Praxis-Modulen ging es um: Begleitet wurde die Veranstaltung von der lokalen Presse und einem Fernsehteam des NDR. Die Ausstrahlung des Berichtes erfolgte am Sonntag, den 25.06.2017 in der Sendung „Hallo Niedersachsen“. Unter folgendem Link ist der Beitrag in der Mediathek einsehbar: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Hallo-Niedersachsen,sendung653736.html
 
Jennifer Nickel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Nach einem informativen Rundgang über das Betriebsgelände, widmeten sich die Mitglieder dann der sportlichen Herausforderung, welche die Kiesteiche der Familie Rumpel mit sich brachte.

Nachdem die Teilnehmer ihren Neoprenanzug in Empfang genommen und einen theoretischen Crash-Kurs in Sachen Wasserski bekommen hatten, fanden sie sich auch schon auf den Skiern vorm Lift wieder. Auch wenn der Start und das damit verbundene „auf den Brettern halten“ zu Beginn noch für jeden eine Herausforderung darstellte, steigerten die Jungunternehmer ihre Fertigkeiten von Zeit zu Zeit beträchtlich.

Erschöpft, aber sichtlich glücklich, machte sich die Gruppe anschließend auf den Weg zum Jungen BLU-Mitglied Jonas Langbehn. Dieser lud auf Bratwurst und Bier ein, um den familiären Betrieb Jörg Langbehn in Gosdorf, vorzustellen. Nach der allseits beliebten Betriebsbesichtigung klang der Tag dann bei der einen oder anderen Erfrischung in Kombination mit guten Gesprächen langsam aus.

Ehe für die Teilnehmer am darauffolgenden Nachmittag die Heimreise bei Schietwetter anstand, besuchte die Gruppe noch einen Milchviehbetrieb, welcher im Kundenverzeichnis des Lohnunternehmen Langbehn stand.

Torben Dierßen]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Die neutrale Befragung der Kunden hat im Rahmen der Zertifizierung einen hohen Stellenwert. Erst wenn die Kunden dem Unternehmen in der ganzen Bandbreite der Dienstleistungen inklusive der fachlichen Beratung hohe fachliche Kompetenz bescheinigen,
wird die Prüfung in Angriff genommen. Mindestens eine „Zwei“ ist die Messlatte, um die Vorgaben zu erfüllen. Dies war für das Lohnunternehmen Hermann Baur aus  Mönchsdeggingen keine große Hürde. Mit der Gesamtnote von 1,8 haben die Kunden dem
Betrieb hohe Zufriedenheit, eine gute Organisation und fachliches Können bescheinigt. Die Kundenbefragung ist für Anerkannte Fachbetriebe ein wichtiges Feedback der über viele
Jahre gewachsenen Kundenbindung. Manche Lohnunternehmer sind sich nicht sicher, ob sie bei der Kundenbefragung bestehen. Solche Bedenken sind in der Regel unbegründet. Die
Kunden können sehr wohl unterscheiden, ob es sich um witterungsbedingte Qualitätseinbußen oder um betriebliche Mängel handelt. Entscheidend sind bei der  Bewertung die Nachhaltigkeit und das kundenorientierte Handeln. Stimmen die Voraussetzungen, stimmt auch das Ergebnis. Das Lohnunternehmen Baur existiert seit 1992. Zuvor wurde im Nebenerwerb Mais gehäckselt, Dünger ausgebracht und Stroh gepresst. Der Betrieb ist am südlichen Riesrand im Landkreis Donau/Ries angesiedelt. Das Gebiet außerhalb des Rieses ist durch eine hohe Milchviehdichte gekennzeichnet, während im Ries mehr Ackerbau betrieben wird. Zudem gibt es in der Region eine hohe Dichte an Biogasanlagen. Zu den Arbeitsschwerpunkten des Unternehmens gehören das Maishäckseln mit 5 Häckslern und 13 Transportfahrzeugen, die Grün- und Rauhfutterernte mit 5 Großpackenpressen und 3 Silierwagen, sowie das Maislegen und Grasmähen. Weitere Unternehmensbereiche sind die eigene Biolandwirtschaft (35 ha) sowie der Rauhfutterhandel. Das Unternehmen ist seit 2013 FAS-Ausbildungsbetrieb. Außer dem Betriebsleiter und seiner Tochter Anna sind aktuell 2 feste Mitarbeiter und etwa 10 Aushilfen im Unternehmen beschäftigt. Eine Besonderheit ist das Verleihen von gut gepflegten
Gebrauchtmaschinen an die Kunden. Die vielen hochwertigen Schlepper auf den bäuerlichen Betrieben müssen bewegt werden, um die Eigenmechanisierung im Griff zu behalten. Bisher ist die Rechnung aufgegangen. Beim Verleih werden im Verhältnis zur Komplettleistung
deutlich bessere Preise akzeptiert. Wir gratulieren den Betrieb Hermann Baur zum 25-jährigen Jubiläum und zur Anerkennung als Fachbetrieb Lohnunternehmen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12er 2016 feierte die BLU App für das mobile Betriebssystem iOS Premiere. Knapp ein halbes Jahr später haben 470 Nutzer ca. 25.000 Aufrufe getätigt. Ab Juni 2017 können die Anwender die App nun auch als Android-Version „BLU Connect“ kostenlos herunterladen.

Die App bietet ihren Benutzern neben Website und Newsletter auch Themen wie Aktuelles, Wissenswertes, Aus- und Fortbildung und die 10 Punkte Initiative für mehr Image und Akzeptanz an.

Abgerundet wird das Angebot durch den Zugriff auf wichtige Termine und Veranstaltungen und die Verlinkung zur BLU-Website. So können sich Lohnunternehmer über Ihr Smartphone auf direktem Weg im internen Bereich anmelden und dort exklusiv auf Informationen zugreifen.

Und damit nicht genug: Für die Zukunft planen wir u.a. die Optimierung der Terminanzeige, die Möglichkeit der direkten Veranstaltungsanmeldung und die Einführung der Push Notification.

Jennifer Nickel]]> 26.05.2019 - 01:12:12 auch der BLU ist nun im Zeitalter der Digitalisierung ankommen! Daher könnt Ihr uns ab sofort auch auf Facebook antreffen. Auf der Seite werden wir Euch über aktuelle Themen aus der Branche auf dem Laufenden halten, über bevorstehende Veranstaltungen informieren und Bilder aus den Praxisbetrieben veröffentlichen. Hierbei ist Eure Mithilfe gefragt! Schickt uns Bilder oder kurze Videos an die E-Mail-Adresse: oder sendet sie direkt bei Facebook und wir posten diese für Euch. Zu finden ist die Seite unter folgendem Link: www.facebook.com/BundesverbandLohnunternehmen/
 
Liket und teilt unsere Facebook-Seite, sodass die Community wächst und der Berufsstand des Lohnunternehmers weiter verbreitet wird!
Euer BLU-Team
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Neben unzähligen herzlichen Grußworten und Glückwünschen für den scheidenden Geschäftsführer, stellte sich auch der neue Geschäftsführer vor. Niels Schäfer ist ab sofort Ansprechpartner für die schleswig-holsteinischen Lohnunternehmer.

Julia Guttulsröd
]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Im Anschluss daran blickte Bernhard Wagner (Berufskolleg Kleve) auf die Schulzeit der Absolventen zurück und hatte so manch eine Anekdote zu berichten. Mit den Grußworten der Absolventen und der Überreichung der Präsente an die Lehrkräfte wurde der offizielle Teil des Abends beendet. Bei einem gemütlichen Beisammensein mit den Familien und Freunden der Absolventen klang der Abend aus.

Jennifer Nickel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Jennifer Nickel

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat jetzt in einem Schreiben Bezug genommen und die Bundesbehörden angewiesen, aufgrund der berechtigten Belange der betroffenen Landwirte und Lohnunternehmer die Kulanzfrist um ein weiteres Jahr bis zum 31.05.2018 zu verlängern.

Seit etwa einem Jahr führen die 3 Verbände eine intensive fachliche Diskussion mit dem für das Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) zuständigen Bundesverkehrsministerium (BMVI) bzw. dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG).

Beide Behörden forderten, dass ab dem 1. Juni 2017 alle Beförderungen landwirtschaftlicher Lohnunternehmer oder vergleichbarer Gewerbebetriebe unter den  Anwendungsbereich des Güterkraftverkehrsgesetzes fallen und damit erlaubnispflichtig werden.

Diese für die Praxis neue Auslegung einer jahrzehntelang praktizierten gegenteiligen Rechtsanwendung hat eine enorme Betroffenheit bei Landwirten und Dienstleistungsbetrieben ausgelöst.

Lohnunternehmer können nach bisheriger bzw. alter Rechtsauffassung die Arbeiten auch 2017 durchführen. Die Frist bis Ende Mai 2018 dient auch dazu, praxisgerechte Vorschläge für eine transparentere Abgrenzung zwischen landwirtschaftlichen und rein gewerblichen Transporten zu erarbeiten.

Der Erwerb einer GüKG-Erlaubnis bleibt trotzdem ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Dienstleister.  

Dr. Martin Wesenberg


Offizielle Pressemitteilung
GüKG – Bisherige Rechtsauslegung bleibt erst einmal bestehen
Gemeinschaftsinitiative von DBV, BMR und BLU verzeichnet Erfolg
(DBV/BMR/BLU) Nachdem die neue Rechtsauslegung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) zum Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) unter Lohnunternehmen und Landwirten mit ähnlichen Dienstleistungen zu viel Unmut und Verdruss in der Praxis geführt hat, sah sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nun zum Handeln veranlasst. Der Bundesminister sieht die Belange von Lohnunternehmen und Landwirten als berechtigt an und erweitert die Frist zur Erlangung der Erlaubnispflicht nach GüKG, soweit erforderlich, um ein Jahr. Während dieser Zeit der Fristverlängerung soll „eine Regelung erarbeitet werden“, die land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h von der Anwendung der Vorschriften des GüKG „ausnimmt“. Deutscher Bauernverband (DBV), Bundesverbandverband der Maschinenringe (BMR) und Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), unterstützt vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), werten das Entgegenkommen von Bundesminister Dobrindt als ersten Erfolg ihrer monatelangen Bemühungen um eine sachgerechte Lösung und weitgehende Wahrung langjährig geübter Praxis. Nun kommt es darauf an, die Ankündigung des Bundesverkehrsministers unbürokratisch umzusetzen und einfach zu gestalten. Nach der bislang vorgesehenen geänderten Rechtsauslegung des BMVI wären alle Lohnunternehmen und Landwirte mit lohnunternehmerähnlichen Konstellationen GüKG-erlaubnispflichtig geworden, verbunden mit einer Fachkundeprüfung und einem  großem Aufwand an Zeit und Geld.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat jetzt in einem Schreiben Bezug genommen und die Bundesbehörden angewiesen, aufgrund der berechtigten Belange der betroffenen Landwirte und Lohnunternehmer die Kulanzfrist um ein weiteres Jahr bis zum 31.05.2018 zu verlängern.

Seit etwa einem Jahr führen die 3 Verbände eine intensive fachliche Diskussion mit dem für das Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) zuständigen Bundesverkehrsministerium (BMVI) bzw. dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG).

Beide Behörden forderten, dass ab dem 1. Juni 2017 alle Beförderungen landwirtschaftlicher Lohnunternehmer oder vergleichbarer Gewerbebetriebe unter den  Anwendungsbereich des Güterkraftverkehrsgesetzes fallen und damit erlaubnispflichtig werden.

Diese für die Praxis neue Auslegung einer jahrzehntelang praktizierten gegenteiligen Rechtsanwendung hat eine enorme Betroffenheit bei Landwirten und Dienstleistungsbetrieben ausgelöst.

Lohnunternehmer können nach bisheriger bzw. alter Rechtsauffassung die Arbeiten auch 2017 durchführen. Die Frist bis Ende Mai 2018 dient auch dazu, praxisgerechte Vorschläge für eine transparentere Abgrenzung zwischen landwirtschaftlichen und rein gewerblichen Transporten zu erarbeiten.

Der Erwerb einer GüKG-Erlaubnis bleibt trotzdem ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Dienstleister.  

Dr. Martin Wesenberg


Offizielle Pressemitteilung
GüKG – Bisherige Rechtsauslegung bleibt erst einmal bestehen
Gemeinschaftsinitiative von DBV, BMR und BLU verzeichnet Erfolg
(DBV/BMR/BLU) Nachdem die neue Rechtsauslegung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) zum Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) unter Lohnunternehmen und Landwirten mit ähnlichen Dienstleistungen zu viel Unmut und Verdruss in der Praxis geführt hat, sah sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nun zum Handeln veranlasst. Der Bundesminister sieht die Belange von Lohnunternehmen und Landwirten als berechtigt an und erweitert die Frist zur Erlangung der Erlaubnispflicht nach GüKG, soweit erforderlich, um ein Jahr. Während dieser Zeit der Fristverlängerung soll „eine Regelung erarbeitet werden“, die land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h von der Anwendung der Vorschriften des GüKG „ausnimmt“. Deutscher Bauernverband (DBV), Bundesverbandverband der Maschinenringe (BMR) und Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), unterstützt vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), werten das Entgegenkommen von Bundesminister Dobrindt als ersten Erfolg ihrer monatelangen Bemühungen um eine sachgerechte Lösung und weitgehende Wahrung langjährig geübter Praxis. Nun kommt es darauf an, die Ankündigung des Bundesverkehrsministers unbürokratisch umzusetzen und einfach zu gestalten. Nach der bislang vorgesehenen geänderten Rechtsauslegung des BMVI wären alle Lohnunternehmen und Landwirte mit lohnunternehmerähnlichen Konstellationen GüKG-erlaubnispflichtig geworden, verbunden mit einer Fachkundeprüfung und einem  großem Aufwand an Zeit und Geld.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12 liebe Lohnunternehmer,

auf unseren letzten BLU-Newsletter vom vergangenen Montag haben wir sehr viele Rückmeldungen von Ihnen erhalten. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich, da wir Rückmeldungen aus der Praxis als äußerst wichtig ansehen und auch auf sie angewiesen sind, um in Ihrem Sinne richtig arbeiten zu können.

Inhaltlich wollen wir bezogen auf den letzten BLU-Newsletter Folgendes ergänzen:

Einige Lohnunternehmer und auch Kunden von Lohnunternehmern gehen offenbar davon aus, dass Lohnunternehmer generell keine GüKG-Erlaubnis benötigen. Dies ist nicht zutreffend. In folgenden Fällen brauchen Lohnunternehmer stets eine GüKG-Erlaubnis – und zwar unabhängig vom Streit über die rechtliche Reichweite des GüKG, der zwischen den grünen Verbänden und dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) seit etwa einem Jahr besteht: Um es klar zu sagen – in diesen Fällen brauchten Lohnunternehmer stets eine GüKG-Erlaubnis und werden diese auch zukünftig stets benötigen!

Der Streit über die Reichweite des GüKG betrifft nur die (in der Praxis häufige) Konstellation, dass Lohnunternehmer im Auftrag und auf Rechnung eines Landwirtes eine Dienstleistung erbringen, in deren Rahmen auch zwangsnotwendige Transporte erfolgen.

Hierzu bestand seit Jahrzehnten Einigkeit zwischen den grünen Verbänden, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem BMVI (und auch dem BAG, das dem BMVI unter-geordnet ist), dass Lohnunternehmer für diese Art von Transporten keine GüKG-Erlaubnis benötigen, da der Anwendungsbereich des GüKG gar nicht eröffnet ist.

Diese Rechtsanwendung wird vom BMVI (und damit folgend auch dem BAG) nunmehr seit etwa einem Jahr als unzutreffend eingeschätzt und für diese Konstellation eine GüKG-Erlaubnis gefordert.

Wichtige Anmerkung:
Dass BMVI und das BAG die Rechtsauslegung der grünen Verbänden und der Landwirt-schaftskammer Niedersachsen seit Jahrzehnten mitgetragen haben, ist beweisbar (siehe Merkblatt „Güterbeförderung in der Landwirtschaft“ der Landwirtschaftskammer Niedersachsen). Insofern den grünen Verbänden und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine jahrelange Falschberatung vorzuwerfen – wie es derzeit verschiedentlich geschieht – ist schlichtweg falsch, zeugt von Unkenntnis der Materie und ist inhaltlich an sich eine Frechheit!!!

Das Einzige, was sich in diesem Streitpunkt nun geändert hat ist lediglich, dass Bundesverkehrsminister Dobrindt die Aussetzungsfrist für Kontrollen um ein Jahr bis zum 31.05.2018 verlängert hat – ohne den Streit allerdings zu entscheiden. Grund dafür ist u. a., dass seitens des BMVI offenbar erkannt worden ist, dass der Erwerb von GüKG-Erlaubnissen durch deutsche Lohnunternehmer angesichts nicht ausreichender Prüfungstermine bei den IHK und anderen Umsetzungsmöglichkeiten nicht zeitnah erfolgen kann bzw. konnte.

Von einigen Lohnunternehmern wird aktuell kritisiert, dass der Bundesverband Lohnunter-nehmen (BLU) e. V. sich überhaupt für eine Ausnahme vom GüKG bzw. der Beibehaltung der bisherigen Rechtsauslegung einsetzt.

Dazu ist Folgendes zu bemerken:

Sicherlich ist es aus Unternehmersicht ärgerlich, wenn man die kosten- und zeitintensive GüKG-Erlaubnis erwirbt und das auch noch während der Saison. Noch ärgerlicher wird man dann, wenn man sieht, dass Berufskollegen das Erfordernis einer GüKG-Erlaubnis ignorieren und dann mit tieferen Arbeitspreisen in Konkurrenz zum eigenen Unternehmen treten.

Allerdings hat das Engagement des BLU e. V. in Sachen GüKG auch gute Gründe im Sinne der deutschen Lohnunternehmer:
Abschließend ist festzustellen, dass durch den Streit über die Auslegung des GüKG nunmehr sowohl die Öffentlichkeit als auch die Kontrollbeamten auf das Thema aufmerksam geworden sind. In der Vergangenheit gab es nahezu überhaupt keine Kontrollen des GüKG. Dies wird sich wohl nach der Mitteilung von Herrn Dobrindt bis zum 31.05.2018 auch nicht ändern. Für die Zeit danach sollte die gesamte grüne Branche aber mit erheblich intensivierten Kontrollen rechnen. Im Übrigen sind bereits jetzt einige Auftraggeber von Lohnunternehmern wie z. B. Biogasanlagen darauf aufmerksam geworden, dass auch ihnen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 2.500,- € droht, wenn sie sich nicht vom Vorhandensein der GüKG-Erlaubnis ihres Auftraggebers vergewissern. Daher ist der Erwerb einer GüKG-Erlaubnis durch Lohnunternehmer weder umsonst noch sinnlos.

Pirko Renftel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die drei Besten dürfen sich neben Sachpreisen auch über Preisgelder der Firma Amazone freuen. Dabei ist jeder Teilnehmer bereits ein Gewinner, da die Teilnahme am BLU-Berufswettbewerb selbst schon eine große Auszeichnung für die jungen Leute darstellt.

Imke Junge]]> 26.05.2019 - 01:12:12 liebe Lohnunternehmer,

auf unseren letzten BLU-Newsletter vom vergangenen Montag haben wir sehr viele Rückmeldungen von Ihnen erhalten. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich, da wir Rückmeldungen aus der Praxis als äußerst wichtig ansehen und auch auf sie angewiesen sind, um in Ihrem Sinne richtig arbeiten zu können.

Inhaltlich wollen wir bezogen auf den letzten BLU-Newsletter Folgendes ergänzen:

Einige Lohnunternehmer und auch Kunden von Lohnunternehmern gehen offenbar davon aus, dass Lohnunternehmer generell keine GüKG-Erlaubnis benötigen. Dies ist nicht zutreffend. In folgenden Fällen brauchen Lohnunternehmer stets eine GüKG-Erlaubnis – und zwar unabhängig vom Streit über die rechtliche Reichweite des GüKG, der zwischen den grünen Verbänden und dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) seit etwa einem Jahr besteht: Um es klar zu sagen – in diesen Fällen brauchten Lohnunternehmer stets eine GüKG-Erlaubnis und werden diese auch zukünftig stets benötigen!

Der Streit über die Reichweite des GüKG betrifft nur die (in der Praxis häufige) Konstellation, dass Lohnunternehmer im Auftrag und auf Rechnung eines Landwirtes eine Dienstleistung erbringen, in deren Rahmen auch zwangsnotwendige Transporte erfolgen.

Hierzu bestand seit Jahrzehnten Einigkeit zwischen den grünen Verbänden, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem BMVI (und auch dem BAG, das dem BMVI unter-geordnet ist), dass Lohnunternehmer für diese Art von Transporten keine GüKG-Erlaubnis benötigen, da der Anwendungsbereich des GüKG gar nicht eröffnet ist.

Diese Rechtsanwendung wird vom BMVI (und damit folgend auch dem BAG) nunmehr seit etwa einem Jahr als unzutreffend eingeschätzt und für diese Konstellation eine GüKG-Erlaubnis gefordert.

Wichtige Anmerkung:
Dass BMVI und das BAG die Rechtsauslegung der grünen Verbänden und der Landwirt-schaftskammer Niedersachsen seit Jahrzehnten mitgetragen haben, ist beweisbar (siehe Merkblatt „Güterbeförderung in der Landwirtschaft“ der Landwirtschaftskammer Niedersachsen). Insofern den grünen Verbänden und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine jahrelange Falschberatung vorzuwerfen – wie es derzeit verschiedentlich geschieht – ist schlichtweg falsch, zeugt von Unkenntnis der Materie und ist inhaltlich an sich eine Frechheit!!!

Das Einzige, was sich in diesem Streitpunkt nun geändert hat ist lediglich, dass Bundesverkehrsminister Dobrindt die Aussetzungsfrist für Kontrollen um ein Jahr bis zum 31.05.2018 verlängert hat – ohne den Streit allerdings zu entscheiden. Grund dafür ist u. a., dass seitens des BMVI offenbar erkannt worden ist, dass der Erwerb von GüKG-Erlaubnissen durch deutsche Lohnunternehmer angesichts nicht ausreichender Prüfungstermine bei den IHK und anderen Umsetzungsmöglichkeiten nicht zeitnah erfolgen kann bzw. konnte.

Von einigen Lohnunternehmern wird aktuell kritisiert, dass der Bundesverband Lohnunter-nehmen (BLU) e. V. sich überhaupt für eine Ausnahme vom GüKG bzw. der Beibehaltung der bisherigen Rechtsauslegung einsetzt.

Dazu ist Folgendes zu bemerken:

Sicherlich ist es aus Unternehmersicht ärgerlich, wenn man die kosten- und zeitintensive GüKG-Erlaubnis erwirbt und das auch noch während der Saison. Noch ärgerlicher wird man dann, wenn man sieht, dass Berufskollegen das Erfordernis einer GüKG-Erlaubnis ignorieren und dann mit tieferen Arbeitspreisen in Konkurrenz zum eigenen Unternehmen treten.

Allerdings hat das Engagement des BLU e. V. in Sachen GüKG auch gute Gründe im Sinne der deutschen Lohnunternehmer:
Abschließend ist festzustellen, dass durch den Streit über die Auslegung des GüKG nunmehr sowohl die Öffentlichkeit als auch die Kontrollbeamten auf das Thema aufmerksam geworden sind. In der Vergangenheit gab es nahezu überhaupt keine Kontrollen des GüKG. Dies wird sich wohl nach der Mitteilung von Herrn Dobrindt bis zum 31.05.2018 auch nicht ändern. Für die Zeit danach sollte die gesamte grüne Branche aber mit erheblich intensivierten Kontrollen rechnen. Im Übrigen sind bereits jetzt einige Auftraggeber von Lohnunternehmern wie z. B. Biogasanlagen darauf aufmerksam geworden, dass auch ihnen ein Bußgeld in Höhe von mindestens 2.500,- € droht, wenn sie sich nicht vom Vorhandensein der GüKG-Erlaubnis ihres Auftraggebers vergewissern. Daher ist der Erwerb einer GüKG-Erlaubnis durch Lohnunternehmer weder umsonst noch sinnlos.

Pirko Renftel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
seit etwa einem Jahr führt der BLU gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Bundesverband der Maschinenringe (BMR) eine intensive fachliche Diskussion um
die neue Rechtauffassung im Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) speziell zu den landwirtschaftlichen Transporten in Lohnunternehmen.

Bereits mehrfach wurde in dieser Zeitschrift über die rechtlichen Hintergründe sowie die Absicht des zuständigen Bundesverkehrsministeriums (BMVI) bzw. des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) berichtet, auch die land- und forstwirtschaftlichen Transporte, die in einem engen Zusammenhang mit einer landtechnischen Dienstleistung (Güllefahren, Futterernte, usw.) stehen, der Erlaubnispflicht nach GüKG zu unterwerfen.

Als BLU-Präsident bin ich vorübergehend beruhigt, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kürzlich die Bundesbehörden angewiesen hat, aufgrund nicht geklärter Rahmenbedingungen für betroffene Lohnunternehmer die Kulanzfrist um ein weiteres Jahr bis zum 31.05.2018 zu verlängern.

Unser politisches Engagement in dieser Problematik hat bei den Mitgliedbetrieben erhebliche Diskussionen über das Für und Wider der GüKG-Erlaubnispflicht ausgelöst. Die Argumente
„Gleichbehandlung in Wettbewerb und Marktzugang“ und „Unnötiger Aufwand für Bürokratie und Personal“ stehen sich offensichtlich unvereinbar gegenüber.

Als Präsident des Bundesverband Lohnunternehmen habe ich mich bewusst für eine fortgesetzte Freistellung der lof-Transporte in diesem wirklich eng definierten Bereich ausgesprochen, weil nach meiner Auffassung alle Lohnunternehmen – heißt mit und ohne GüKG-Erlaubnis – folgende Argumente berücksichtigen sollten:
Unter den Bedingungen des gewerblichen Gütertransports würden auch die Lohnunternehmen „mit GüKG“ erheblichen arbeitswirtschaftlichen und finanziellen Zusatzaufwand betreiben müssen, um ihre Betriebe am Laufen zu halten.

Deshalb spreche ich mich weiterhin dafür aus, die bisherige Freistellung von lof-Transporten im Rahmen ganzheitlicher Dienstleistungen durch Lohnunternehmen nicht dem Güterkraftverkehrsgesetz zu unterwerfen. Zusammen mit DBV und BMR gehen wir noch einen Schritt weiter und werden dem Bundesverkehrsministerium kurzfristig einen Vorschlag unterbreiten, der für die Praxisbetriebe und für die Kontrollbehörden eine deutliche Vereinfachung in der Abgrenzung zwischen landwirtschaftlichen und gewerblichen Transporten ausdrückt. Diese kann über eindeutige Hinweise auf lof-Fahrzeuge, Auftraggeber und Erzeugnisse bzw. Bedarfsgüter und eine auf 40 km/h reduzierte Geschwindigkeit erfolgen.

Der Erwerb der Güterkraftverkehrsgenehmigung bleibt aber ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Lohnunternehmens. Viele interessante Aufträge sind daran gebunden und auch in der Agrarwirtschaft (Biogasanlage, Agrarhandel, usw.) können insbesondere große logistische Herausforderungen „professioneller“ mit schnelleren Fahrzeugen angefasst werden.

Ich danke für Euer Verständnis und wünsche eine gute 2. Jahreshälfte!

Euer
Klaus Pentzlin,
Präsident]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Mit der Fortsetzung der Reihe Straßenverkehrsrecht für Lohnunternehmer greifen wir nunmehr das Thema Maut für Kraftfahrzeuge in Lohnunternehmen auf.

Zur Erinnerung:
Die letzten Teile unserer Reihe befassten sich mit Mautpflicht wird auf alle Bundesstraßen erweitert:
Die Mautpflicht richtet sich an Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen,
  1. die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind oder verwendet werden und
  2. deren zulässiges Gesamtgewicht mindestens 7,5 Tonnen beträgt.
Ausnahme für Lohnunternehmer:

Bisher war die Mautpflicht ein eher für Lohnunternehmen untergeordnetes Thema, da nur ein geringer Teil mit der Mautpflicht auf Bundestraßen und auf Autobahnen in Berührung kam.

Zum Juli nächsten Jahres wird die Mautpflicht jedoch auf alle Bundesstraßen in Deutschland ausgeweitet. Dadurch werden Schleppergespanne grundsätzlich mautpflichtig. Generelle
Ausnahmen, beispielsweise weil landoder forstwirtschaftliche Güter befördert werden oder der Auftraggeber ein Landwirt ist, sind für Lohnunternehmer nicht vorgesehen.

Allerdings war das gemeinsame Vorgehen von Bundesverband Lohnunternehmen
(BLU) e. V., DBV e. V. und BMR e. V. hier erfolgreich im Sinne der grünen Branche durch Schaffung folgender wichtiger Ausnahme im Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG):

Ausnahme nach § 1 Absatz 2 BFStrMG:

Die Maut nach Absatz 1 ist nicht zu entrichten bei Verwendung der folgenden Fahrzeuge:
6. landwirtschaftliche Fahrzeuge im geschäftsmäßigen Güterverkehr mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 40 km/h.

Damit sind landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bbH. von bis zu 40 km/h generell von der neuen Mautpflicht ausgeschlossen, was einen sehr großen Erfolg der Verbandsarbeit darstellt. Weitere Ausnahmen sind im Einzelfall möglich (siehe dazu den den Artikel rechts).

In der Begründung der Ausnahme wird seitens des Gesetzgebers darauf verwiesen, dass land- und forstwirtschaftliche Betriebe hauptsächlich Land- und Forstwirtschaft betreiben
und der Transport von Gütern nur eine untergeordnete Tätigkeit darstellt. Bei dieser  untergeordneten Tätigkeit falle der mit der Mauterhebung verbundene bürokratische Aufwand dann auch verhältnismäßig stärker ins Gewicht als bei gewerblichen  Güterkraftverkehrsunternehmen. Mit der Neuregelung werde unverhältnismäßige Bürokratie
verhindert.

Diese sehr zutreffende Begründung hätte ebenso vollumfänglich als Begründung für eine entsprechende Ausnahme beim Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) getaugt (wir berichteten).
Dort konnte sich der Gesetzgeber aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen bislang nicht für eine Ausnahme für „Fahrzeuge mit einer bbH. von bis zu 40 km/h“ durchringen.

Unabhängig davon zeigt sich bei der neuen Maut erneut, dass der Gesetzgeber eine Grenze im Straßenverkehrsrecht bei einer bbH. von bis zu 40 km/h zieht – siehe bereits die  Regelungen zum EG-Kontrollgerät, zum Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz, zur HU /
SP sowie zu den Führerscheinklassen L und T.

Mauthöhe:

Die Höhe der Maut richtet sich nach der Schadstoffklasse, der Anzahl der Achsen, der Länge der mautpflichtigen Strecke und dem Mautsatz pro Kilometer, der die Infrastrukturkosten und
die Kosten für die verursachte Luftverschmutzung enthält. Die Mauttarife sind im  Bundesfernstraßenmautgesetz festgeschrieben.

Einen Überblick enthält die Website von Toll Collect unter der Rubrik Maut-Tarife.


 
    ]]> 26.05.2019 - 01:12:12 der Landwirtschaftskammer SH (LK-SH) aus der Ausbildungszeit verabschiedet. Grußworte des Vizepräsidenten der LK-SH, Arno Carstensen und unseres Präsidenten, Hans-Jürgen
Plöhn galten in erster Linie den ehemaligen Auszubildenden, die in diesem Jahr mit besonders guten Noten abgeschlossen haben. Die Hälfte des Jahrganges schlossen mit einer Note zwischen 1 und 2 ab! Besonderer Dank galt auch den Ausbildungsbetrieben mit Ihren Ausbildern. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass dieses hervorragende Ergebnis erzielt wurde.

In Ergänzung zu der Zeugnis- und Urkundenübergabe überreichte Präsident Plöhn den Absolventen den begehrten Glaspokal des Verbandes. Im Anschluss erfolgte die Ehrung der drei Jahrgangsbesten. Dazu zählen, Niklas Bahls (Fa. Lehmann Mielberg GmbH & Co. KG), Kim Friedrich Paulsen (Fa. Stotz Agrartechnik GmbH), Christoph Kock (Fa. Thomsenland GmbH & Co.KG). Für die besonders guten Leistungen übereicht Präsident Plöhn den Absloventen neben einem vom Bildungswerk gesponsertes Landtechnikbuch, auch eine Winterweste der offiziellen Lohnunternehmerkollektion mit der Aufschrift „Best of 2017“. Für den bevorstehenden Bundes-Berufswettkampf in der DEULA in Rendsburg werden diese drei Kandidaten unser Bundesland vertreten.

Das Schlusswort hielt der Fachgruppenleiter der Landesberufsschule für den Bereich Fachkraft Agrarservice, Frank Engler. Er bedankte sich für die sehr gute Beziehung zwischen den Ausbildungsbetrieben, der Berufsschule und unserem Verband. Mit einem
leckeren Abendessen und vielen guten Gesprächen in lockerer Runde nahm diese  Veranstaltung ihren Ausklang.

Niels Schäfer]]> 26.05.2019 - 01:12:12 und ländlichen Dienstleistungsunternehmen) am 29. Juni in Finnland. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Fortschritte seit der letzten Generalversammlung in Bremen (Dezember 2016) zu betrachten.

Stärkere Präsenz, stärkere Aktivität, stärkere Anerkennung. So könnte mandie aktuelle  Situation der Ceettar nach der ersten Hälfte des Jahres 2017 beschreiben. „Von der  Gemeinsamen Agrarpolitik bis zur Biomasse, die behandelten Themen sind äußerst  weitreichend“, erklärt Direktor Eric Drésin. Er erinnerte daran, dass die Ceettar in fünf Jahren von 11 auf 20 Mitgliedsorganisationen in 16 europäischen Ländern gewachsen ist. „Unser Engagement zielt darauf ab, die Präsenz der Lohnunternehmer in Europa zu verbessern
und gleichzeitig den nationalen Mitgliedsorganisationen eine bessere Unterstützung zu bieten. So ist es im strategischen Plan 2016-2020 definiert worden“, fügt Klaus Pentzlin, Präsident
der Ceettar hinzu.

Europäische Experten

Die neue interne Arbeitsorganisation, die Ende 2016 mit der Einrichtung von drei Ausschüssen in den Bereichen Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Forstwirtschaft definiert wurde, kann jetzt voll greifen. Als erstes Thema wurde die Nachhaltigkeit von Biomasse im Wald behandelt. Seit Juni 2016 hat eine Gruppe bestehend aus fünf nationalen
Ceettar-Experten sich an rund zehn Expertensitzungen der Europäischen Kommission beteiligt, sodass die Rolle der Ceettar in den europäischen Debatten verstärkt werden konnte.

Aus den Mitgliedsverbänden

Michiel Pouwels, Geschäftsführer der Cumela Nederland beginnt die Tischrunde mit einigen aktuellen Themen der niederländischen Organisation: Beispielsweise werden verstärkt
Mitgliederbesuche durchgeführt, um eine höhere Qualität in der Beratung zu erreichen. Außerdem läuft aktuell eine Kampagne, die die Leistungen von Lohnunternehmern im Bereich Boden und Bodenschutz ausweist.

Johan Van Bosch, Geschäftsführer der belgischen Lohnunternehmer und Cettar- Vizepräsident für den Bereich Finanzen, erläutert die Situation in Belgien. Aktuell beschäftigt die Lohnunternehmer vor allem das Thema „unlauterer Wettbewerb“. « Es gibt viel Arbeit,
aber die Margen sind unzureichend », bestätigt auch Patrice Durand, Geschäftsführer
von FNEDT, der daran erinnert, dass die Außenstände der landwirtschaftlichen Betriebe bei den Lohnunternehmern steigen.

Simo Jaakkola, stellvertretender Geschäftsführer der finnischen Vereinigung Koneyrittäjät und Ceettar-Vizepräsident für den Bereich Forstwirtschaft berichtet, dass trotz des Rekordjahres für Holz 2016 rückläufige Arbeitspreise aufgrund von Maschinenüberkapazität
eine immer geringere Rentabilität verursachen. Dieser Trend sei auch in Schweden zu beobachten, berichtet Elin Sunesdotter von der schwedischen Organisation der Lohnunternehmer.

In Irland steigt aktuell die Nachfrage nach Dienstleistungen merklich an, dies liegt vor allem an einer 30 %igen Steigerung der Anzahl Milchrinder, berichtet Richard White, FCI-Präsident.
Der irische Verband möchte außerdem im Jahr 2017 seine Mitgliederzahlen festigen und künftig Unternehmen, die im Forstbereich tätig sind, aufnehmen.

Als Vertreter des polnischen Verbandes PZPUR weist Edmund Lorencowicz auf den starken Rückgang der Mitgliederzahlen (von 40 auf 14) hin, dieser wird wohl durch den scharfen Wettbewerb von Landwirten und landwirtschaftlichen Lohnunternehmen selbst verursacht.

Silvano Ramadori, vom italienischen Verbandes Unima informiert darüber, dass die beiden Verbände Unima und Confai Mitte Mai eine neue Organisation gründet haben: Confederazione
Agromeccanici e Agricoltori Italiani (CAI). Sie vertritt 18.000 landwirtschaftliche Lohnunternehmen und mehrere Tausend landwirtschaftliche Betriebe mit einem Gesamtumsatz von 3,7 Milliarden Euro

Dänemark beendet die Tischrunde. Bent-Juul Jorgensen, Geschäftsführer des dänischen Verbandes DM&E und Ceettar-Vizepräsident für den Bereich Big Data berichtet von einer eher günstigen Situation für land- und forstwirtschaftliche Lohnunternehmen. « Unser
Markt wächst trotz der schwierigen Situation der Landwirte, vor allem wegen der immer größer und professioneller werdenden Milchviehbetriebe », erklärt Jorgensen.

Eric Drésin,
CEETTAR-Geschäftsführer]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Prüfer waren angetan von dem Elan und von der Begeisterung der beiden Betriebsleiter für ihr Unternehmen. Sohn Alfons jun. bereitet sich in Triesdorf auf die Prüfung zum Agrarservicemeister vor, um sich beruflich richtig fit zu machen. Sein Engagement für den Berufsstand zeigt auch seine Wahl in das Präsidium der Landesgruppe Bayern im BLU.

Aufgabenschwerpunkt des 1978 gegründeten Unternehmens ist im Bereich der Landwirtschaft das Häckseln von Gras und Mais mit insgesamt sieben Feldhäckslern und einer entsprechenden Anzahl von Transportfahrzeugen. Weitere Hauptaufgaben sind der Transport und die Ausbringung von Gülle und das Dreschen von Getreide und Mais. Eine Besonderheit ist die Spezialisierung auf den Winterdienst. Bis zu 20 komplett ausgestattete Schlepper kommen gleichzeitig zum Einsatz. Die günstigen regionalen Bedingungen (Höhenlage und Schneesicherheit) sorgen für eine gute Auftragslage und für eine Optimierung der Auslastung der 15 ständigen Mitarbeiter und der bis zu 40 Aushilfskräfte.

Der 1. Bürgermeister Martin Poschner zeigte sich erfreut darüber, ein solch erfolgreiches Unternehmen in der Gemeinde zu haben. Auch wir gratulieren der Familie Huber herzlich zur
Zertifizierung als Anerkannter Fachbetrieb Lohnunternehmen. Der Betrieb ist bestens gerüstet für die Zukunft.

Alfred Schmid]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Nach dem Abschluss ließ mich der Gedanke, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln, nicht mehr los. Durch YouTube- Videos stieß ich auf die Weinlese in Neuseeland. Dadurch, dass die Logos der Firmen in den Videos zu sehen waren, konnte ich die Betriebe im Internet finden und per E-Mail Kontakt aufnehmen. Meine Wahl fiel auf die Weinregion Marlborough, die im nordöstlich gelegenen Teil der Südinseln zu finden ist. Mit rund 79 % der gesamten Weinproduktion und 24.020 ha Anbaufläche (2016, Quelle: nzwine.com), stellt die Marlborough-Region heute mit Abstand das größte Weinanbaugebiet Neuseelands dar. Angebaut wird hauptsächlich Sauvignon Blanc, doch auch Pinot Noir ist in der Region zuhause.

Nachdem ich eine Jobzusage inklusive Unterkunft in einem Lohnunternehmen erhalten und die ganzen Formalitäten (Visum etc.) organsiert hatte, konnte der Flug gebucht werden.

Im November 2016 startete das Abenteuer Neuseeland. Dass die ersten Tage wirklich zu einem Abenteuer werden würden, konnte ich in Deutschland noch nicht ahnen. Unglücklicherweise hatte kurz vor dem Abflug ein starkes Erdbeben die Region rund um Kaikoura erschüttert, auch die Weinregion Marlborough war betroffen. Nach der Ankunft in Christchurch gestaltete sich die Weiterreise Richtung Norden, bedingt durch verheerende Erdbebenschäden, schwierig. Endlich angekommen stellte sich heraus, dass die zugesicherte Arbeit sowie die Unterkunft nicht den Erwartungen entsprachen. Ein neuer Job musste also her. So gut wie alle  Arbeitsplätze für qualifizierte Personen in Marlborough werden nur unter der Hand oder über Kontakte und Bekanntschaften vergeben. Meine Vorarbeit in Deutschland zahlte sich zum Glück aus, denn ich hatte im Zuge meiner Bewerbungen auch Kontakt zum größten neuseeländischen Lohnunternehmen im Weinbau, der JTC viticulture Ltd., aufgenommen und in Kürze einen Termin für ein Vorstellungsgespräch erhalten. Der Inhaber Jason Tripe war von meiner Qualifikation, Berufserfahrung sowie den Englischkenntnissen so beeindruckt, dass noch während des Vorstellungsgespräches der Termin des ersten Arbeitstages vereinbart wurde. Vier Tage später war dann mein erster Arbeitstag bei JTC viticulture Ltd. Der Betrieb verfügt über 13 John Deere Schlepper, unzählige Anbaugeräte sowie zehn Gregoire Traubenvollernter und bietet alle Maschinenarbeiten im Weinbau an. Die Hürden in diesem Unternehmen sind hoch. Neben guten Maschinenführerkenntnissen und technischem Verständnis werden auch sehr gute Englischkenntnisse inklusive technischer Fachbegriffe erwartet. Nach der anfänglichen Testphase beim Mulchen wurden mir anschließend ein neuer Laubschneider und ein Laubsauger zur Verfügung gestellt, beide „Made in Germany“. Durch das Laubschneiden werden die Rebstöcke, die in einer Drahtanlage (Höhe: ca. 1,90 m bis 2,00 m) stehen, in den Reihen in Form gehalten, sodass eine Bewirtschaftung möglich ist. Des Weiteren wird durch das Laubschneiden versucht ein optimales Blatt-/Fruchtverhältnis zu erreichen, um die Fotosynthese zu optimieren. Dadurch konzentriert sich die Energie der Pflanze verstärkt auf die Fruchtbildung (Weintrauben). Der Laubschnitt erfolgt im Frühjahr und Sommer pro Weinberg zwischen zwei und vier Mal pro Jahr (rebsortenabhängig). Beim Beschneiden gilt die Regel: so nah wie möglich an der Laubwand zu schneiden ohne Trauben (Beeren) und Drähte zu beschädigen. Beim Laubsaugen werden die Reihen im Weinberg links und rechts in der Traubenzone entblättert, sodass mehr Sonnenlicht und Luft an die Trauben gelangen. Bei Morgentau und Regen verringert die Luftzirkulation die Fäulnisbildung durch eine schnellere Abtrocknung der Trauben. Durch die höhere Sonneneinstrahlung an den Trauben wird ebenso die Reife der Trauben vorangetrieben und der Zuckergehalt erhöht. Je höher der Zuckergehalt der Trauben, desto höher ist die Qualität des späteren Weins. Durch die Entfernung der Blätter in der Traubenzone wird bei einer Pflanzenschutzbehandlung eine bessere Benetzung der Trauben erreicht. Das Entblättern kann von Hand sowie maschinell (Laubsauger) erfolgen, wobei Entblätterung per Hand äußerst zeitaufwendig ist. Der Laubsauger saugt mithilfe von Sauggebläsen die Blätter an. Anschließend werden sie mittels Zupfwalzen abgezupft. Der Anpressdruck muss in jedem Weinberg individuell eingestellt werden, sodass keine Trauben (Beeren) beschädigt werden.

Michael Angel,
Redaktionell bearbeitet
von Jennifer Nickel]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Zur Erinnerung:

Die letzten Teile unserer Reihe befassten sich mit Steuerbefreiung bei Kfz

Es gibt für unterschiedliche Kfz und Tätigkeiten Befreiungen von der Kfz-Steuer (siehe  Gesetzesauszug § 3 KraftStG). Die für Lohnunternehmer relevante Ausnahme findet sich in §3 Nr. 7 KraftStG wieder.



Danach können Zugmaschinen, Sonderfahrzeuge, Anhänger oder Sonderfahrzeuge und einachsigen  Anhänger von der Steuer befreit werden, wenn bestimmte Verwendungszwecke erfüllt werden. Steuerbefreit sind z.B. Fahrzeuge zur Verwendung in lof-Betrieben.

Für Lohnunternehmer kommen die Buchstaben b) und c) des § 3 Nr. 7 KraftStG in Betracht. Voraussetzung ist danach, dass Lohnunternehmen Lohnarbeiten oder Beförderungen für lof-Betriebe erbringen. Der  Lohnunternehmer muss sich damit nur die Frage stellen, ob die Rechnung an den lof- Betrieb geht oder nicht. Erfolgt die Auftragsund Rechnungsstellung an Biogasanlagen (diese sind zwingend Gewerbebetriebe) oder andere Gewerbebetriebe (auch andere Lohnunternehmen!) sind die Fahrzeuge zu versteuern.

Die vielmals zitierte Frage: „Fahre ich gewerblich oder nicht?“ bezieht sich lediglich auf den Auftraggeber und danach, ob mit grünen oder schwarzen amtlichen Kennzeichen gefahren werden kann. Mit anderen verkehrsrechtlichen Vorschriften, z. B. dem GüKG, dem Fahrpersonalrecht oder dem Führerschein, hat diese Frage nichts gemein. Deshalb darf beispielsweise mit schwarzen Kennzeichen am Fahrzeug auch mit dem Führerschein der Klasse „T“ gefahren werden, wenn die sonstigen Voraussetzungen stimmen (siehe dazu die Juni-Ausgabe der LU aktuell).

Lohnunternehmen benötigen z. B. nach Auffassung der BAG seit dem 1.06.2017 bei jeder Güterbeförderung (auch bei landwirtschaftlichen Gütern und selbst wenn diese für Landwirte transportiert werden) die GüKG-Lizenz. Das hat aber umgekehrt nichts damit zu tun, dass die Schlepper nunmehr alle steuerpflichtig werden.

Die Frage würde nicht „fahre ich gewerblich?“ lauten, sondern lediglich „fahre ich steuerpflichtig oder nicht?“ – die Antwort ist, beim Gewerbebetrieb als Auftraggeber und Rechnungsempfänger ist das Fahrzeug des Lohnunternehmens stets zu versteuern. Eine steuerpflichtige Fahrt an einem Tag im Monat führt zur Versteuerung für den ganzen Monat. Die Steuerpflichtigkeit ist dem örtlichen Hauptzollamt (HZA) – das für das Eintreiben der Kraftfahrzeugsteuer zuständig ist – anzuzeigen, damit ein anteilig errechneter Steuerbescheid ergehen kann.

Grüne Kennzeichen bedeuten Steuerbefreiung

Das grüne Kennzeichen ist lediglich ein Zeichen dafür, dass das Fahrzeug (überwiegend) steuerbefreit ist. Im Steuerbefreiungsantrag müssen Lohnunternehmer entsprechend angeben, dass sie Gewerbebetriebe sind, aber Lohnarbeiten oder Beförderungen für of-Betriebe durchführen. Nur dadurch kommt eine Steuerbefreiung in Betracht. Selbst wenn das Fahrzeug im Nachhinein gelegentlich steuerpflichtig betrieben wird, kann im Wege einer teilweisen Versteuerung das grüne Kennzeichen beibehalten werden. Steuerpflichtige Fahrten von bis zu drei Monaten im Jahr werden durch die Hauptzollämter regelmäßig akzeptiert. Geht der Zeitraum darüber hinaus, bzw. beträgt er sechs Monate im Jahr, ist eine ganzjährige Versteuerung erforderlich. Das Fahrzeug müsste insofern mit schwarzen Kennzeichen versehen werden.

Agrotruck, der LKW für die Landwirtschaft

Die Qualifizierung als lof-Fahrzeug erfolgt einzig über die Schlüsselnummer. Die Hauptzollämter sind an die Schlüsselnummer der Kfz-Behörde gebunden. Lof-Fahrzeuge haben die Schlüsselnummern 89 1000 (lof-Ackerschlepper) oder 89 2000 (lof-Geräteträger). Bei älteren Fahrzeugen steht eine „7“ statt der „9“ (87 1000, 87 2000). Beim Agrotruck gibt es zusätzlich die Schlüsselnummer 90 0000, die Fahrzeugqualifikation lautet lof-Sattelzugmaschine.

Keine Steuerbefreiung für Sattel

Sattelzugmaschinen und Sattelanhänger können ausweislich des § 3 Nr. 7 KraftStG nicht von der Steuerbefreiung ausgenommen werden. Bei Agrotrucks kommt es auf die konkrete Schlüsselnummer an. Als lof-Ackerschlepper (89 1000) fehlt bei der Typenbezeichnung in den Fahrzeugpapieren das Wort „Sattel“. Damit kommt eine Steuerbefreiung bei entsprechenden Lohnarbeiten oder Beförderungen für lof-Betriebe in Betracht. Ist der Agrotruck als lof-SZM (90 0000) qualifiziert, findet sich das Wort „Sattel“ hingegen in den Fahrzeugpapieren wieder und eine Steuerbefreiung kommt nicht mehr in Betracht.

Wer nun einen lof-Agrotruck mit der Qualifikation als lof-Ackerschlepper besitzt und ggf. schon für das Fahrzeug eine Steuerbefreiung und grüne Kennzeichen erhalten hat, wundert sich vielleicht darüber, dass die Sattelauflieger (die nur zum Gülletransport oder Transport landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden) nicht von der Steuer befreit werden können. Dies hängt damit zusammen, dass der Sattelauflieger in den Fahrzeugpapieren die Typenbezeichnung „SANH“ für Sattelanhänger enthält. Da folglich das Wort „Sattel“ in den Fahrzeugpapieren zu finden ist, kommt unabhängig vom Verwendungszweck aufgrund des Fahrzeugtyps keine Steuerbefreiung in Betracht.

Dollyachse

Die Dollyachse ist vom Fahrzeugtyp ein „SDAH“ = Starrdeichselanhänger. Dieser kann im Lohnunternehmen bei entsprechendem Verwendungszweck von der Kfz-Steuer befreit werden. In der üblichen Konstellation Schlepper, Dollyachse, Sattelauflieger sind dann bei Einsatzzweck für lof-Betriebe der Schlepper samt Dollyachse steuerbefreit, der Sattelauflieger als „Sattel“ nicht. Dem Lohnunternehmer verbleiben nur zwei Möglichkeiten. Entweder wird die Dollyachse fest mit dem Sattelauflieger verbunden, wodurch ein neues Fahrzeug entsteht. Dieses müsste neu vom TÜV abgenommen werden und würde (neue) Fahrzeugpapiere erhalten. Es wäre aufgrund der sichtbaren Deichsel allerdings ein SDAH. Damit käme eine Steuerbefreiung in Betracht.

Anhängerzuschlag

Oder der LU würde den Anhängerzuschlag (siehe § 10 KraftStG) beantragen. Beim Anhängerzuschlag wird das Zugfahrzeug versteuert. Auf diese Steuer wird der Anhängerzuschlag hinzugerechnet (373,24 Euro), die (Sattel-) Anhänger können aber steuerbefreit – mit grünem Kennzeichen – betrieben werden. Der Anhänger darf dann allerdings nur von Kfz gezogen werden, bei denen ein Anhängerzuschlag entrichtet wird.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Erntezeit ist für den Landwirt die beste Zeit des Jahres, denn alle seine Mühen werden belohnt. Erntezeit ist aber auch Stresszeit. Daher ist es besonders wichtig, sich darauf gut vorzubereiten. Denn nur, wer über die ganze Erntesaison kontinuierlich arbeiten kann, arbeitet wirtschaftlich. Kommt es hingegen zu einem Unfall, ist damit nicht nur menschliches Leid verbunden, sondern auch jede Menge Zeit, Geld und Nerven.

Maschinen prüfen und instand setzen

Die Zeit vor der Ernte sollte dazu genutzt werden, alle Maschinen zu überprüfen – über die gesetzliche Fahrzeugprüfung hinaus – mindestens mit einer Sichtprüfung der Beleuchtung, Reifen, tragenden Teile und Betriebsmittel. Ein Bremstest von Gespann und Maschinen gehört ebenfalls dazu. Um alle Zweifel aus dem Weg zu räumen, rät die SVLFG zu einem professionellen Check der Maschinen durch einen Landmaschinenhändler.

Sehen und gesehen werden

Hauptunfallursache bei landwirtschaftlichen Transporten ist die mangelnde Sichtbarkeit von Gespannen. Retroreflektierende Folien an Anhängern machen die Gespanne bei Dunkelheit im Straßenverkehr besser sichtbar. Vor jeder Fahrt sollte die elektrische Beleuchtung des Gespanns überprüft werden. Festgestellte Schäden sind sofort zu beheben. Leuchtmittel und Reflektoren müssen frei von Verschmutzungen sein. Auch Anhängerkabel mit Wackelkontakt zählen zu den häufigsten Mängeln.

Verstopfungen sicher entstören

An Erntemaschinen verursachen Entstörungsarbeiten die meisten Unfälle. Mähdrescher, Feldhäcksler und Ballenpresse neigen dazu, bei ungünstigen Erntebedingungen vermehrt zu verstopfen. Wird die Verstopfung per Hand beseitigt, besteht höchste Unfallgefahr! Erste Regel in solchen Fällen: Vorher den Motor sowie alle Antriebe abschalten und den Nachlauf abwarten! Die Beseitigung von Verstopfungen an Ballenpressen bei laufender Pick-Up hat bereits zu tödlichen Unfällen geführt. Auch wenn die Presse an einem schlechten Tag mal mehrfach verstopft, ist ruhiges und überlegtes Handeln gefragt. Kommt es zu einem Unfall mit Verletzungen oder Todesfolge, stellt sich die Frage der täglichen Flächenleistung nicht mehr. Daher immer die Zapfwelle abschalten, um Verstopfungen zu beseitigen!

Mitarbeiter unterweisen

Der verantwortliche Unternehmer hat seine Mitarbeiter in den relevanten Themen der Arbeitssicherheit zu unterweisen. Auch wenn diese „vom Fach“ sind, werden mit einer Unterweisung der Standpunkt des Arbeitgebers verdeutlicht und bestehende Wissenslücken der Mitarbeiter geschlossen. Das persönliche Gespräch über Gefahren während der Erntesaison hilft den Mitarbeitern, sich die Risiken zu verdeutlichen und führt zur Sensibilisierung. Die Unterweisung sollte unbedingt schriftlich dokumentiert werden.

Hilfen

Als Unterstützung dienen Unterweisungshilfen und Betriebsanweisungen, welche die SVLFG im Internet bereit stellt unter www.svlfg.de > Prävention > Praxishilfen. Auch die Betriebsanleitungen der Hersteller enthalten wichtige Informationen zur Arbeitssicherheit.

Sebastian Dittmar, SVLFG]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Treffpunkt war am Vormittag des 22. Juni die Mörsdorfer Agro-Service GmbH in Mörsdorf, wo unser Präsidiumsmitglied Klaus Scheibe die Teilnehmer in seinem Unternehmen begrüßte. Gleich danach ging es zu einem Feld, wo die umweltschonende Gülleausbringetechnik des Unternehmens beim Einsatz erlebt werden konnte. Durch das direkte Einbringen der Gülle in den Boden ist die Geruchsbelästigung nur gering und die Nährstoffausnutzung hoch. Anschließend fuhren die Teilnehmer zu einem Technikstützpunkt, wo Klaus Scheibe nach einem Thüringer Mittagsimbiss die Entwicklung seines Unternehmens von den schwierigen Anfängen bis zur Gegenwart schilderte. Es gehört heute zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Ausbringung organischer Dünger. Nach einer Fahrt zum Agrarzentrum Neustadt/Orla der RWZ Rhein-Main e.G. in Neustadt/Orla stellte Geschäftsführer Kevin Gerlach, selbst Mitglied im Arbeitskreis Nachwuchsführungskräfte, sein Unternehmen vor. Wesentliche Bereiche sind die Getreideannahme und –lagerung, der Handel, die Lage rung und Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und ein Landmarkt.

Anschließend fuhren die Teilnehmer zum Waldhotel am Stausee Hohenwarte und erholten sich bei einer Bootsfahrt. Am Abend wurde im Rahmen einer Beratung Arbeitskreises Nachwuchsführungskräfte Mario Hoppe, ACZ Mieste, zum neuen Sprecher des Arbeitskreises gewählt. Nach dem Abendessen gab es noch einen langen Erfahrungsaustausch unter Fachkollegen.

Am Vormittag des 23. Juni hielt Herr Sebastian Persinski, Jurist beim Bundesverband Lohnunternehmen, einen Vortrag zum Thema „Straßenverkehrsrecht – vom Güterkraftverkehrsgesetz bis zur Maut“, dem eine rege Diskussion folgte. Die Präsentation des Vortrages wurde nach der Veranstaltung an alle Lohnunternehmer unseres Verbandes und die Mitglieder des Arbeitskreises versandt.

Nach dem Vortrag fuhren die jungen Kollegen zur Lobensteiner Landhandels- und Dienste GmbH in Saalburg- Ebersdorf, dem Unternehmen unseres Verbandspräsidenten Wolfgang Wildt. Dieser stellte bei einem Rundgang sein Unternehmen vor – Schwerpunkte sind der Handel mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und deren Ausbringung, Werkstattleistungen und standortbedingt der Holztransport. Beim Mittagessen im Betrieb stellte Wolfgang Wild die Entwicklung und den gegenwärtigen Stand seines Unternehmens vor.

Danach begaben sich die Exkursionsteilnehmer auf die Heimreise. Sie schätzten die Exkursion als sehr interessant ein und beschlossen, sich im Juni 2018 in Mecklenburg wieder zu einer Exkursion zu treffen.

Wir bedanken uns auch im Namen der Exkursionsteilnehmer bei den gastgebenden Unternehmen für die Bereitschaft, uns Ihre Betriebe vorzustellen und für die Gastfreundschaft. Ebenso bedanken wir uns bei Herrn Persinski für seinen interessanten Vortrag.

Dr. Jürgen Schulz]]> 26.05.2019 - 01:12:12
mit Meldung vom 24. Mai 2017 haben wir über die verbindliche Teilnahme am LKW-Kartell-Verfahren bei der Raiffeisen Service GmbH informiert.

Da eine individuelle Rechtsverfolgung inklusive Gutachten für den Geschädigten ein erhebliches Kostenrisiko bedeutet, bietet der DRV eine gemeinschaftliche Vorgehensweise an, um eine Reduzierung der Kosten zu erreichen und die Schlagkraft gegen die Kartellanten zu erhöhen. Die Bündelung und Koordination Ihrer Ansprüche wird über die Raiffeisen Service GmbH organisiert.

Bis heute haben sich über 140 Unternehmen mit insgesamt über 2000 LKW verbindlich registriert. Nachdem die Unternehmen eine Vertraulichkeitsvereinbarung für die Zessionarin sowie eine vertragliche Vereinbarung mit der Raiffeisen Service GmbH unterzeichnet haben, werden nun die Abtretungsdokumentationen in den Niederlanden vorbereitet und sollen Anfang kommender Woche an die Unternehmen verschickt werden.

Betroffene Unternehmen, die bis jetzt noch nicht Ihre Lkw-Bezüge beim DRV gemeldet und die beim Kauf oder Leasing von LKW über 6 t Nutzlast auf Grund von Kartellabsprachen vermutlich zu hohe Preise oder Leasing-Raten gezahlt haben, können sich noch bis Ende August bei der Raiffeisen Service GmbH melden!

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Wir möchten abschließend nochmals darauf hinweisen, dass sowohl der DRV als auch die Raiffeisen Service GmbH keine Gewähr für die Durchsetzbarkeit der möglichen Schadensersatzansprüche übernimmt.

Annerose Bornholdt

Raiffeisen Service GmbH
Pariser Platz 3
10117 Berlin
Telefon:  +49 30 856214-530
Telefax:   +49 30 856214-522
E-Mail:


Beteiligen Sie sich am Modell des DRV oder haben Sie weitere Fragen zum LKW-Kartell?
Dann wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle des BLU e.V.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Risikowerte der SVLFG sind im Bereich landwirtschaftlicher Lohnunternehmen erneut um ca. 5,5% gesunken. Individuell müsste es dennoch zu einer leichten Erhöhung der Beiträge kommen. Dies ist den Angleichungssätzen geschuldet. Die meisten Lohnunternehmen starteten im Umlagejahr  2013 mit einem Angleichungssatz von ca. 30 -40 %. Die Angleichungssätze steigen jährlich um ca. 15-25 %, bis 2017 der volle Beitragssatz erreicht wird. Infolge dieser Steigerung des Angleichungssatzes dürfte bei den meisten Lohnunternehmern eine Beitragssteigerung um etwa 15 % im Vergleich zum Vorjahr erfolgen.

Nähere Infos erhalten Sie in der kommenden LUaktuell. Bei Rückfragen oder dem Wunsch, Ihren BG-Bescheid zu überprüfen, wenden Sie sich an die Rechtsabteilung der Geschäftsstelle des BLU e.V.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Am häufigsten und gleichzeitig besonders schwerwiegend waren die Fälle in denen Edelstahlgegenstände an den Pflanzen befestigt wurden. Der Metalldetektor schlägt nicht an, sodass es hier zu weitreichenden Schäden des Maishäckslers kommen kann und auch eine Gefährdung der Fahrer besteht. Die Art und Häufigkeit der Vorfälle ist sehr verschieden, genauso wie der Umgang der Betroffenen mit einem Schaden. Als Ansprechpartner sind die Polizei, die Versicherung oder auch die Medien zu nennen. Wobei vor allem letzteres stark umstritten ist, da durch eine Berichterstattung der Medien Nachahmer provoziert werden können.

In Kooperation mit dem BLU haben die Studierenden der HfÖV Bremen, unter der Leitung von Christian Kluge, die Vorfälle der letzten Jahre analysiert. Es wurden sowohl schwerwiegende als auch Vorfälle geringeren Umfangs erfasst. Mithilfe einer Befragung konnten 127 Vorfälle ermittelt werden, die in einem Zeitraum von 1996 bis 2016 auftraten. Insgesamt wurden 292 Leute befragt, wobei 80 Betriebe betroffen waren. Es wird deutlich, dass einige Betriebe sogar mehrfach betroffen waren. Die ermittelte Gesamtschadenssumme beträgt mehr als 1,5 Millionen €. Die Vorfälle erstreckten sich von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen bis Hessen und über Bayern. Am häufigsten traten die Schäden in Niedersachsen auf, hier wurden 45 Fälle gemeldet. Darauf folgt Bayern mit 25 Schadensfällen. Die Aufklärung gestaltet sich häufig schwierig oder ist erst gar nicht möglich.

Die Studierenden der HfÖV Bremen haben durch ihre Analyse eine Handlungsempfehlung erstellt. Das Ziel ist durch eine strukturierte Vorgehensweise die Aufklärungschance zu erhöhen. Zusätzlich soll das Dunkelfeld in diesem Bereich über Schadensmeldungen an den BLU verringert werden. Hierfür steht auf der Internetseite des BLU ein Flussdiagramm, eine Handlungshilfe für den Fahrer und ein Vorfallprotokoll zur Verfügung. Die Handlungshilfe für den Fahrer und das Flussdiagramm kann den Mitarbeitern als Orientierungshilfe dienen. Hier sind einzelne Handlungsschritte für die Dokumentation des Vorfalles erläutert, vor allem damit die Spuren aufgenommen und die notwendigen Veränderungen am Tatort genau dokumentiert werden können. Ein effizienter Ablauf ist auch für eine schnelle Wiederaufnahme der Erntearbeiten notwendig. Bei dem Ablauf der Schadensaufnahme bietet das Vorfallprotokoll Unterstützung. Damit wird genau geklärt, um welchen Fremdkörper es sich gehandelt hat und welche finanziellen Schäden an dem Maishäcksler entstanden sind. Zusätzlich werden hier auch Hinweise zum Spurenschutz gegeben, sodass der genaue Standort aufgenommen wird. Das kann zum Beispiel mit den GPS-Daten vorgenommen werden oder mit detaillierten Bildaufnahmen. Ein weiterer Bestandteil ist die Kontaktaufnahme und das weitere Verfahren in einem Schadensfall mit der Polizei, der Versicherung und den Medien.
Zusammenfassend kann Ihnen die Handlungsempfehlung eine erste Orientierung im Schadensfall verschaffen, sodass Sie wieder möglichst schnell zum gewohnten Ernteablauf übergehen können. Außerdem möchten wir Sie bitten das ausgefüllte Vorfallprotokoll zum BLU zu schicken, damit zukünftig die Schadensfälle gebündelt werden, um diese weiter analysieren zu können.

Theres Hake]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Nach einem stärkenden Frühstück machte sich die Gruppe gemeinsam auf, mit dem Fahrrad die Thülsfelder Talsperre zu erkunden. Von der 20 km langen Fahrradtour ließen sich die Frauen auch nicht durch anhaltenden Regen abschrecken.

Anschließend wurde der Wallfahrtsort Bethen besucht, zum dem jährlich etwa 100.000 Gläubige pilgern. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen die Teilnehmer den Tag langsam ausklingen. Alle Frauen waren wieder einmal begeistert vom interessanten Programm und dem intensiven Austausch in den Gesprächen untereinander.

Imke Junge]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die neue Düngeverordnung ist im Frühjahr 2017 verabschiedet worden und regelt erstmals, aber deutlich spürbar die Aktivitäten im Herbst 2017. Die verschiedenen Regelungen zur Düngungspraxis in der Landwirtschaft lösen große Reaktionen bei Agrariern und Dienstleistern aus.

Auf den ersten Blick müssen sich die Lohnunternehmen in der Wirtschaftsdüngung auf technisch anspruchsvollere und  umweltfreundlichere Ausbringungsverfahren einstellen und „mehr Menge in weniger Zeit“ bewegen. Darüber hinaus sind aber weitere Veränderungen bei allen Prozessbeteiligten deutlich zu erkennen.

Mengenbegrenzung

Die Stickstoffmenge im Herbst ist auf die Höhe des tatsächlichen Nährstoffbedarfs, höchstens jedoch 60 kg N bzw. 30 kg NH4 begrenzt. Zusätzliche Sperrfristen sorgen dafür, dass nur noch eine extrem geringe Ausbringungsmenge von Wirtschaftsdüngern zulässig ist.

Die bodennahe Exaktverteilung gekoppelt mit einer immensen Schlagkraft stellen hohe Ansprüche an die moderne Technik. Eine genaue Verteilung von flüssigen (Gülle < 10 m³/ha) und festen (HTK < 2,0 t / ha) Wirtschaftsdüngern ist an eine Mindestmenge gekoppelt und aus technischen Gründen sehr schwer zu realisieren.

Zudem verteuert sich die Düngungsmaßnahme erheblich, weil die Fahrzeuge sehr weite Wege auf den Flächen zurücklegen müssen bis diese entleert sind. Beispielsweise kostet die Gülledüngung in der Technikkombination Schlepper und Güllewagen mit angebauter Scheibenegge bei einer Ausbringungsmenge von 20 m³/ha ca. 5 €/m³, dagegen sogar mehr als 8 €/m³ bei einer Menge von 8 m³/ha. Darüber hinaus sind durch die vielen Überfahrten erhebliche Bodenverdichtungen insbesondere in diesem nassen Spätsommer zu erwarten.

Nicht alle Landwirte verfügen über Güllebehälter, die eine Lagerung der anfallenden Menge bis ins kommende Frühjahr erlauben. Diese Betriebe kommen mit der 6 monatigen Lagerkapazität nur dann zurecht, wenn die „Pötte“ im Spätsommer leer gefahren werden.

Das kann die wirtschaftsdüngenden Lohnunternehmen in Kalamitäten bringen. Einerseits kennen die professionellen Dienstleister die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen (60 kg N => 10 m³ Gülle), andererseits werden sie vom Kunden beauftragt, zum Teil deutlich höhere Mengen auszubringen. Einer Diskussion wird schnell aus dem Wege gegangen, weil man den Kunden nicht verärgern oder verlieren möchte.

Diesbezüglich ist Vorsicht geboten! Verstoßen Lohnunternehmen nachweislich (Dokumentation, Rechnung, Arbeitszettel) gegen das geltende Düngerecht, werden sie öffentlich-rechtlich belangt und müssen mit Bestrafung rechnen. Und hier hilft auch kein „Habe ich nicht gewusst“ oder Übernahmeversprechen der Strafe („Zur Seite springen“) des Landwirts. Diese Angelegenheit muss der ausführende Dienstleister verantworten!

Die Herbstdüngung mit Wirtschaftsdünger enthält also jede Menge Ansätze für Diskussionen!

Zeitfenster

Die Wirtschaftsdüngung im Frühjahr wird weiterhin an Bedeutung gewinnen. Nach Schätzungen von Experten werden mehr als 80 % der Mengen im Frühjahr aufgebracht. Das Zeitfenster ist formell durch die Sperrfristen und natürlich durch die Entwicklung der Kulturen sehr klein. Darüber hinaus können fehlende Befahrbarkeit und tiefgefrorene Böden ausgangs Winter weitere Einschränkungen hervorrufen. Eine schlechte Auslastung der Maschinen führt zwangsläufig zu höheren Kosten. Um annehmbare Kampagneleistungen zu erreichen, werden in der Logistik als Zubringerfahrzeuge verstärkt LKW zum Einsatz kommen, die im ganzjährigen Einsatz auch Wirtschaftsdüngerübermengen aus den Veredelungsregionen in die Ackerbaugebiete transportieren können.

Akzeptanz

Der Nährstoffabfluss zurück in die Ackerbauregionen ist ein wesentlicher Bestandteil des Kreislaufgedankens in der Landwirtschaft. Organische Wirtschaftsdünger sind in der festen und flüssigen Fraktion inhomogen und können nur bedingt mit Handelsdüngern in Wirkung und Nährstoffgehalten verglichen werden. Infolge der strengen Mengenbegrenzungen werden Ackerbaubetriebe großes Interesse haben, die erlaubten Düngemengen für einen qualitativ und quantitativ guten Naturalertrag in vollem Umfang auszuschöpfen und in der Wirkung bekannte Handelsdünger einsetzen.

Bei Gülle und Mist werden seitens der Kontrollbehörden Ausbringungsverluste (ca. 15 %) in der Bewertung berücksichtigt. Dieser verbleibende Teil der „organischen Nährstoffträger“ geht zu 100 % in die Nährstoffberechnung ein, obwohl die tatsächliche Anrechenbarkeit
bzw. Pflanzenverfügbarkeit z.B. von Gülle im Frühjahr bei 70–80 % und von Putenmist gar nur bei unter 50 % liegt. Es stellt vor allem eine wesentliche technische Herausforderung dar, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine möglichst hohe Stickstoffeffizienz zu erreichen.

Detaillierte Dokumentations- und Bilanzierungsverpflichtungen werden darüber hinaus als abschreckend empfunden.

Momentan ist zu spüren, dass der Nährstoffkreislauf genau an dieser Stelle nicht in Fahrt kommt. Durch die Zurückhaltung der Ackerbauern werden z.B. bei den Schweinemästern die Behälter irgendwann überlaufen. Diese können keine neuen Schweine aufgestallen und fragen weder Ferkel noch Futtergetreide oder gar die Dienstleistung Güllelogistik nach!

Die Zusammenhänge in der hiesigen Landwirtschaft sorgen dafür, dass schlussendlich viele Bereiche preislich unter Druck geraten und sich die Landwirtschaft umweltfreundlicher zeigt. Dieser Druck auf die modernen Produktionsprozesse (Tierhaltung, Düngung) in der Landwirtschaft ist gesellschaftspolitisch motiviert und wird im Wahljahr 2017 offensichtlich von allen bedeutenden Parteien getragen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Zwei Busse standen für die Fahrt zum Flughafen München bereit. Aufgrund der großen Beteiligung wurde die Menge in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen die erste die Feuerwache des Flughafens besichtigte und die andere eine ausgedehnte Besichtigungstour über den Flughafen machte.

Mittagessen bei LU Huber
Um 12.30 Uhr stand das Mittagessen auf dem Lohnbetrieb Dionys und Anton Huber in Berglern auf dem Programm. Vater Dionys und Sohn Anton Huber leiten den Betrieb in Form einer GbR. Mutter Elfriede unterstützt nach Kräften und ist u.a. zuständig für die 35 Milchkühe und 80 Bullen.

Eine Gruppe besuchte anschließend die „Wurzer Unternehmensgruppe“ - ein Verbund moderner Dienstleistungsunternehmer in den Bereichen Landschaftspflege, Umweltschutz, Entsorgung, Recycling und Logistik. Weiter gab es eine Führung in der Privatbrauerei „Erdinger Weißbräu“. Die andere Gruppe  konnte sich exklusiv das Feldtagsgelände, einen Partnerbetrieb sowie die Station der „Saaten Union“ anschauen. Am Ende des Tages schloss sich der Kreis am Grill vom Lohnunternehmen Johann Brielmair. Das Organisationsteam des BLU, bestehend aus Dr. Martin Wesenberg, Julia Guttulsröd und Lennart Behr, darf zufrieden sein über den gelungenen Tag.


Hgd und de, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Diese Ansicht ist nachvollziehbar, da sowohl Leistungen als auch Interessenwahrnehmung der IHK für die Lohnunternehmer vorsichtig formuliert übersichtlich sind. So konnte im Rahmen der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) über die Reichweite des Güterkraftverkehrsgesetzes z.B. festgestellt werden, dass einige IHK die Rechtsauffassung des BMVI zumindest anfangs ungeprüft übernommen haben, ohne mit der Berufsgruppe der Lohnunternehmer oder ihrer berufsständischen Vertretung in Kontakt zu treten. Von einer (Pflicht-) Interessenvertretung hätte man hier durchaus eine vorherige Abstimmung mit den Betroffenen erwarten dürfen.

Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts:

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG, Az.: 1 BvR 2222/12 und 1 BvR 1106/13) hat nun entschieden, dass die gesetzlich normierte Pflichtmitgliedschaft von Gewerbebetrieben in den Industrie- und Handelskammern (IHK) und die daran anknüpfende Beitragspflicht verfassungsgemäß sind.

Im konkreten Einzelfall wendeten sich zwei Gewerbebetriebe gegen die Pflichtmitgliedschaft in der für sie örtlich zuständigen IHK. Sie beschritten den Klageweg durch die Instanzen ohne Erfolg. Mit ihren dann erhobenen Verfassungsbeschwerden wendeten sie sich gegen die Beitragsbescheide und gegen die Bestimmungen des Gesetzes über die Industrie- und Handelskammern (IHKG) zur Pflichtmitgliedschaft. Diese verletze sie in ihren Rechten aus Art. 9 Absatz 1 GG (Vereinigungsfreiheit), zumindest aber aus Art. 2 GG (allgemeine Handlungsfreiheit).

Das BVerfG hat diese Verfassungsbeschwerden nun als unbegründet zurückgewiesen.

Einleitend stellt das Gericht dabei fest, dass der zutreffende Prüfungsmaßstab hier Art. 2 GG und nicht Art. 9 GG sei. Zwar liege durch die Pflichtmitgliedschaft ein Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit und damit in Art. 2 GG vor. Dieser sei aber gerechtfertigt, da die nach § 1 IHKG normierten Aufgaben der für die wirtschaftliche Selbstverwaltung typischen Verbindung von Interessenvertretung, Förderung und Verwaltungsaufgaben entspreche, was einen legitimen Zweck für die Pflichtmitgliedschaft darstelle. Gerade die Pflichtmitgliedschaft sichere, dass alle regional Betroffenen ihre Interessen einbringen könnten und diese fachkundig vertreten würden. Dies sei auch mit Blick auf die weiteren Aufgaben der IHK, Prüfungen abzunehmen und Bescheinigungen zu erteilen, gefragt.

Allerdings könne die Wahrnehmung des Gesamtinteresses der Mitglieder der IHK nur gelingen, wenn abweichende Interessen einzelner Mitglieder oder grundlegende Interessenkonflikte, die für einzelne Mitglieder von erheblicher Bedeutung seien, in den IHK berücksichtigt würden. Dies sei aber durch § 1 Abs. 1 IHKG gewährleistet, der ein Abwägungsgebot enthalte und gerade keine reine Interessenvertretung vorsehe. Daraus folge auch ein ausreichender Minderheitenschutz.

Ausblick und Anmerkung:

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die klagenden Unternehmen diese Frage noch vom Europäischen Gerichtshof überprüfen lassen werden.

Im Übrigen existiert seit mehr als 20 Jahren der Bundesverband für freie Kammern (bffk), der nach eigenen Angaben etwa 1.400 Mitglieder hat und in Kassel ansässig ist. Der bffk unterstützt das oben beschriebene Verfahren und versucht auch, in den Gremien der IHK seine Position umzusetzen. So eroberten Vertreter des bffk bei den jüngsten IHK-Wahlen im Februar in Hamburg fast alle Sitze im Plenum und damit dem wichtigsten Entscheidungsorgan. Ähnliche Bestrebungen sind derzeit in Berlin festzustellen.

Allerdings zeigt sich jetzt in Hamburg, dass die angestrebte Reform schwieriger wird als gedacht. Zwar bestehe nach Angaben des IHK-Sprechers immer noch „der Wille, die Zwangsabgaben bis 2020 abzuschaffen“. Dennoch musste die Führung der IHK Hamburg einräumen, dass die hohen Pensionslasten der IHK dabei zum Problem werden könnten.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Am Unternehmensstandort in Eydelstedt entwickelt und produziert ANEDO ganzheitliche Systemlösungen in den Bereichen Steuerung und Bedienung sowie komplex vernetzte Systeme für Landmaschinen bekannter Hersteller.
Als einer der führenden Anbieter für Elektronik - Systeme in der europäischen Landtechnik, werden zukunftsfähige Systemlösungen die auf ISOBUS ausgerichtet sind, angeboten.
Ansatz der Praxistage war es, nicht nur einen aktuellen Einblick in die IT-gestützten und in der Praxis angekommenen Smart Farming Prozesse zu bekommen, sondern selbst die Technik „in die Hand“ zu nehmen. So haben die Programmierer sowie die Vertriebsbelegschaft zu den Steckern, Terminals und Lenkrädern gegriffen und auf dem Praxisbetrieb Arbeiten wie Pflanzenschutz und Düngerapplikation begleitet.
Auf diese Weise konnten die Mitarbeiter nicht nur eigene Erfahrungen im Bereich der herstellerunabhängigen und standardisierten Datenkommunikation zwischen den Anbaugeräten, dem Schlepper und der Farmmanagement-Software auf dem Büro-PC oder der Datencloud im Einsatz sammeln, sondern auch aktuelle Trends, wie die Steuerung der ISOBUS Maschinen über das iPad in der landwirtschaftlichen Praxis begutachten.
„Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Systeme, an denen man teilweise mitgearbeitet hat, im realen Einsatz zusammenarbeiten und wie sich komplexe Arbeitsprozesse durch hochtechnisierte Komponenten effizient erledigen lassen“, erläutert Laura Koch aus dem Vertrieb bei ANEDO.
Durch die Mischung aus Theorie und Praxiseinsätzen wurde so innerhalb der Praxistage alle grundlegenden ISOBUS Funktionen erarbeitet und im Einsatz getestet.

Sollten auch Sie Interesse an einem Tag Landwirtschaft 4.0 haben, nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Auf über 60.000 m² Freigelände und 6.000 m² Hallen boten 500 Firmen aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland den ca. 400.000 Gästen ein breites Angebot zu den Themen Energietechnik, Landmaschinen und Werkzeuge. Auch Volkfestliebhaber kamen auf dem Karpfhamer Fest, das parallel zur Rottalschau stattfindet, auf ihre Kosten. Sieben Festhütten, die rund um den großen Vergnügungspark stehen, bieten 23.000 Gästen einen Sitzplatz.

Theres Hake, Lennart Behr und Jennifer Nickel aus der Geschäftsstelle standen den Mitgliedern und denen die es noch werden wollen mit Rat und Tat zur Seite. Themenschwerpunkte waren die Überbreitenregelung inklusive Begleitfahrzeug, die Ausbildungsmöglichkeit zur Fachkraft Agrarservice, sowie die neue Düngeverordnung, zu der die Mitarbeiter des BLU einen neuen Infoflyer mit den wichtigsten Neuregelungen und Verordnungen erstellt haben. Unterstützt wurde das Standteam vom Vizepräsident der Landesgruppe Bayern Jakob Fischer und dem Präsidiumsmitglied Johann Kobler.

Ein besonderer Dank geht an den Geschäftsführer Markus Thannbichler und sein Team um Veronika Siegerstetter von Claas Südostbayern für die logistische Unterstützung und die räumliche Unterbringung auf dem Ausstellungsgelände.

2018 finden die Karpfhamer Tage vom 30. August bis 04. September statt. Wir hoffen Sie nächstes Jahr wieder auf dem Stand begrüßen zu dürfen!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Praktiker berichten, dass sich mancherorts die Flächenleistung beim Mais häckseln um 50 % gesunken, der Dieselverbrauch aber um 50 % gestiegen ist. In diesen Fällen ist es unbedingt notwendig die Abrechnung an die Erntebedingungen anzupassen. In diesem Jahr kann die Flächenleistung von einem 8-reihigen Häcksler auf unter 1 Hektar die Stunde sinken. Ohne eine Preisanpassung an diesjährige Flächenleistungen können bei einer leistungsorientierten Abrechnung die Kosten für den Häcksler nicht gedeckt werden. Die folgende Grafik verdeutlicht, wie die Preise pro Hektar ansteigen müssten um die sinkende Flächenleistung abzudecken. Dafür wurde beispielhaft ein Maishäcksler kalkuliert


Abbildung 1: Kosten- und Umsatzentwicklung eines Maishäckslers

In der Abbildung wird verdeutlicht, welche Flächenleistung benötigt wird um die Maschinenkosten abzudecken. In diesem Fall wäre eine Flächenleistung von ungefähr 1,5 - 2 ha/h notwendig, damit der Dienstleistungserlös die Kosten für den Maishäcksler übersteigt. Wenn die Flächenleistung auf 1 ha/h sinkt, würden dem Lohnunternehmer hier pro Stunde circa 100 € für eine Kostendeckung fehlen.

Die Erschwernisse führen 2017 auch zu erhöhten Kosten, wobei folgende Aspekte für die notwendigen Anpassungen der Arbeitspreise ausschlaggebend sind: Schwierige Erntebedingungen führen zwingend zu einer Anpassung der Arbeitspreise! Selbstverständlich ist die Diskussion mit dem Kunden auch nicht einfach!

Folgende Hinweise sind aber gestattet: Scheuen Sie sich im eigenen Interesse nicht, eine zwingend notwendige Preisanpassung vorzunehmen, um unangenehme Überraschungen am Ende des Jahres zu vermeiden!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Im Rahmen der Feldprobe geht es in einer Reihe von Feldeinsätzen darum, den aktuellen Funktionsstand des neu entwickelten Terminals in der landwirtschaftlichen Praxis zu überprüfen. Mit verschiedenen ISOBUS Maschinen, wurde mit dem Display in der Gärrestausbringung, Grunddüngung, und bei Pflanzenschtzmaßnahmen gearbeitet. Mehr lesen Sie in der Oktoberausgabe der Lohnunternehmen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Es wurde ein Vorrang des manuellen Nachtrages in das EG-Kontrollgerät als Nachweis über die berücksichtigungsfreien Tage eingeführt. Das bedeutet, dass vor Fahrtantritt in die Eingabevorrichtung des digitalen Fahrtenschreibers auf der Fahrerkarte die nicht aufgezeichneten (bis zu 28 Tage) einzutragen sind. Der Urlaubsschein darf nur dann als Nachweis der vergangenen 28 Tage dienen, wenn ein manueller Nachtrag aus technischen Gründen nicht möglich oder besonders aufwendig ist (§ 20 FPersV).
 
Beim analogen Fahrtenschreiber ist der Nachtrag auf der Rückseite des nächsten im Anschluss an den berücksichtigungsfreien Zeitraum verwendeten Schaublattes oder Fahrtenschreiberausdruckes (Ausdruck der Tätigkeiten des Fahrers am Fahrtag)
oder auf einem Tageskontrollblatt vorzunehmen.
 
Darüber hinaus wurde für die Beantragung von Fahrerkarten eine Pflicht zur Vorlage eines biometrischen Lichtbildes eingeführt und die FPersV redaktionell an die Verordnung (EU) Nr. 165/2014 und deren Terminologie angepasst.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In diesem Jahr bieten wir Ihnen und allen interessierten Besuchern ein neues Stand- und Informationskonzept. Der BLU-Auftritt wird vor allem etwas bunter. Ein gelbes Dreieck leitet Sie schon von weitem auf den neu strukturierten Stand. Neben einem Informationsbereich, finden Sie auch einen ruhigeren Rückzugsort für Beratungsgespräche mit unseren Referenten.

Das Highlight in der Mitte des Standes ist ein Podium auf dem jeden Nachmittag kleine Diskussionsrunden von rund zehn Minuten stattfinden werden. Wir bitten in dem „Mini-Forum“ beispielsweise Lohnunternehmer zum Gespräch mit ihren Kunden, eigenen Auszubildenden oder den Betriebsnachfolgern. Oder wir erläutern und diskutieren mit Ihnen im Interview aktuelle politische Themen, bspw. Neue DüngeVO oder rechtliche Themen und vieles mehr. Das Mini-Forum schafft also eine wunderbare Möglichkeit für einen interaktiven fachlichen Austausch mit den Berufskollegen und Fachreferenten.  

Derzeit stimmen wir Referenten und Themen ab, so dass wir bald den Zeitplan veröffentlichen können. Während der Agritechnica werden Sie über die anstehenden Mini-Foren sowohl über unsere App, die Internetseite und unseren Facebook-Auftritt informiert. Haben auch Sie Interesse an einem Gespräch mit Ihren Kunden auf dem Podium? Gerne können Sie spontan mit Ihren Kunden auf dem BLU-Stand vorbei kommen und sich in die Diskussion einbringen oder selbst als Hauptakteur auf das Podium steigen. Sprechen Sie uns einfach an!

Aber nicht nur das neue Konzept feiert im November seine Premiere. Aktuell werden drei  Filmportraits produziert, die auf der Agritechnica der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Filme zeigen einen kleinen Teil aus der Vielfalt des Berufes Lohnunternehmen und machen vor allem Lust auf Lohnunternehmen – als Arbeitgeber und Dienstleister.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
immer wieder bekommen Lohnunternehmen Mails, die vermeintlich von Mitarbeitern aus unserer Geschäftsstelle versendet wurden. Aktuell sind dies Mails mit dem Betreff "Rechnungen".

Diese Mails wurden nicht von uns versendet. Wir verschicken grundsätzlich keine Rechnungen per Mail. Bitte öffnen Sie die Anhänge nicht und löschen Sie diese Mails unverzüglich.

Im Übrigen finden Sie in der aktuellen LU aktuell (Ausgabe 10/2017) einen Artikel, der sich mit dieser Problematik und weiteren Betrugsproblematiken befasst.]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Dies betrifft eine Vielzahl der mittlerweile über 70 Muster, wobei vor allem die arbeitsrechtlichen Muster zum Teil erheblich verändert werden mussten.

Bitte nutzen Sie daher insgesamt nicht mehr die alten Muster!

Neu hinzugefügt wurde zudem das Muster eines ohne Sachgrund befristeten Arbeitsvertrages.

Empfehlung / Hinweis:
Wenn Sie das neue Muster des ohne Sachgrund befristeten Arbeitsvertrages nutzen wollen, so sollten Sie sich
unbedingt vorher das Muster „Checkliste Befristung“ durchlesen, da die Befristung von Arbeitsverträgen viele
„Tücken“ beinhaltet.

Zudem empfiehlt sich stets die Überprüfung des von Ihnen auf den konkreten Einzelfall angepassten Musters
durch die Rechtsberatung des BLU e. V. oder durch einen anderen Rechtsbeistand vor deren Verwendung!


    ]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die zuständigen Straßenverkehrsbehörden haben auch bei „SAM mit Bayernpaket“ zwischenzeitlich ein Begleitfahrzeug angeordnet, weil die Kriterien Restfahrbahnbreite von 2,50 oder 3,00 m sowie ein Sichtfeld von mindestens 150 m auf einigen Straßen nicht erfüllt werden konnten. Diese Anordnung wurde nach entsprechenden Diskussionen aber überwiegend wieder zurück genommen.

Das „Bayernpaket“ wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung zur Verkehrssicherheit mit selbstfahrenden Arbeitsmaschinen entwickelt und ist eine Kombination aus Lichtsignalen und Reflexionsflächen.

Im Jahr 2015 hat das bayerische Innenministerium durch einen entsprechenden Erlass die Möglichkeit für Betreiber von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen eröffnet, bei Verwendung des Bayernpakets auf ein Begleitfahrzeug verzichten zu können.

Bayerischer Bauernverband (BBV), Kuratorium Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe (KBM) und bayerischer Lohnunternehmerverband stehen seit geraumer Zeit in intensiven Diskussionen mit dem Innenministerium in München, um gemeinsam auf eine weiterhin praxisgerechte Ausgestaltung bei der Erteilung von Erlaubnissen für überbreite land- oder forstwirtschaftliche Arbeitsmaschinen nach Åò 29 StVO für Landwirte und Lohnunternehmer aufmerksam zu machen.

Dabei wurde erneut der betriebliche Aufwand für ein Begleitfahrzeug (KFZ, eventuell auch in der speziellen Ausführung der Klasse BF-3) und dessen Beitrag zur Verkehrssicherheit diskutiert.

Unter ungünstigen Bedingungen (hohe Geschwindigkeit, schmale Fahrbahn, geringe Sicht) stellt auch das Begleitfahrzeug ein zusätzliches Risiko dar. Insbesondere bei einem Überholvorgang bleiben vorwegfahrende KFZ von der selbstfahrenden Arbeitsmaschine lange verdeckt und können beim Einscheren erhebliche Probleme beim
Überholenden auslösen.

Die Zulassungsstellen der bayerischen Landkreise können die „Spielräume“ bei der Erlaubnis nach StVO Åò 29 in Anspruch nehmen, werden aber nicht über den Erlass dazu verpflichtet. Versuche, einheitliche Verfahren auch bei den Erlaubnissen nach Åò29 StVO zu erreichen, werden immer wieder von den Landkreisen mit dem Hinweis auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen kommentiert.

Um diesbezüglich die Diskussion fachlich zu unterfüttern hat das bayerische Innenministerium erneut ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, welches die vorliegenden Untersuchungsergebnisse aus dem Jahr 2009 zum „Bayernpaket“ erneut überprüft.
Außerdem wird erwogen, dass Straßenverkehrsnetz hinsichtlich der Erfordernis eines Begleitfahrzeuges nach den Kriterien Fahrbahnbreite, Sichtfeld, Kurvenradien usw. zu klassifizieren.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass Landwirte und Lohnunternehmer weiterhin sehr verantwortungsbewusst ihre Großmaschinen im zunehmenden Straßenverkehr bewegen und alles daran setzen müssen, Unfälle tunlichst zu vermeiden.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Aufgrund der großen Nachfrage haben wir gleich drei Seminare zur Vorbereitung auf die Fachkundeprüfung Güterkraftverkehr in Niedersachsen und Bayern geplant. Unser Frauenseminar mit dem Schwerpunkt "Gesundheitsorientiertes Bewegungstraining" findet schon vom 31.10. - 02.11.2017 statt, bitte melden Sie sich, wenn Sie noch teilnehmen möchten. Der Junge BLU bietet "Von der Kostenkalkulation zur Preisgestaltung", wir lassen die "Steuer- und Unternehmertage" wieder aufleben und helfen Ihnen bei der "Betriebsübergabe/-aufspaltung". Wir geben Ihnen Tipps im Umgang mit Kunden und die AGE Niedersachsen hilft allen niedersächsischen Lohnunternehmern bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen.

Alle Seminare und den Anmeldebogen finden Sie unter www.lohnunternehmen.de/aktuelles/termine-veranstaltungen/ gern können Sie sich einfach an unsere Geschäftsstelle wenden. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen!
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Anmeldeschluss: Montag, 16.10.2017 (spätere Anmeldungen nicht möglich!!!)]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Gemeinsam mit der Jungen DLG und dem Bund der Deutschen Landjugend e.V. möchten wir den Zuhörern unter dem Titel „(Ein)Blick in die Kristallkugel: Märkte verstehen - neue Märkte erkennen“ ein Gefühl vermitteln, wie sich der europäische Agrarmarkt in Zukunft
entwickeln könnte.

Die Entwicklung der Rohstoffmärkte, der bevorstehende Strukturwandel oder die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP 2020) sind einige Einflussfaktoren, die dazu beleuchtet werden.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, laden wir Sie gerne ein, dieser zweistündigen Diskussion, am Donnerstag den 16. November, ab 16:00 Uhr am Hauptstand der DLG (Halle 21, Stand A29), zu folgen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Verwirrung als Geschäftsidee

Ist der Lohnunternehmer, da er ohnehin etwas anderes zu tun hat, hinreichend getäuscht, wird ihm in Wahrheit ein neuer Vertragsschluss unterbreitet. Es wird suggeriert, dass alles seine Richtigkeit habe und hierzu eine Tonaufnahme erforderlich sei.

Die Aufnahme wird gespeichert und bei Zahlungsverweigerung als Druckmittel – man hätte ja ausdrücklich in den Vertragsschluss und die Aufzeichnung eingewilligt – verwendet. Leider und das ist die Taktik der unseriösen Unternehmensregister, wird natürlich nicht das ganze Gespräch aufgezeichnet, aus dem sich ein völlig anderer Zusammenhang ergeben würde. So sei an dieser Stelle ein konkreter Beispielsfall zu erwähnen: Ein Lohnunternehmer wird angerufen und ihm wird vorgespielt der BLU e.V. melde sich bei ihm. Es gehe lediglich um einen Datenabgleich. Einige Wochen später erhält der Lohnunternehmer eine Rechnung.

Was kann getan werden?

Die beste Möglichkeit dieser Anrufe entgegenzuwirken ist das Gespräch schlichtweg zu beenden. Sollte sich der Anrufer als ein Mitarbeiter des BLU ausgegeben haben, scheuen Sie nicht davor uns zu kontaktieren und nachzufragen, ob wir tatsächlich versucht haben Sie zu erreichen.

In Aufzeichnungen sollten Sie generell nicht einwilligen. Diese dienen nur dem Unternehmensregister zu Beweiszwecken. Spätestens auf diese Frage sollte der Kontakt abbrechen. Der ansonsten aufgezeichnete Gesprächskontext lässt nämlich vermuten, dass der Vertrag in Ihrem Interesse und mit Ihrem Einverständnis erfolgt.

Ist das Kind in den Brunnen gefallen …

Vor Gericht könnte bei derartigen Aufzeichnungen evtl. keine Anfechtung des Vertrages erfolgen. Anders könnte es sein, wenn dem Gericht das Vorgehen des Unternehmensregisters bekannt wäre.

Ob es zu einem gerichtlichen Verfahren kommt ist jedoch fraglich. Wird auf die Rechnung des Unternehmensregisters nicht gezahlt, folgen Mahnschreiben. Darauf folgen Schreiben von Inkassobüros. Diese drohen häufig mit negativen Einträgen bei der Schufa o.ä. Dies erscheint aber aufgrund der eher geringen Beträge folgenlos. Schließlich bleibt die Forderung nicht aufgrund fehlender finanzieller Mittel offen, sondern weil sie bestritten wird.

Wird aber wie im obigen Beispiel aufgeführt, offenkundig getäuscht, sollte - ob eine Aufzeichnung erfolgte oder nicht – die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden.

Vorsicht vor anderen Betrugsmaschen

Ein anderes Beispiel „dubioser Kontaktaufnahmen“ sind E-Mails, die von anderen Personen stammen, als die E-Mail tatsächlich anzeigt. Immer wird in den Medien von derartigen sogenannten Phishing-Mails berichtet. Die E-Mail selbst erweckt vom Design her den Anschein, von einem anderen Unternehmen zu stammen (in der Regel Banken oder Telekommunikationsunternehmen). Aber auch der Absender wird getarnt. Hier sollte genau geprüft werden, wer der echte Absender hinter der E-Mail ist. Ein Hinweis auf eine Phishing-Mail ist beispielsweise, wenn das E-Mail-Programm nicht den verwendeten E-Mail Absendernamen anzeigt, sondern die vollständige E-Mailadresse.

In einem Praxisbeispiel aus unserer Beratung wurde bei einem Lohnunternehmer fälschlicherweise eine E-Mail des Verbandes als Absendername verwendet. Erst das öffnen der E-Mail und ein Blick auf die Absenderadresse offenbarte, dass eine völlig unbekannte Firma der Absender war.

Bevor ein Anhang oder Link geöffnet wird oder gar wichtige Informationen eingetragen oder Überweisungen durchgeführt werden, fragen Sie beim vermeintlichen Absender nach (also die Bank usw.). Ebenso wichtig ist, dass keine Anhänge geöffnet werden. Diese können Viren oder Trojaner enthalten. Wenn Sie eine derartige E-Mail erhalten, die scheinbar einen Ihnen bekannten Kontakt imitiert, kann es sein, dass der Account gehackt wurde. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Kontakt auf einem anderen Wege zu informieren. Er kann dann ggf. das Passwort ändern und weiteren Schaden vorbeugen. Für Rückfragen zu fraglichen Rechnungen, Mails oder Anrufen sprechen Sie mich gerne an!


]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Niedersachsen. Der Fachbereich Energie, Bauen, Technik organisierte die Vorführung unter der Leitung von Martin Vaupel. Die Besucher wurden durch Hermann Hermeling, den Vizepräsidenten
der LWK Niedersachsen, begrüßt. In der Eröffnung stellte er die zunehmende Bedeutung der Transporte in landwirtschaftlichen Betrieben heraus. Diese Entwicklung ist durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft begründet, aufgrund dessen nehmen die  Transportentfernungen immer weiter zu. Dadurch kommt der Schlepper als Transportmittel immer öfter an seine Grenzen und wird in vielen Fällen schon durch den LKW abgelöst.

Bei den vorgestellten Transportlösungen handelte es sich um Technik für die Kartoffel, Mais, Getreide sowie den Ballen- und Wirtschaftsdüngertransport. Dabei ging es nicht nur um möglichst effiziente Lösungen hinsichtlich des Dieselverbrauches, sondern es wurden auch praktikable Lösungen der
Ladungssicherung vorgestellt, zum Beispiel beim Ballen- oder Kartoffelkistentransport. Weiterhin wurden Überladelösungen präsentiert, um auf dem Feld nicht auf den Schlepper verzichten zu müssen, aber auf der Straße trotzdem den kostengünstigeren LKW nutzen zu können. Den Besuchern konnten
47 verschiedene Fahrzeuge vorgeführt werden. Zusätzlich hatten die Besucher die Möglichkeit sich bei den Ausstellern über die vorgeführte Technik zu informieren.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Hintergrund

Bereits im Jahr 2014 hatte der BGH laufzeitunabhängige Bearbeitungsentgelte bei Verbraucherkreditverträgen als unzulässig beurteilt. Diese Rechtsprechung hat der BGH nun auch auf Unternehmerkreditverträge erweitert.

Rechtliche Bewertung

Der BGH führt in rechtlicher Hinsicht aus, dass die Formularklauseln, die das streitige Bearbeitungsentgelt enthielten, Preisnebenabreden darstellen würden, die einer Inhaltskontrolle nach den §§ 307 ff. BGB unterfallen würden. Danach seien die Entgelte nicht mit den wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung vereinbar, da für Tätigkeiten, die im eigenen Interesse liegen würden, kein gesondertesEntgelt verlangt werden könne. Insofern liege hier eine unangemessene Benachteiligung der Darlehensnehmer
vor, die unwirksam sei.

Die Gegenargumente der beklagten Kreditinstitute, wonach die Bearbeitungsgebühren
berechtigt seien, da dem Darlehensnehmer aus der Erhebung der Gebühren Steuervorteile
entstünden und die Entgelte den im kaufmännischen Geschäftsverkehr üblichen Gewohnheiten und Gebräuchen entsprächen, verwarfen die BGH-Richter.

Verjährung

Zugleich wies der BGH in seinen Urteilen bezüglich der Frage der Verjährung darauf hin, dass auch für die Unternehmerkredite die gleichen Grundsätze gelten würden wie bei den Verbraucherkreditverträgen. Dort hatte der BGH entschieden, dass die kenntnisabhängige Verjährungsfrist für Rückforderungsansprüche unzulässiger Bearbeitungsentgelte mit dem
Schluss des Jahres 2011 zu laufen begonnen hat. Das bedeutet faktisch, dass die Rückforderung von Bearbeitungsgebühren durch Unternehmer in der Regel nur rückwirkend für den Zeitraum seit dem 01.01.2014 möglich ist.

Eine Rückforderung von Bearbeitungsentgelten für den Zeitraum davor ist nur erfolgversprechend, wenn der Eintritt der Verjährung aufgrund einer Rechtshandlung
des Unternehmers gehemmt ist. Dies ist in der Regel nur durch Erhebung einer Klage oder Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens der Fall, was in der Praxis in den seltensten
Fällen geschehen sein dürfte.

Eine Hemmung der Verjährung ist aber ebenfalls möglich bei: Ob eine dieser Voraussetzungen vorliegt, ist jeweils im konkreten Einzelfall zu prüfen.

Empfehlung

Prüfen Sie Ihre unternehmensbezogenen Darlehens- und Kreditverträge auf Leistung laufzeitunabhängiger Bearbeitungsgebühren.

Wenn Sie derartige Gebühren geleistet haben sollten, fordern Sie diese rückwirkend zum 01.01.2014 von Ihrem jeweiligen Kreditinstitut schriftlich und unter Fristsetzung mit Nennung
eines konkreten Kalendertages zurück.

Machen Sie dabei zugleich deutlich, dass Sie nach erfolglosem Fristablauf die Sache mittels eines Rechtsanwaltes definitiv weiter verfolgen werden.

Sollten Sie Bearbeitungsgebühren zurückfordern wollen, die vor dem 01.01.2014 von Ihnen geleistet wurden, so ist zu prüfen, ob einer der o. g. Hemmungsgründe der Verjährung
gegeben ist. Wenn Sie hierzu oder auch andere Fragen in diesem Zusammenhang haben, so können Sie sich selbstverständlich gerne an den Verfasser dieses Artikels wenden.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Anders als die genannten 5 Kartellteilnehmer sperrte sich  Scania gegen den Vergleich. Das Unternehmen bestritt bislang eine Teilnahme an dem Kartell. Deshalb führte die Kommission ihre Untersuchung gegen Scania nach dem normalen Kartellverfahren durch und kam zu dem Ergebnis, dass Scania am Kartell wie die anderen Hersteller mitwirkte. Die Kommission verhängte eine Geldbuße von 880.523.000 EUR gegen Scania. Scania will möglicherweise die Entscheidung der Kommission anfechten. Über den Verlauf werden wir Sie informieren.

Für diejenigen Mitglieder, die LKW von Scania von 6t- und 16t in den Jahren 1997 und 2011 erworben haben, besteht noch immer die Möglichkeit sich im Rahmen der Kartellverfahren an einem Prozess gegen die Kartellanten zu beteiligen, da die Verjährung hierbei frühestens  6 Monate nach rechtskräftiger Entscheidung der Kommission eintritt.

Internetplattform für anonymes Whistleblowing

Die Europäische Kommission hat ein Internetportal eingerichtet, über das Kronzeugen und sonstige Informanten anonym wettbewerbswidrige Praktiken melden können. Ein eigens dafür konzipiertes verschlüsseltes Mitteilungssystem, das eine wechselseitige Kommunikation ermöglicht, gewährleistet, dass die Anonymität der Informanten gewahrt bleibt. Das Whistleblower-Portal findet sich unter:

http://ec.europa.eu/competition/cartels/whistleblower/index.html

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Donnerstag,
16.11.2017 um 17.00 Uhr
BLU-Messestand Halle 27,
Stand G33


An diesem Nachmittag wollen wir noch einmal die zurückliegende Ausbildungszeit Revue passieren lassen, über Eindrücke und Erlebnisse diskutieren sowie positive und negative Erfahrungen festhalten. Außerdem steht ein kurzer Vortrag auf dem Programm, der über
das Aus- und Fortbildungsangebot für die Fachkraft Agrarservice informieren wird. Dabei stehen insbesondere das Angebot der einjährigen Fachschulen und der Meisterausbildung im Fokus. Am Stand halten wir Warm- und Kaltgetränke sowie einen kleinen Imbiss bereit! Außerdem wollen wir die anwesenden Fachkräfte für das Erscheinen mit einem kleinen Andenken belohnen.

Wir freuen uns auf eine gute Beteiligung und eine interessante Veranstaltung zur AGRITECHNICA.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der Bundesrat hat am 22. September 2017 kurzfristig eine Regierungsverordnung zur Bilanzierung von Düngemitteln in der Landwirtschaft von der Tagesordnung abgesetzt und in die Fachausschüsse zurücküberwiesen. Diese werden sich in den nächsten Wochen erneut mit dem Thema befassen.

Transparenz durch Stoffstrombilanzierung

Der Bundestag hatte die von der Bundesregierung vorgelegte Verordnung am 29. Juni beschlossen und dabei die so genannte betriebliche Stoffstrombilanzierung mit aufgenommen: Landwirtschaftliche Betriebe sollen künftig die zugeführten und abgegebenen Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor bilanzieren und bewerten.
Dabei müssen sie die Menge an Stickstoff und Phosphor, die sie zum Beispiel durch Futtermittel und Saatgut ihrem Betrieb zuführen, notieren und mit der Nährstoffmenge vergleichen, die über pflanzliche und tierische Erzeugnisse wie Wirtschaftsdünger,
Futtermittel, Saatgut und Nutztiere den Hof wieder verlässt. Diese Verpflichtung soll dazu beitragen, die landwirtschaftlichen Betriebe bei der Stoffstrombilanzierung und beim Nährstoffvergleich einheitlich beurteilen zu können.

Gestuftes Verfahren

Die Verordnung soll ab 1. Januar 2018 unter anderem für Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten je Betrieb oder mit mehr als 30 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bei einer Tierbesatzdichte von jeweils mehr als 2,5 Großvieheinheiten je Hektar gelten. Ab dem 1. Januar 2023 sollen die Vorgaben auf Betriebe mit mehr als 20 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche oder mehr als 50 Großvieheinheiten je Betrieb ausgeweitet werden.

Kritik aus den Fachausschüssen

Der Umwelt- und der Agrarausschuss hatten im Vorfeld der Sitzung zahlreiche Änderungen an der Verordnung vorgeschlagen, die die Bundesregierung nicht mittragen wollte. Zu einer Abstimmung über die Ausschussempfehlungen kam es aufgrund der Absetzung jedoch nicht.

Stand: 22.09.2017


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der Tarifvertrag bot seit Einführung des Mindestlohngesetzes 2015 die Möglichkeit, abweichende Mindestlöhne zu zahlen. Tarifvertrag zur Regelung der Mindestentgelte für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau (bis 31.12.2017):

Mindestlohn nach MiLoG:
2015 = 8,50 €      2017 = 8,84 €
West Ost
Ab 1. Jan 2015 7,40 € 7,20 €
Ab 1. Jan 2016 8,00 €   7,90 €
Ab 1. Jan 2017                                    8,60 €
                                   9,10 €
Ab 1. Nov 2017


Nun besteht für die, dem Tarifvertrag für Landwirtschaft unterfallenden Unternehmen die Pflicht, pro Stunde einen Mindestlohn von 9,10 € brutto für Arbeitnehmer zu zahlen. Diese Pflicht endet mit Ablauf des Tarifvertrages zum 31.12.2017. Ab dem 01.01.2018 gilt wieder der gesetzliche  Mindestlohn der zurzeit bei 8,84 € brutto/Stunde liegt.

Um eine dauerhafte Lohnerhöhung für die Mitarbeiter auf 9,10 € brutto/Stunde zu unterbinden, bietet sich folgende Mustervereinbarung an:

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vereinbarung zum Arbeitsvertrag vom    …

Zwischen     ________________________________ (Arbeitgeber)

und               _________________________________(Arbeitnehmer)

Die Parteien vereinbaren für den Zeitraum November bis Dezember 2017 eine Erhöhung  des Stundenlohns aufgrund des Tarifvertrages zur Regelung der Mindestentgelte für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau auf 9,10 € brutto/Stunde.

Ab dem 01.01.2018 reduziert sich der Stundenlohn wieder auf den gesetzlichen Mindestlohn (zurzeit 8,84 € brutto/Stunde).



________________________
Ort, Datum


____________________             ___________________________
Unterschrift Arbeitnehmer              Unterschrift Arbeitgeber]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Ziel dieser Regelung ist die Reduktion von Wildtierverlusten. Verstöße gegen diese Pflicht können nach § 78 Absatz 1 Landesnaturschutzgesetz NRW mit einer Geldbuße von bis zu
50.000,- € geahndet werden.

Nun werden die ersten einschlägigen Fälle in der Praxis bekannt.

Fall 1:

Der Kreis Borken hat gegen einen Landwirt ein Verwarngeld in Höhe von 50,- € verhängt, da dieser eine Grünlandfläche von außen nach innen gemäht hatte. Besonders kurios dabei
war, dass das Verfahren zunächst an die Staatsanwaltschaft Münster weitergeleitet wurde. Diese sollte prüfen, ob hier eine Straftat nach § 17 Tierschutzgesetz (TierSchG) – das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund – vorliegt, da der Verdacht des vorsätzlichen Tötens einer Maus im Raum stand. Da dies dem Landwirt aber nicht nachweisbar war, stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ein. Damit aber nicht genug. Der Anzeigenerstatter erhob Beschwerde gegen den Einstellungsbescheid mit der Folge, dass sich auch die Generalstaatsanwaltschaft Hamm mit diesem Fall beschäftigen durfte. Dies allerdings
mit dem gleichen Ergebnis der Einstellung des Strafverfahrens.

Reaktionen

Man kann sich vorstellen, wie die Kommentare in den sozialen Netzwerken zu diesem Fall ausfielen. Von „die Obduktion der Maus steht noch aus“ bis „es bestehe der Verdacht, dass es sich hier um eine Beziehungstat unter Mäusen wegen außerehelichen Verhältnissen handelt. Spuren weisen eindeutig in den Rotlichtbezirk der gemähten Wiese“ war so ziemlich alles vertreten.

Dennoch besteht Anlass zur Sorge, dass sich diese Fälle zukünftig häufen und unsere bereits überlastete Justiz weiter zusätzlich beanspruchen werden.

Fall 2:

Weniger unterhaltsam ist allerdings ein weiterer Fall aus Nordrhein-Westfalen.

Hier wurde eine Grünlandfläche ebenfalls von außen nach innen gemäht. Da ein Beobachter den Fahrer aber nach seinen eigenen Angaben vor der Bearbeitung der Fläche auf „ein
oder mehrere Rehkitze“ in der Fläche hingewiesen hatte und dann tatsächlich offenbar ein Rehkitz in der Fläche zu Tode kam, erließ der zuständige Staatsanwalt einen Strafbefehl mit 40 Tagessätzen zu je 30,- € (= 1.200,- €) gegen den Fahrer.

Natürlich legte der Fahrer Einspruch gegen den Strafbefehl mit der Folge ein, dass es nun zu einer Hauptverhandlung vor einem Strafrichter kommt.

Fazit / Kommentar

Lohnunternehmer in Nordrhein-Westfalen sollten die gesetzliche Vorgabe „von innen nach außen“ bei der Mahd von Grünlandflächen unbedingt beachten,um dem hier beschriebenen Ärger von vorneherein aus dem Weg zu gehen.

Zugleich ist zu hoffen, dass die neue Landesregierung schnellstmöglich und wie versprochen notwendige Korrekturen am Landesnaturschutzgesetz vornimmt.

In juristischer Hinsicht ist insbesondere fraglich, ob hier die Wertung insgesamt aus den Fugen geraten ist. Denn nach der Lesart des zweiten Falls wäre konsequenterweise darüber nachzudenken, ob nicht auch gegen Autofahrer ein Strafverfahren nach § 17 TierSchG einzuleiten wäre, wenn ihnen Wild vor das Auto läuft und ein Straßenschild auf möglichen „Wildwechsel“ hinweist. Hier bestünde in strafrechtlicher Hinsicht dann an sich der sogenannte „Eventualvorsatz“, der für die Annahme einer Vorsatztat ausreichen würde.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In einigen Regionen in Deutschland hat das Sturmtief Sebastian erhebliche Schäden  angerichtet. Der Sturm hat vor allem den Maisbeständen stark zugesetzt. Vielerorts führten die liegenden Maispflanzen zu stark erschwerten Erntebedingungen. Teilweise können die Bestände nur aus einer Richtung abgeerntet werden oder es entstehen vermehrt  Verstopfungen, folglich steigt der Zeitaufwand für die Ernte deutlich an. Die sinkende Flächenleistung führt bei einer leistungsbezogenen Abrechnung, zum Beispiel nach Hektar- oder Tonnageleistung, zu deutlich geringeren Stundenumsätzen.

Praktiker berichten, dass mancherorts die Flächenleistung beim Mais häckseln um 50 % gesunken, der Dieselverbrauch aber um 50 % gestiegen ist. In diesen Fällen ist es unbedingt notwendig die Abrechnung an die Erntebedingungen anzupassen. In diesem Jahr kann die Flächenleistung von einem 8-reihigen Häcksler auf unter 1 Hektar die Stunde sinken. Ohne eine Preisanpassung an diesjährige Flächenleistungen können bei einer leistungsorientierten Abrechnung die Kosten für den Häcksler nicht gedeckt werden. Die folgende Grafik verdeutlicht, wie die Preise pro Hektar ansteigen müssten um die sinkende Flächenleistung abzudecken. Dafür wurde beispielhaft ein Maishäcksler kalkuliert und eine Abrechnung nach Hektarleistung angenommen.


Abbildung 1: Kosten- und Umsatzentwicklung eines Maishäckslers

In der Abbildung wird verdeutlicht, welche Flächenleistung benötigt wird um die  Maschinenkosten abzudecken. In diesem Fall wäre eine Flächenleistung von ungefähr 1,5 - 2 ha/h notwendig, damit der Dienstleistungserlös die Kosten für den Maishäcksler übersteigt. Wenn die Flächenleistung auf 1 ha/h sinkt, würden dem Lohnunternehmer hier pro Stunde circa 100 € für eine Kostendeckung fehlen.

Die diesjährige Maisernte fand unter ungewöhnlichen Bedingungen statt. Da die extremen Wetterlagen zugenommen haben, ist es wichtig die Folgen daraus abzuschätzen. Abbildung 1: Kosten- und Umsatzentwicklung eines Maishäckslers Die Erschwernisse führen 2017 auch zu erhöhten Kosten, wobei folgende Aspekte für die notwendigen Anpassungen der Arbeitspreise ausschlaggebend sind: Schwierige Erntebedingungen führen zwingend zu einer Anpassung der Arbeitspreise! Selbstverständlich ist die Diskussion mit dem Kunden auch nicht einfach!

Folgende Hinweise sind aber gestattet: Scheuen Sie sich im eigenen Interesse nicht, eine zwingend notwendige Preisanpassung vorzunehmen, um unangenehme Überraschungen am Ende des Jahres zu vermeiden!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 oder auch auf Erteilung eines Zwischenzeugnisses im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses.

Der Arbeitgeber kann die Erstellung eines Arbeitszeugnisses auch auf einen bei ihm angestellten Vertreter delegieren, der seinerseits aber ranghöher als der zu Beurteilende bzw. diesem gegenüber weisungsbefugt sein muss.

Es wird zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis unterschieden: Daher besteht in der Praxis meistens die Pflicht zur Erstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses durch den Arbeitgeber.

Wohlwollendes Zeugnis

Die Angaben im Zeugnis müssen wahr und das Zeugnis muss wohlwollend abgefasst sein. Behauptungen, Annahmen oder Verdächtigungen sind ebenso zu unterlassen wie doppelsinnige Ausdrucksweisen, eine missverständliche Wortwahl oder Satzstellung,
Auslassungen oder Hinweise auf Straftaten, die nichts mit der Berufsausübung zu tun haben.

Einerseits kann der Arbeitnehmer ein derartiges Zeugnis zurückweisen bzw. gerichtlich korrigieren lassen. Andererseits besteht die Gefahr, dass sich der Arbeitgeber durch falsche Angaben gegenüber dem Arbeitnehmer – aber auch gegenüber einem neuen Arbeitgeber
– schadensersatzpflichtig macht (z. B. bei verspäteter Einstellung, geringerem Lohn usw.).

Vielmehr besteht eine codierte Zeugnissprache, wodurch man als Arbeitgeber zwischen den Zeilen Bewertungen anbringen kann, die dem Erfordernis der wohlwollenden Beurteilung genügen. Im Fall des Umgangs mit einem Zeugnis bringt in der Regel ein Anruf beim früheren Arbeitgeber Klarheit.

Das qualifizierte Arbeitszeugnis hat einen zu beachtenden Grundaufbau, sollte in der dritten Person abgefasst werden und mindestens eine Seite und höchstens drei Seiten umfassen.

Insgesamt besteht eine Vielzahl solcher codierten Redewendungen, die Ausfluss verschiedener höchstrichterlicher Entscheidungen sind und deren Darstellung aus Platzgründen hier nicht möglich ist.

Grundsatz befriedigend

Letztlich erfüllt der Arbeitgeber seine Pflicht auf Zeugniserteilung, wenn er ein formell richtiges, inhaltlich vollständiges und in der Bewertung mindestens durchschnittliches Zeugnis erstellt hat. Ist dies nicht der Fall, so kann der Arbeitnehmer auf Erteilung oder auf Berichtigung des Zeugnisses vor dem Arbeitsgericht klagen.

Beweislast im Prozess:
Grundsätzlich hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein befriedigendes Zeugnis (= Note 3, siehe oben). Strebt er ein besseres Zeugnis an, so trifft ihn hierfür die Beweislast. Will der Arbeitgeber hingegen ein schlechteres Zeugnis als „befriedigend“ erteilen, so trifft ihn dafür
die Beweislast.

Die hier für die Zeugniserstellung genannten Grundsätze sollten vom Arbeitgeber zwingend beachtet werden, um eine gerichtliche, kostenintensive und an sich überflüssige Auseinandersetzung mit dem Arbeitnehmer zu vermeiden.

Zum Grundaufbau des qualifizierten Arbeitszeugnisses:
a.) Überschrift:
Zeugnis, Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis, Ausbildungszeugnis, o. ä.

b.) Einleitung:
Vorname, Nachname, akademischer Grad / Titel, Beruf, Anrede mit „Frau“ oder „Herr“; üblich auch die Angabe des Geburtsdatums und des –ortes.

c.) Tätigkeitsbeschreibung:
Genaue Beschreibung der Aufgaben des Arbeitnehmers, seiner Verantwortung, Kompetenzen und Werdegang im Betrieb, wobei kein Beurteilungsspielraum für den Arbeitgeber besteht.
Sonderaufgaben sind exakt zu beschreiben. Langfristige Krankheiten können hier nur aufgenommen werden, wenn sie für die Gesamtbeurteilung von Bedeutung sind. Außerdienstliches Verhalten findet in der Regel keine Erwähnung.

d.) Leistungsbeurteilung:
Hierbei haben sich folgende Überbegriffe entwickelt: e.) Sozialverhalten:
Beurteilungen zu diesem Punkt sollen zu einem Gesamtbild beitragen. Insbesondere das Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern ist hier zu beschreiben.

Straftaten dürfen nur erwähnt werden, wenn sie zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses
geführt haben. Die Äußerung eines bloßen Verdachts oder die Anführung einmaliger Vorfälle oder Umstände, die nicht für den Arbeitgeber charakteristisch sind, sind unzulässig und daher zwingend zu vermeiden.

f.) Schlussfloskel:
Durch diese bringt der Arbeitgeber sein Bedauern über den Weggang sowie seine Wünsche für die Zukunft des ausscheidenden Arbeitnehmers zum Ausdruck.
Sie besteht aus drei Teilen: Bezüglich der Schlussfloskel gilt die Faustformel, dass je ausführlicher diese ist, desto besser ist der Mitarbeiter. Umgekehrt wird ein Fehlen der Schlussfloskel als negativ ausgelegt.

g.) Ausstellungsdatum / Unterschrift:
Als Datum des Zeugnisses ist das Datum des Ausstelltages zu nehmen und nicht das Datum des Ende des Arbeitsverhältnisses, der Kündigung o. ä.

Das Zeugnis ist durch den Verfasser des Zeugnisses eigenhändig und handschriftlich zu unterschreiben (Stempel allein genügt nicht). Im Fall, dass die Zeugniserstellung an einen Vertreter delegiert wurde, muss dieser die Vertretungsverhältnisse und seine Position im Rahmen der Unterschrift anführen. Hier gilt, dass Person und Rang des Unterzeichnenden Aufschluss über die Wertschätzung des Arbeitnehmers gibt.

Anmerkung:

Das einfache Arbeitszeugnis unterscheidet sich faktisch dadurch vom qualifizierten Arbeitszeugnis, dass es keine Angaben zu d. und e. enthält.

]]> 26.05.2019 - 01:12:121. GüKG (ab August 2017)

Nach dem GüKG ist jede geschäftsmäßige oder entgeltliche Güterbeförderung mit Fahrzeugen über 3,5 t Güterkraftverkehrserlaubnispflichtig. Zu so genannten „Beförderungen“ gehören alle Tätigkeiten, deren Hauptzweck die Fortbewegung von Gütern ist.

Für LU gibt es nunmehr eine Kulanzfrist bis zum 31.05.2018, solange es sich um Transporte handelt, die im Vorfeld oder im Nachgang von Arbeitsleistungen erbracht werden.

Ausgenommen sind darüber hinaus Werkverkehr und der landwirtschaftliche Bereich (laut BAG gilt Letzteres nur für Landwirte):

Bei anderen lizenzpflichtigen Güterbeförderungen ist eine (beglaubigte) Abschrift der Lizenz, ein Nachweis über die Güterschadenshaftpflicht sowie ein Begleitpapier oder ein sonstiger Nachweis, in dem das beförderte Gut, der Be- und Entladeort und der Auftraggeber angegeben werden, im Fahrzeug mitzuführen.

Kurz gesagt: Bei Beförderung fremder Güter durch LU ist im landwirtschaftlichen Bereich bis Juni 2018 keine GüKG-Lizenz erforderlich.


2. EG-Kontrollgerät und Fahrpersonalrecht


Die Fahrerkartenpflicht gilt für Fahrzeuge über 2,8 t die der Güterbeförderung dienen oder Güterbeförderung betreiben. Fahrzeuge die diese Voraussetzungen erfüllen, müssen generell mit einem EG-Kontrollgerät ausgestattet und mit Fahrerkarte betrieben werden (unabhängig von der Fahrerlaubnis). Ausnahmen von der Fahrerkartenpflicht:

Kurz gesagt: Bei Güterbeförderung ist eine Fahrerkarte zu stecken, es sei denn,
3. Führerscheinregelungen

Die Führerscheinklassen L und T gelten für lof-Fahrzeuge und dürfen nur im Rahmen von land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken eingesetzt werden. Welche Zwecke davon erfasst sind regelt § 6 Abs. 5 FeV. Wird zum Beispiel Bauschutt, Erde oder Sand auf Baustellen gefahren, hat dies nichts mit lof-Zwecken zu tun. Es fehlt die Verbindung zu landwirtschaftlicher Bewirtschaftung (lof-Bedarfsgüter- oder Erzeugnisse). Somit müsste der Fahrer dann die Führerscheinklasse C/CE (in der Regel auch die Module) haben.

Kurz gesagt: FE-Klasse T gilt für lof-Fahrzeuge bis zu einer bbH von max. 60 km/h bei lof-Zwecken. Für LU gilt typischerweise der lof-Zweck von § 6 Abs. 5 Nr. 4 FeV.


4. Steuerrecht

Nach § 3 Nr. 7 KraftStG können bestimmte Fahrzeuge von der Kfz-Steuer ausgenommen werden. Auch hier muss eine entsprechende Verwendung der Fahrzeuge vorliegen. Für Lohnunternehmen ist insbesondere eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 7 KraftStG möglich:

Erfolgt eine lof-Dienstleistung für einen lof-Betrieb (dem auch die Rechnung gestellt wird), ist eine Steuerbefreiung möglich. Ist ein gewerblicher Auftraggeber Rechnungsempfänger, ist das Fahrzeug zumindest anteilig zu versteuern. Die Farbe der Kennzeichen ist irrelevant.

Kurz gesagt: Der LU sollte sich stets Fragen, an wen die Rechnung gestellt wird. Nur wenn der Rechnungsempfänger ein lof-Betrieb ist, kommt eine Steuerbefreiung in Betracht.


5. Maut (ab Juli 2018)

Die Mautpflicht knüpft an Fahrzeuge zur Güterbeförderung oder die Güter befördern an. Fahrzeuge sind Kraftfahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen,
  1. die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind oder verwendet werden und
  2. deren zulässiges Gesamtgewicht mindestens 7,5 Tonnen beträgt.
Die Mautpflicht gilt ab 01.07.2018 auf allen Bundesstraßen und Autobahnen.

Ausnahme von der Mautpflicht:
Vor Änderung der Rechtsauffassung der BAG (s.o.) waren LU bei Beförderung von lof-Erzeugnissen oder Bedarfsgütern mit lof-Fahrzeugen für lof-Betriebe ausgenommen oder konnten eine Ausnahme beantragen. Nunmehr sind Güterbeförderungen von LU auf mautpflichtigen Strecken stets mautpflichtig (ab Juli 2018 auf allen Bundesstraßen). Einzige Möglichkeit in Zukunft davon befreit zu werden, ist eine Begrenzung der bbH des Fahrzeugs auf 40 km/h.

Kurz gesagt: Ab Juli nächsten Jahres gilt die Mautpflicht auch für LU bei Fahrzeugen oder Kombinationen ab 7,5 t zul. GG. Eine Mautbefreiung ist nur möglich, wenn das Fahrzeug eine bbH von 40 km/h hat.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Giveaways sorgten dafür, dass unser Zahnrad-Ähre-Logo deutschland- und sogar weltweit Werbung für den Berufsstand machte. Über Facebook erreichten uns eine Vielzahl von Posts mit unseren Hashtags. Wer sonst kann schon von sich behaupten, dass seine Werbeartikel es innerhalb von zwei Tagen bis zu den Pyramiden in Kairo schaffen.

Die Präsenz in den sozialen Medien sorgt auch dafür, dass sich das neue Informationsformat „Mini-Forum“ schnell verbreitete. Im Mini-Forum standen täglich an vier Nachmittagsterminen Gast- und Fachreferenten zu aktuellen Themen live auf dem BLU-Stand Rede und Antwort. Etliche Mitglieder und andere interessierte Besucher ergriffen die Chance und lauschten den Kurzinterviews. Im Anschluss konnten die Themen dann im Zwiegespräch mit den entsprechenden Fachreferenten weiter diskutiert werden.

Um die Gespräche in Ruhe führen zu können, bot das neue Standkonzept ausreichend Platz in der „Ruhezone“. Die etwas geschützte Atmosphäre ermöglichte intensive Gespräche, in denen auch das ein oder andere Neumitglied die Vorteile der Verbandsleistungen erfahren konnte.

Im Kommunikations- und Informationsbereich in der Standmitte mit Stehtischen um das Podest des Mini-Forums fand ein reger Austausch statt. Von diesen Plätzen ließen sich auch die neuen Imagefilme: „Agrarservice im Profil“ besonders gut verfolgen. In diesen drei- bis vierminütigen Kurzfilmen gewährten die Hauptdarsteller Einblicke in ihren Arbeitsalltag, beschrieben unter anderem ihre Aufgabengebiete und täglichen Herausforderungen im Unternehmen.

Alles in allem war die Agritechnica sowohl für Lohnunternehmer als auch Landwirte eine willkommene Abwechslung nach den überaus schwierigen Erntebedingungen während des gesamten Jahres. In den trubeligen Messehallen konnten Stress und Anspannung der letzten Wochen für ein paar Stunden vergessen werden. Und damit auf dem BLU-Stand alles so reibungslos gelingen konnte, waren es vor allem die Kolleginnen und Kollegen aus der Geschäftsstelle in Riehe, die die Agritechnica 2017 durch großes Engagement und viel Einsatz wieder einmal zu einer erfolgreichen Veranstaltung machten. Vielen Dank an dieser Stelle!

Ich freue mich, Sie alle auf den kommenden Veranstaltungen wieder zu sehen und verbleibe bis dahin mit herzlichen Grüßen.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Verordnung gilt ab 1. Januar 2018 für…
Ab dem 1. Januar 2023 gilt die Verordnung auch für… Entsprechend des Verordnungsentwurfs sind die jeweiligen Betriebe verpflichtet, jährlich eine Bilanz zu erstellen über: Die Stoffstrombilanz kommt auf die Landwirtschaft zu, Forts.

Ermittlung der Nährstoffzufuhren

Die Ermittlung der Nährstoffzufuhren und -abgaben orientiert sich an der abgestimmten Datengrundlage der Düngeverordnung. Weitere Ergänzungen der Daten – beispielsweise um Phosphor- oder Phosphatgehalte, Werte für Einzelfuttermittel, tierische Erzeugnisse und die Stickstoffzufuhr durch Leguminosen – wurden mit ausgewählten für die Beratung zuständigen Stellen der Länder abgestimmt.

Die Bewertung der Nährstoffströme erfolgt über die zugeführten und abgegebenen Nährstoffe. Die betrieblichen Stoffstrombilanzen sind für Stickstoff und Phosphor zu ermitteln und für Stickstoff auch zu bewerten.

Bewertet werden soll der dreijährige Durchschnitt der Stoffstrombilanz für Stickstoff je Betrieb. Dabei wird weitgehend sichergestellt, dass die Betriebe bei der Stoffstrombilanzierung und beim Nährstoffvergleich nach der Düngeverordnung einheitlich beurteilt werden. Über die jeweilige Ermittlung und Bewertung sind Aufzeichnungen zu führen.

Zusätzliche Vorlage-, Melde- oder Mitteilungspflichten

Die Länder können zu den vorgeschriebenen Aufzeichnungen zusätzliche Vorlage-, Melde- oder Mitteilungspflichten durch Rechtsverordnung festlegen.

Die landwirtschaftlichen Betriebe können zwischen zwei Bewertungsverfahren auswählen: ]]> 26.05.2019 - 01:12:12 die vorweg geplante Fläche daher teilweise gar nicht abernten. Bei einer  leistungsbezogenen Abrechnung ist für die betroffenen Lohnunternehmer eine Preisanpassung unbedingt notwendig, um die Umsatzeinbußen abzumildern (siehe News-Artikel vom 24.11.2017).

Natürlich kann man sich damit trösten, dass es sich um ein Ausnahmejahr gehandelt hat und nächste Saison bestimmt wieder mehr Fläche auf dem Hektarzähler zusammenkommt. Doch was ist, wenn die gesunkene Erntefläche schon ein erster Vorgeschmack auf das Ende des Biogas-Booms ist?! Immerhin sind für die ersten Biogasanlagen schon bald die zugesicherten 20 Jahre Förderdauer aus dem EEG vorbei. Wie sich die Biogas-Branche
entwickeln könnte, hat das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) mithilfe von Szenarien dargestellt.

Im ersten Szenario wird den Biogasanlagen keine Anschlussförderung gewährleistet, dadurch sinkt die installierte elektr. Leistung bereits ab 2020.

Im mittleren Szenario werden jährlich 100 Megawatt Anschlussförderung bereitgestellt, die Förderdauer beträgt hier 10 Jahre. Im dritten Szenario werden ein Zubau und eine Anschlussförderung von jeweils 100 Megawatt über 20 Jahre Förderdauer angenommen. Die Szenarien deuten auf einen deutlichen Rückgang der Biogasanlagen hin. Nur ab wann ein Rückgang eintritt, lässt sich schwer abschätzen. Hier sind Sie gefragt! Über den Kontakt zum Kunden können sie am besten abschätzen, wie die Anlagenbetreiber ihre Zukunft
sehen. Planungssicherheit erzielen sie allerdings nur über langfristige Verträge. Sie ermöglichen eine Sicherung der Erntefläche und der Maschinenauslastung.



Wie sich die Maschinenauslastung auf die Kosten auswirkt, wird mithilfe der Abbildung 2 verdeutlicht.



Hier wurde das mittlere Entwicklungsszenario (DBFZ) auf die Maschinenkosten eines Maishäckslers übertragen. Die graue Linie verdeutlicht, wie sich prozentual die installierte elektr. Leistung der Biogasanlage verringert. Die Prozentwerte wurden auf die  Häckslerauslastung übertragen, sodass sich daraus die Kostenveränderungen ergeben. Von 2025 bis 2030 wird ein Rückgang um 36 % prognostiziert, die Folge ist ein Kostenanstieg von 100 €/h. Die höheren Kosten werden durch die Festkosten hervorgerufen, die auf die sinkenden Maschinenstunden umgelegt werden müssen. Es handelt sich zwar um ein modellhaftes Rechenbeispiel, allerdings kann so ein großer Sprung in der Maschinenauslastung bei einem Wegfall großer NaWaRo-Biogasanlagen doch schnell zur Realität werden. Der Stellenwert in der Kostenkalkulation ist also nicht zu unterschätzen. Schlussendlich ist im Biogasgeschäft auch für uns Dienstleister mit einschneidenden Veränderungen zu rechnen. Bereits die diesjährige Maisernte zeigt einigen Unternehmern, welche Folgen die geringere Erntefläche hat. Bei Biogaskunden war bisher die Verlockung groß, die hohen Umsätze durch entsprechende Preisnachlässe zu belohnen. Zukünftig wird es umso wichtiger genauso agil die Preise nach oben anzupassen, wenn es sich um widrige Bedingungen handelt oder die Umsätze zurückgehen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Diese zeitlichen Begrenzungen sind nunmehr weggefallen mit der Folge, dass jeder Ort im Unternehmen, an dem ein Mitarbeiter tätig wird, als Arbeitsplatz gilt und der ArbStättV unterfällt. Dies gilt jedoch nur für die Betriebsstätte und nicht für Felder oder Wälder. Neu ist zudem, dass psychische Belastungen und Beeinträchtigungen der Beschäftigten, z. B. durch Lärm, ungeeignete Beleuchtung oder ergonomische Mängel am Arbeitsplatz, zu beurteilen und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren sind. Von der neuen ArbStättV generell nicht betroffen sind die mobile Arbeit wie z. B. das gelegentliche Arbeiten mit dem Laptop in der Freizeit oder das ortsungebundene Arbeiten wie z. B. im Rahmen von Zugfahrten.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
nachfolgend finden Sie einen Link zu einer Umfrage mit dem Thema „Rundballenpresse“.  
Für die Umfrage verantwortlich ist der Bachelorstudenten Marc Kaiser von der Fachhochschule Nürtingen.
Er befindet sich im siebten Semester und möchte seine Abschlussarbeit zu besagtem Thema schreiben.

https://www.umfrageonline.com/s/Marktbefragung-Rundballenpresse-2017


Wir würden uns freuen, wenn Sie den jungen Mann unterstützen und an der anonymen Umfrage teilnehmen.
Vielen Dank!
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Betriebe, die sich in einer solchen Notstandssituation befinden, sollten Kontakt zu den zuständigen Behörden (untere Wasserbehörde, Düngebehörde, Landwirtschaftskammer bzw. -amt) aufnehmen und um Hinweise bitten, wie ein größerer Schaden nach Überlaufen, bzw. Eintrag ins Grundwasser, ins Oberflächengewässer oder in die Kanalisation zu verhindern ist.

Ist eine Lagerung in betriebsfremden Behältern oder eine Reaktivierung stillgelegter, aber betriebsbereiter Lageranlagen nicht möglich, kann zur Verhütung eines größeren Schadens a) die Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngung auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche geduldet oder b) die Anlage von Behelfslagerstätten erfolgen.

Ausbringung innerhalb der Sperrfrist
Behelfslagerstätten
Weiterhin kann als Notfallmaßnahme die Herrichtung eines provisorisch angelegten Güllelagers geduldet werden. Auch diese Maßnahme ist in jedem Fall mit den zuständigen Behörden abzustimmen und bedeutet, dass das provisorische Güllelager nur für diese Notfallsituation akzeptiert und zeitlich begrenzt betrieben werden darf. Mit einer Rückbauverpflichtung ist zu rechnen. Der Standort muss hinsichtlich Größe, Lage, Untergrundbeschaffenheit, Erreichbarkeit etc. geeignet sein. Mindestabstände zu ober- und unterirdischen Gewässern sind einzuhalten.
Die verwendete Folie muss den zu erwartenden Belastungen standhalten und sollte mindestens eine Stärke von 1 mm aufweisen. Die Verlegung der Folie ist von einem geeigneten Fachbetrieb (z.B. ein Hersteller von Erdbecken mit allgemein anerkannter bauaufsichtlicher Zulassung) durchzuführen, der auch die Dichtheit der Folie bestätigt.
Das provisorische Gülle-Erdlager ist einzuzäunen und in der Größe an den tatsächlichen Bedarf auszurichten. Das Fassungsvermögen kann auf eine maximale Größe einschließlich Reservevolumen beschränkt werden.
Nach Abschluss der Notfallmaßnahmen ist mit einer Evaluierung durch die zuständigen Behörden insbesondere hinsichtlich der vorhandenen Lagerkapazitäten zu rechnen.

Ganz wichtig: Wer immer eine dieser Möglichkeiten nutzen will, sollte sich zwingend vorab mit den zuständigen Behörden in Verbindung setzen, um über die Voraussetzungen und Verpflichtungen dieser Maßnahmen exakt informiert zu sein.

Dr. Martin Wesenberg
]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Wir haben wieder eine Fülle interessanter Themen aus den Bereichen Betriebs- und Unternehmensführung, Ausbildung sowie Recht zusammengestellt. Nehmen Sie oder ein führender Mitarbeiter aufgrund der Wichtigkeit der Themen daran teil. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Fachtagung Triesdorf, Dienstag, den 23.01.2018
Veranstaltungsort: Triesdorf, Altes Reithaus (Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf, Markgra-fenstraße 12, 91746 Weidenbach)
Uhrzeit: 09:15 – 18:00 Uhr, anschließend geselliger Ausklang mit bayrischem Buffet
Anmeldeschluss: 16.01.2018

Fachtagung Melle, Mittwoch, den 14.02.2018
Veranstaltungsort: Forum Melle, Mühlenstraße 39a, 49324 Melle
Uhrzeit: 09:00 – 18:00 Uhr
Anmeldeschluss: 07.02.2018
Get-together: Dienstag, 13.02.2018 ab 18 Uhr, Hotel van der Valk, Melle

Hinweis:
Wir unterstützen papiersparende Verfahren. Melden Sie sich per BLU-App an und nehmen Sie automatisch an der Live-Verlosung teil.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
zum Ende 2017 werden nicht wenige in unserer Berufsgruppe zu dem Schluss kommen: So ein Jahr brauchen wir nicht wieder! Nach einem weitgehend normalen, hier und da zu trockenen Frühjahr, folgte eine Phase mit extremen Witterungsbedingungen. Sehr hohe Niederschlagsmengen und orkanartiger Wind haben die Arbeiten seit Sommer massiv behindert und stellenweise Totalausfälle hervorgerufen. Trotz eines bespiellosen Einsatzes von Technik und Personal konnte auf einzelnen Standorten die Ernte von Mais, Rüben und Kartoffeln nicht durchgeführt werden.

Außerdem hat das Jahr Geld gekostet! Die schwierigen Bedingungen gehen Maschinen und Menschen an die Substanz und äußern sich in hohen Dieselverbräuchen und Materialverschleiß sowie in vielen, vielen Überstunden.

Auch 2017 kommen die Lohnunternehmen wieder pünktlich zum Fest zur Ruhe und besinnen sich der zurückliegenden Monate – hoffentlich in der Erkenntnis, wieder einmal und mit Abstand der wichtigste Partner des Landwirtes zu sein. Letzten Endes haben Leistungswille, Einsatzbereitschaft und Kreativität der Dienstleistungsbetriebe deutlichere Ausfälle bei den Kunden verhindert.

Nicht zu verhindern war hingegen die durch Politik motivierte und durch Witterung potenzierte Problematik Wirtschaftsdüngung in vielen viehhaltenden Kundenbetrieben. Die Düngeverordnung hat Anfang Juli neue Regelungen hinsichtlich Ausbringungsmengen und -termine definiert. Der damit verbundene Bedarf an Lagerraum insbesondere für Gülle konnte kurzfristig nicht gedeckt werden und die fehlende Befahrbarkeit der Flächen führt in der Sperrfrist unweigerlich zum „Überlaufen der Pötte“. Notgedrungen rücken der Behelfslagerbau und die Ausbringung auf gefrorene bzw. trockene Flächen mit Pflanzenbewuchs in den Fokus der Diskussionen zwischen Behörden und Praxis. In entsprechenden Gesprächen zeigt sich wiederholt und deutlich, dass praktikable Lösungen ohne die Einbindung von Lohnunternehmen nicht realistisch erscheinen. Aus genannten Gründen sollten wir uns gerade nach diesem Jahr überzeugt und selbstbewusst an unsere Stärken und auch an unsere Bedeutung für die Agrarwirtschaft erinnern.

Erfreulicherweise geht es in der Landwirtschaft nach den letzten schwächeren Jahren finanziell wieder aufwärts. Dennoch werden sich Krisen auch in Zukunft nicht verhindern lassen - schon gar nicht durch eine unrealistische, nicht kostendeckende Abrechnung von hochwertigen Dienstleistungen heute. Die Landwirte schätzen gerade in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem starken Dienstleistungspartner und wissen, dass eine „teure“ Ernte immer noch besser ist als gar keine Ernte!

Diesbezüglich gehört das Jahr 2017 ins Geschichtsbuch der Landwirtschaft und sollte exemplarisch für Herausforderungen stehen, denen auch Lohnunternehmen durch äußere Einflüsse ausgesetzt sein können und die unweigerlich höhere Arbeitspreise nach sich ziehen müssen. Lassen Sie sich auf jeden Fall Ihren persönlichen Einsatz angemessen entlohnen, damit 2017 zumindest von der finanziellen Betrachtung in besserer Erinnerung bleibt als vom Wetter her gesehen!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Klicken Sie hier https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfrost/bodenfrost.html?nn=380288
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Fachtagung Triesdorf, Dienstag, den 23.01.2018 Veranstaltungsort: Triesdorf, Altes Reithaus (Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf, Markgrafenstraße 12, 91746 Weidenbach)
Uhrzeit: 09:15–18:00 Uhr, anschließend geselliger Ausklang mit bayrischem Buffet
Anmeldeschluss: 16.01.2018

Fachtagung Melle, Mittwoch, den 14.02.2018 Veranstaltungsort: Forum Melle, Mühlenstraße 39a, 49324 Melle
Uhrzeit: 09:00–18:00 Uhr
Anmeldeschluss: 07.02.2018
Get-together: Dienstag, 13.02.2018 ab 18 Uhr, Hotel van der Valk, Melle
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Im konkreten Einzelfall hatte ein Pferdehalter seit dem Jahr 2000 etwa 14 ha gepachtet. Die Fläche war im Pachtvertrag als Ackerfläche eingestuft, wobei sie zum Zeitpunkt der Übergabe aber schon als Grünland genutzt wurde. Es handelte sich dennoch um umbruchfähiges Grünland, das zur „landwirtschaftlichen Nutzung“ verpachtet wurde.

Nachdem der Verpächter verstorben war, kündigte die Erbin den Pachtvertrag. Während der Pachtzeit hatte sich die Rechtslage geändert. Da die 14 ha länger als fünf Jahre als Grünland genutzt wurden und auch nicht Bestandteil der Fruchtfolge waren, wurde die Fläche im Rahmen der Agrarförderung als Dauergrünland eingestuft.

Dies bedeutete zunächst einen Verlust an Betriebsprämie. Erschwerend kam hinzu, dass der Verpächter zukünftig wesentlich weniger Pacht für die Fläche erhalten wird. Zwar räumte der Verpächter dem Pächter noch die Möglichkeit ein, Umbruchrechte zu erwerben. Dies konnte aber nicht umgesetzt werden, da die Flächen in einem FFH-Gebiet (= Flora-Fauna-Habitat) lagen.

Daraufhin verklagte der Verpächter den Pächter auf Schadensersatz in Höhe von knapp 100.000,- €.

Nachdem der Verpächter sowohl vor dem Amtsgericht als auch vor dem Oberlandesgericht mit seiner Klage erfolgreich war, bestätigte nun der BGH die Rechtmäßigkeit der Ansprüche des Verpächters.

Zwar habe der Pächter die Fläche als Grünland übernommen und diese Art der Bewirtschaftung auch fortgesetzt. Dennoch sei der Pächter nach den Festlegungen des Pachtvertrages verpflichtet gewesen, die gepachtete Fläche „ordnungsgemäß zu bewirtschaften“. Dies bedeute, dass der Pächter dafür hätte sorgen müssen, dass die im Pachtvertrag festgelegte Nutzungsmöglichkeit bestehen bleibe. Daher habe der Pächter das Grünland rechtzeitig umbrechen müssen, was er versäumt habe.

Ein etwaiges Nichtwissen des Pächters entlaste ihn nicht, da Pächter auf rechtliche Änderungen Acht geben müssten, die erhebliche Wertverluste nach sich ziehen könnten – zumal die Änderung der Rechtslage im konkreten Fall in der Praxis intensiv diskutiert worden sei.

Auch ein Mitverschulden des Verpächters verneinte der BGH, da der Verpächter kein aktiver Landwirt sei und insofern auch keine Informationspflicht des Verpächters an den Pächter
bestehe.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In Rosengarten empfing die Familie Hauschild und Betriebsleiter Gerd Ropers von der Heinrich Hauschild Lohnunternehmen & Kulturbau GmbH die rund 35 Teilnehmer in Böttchers Gasthaus zum Mittagessen. Danach gab es eine Besichtigung des Betriebsgeländes, zuerst mit dem Bus und im Anschluss zu Fuß. Das Lohnunternehmen bietet mit seinen rund 40 Festangestellten fast alles im Bereich Agrarservice inklusive Komplettbewirtschaftung an, außerdem werden auch Erd- und Kulturbau, Abrissarbeiten, Winterdienst und Forstarbeiten angeboten. In fast 40 Jahren ist das Lohnunternehmen aus einem landwirtschaftlichen Betrieb zu einem großen Dienstleister in der Region gewachsen.

Am Abend nahm die Gruppe an einer geführten Kiez-Tour über die Reeperbahn teil. Die Tour führte vorbei an bekannten Kneipen, wie „Zum Silbersack“ oder „Zur Ritze“. Die männlichen Teilnehmer wagten einen Gang durch die Herbertstraße. Nach einem Stopp im Kiez-Curry ließ die Gruppe den Abend im Club „Safari-Bierdorf“ ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es zum Airbus-Werk in Finkenwerder, wo die A320 Familie und zum Teil der A380 gebaut werden. Airbus beschäftigt auf dem 370 Hektar großen Gelände ca. 13.000 Mitarbeiter und ist damit größter Arbeitgeber in Hamburg. Ab Mittag gab es nach einem Fischbrötchen an den Landungsbrücken Sightseeing mit einer Hafenrundfahrt, einer HafenCity/ Speicherstadtführung und abschließendem Besuch der Aussichtsplattform auf der Elbphilharmonie. Zum Abschluss des Tages gab es ein gemeinsames Abendessen im Fischrestaurant Störtebecker und einen anschließenden Besuch auf dem Santa Pauli Weihnachtsmarkt.

Bevor es am letzten Tag zurück Richtung Hessen ging, wurde noch das Schiffshebewerk Lüneburg in Scharnebeck besichtigt. Nach gemeinsamen Mittagessen folgte ein Besuch beim Gewinner des Lohnunternehmen Marketingpreises 2017, dem Lohnunternehmen Richter in Amelinghausen. Das 1985 gegründete Lohnunternehmen wird mittlerweile in der zweiten Familie-Generation geführt. Nach einer Betriebsführung gab es zum Abschluss Kaffee und Kuchen.

In den drei Tagen konnten die Teilnehmer viele neue Eindrücke sammeln. Besonders auf den zwei Betrieben der Lohnunternehmen kamen manche aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und freuen sich bereits jetzt auf die nächste Verbandsfahrt.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Auf der Grundlage einer breiten öffentlichen Konsultation und zahlreicher Gespräche mit den beteiligten Parteien, zu denen auch die Lohnunternehmer der verschiedenen europäischen Gebiete mehrfach positive Beiträge leisten konnten, hat die Kommission in Bezug auf die erforderliche Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik eine Roadmap veröffentlicht.

CEETTAR-Präsident Klaus Pentzlin erklärte, die Kommission setze erfreulicherweise nach wie vor auf eine starke Agrarpolitik. Enttäuschend sei die Mitteilung aber insofern, als die Bemühungen um Vereinfachung für die Kommission zur obersten Priorität geworden zu sein schienen. Man sei vom Ziel noch weit entfernt.

Trotzdem schlägt die Kommission in ihrer Mitteilung einige interessante Ansätze vor, darunter die Förderung einer intelligenten Landwirtschaft. Diese lässt sich nur über eine stärkere Unterstützung der landwirtschaftlichen Lohnunternehmen verwirklichen, denn sie stellen den Landwirten die neuesten Technologien zur Verfügung. Willkommen ist auch die Verpflichtung, die Erklärung Cork 2.0 zu konkretisieren, selbst wenn die Kommission hierzu ihre Maßnahmen zugunsten der ländlichen Entwicklung weiter ausbauen muss. Einzelne „Inseln der Intelligenz“ in einem Ozean der Schwierigkeiten reichen aber nicht aus; was wir brauchen, ist Fortschritt auf dem gesamten Territorium. Im Übrigen setzt eine ehrgeizige EU-Politik gemeinsame Rechtsvorschriften für den gesamten Kontinent voraus; Subsidiarität erscheint angesichts dessen nur bedingt wünschenswert.

Europa steht offensichtlich noch am Beginn seiner Überlegungen und der CEETTAR wird die Erwartungen der Lohnunternehmer im Hinblick auf einen wettbewerbsfähigeren und nachhaltigeren Agrarsektor mit dem zuständigen Kommissar und den Dienststellen der Kommission ein weiteres Mal thematisieren.
Zu diesen Erwartungen gehören: „Diese Mitteilung ist nicht nutzlos, doch wo bleibt die Vision?“ schlussfolgert Klaus Pentzlin.

Eric Drésin]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Aber auch ein Blick in die Zukunft gab es bei den Vorträgen. So referierte Norbert Bleisteiner vom Bildungszentrum Triesdorf über Erneuerbare Energien, den aktuellen Stand und die Perspektiven. Josef Bauerdick von der TU München gab einen Überblick über Forschung und Technik bei Precision Farming im Grünland. Jörn und Tammo Gläser von landtechnikvideos.de gaben einen kurzen Einblick in die Welt der Agrarreportagen und berichteten über ihre Projekt und Reisen. Steuerberater Volkmar W. Brettmeier berichtete in seinem betriebswirtschaftlichen Vortrag zum Thema Nettolohnoptimierung – maximale Ersparnis für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Zwischen den Vorträgen wurden die Teilnehmer mit typisch bayrischen Mahlzeiten versorgt. In den Pausen war ausreichend Zeit um untereinander und mit Vertretern verschiedener Firmen über die Vorträge und aktuelle Themen zu diskutieren. Nach einem informativen und interessanten Tag ging die gut gelungene Fachtagung mit einem geselligen Abend zu Ende.

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Die aktuellen Vortragsinhalte haben wir Ihnen zum Nachlesen auf unserer Internetseite im Download-Center unter dem Bereich Präsentationen & Vorträge zur Verfügung gestellt. Zum neuen Düngerecht findet am Freitag den 02.02.18 zusätzlich noch eine Informationsveranstaltung in Cloppenburg statt. Bei Interesse melden sie sich bitte spätestens am Montag den 29.01.18 zu der Veranstaltung an.

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Wichtig ist eine klare Abgrenzung zwischen dem Geltungsbereich der gesetzlichen Regelwerke. Während die Düngeverordnung die Anwendung von Düngemitteln regelt, müssen bei dem Inverkehrbringen von organischen Düngern die Düngemittelverordnung (DüMV) und die Wirtschaftsdüngerverordnung (WDüngV) beachtet werden. Der Landwirt darf organische Düngemittel nur ausbringen, wenn ihm anhand von schriftlicher Aufzeichnungen die Nährstoffgehalte von Stickstoff und Phosphor bekannt sind (DüV §3 Absatz 4). Bei Wirtschaftsdüngern aus dem eigenen Betrieb können hier die Richtwerte der LWK oder eigene Analysewerte angenommen werden. Handelt es sich allerdings um einen Wirtschaftsdünger von Dritten, schreibt die DüV in Verbindung mit der Düngemittelverordnung die Vorlage einer Warendeklaration vor. Die Verantwortung für eine Warendeklaration liegt beim Inverkehrbringer. Im ersten Moment ist daher immer der Hersteller (Tierhalter, Biogasanlage) verantwortlich für eine Deklaration. Ebenfalls Inverkehrbringer ist auch der Lohnunternehmer, wenn er die Wirtschaftsdünger an andere Landwirte vermittelt. In diesem Fall ist der Lohnunternehmer, genauso wie der Hersteller, zu einer Warendeklaration verpflichtet.
Für sie als Lohnunternehmer sind bei der Warendeklaration zwei essentielle Punkte zu beachten. Erstens muss die Warendeklaration, wie oben beschrieben, nach den Vorgaben der Düngemittelverordnung erstellt werden. Zweitens müssen dem Aufnehmer bei der Übernahme des Wirtschaftsdüngers die Nährstoffgehalte bekannt sein, um den Einsatz nach der guten fachlichen Praxis gewährleisten zu können. Die Kennzeichnung des Wirtschaftsdüngers ist folglich ab der ersten Lieferung mitzuführen oder – noch besser – dem aufnehmenden Betrieb vor der ersten Lieferung zuzustellen! Die Düngemittelverordnung macht strikte Vorgaben zur Kennzeichnung von organischen Düngemitteln wie Wirtschaftsdüngern (siehe Kennzeichnungsbeispiel).



Diese Vorgaben – auch in Bezug auf die Form und den Aufbau einer Kennzeichnung - müssen sie somit einhalten. Das alleinige Mitführen einer Nährstoffanalyse ersetzt nicht die Erstellung einer Warendeklaration! Weiterhin beachten sie bitte die Hinweise ihrer Düngebehörde zu den länderspezifischen Meldepflichten für alle Abgaben und Aufnahmen.


*mit Material der LWK Niedersachsen]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
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Termin: Dienstag,13. Februar 2018
Ort: Annaburger Nutzfahrzeug GmbH. Torgauer Straße 59-63, 06925 Annaburg
Präsentation vor Ort: nicht möglich


Mitgliederversammlung Hessen:

Termin: Donnerstag, 15.02.2018
Ort: Reichhardt GmbH Steuerungstechnik, Hofgut Ringelshausen, 35410 Hungen
Präsentation vor Ort: möglich


Mitgliederversammlung Niedersachsen:

Termin: Donnerstag, 22. Februar 2018
Ort:GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG
Hunteburger Str. 32
49401 Damme
Präsentation vor Ort: nicht möglich
]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Uhrzeit: 09:00–18:00 Uhr
Anmeldeschluss: 07.02.2018
Get-together: Dienstag, 13.02.2018 ab 18 Uhr, Hotel van der Valk, Melle]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Neue Ideen, genau dass macht die Arbeitsgruppe aus. Ein Team aus Praktikern, Experten und qualifizierten Mitarbeitern geben Impulse um die DeLuTa im Detail noch besser zu machen. Damit dabei die Struktur beibehalten wird, stellte Geschäftsführer Alfred Schmid die wesentlichen Dinge anhand der vorgelegten Arbeitspapiere vor. Im wahrsten Sinne wurden dabei alle Punkte von A-Z durchgegangen. Aufgrund der Erfahrungen der ersten DeLuTa 2016 in Bremen können wir nun an der Optimierung der Abläufe feilen.

Schwerpunktthemen dieser Sitzung waren diverse Umstrukturierungen. Wird es eine kleine Auswahl der Kartenkategorien geben? In welcher Form kann das Catering optimiert werden?
Welche Vorträge werden stattfinden? Diese und weitere Punkte prüft die Arbeitsgruppe auf Herz und Nieren.

Fazit: Mit dem Standort Bremen lassen sich viele Möglichkeiten ausleben, womit der Standort für 2018 gesichert ist. Der Platz und die Vielfalt im Bremen weisen der DeLuTa kaum noch Grenzen auf.

Hinweis für teilnehmende Firmen:
Die Anmeldeunterlagen werden Ende März an alle Fördernden Mitglieder verschickt. Vorher sind keine Vorreservierungen oder feste Anmeldungenmöglich. Wer Mitglied im BLU ist, erhält die Unterlagen automatisch.

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]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Zu Beginn der Veranstaltung referierte Dr. Martin Wesenberg über den aktuellen Stand zu dem Projekt Zertifizierte Logistik “ZertLog“. Der Start der Landwirtschaftskammer erfolgte durch Franz Jansen-Minßen, dem Leiter der Düngebehörde. Er stellte heraus, welchen Umfang die düngerechtlichen Belange für die Landwirtschaftskammer bedeuten, denn allein die Düngebehörde ist mit 55 Vollzeitstellen besetzt. Weiterhin fasste er die düngerechtlichen Änderungen auf Landes- und Bundesebene zusammen und erläuterte welche Folgen sich für die Praxis daraus ergeben. Speziell die neue Düngeverordnung inklusive der Stoffstrombilanz wurde im Detail von Weert Sweers, der in dem Fachbereich Nachhaltige Landnutzung tätig ist, näher beleuchtet. Er erläuterte die Vorgaben für die Anwendung von organischen Düngemitteln, sowie die Auswirkungen der neuen Kontrollwerte auf die Nährstoffmengen in den niedersächsischen Landkreisen. In einem weiteren Vortragsabschnitt konzentrierte sich Sweers ausschließlich auf die Düngebedarfsermittlung. Anhand von Berechnungsbeispielen verdeutlichte er, wie die Düngungsobergrenzen berechnet werden und sich diese zusammensetzen. Reno Furmanek aus dem Fachbereich Kontrolle und Überwachung des Düngerechts verdeutlichte zum Abschluss der Veranstaltung, wie sich die düngerechtlichen Vorschriften auf den Prüfalltag auswirken, welche Regelungen für den Vermittler und Transporteur von Wirtschaftsdünger zu beachten sind und welche aktuellen Probleme in diesem Bereich häufig auftreten.


In den Schlussworten bedankte sich Andrea van Eijden, als Präsidentin der Landesgruppe Niedersachsen, für die gute Zusammenarbeit bei den Kollegen von der Landwirtschaftskammer. Ebenfalls wandte sie sich an die Mitglieder und Zuhörer und ermutigte diese, das neue Düngerecht trotz der großen Herausforderungen auch als Chance für Lohnbetriebe anzusehen..

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 liebe Lohnunternehmer,

für Lohnunternehmer in Deutschland besteht aktuell die Möglichkeit, am Klageverfahren gegen Lkw-Hersteller wegen überteuerter Preise für Lkw durch das sogenannte „Lkw-Kartell“ teilzunehmen. Und dies, ohne ein Prozess- oder Kostenrisiko einzugehen.

Zum Hintergrund:
Im Juli 2016 und September 2017 hatte die Europäische Kommission Rekordgeldbußen von zusammen 3,7 Mrd. EUR gegen alle führenden Lkw-Hersteller wegen ihrer Beteiligung am sogenannten Lkw-Kartell verhängt. Dabei wies die Kommission darauf hin, dass Geschädigte dieses Kartells die Möglichkeit haben, Schadensersatzansprüche gegen die Kartellanten geltend zu machen.
Bereits im November 2017 hat der Deutsche Raiffeisenverband Klage in den Niederlande erhoben, an welcher auch einige Lohnunternehmer aus Deutschland beteiligt sind. Hier gab es im Dezember bereits einen ersten Verhandlungstermin. Bei Vorliegen neuer Informationen werden wir Sie hierzu unverzüglich informieren.
Auch der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V. hat in Zusammenarbeit mit dem Rechtsdienstleister financialright claims GmbH am 22.12.2017 eine Rekordklage gegen das sogenannte Lkw-Kartell für mehr als 3.200 Unternehmen mit mehr als 85.000 Lkw vor dem Landgericht München I erhoben. Der geschätzte Schaden beläuft sich dabei auf mindestens 500 Mio. Euro, wobei die Erfolgsaussichten als gut beurteilt werden.

Nunmehr besteht auch für betroffene Lohnunternehmer die Möglichkeit, an einer zweiten Sammelklage teilzunehmen und ihr zu viel gezahltes Geld zurück zu erhalten.
Hierbei ist davon auszugehen, dass ca. 10% des gezahlten Lkw-Kaufpreises (netto) bzw. 10% der gezahlten Leasingraten rückzahlbar sind.

Voraussetzungen:
Betroffene Unternehmer können sich noch bis zum 30.05.2018 auf der Online-Plattform www.truck-damages.com registrieren lassen.
Hierbei treten sie ihre Rechte an den Rechtsdienstleister ab (sogenanntes „Abtretungsmodell“), der auf Basis einer reinen Erfolgsprovision arbeitet. Kosten zulasten des Unternehmers fallen keine an. Im Erfolgsfall erfolgt eine Zahlung des Schadensersatzes an den Un-ternehmer; im Misserfolgsfall passiert nichts.

Die Ansprüche werden vom Rechtsdienstleister bei folgenden Kriterien durchgesetzt:
Zu Ihrer Information befinden sich als Anlagen zu diesem Artikel
Bitte lesen Sie sich diese Anlagen – vor allem die wichtigen Informationen zum Ablauf des Verfahrens – genau und sorgfältig durch. Die Anlagen befinden sich im Übrigen auch im Mit-gliederbereich der Homepage des BLU e. V. (www.lohnunternehmen.de).


]]> 26.05.2019 - 01:12:12 1. Tag:  Attraktiver durch Styling u. Farben
2. Tag: Steuerrecht: Verfahrensdokumentationen -  Betriebsprüfungen – Kommunikation mit Behörden/Beratern


Am 12.03.2018 startet Frau Claudia Hansen mit einem Workshop Farb-und Stilberatung. Sie optimieren Ihre Ausstrahlung mit dem passenden Styling und lernen, wie Sie sich harmonisch und typgerecht schminken.

Am 13.03.2018 informiert Herr Volkmar W. Brettmeier über die Arten der Betriebsprüfungen. Es werden Hinweise zur sinnvollen und optimalen Vorbereitung einer Betriebsprüfung und deren Durchführung gegeben. Es werden die Rechtsgrundlagen für die Erstellung der Verfahrensdokumentation und der Inhalt einer Verfahrensdokumentation für einen Musterbetrieb erläutert. Des Weiteren wird der Referent auf sinnvolle, aber unternehmerisch notwendige Informationen eingehen, die in Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erstellt werden sollten. Wir bitten um sofortige Anmeldung!

Seminar EDV: Word – Excel – Ordnerverwaltung in 27793 Wildeshausen
Die Referentin, Frau Dirking, hilft uns in diesem zweitägigen Workshop vom 05.03. – 06.03.2018 unsere EDV-Kenntnisse in Word, Ecxel und Ordnerverwaltung zu erweitern. Briefvorlagen erstellen, Serienbriefe einrichten, Adressverwaltung und Berechnungen in Excel, Rechnungen erstellen… Sie erhalten viele praktische Tipps zu rationellen Techniken für effektives Arbeiten. Voraussetzungen: EDV-Grundkenntnisse sowie ein Notebook, mindestens Microsoft Office 2007. Wir bitten um sofortige Anmeldung!]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Die Referentin, Frau Dirking, hilft uns in diesem zweitägigen Workshop vom 05.03. – 06.03.2018 unsere EDV-Kenntnisse in Word, Ecxel und Ordnerverwaltung zu erweitern. Briefvorlagen erstellen, Serienbriefe einrichten, Adressverwaltung, Berechnungen in Excel, Rechnungen erstellen uvm. Sie erhalten viele praktische Tipps zu rationellen Techniken für effektives Arbeiten. Voraussetzungen: EDV-Grundkenntnisse sowie ein Notebook, mindes-tens Microsoft Office 2007. Wir bitten um sofortige Anmeldung!


Exklusiv nur für Frauen in 36037 Fulda:
1. Tag: Attraktiver durch Styling u. Farben
2. Tag:  Steuerrecht: Verfahrensdokumentationen -  Betriebsprüfungen – Kommunikation mit Behörden/Beratern


Am 12.03.2018 startet Frau Claudia Hansen mit einem Workshop Farb-und Stilberatung. Sie optimieren Ihre Ausstrahlung mit dem passenden Styling und lernen, wie Sie sich harmonisch und typgerecht schminken.

Am 13.03.2018 informiert Herr Volkmar W. Brettmeier über die Arten der Betriebsprüfungen. Es werden Hinweise zur sinnvollen und optimalen Vorbereitung einer Betriebsprüfung und deren Durchführung gegeben. Es werden die Rechtsgrundlagen für die Erstellung der Ver-fahrensdokumentation und der Inhalt einer Verfahrensdokumentation für einen Musterbetrieb erläutert. Des Weiteren wird der Referent auf sinnvolle, aber unternehmerisch notwendige Informationen eingehen, die in Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erstellt werden soll-ten. Wir bitten um sofortige Anmeldung!


Vorbereitung auf die Fachkundeprüfung Güterkraftverkehr

Der Lehrgang bereitet gemäß der Berufszugangs-Verordnung für Kfz über 3,5 t zGM auf die entsprechende Prüfung bei der zuständigen IHK vor. Nach dem Bestehen der Fachkunde-prüfung kann der/die Teilnehmer/in gewerblichen Güterkraftverkehr mit Kfz über 3,5 t zGM national und auch international betreiben, wenn die erforderliche Transportgenehmigung bei der zuständigen Unteren Verkehrsbehörde (Straßenverkehrsamt) beantragt wird. Dieses Seminar findet vom 19. – 23.03.2018  in 91639  Wolframs-Eschenbach und vom 16. – 20.04.2018 in 49196 Bad Laer statt.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Fachreferenten (m/w)

im Bereich landwirtschaftliche, landtechnische und betriebswirtschaftliche Beratung und Betreuung von Mitgliedern

Ihr Profil: Aufgaben: Wir bieten:
Wir bieten Ihnen einen verantwortungsvollen sowie auf Wertbeständigkeit und Langfristigkeit gerichteten Arbeitsplatz, ein hohes Maß an Entscheidungsfreiheit und Selbständigkeit in einem erfolgreichen Bundesverband sowie eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit zunehmender Verantwortung und eine attraktive, leistungsgerechte und pünktliche Vergütung. Dienstsitz ist die BLU-Geschäftsstelle in Suthfeld-Riehe 20 km westlich von Hannover.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen und Ihres möglichen Eintrittstermins per E-Mail an Frau Scharnagl.

Bundesverband Lohnunternehmen (BLU) e.V.
Seewiese 1 - 31555 Suthfeld-Riehe | Tel. 05723/7497-0
scharnagl@lu-verband.de | www.lohnunternehmen.de]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Agrarbereich, speziell für Lohnunternehmen stark gestiegen. Besonders Telemetrie-Systeme mit Farmmanagement-Software, die Funktionen wie Flottenmanagement, Disposition, Fakturierung und diverse Auswertungsmöglichkeiten bieten, wurden von unterschiedlichen Unternehmen entwickelt. Aber was können diese Programme eigentlich alles?

Mittlerweile stößt die Entwicklung neuer Maschinen durch beschränkte Größen für den Straßenverkehr an ihre physikalischen Grenzen. Daher müssen Prozesse optimiert und die Effizienz gesteigert werden. Eine wichtige Stellschraube ist dabei ein effektives Datenmanagement, dies ist z.B. mit einem Telemetrie-System in Verbindung mit einer Farmmanagement-Software möglich. Das Telemetrie-System besteht in der Regel immer aus einem Endgerät, dies kann ein Smartphone, Tablet, ISOBUS-Terminal oder Bordrechner der Maschine sein, außerdem wird ein Computer für einen Disponenten-/ Betriebsleiterzugang benötigt. Über einen Server tauschen sich derBordrechner und der Computer im Büro via Mobilfunknetz mit Daten aus. Dies bedeutet, dass ein Internetzugang verfügbar sein und der Bordrechner mit einer SIM-Karte die Möglichkeit besitzen muss, sich mit dem Mobilfunknetzzu verbinden. Auf dem Endgerät wird eine App installiert, wohingegen auf dem Büro-PC meist mit einer webbasierten Anwendung im Internet-Browser gearbeitet wird. Aufgaben des Telemetrie-Systems sind die Informationsversorgung der Flottenfahrzeuge, sowie die Kommunikation zwischen den Fahrern und der Disposition.

Zu den Hauptfunktionen eines Telemetrie-Systems für Lohnunternehmen gehören das Flottenmanagement und die Disposition. Der Disponent am Büro-PC erstellt zu Beginn einen Arbeitsauftrag für einen oder mehrere Fahrer. Dabei kann er auf einer Live-Karte sehen, welcher Fahrer mit welcher Maschine wo unterwegs ist. Diese Funktion ist möglich, da das Endgerät auf der Maschine via Mobilfunk immer die aktuelle GPS-Position über einen Server an den Büro-PC sendet. So kann der Disponent immer verfolgen, wie weit die Fahrer mit der Auftragsabwicklung sind. Dadurch fallen z.B. Telefonate zur Klärung des Arbeitsfortschrittes größtenteils weg. Nach der Erstellung eines Auftrages wird dieser automatisch auf das Endgerät des Fahrers gesendet. Der Fahrer muss nur den Auftrag starten und kann direkt zum Schlag geführt werden. Nach Beendigung des Auftrages kann der Fahrer meist noch Notizen oder Infos zum Auftrag hinzufügen. Auf seinem Endgerät kann der Fahrer außerdem die aktuellen Positionen der anderen Fahrer verfolgen und sich gegebenfalls zu ihnen führen lassen. Manche Systeme haben auch die Möglichkeit, sich bei der Zielführungsoption bereits gefahrene Strecken anzeigen zu lassen, die für die Maschine von der Höhe und Breite geeignet sind, sowie Feldwege und durchfahrtbeschränkte Straßen. Nach Abschluss des Auftrages bekommt der Disponent den fertigen Auftrag vom Endgerät des Fahrers zugeschickt.

Je nach Endgerät können nicht nur die GPS-Position und die Auftragsdaten gesendet werden, sondern auch der Dieselverbrauch und die Drehzahl. Für manche Telemetrie-Systeme gibt es daher sogenannte Datenlogger. Das sind kleine Boxen, die auf der Maschine installiert werden. Sie werden entweder per Batterie oder von der Maschine mit Strom versorgt. Sie besitzen eine GPS-Antenne, eine Mobilfunkantenne und eine SIM-Karte. Datenlogger, die Drehzahl und Dieselverbrauch aufzeichnen können, werden mit dem CAN-BUS der Maschine verbunden und beziehen darüber die Maschinendaten. Außerdem werden teilweise auch Datenlogger angeboten, die mit dem ISOBUS der Maschine verbunden werden können. Damit ist es möglich Daten, wie z.B. die ausgebrachte Menge, den TS-Gehalt oder den Ertrag aufzuzeichnen und zu speichern.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12Der Junge BLU hat sich in diesem Jahr in Hamburg getroffen. Neben der Mitgliederversammlung standen ein Vortrag von BLU-Rechtsreferent Pirko Renftel zu Themen wie GüKG oder Maut sowie eine Kiezführung auf dem Plan.

Rund 30 Mitglieder des Jungen BLU folgten der Einladung zur Mitgliederversammlung in Hamburg Anfang Februar. Präsidentin Saskia Thun fasste zu Beginn das vergangene Jahr zusammen, bevor die Neu- bzw. Wiederwahlen des Vizepräsidenten sowie der zweiten
Beisitzerin anstanden. Sowohl Lauritz Bockelmann als Vizepräsident als auch Katharina Lingemann als zweite Beisitzerin wurden erneut bestätigt.

Da der Junge BLU bereits seit fünf Jahren besteht, wurden die anwesenden Gründungsmitglieder geehrt. Zu ihnen gehören Saskia Thun (Präsidentin), Jan Uppendahl (erster Beisitzer), Jennifer Jäger, Lauritz Bockelmann, Sven Behr, Björn Christansen, Sven Hoge sowie Ole Raydt. Der Junge BLU hat sich im August 2013 in Springe gegründet.

Mit zwei Enthaltungen hat der Junge BLU während seiner Mitgliederversammlung den Mitgliedsbeitrag angepasst. Über 20-Jährige zahlen somit zukünftig 100 € anstelle von 96 € und unter 20-Jährige 64 € statt 60 €. Dies sei laut Saskia Thun die erste  Beitragsanpassung seit der Gründung. Nach dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung, folgte ein Fachvortrag von Rechtsreferent Pirko Renftel. Er erläuterte den Anwesenden den Status quo bei Themen wie GüKG, Maut oder Betriebsübergabe.

Nach dem Vortrag brachen die Mitglieder zu einer gemeinsamen geführten Kieztour auf. In zwei Gruppen erfuhren die Anwesenden alles über die Historie des berühmtesten Viertels Hamburg.

Nantke Lena Neumann, Redaktion
LOHNUNTERNEHMEN]]> 26.05.2019 - 01:12:12
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Mitte Februar trafen sich die Mitglieder der Landesgruppe Sachsen-Anhalt bei schönstem Wetter in Wittenberg, um dort während einer öffentlichen Stadtführung die Historie der Lutherstadt zu erfahren. Der Höhepunkt des Tages war der Besuch des 360°-Panoramabildes „Luther 1517 – Highlight des Lutherjahrs 2017 in Wittenberg“.

Zu Besuch bei Annaburger
Am nächsten Tag stand der Besuch der Firma Annaburger auf dem Plan. Geschäftsführer Christian Puls erläuterte den Anwesenden die Firmengeschichte sowie die Produktpalette. Während einer Betriebsführung hatten die Anwesenden die Gelegenheit, diese zu begutachten.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen begann die offizielle Mitgliederversammlung, geführt von Präsident Burghard Meier und Vizepräsident Martin Bauer, auf dem Gelände der Firma Annaburger. Die Neuwahl des kompletten Präsidiums unter der Führung von BLU-Rechtsreferent Pirko Renftel lockte 11 der 38 ordentlichen Mitglieder der Landesgruppe zur Versammlung. Burghard Meier wurde als Präsident wiedergewählt sowie Martin Bauer als Vizepräsident. Beisitzer sind erneut Helge Beckurs und Matthias Kuthe. Neu ins Präsidium wurde Martin Oberender gewählt.

Ausbildungssituation Sachsen-Anhalt
Nachdem die Anwesenden Themen wie die Ausbildungssituation untereinander diskutiert hatten, folgte ein Vortrag von Hagen Henkel, Berufsschullehrer an der BBS Wittenberg, der die dortigen FAS-Klassen betreut. Er berichtete über die Herausforderung, allen Schülern gerecht zu werden, da die Leistungsniveaus teils sehr weit auseinander gingen. Die anwesenden Ausbilder stellten Hagen Henkel ihre Hilfe zur Verfügung und begrüßten einen intensiveren Austausch mit der Berufsschule. Aktuell habe Sachsen-Anhalt 36 Ausbildungsbetriebe, doch sei es schwierig neue Auszubildende zu finden und langfristig zu binden. Dies griff auch Pirko Renftel in seinem anschließenden Vortrag auf und gab den Lohnunternehmern Tipps zur Mitarbeiterbindung mittels Arbeitnehmerdarlehen z.B. als Unterstützung für den Lkw-Führerschein. Des Weiteren ging er auf aktuelle rechtliche Themen wie GüKG, Maut, Düngerecht, Insolvenzordnung oder das Mindestlohngesetz ein.

Nantke Lena Neumann, Redaktion
LOHNUNTERNEHMEN
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In der Ausgabe 01/2018 der LU aktuell werden zunächst die vielfältigen Möglichkeiten der Dokumentation mit Hilfe der Telemetrie-Systeme vorgestellt. Im Anschluss werden Vor-und Nachteile von hersteller-gebundenen und -ungebundenen Lösungen, sowie der Datenerfassung und Preismodelle beleuchtet.

Dokumentationsmöglichkeiten
Nach Erhalt des abgeschlossenen Auftrages kann der Disponent meist mit wenigen Klicks eine Rechnung aus vorab festgelegten Preisen und Kostenpunkten erstellen. Bei Bedarf kann er zuvor noch Änderungen am abgeschlossenen Auftrag vornehmen. Die meisten Systeme passen außerdem automatisch bei Abschluss eines Auftrages die verbrauchten Betriebsgüter im Lagerverzeichnis an. Die Verknüpfung von Kosten und Erlösen ermöglicht eine direkte Auswertung, ob sich die Dienstleistung rentiert hat. Viele Systeme haben eine Arbeitszeiterfassung für die Mitarbeiter integriert. Der Mitarbeiter loggt sich auf seinem Endgerät zu Arbeitsbeginn ein und am Ende des Arbeitstages wieder aus. Bei Pausen wird auf dem Endgerät Pause ausgewählt. Außerdem kann bei vielen Programmen auch zwischen Zeiten im Auftrag, sowie Anfahrt- und Abfahrtzeiten und Arbeiten in der Werkstatt unterschieden werden. Dadurch können die Arbeitszeiten und die Mitarbeitereffektivität analysiert werden. Die meisten Programme bieten außerdem Auswertungstools mit grafischen Darstellungen zur Visualisierung der Ergebnisse an. Erfasste Dieselverbräuche können z. B. flächenspezifisch mit unterschiedlich gefärbten Fahrspuren auf einem Satellitenbild dargestellt werden. Eine Verknüpfung der Daten eines Datenloggers mit den Daten eines Auftrages von einem Endgerät ist ohne weiteres bei vielen Programmen möglich. In den Telemetrie-Systemen steckt viel Potenzial. So gibt es Systeme, die automatisch das geladene Gewicht des Überladewagens an den Mähdrescher senden, woraus wiederum der Mähdrescher eine exaktere Ertragskartierung erstellen kann. Des Weiteren gibt es Systeme die während des Gülleausbringens die Nährstoffgehalte in der Gülle messen und mit vorher eingestellten Sollwerten die Ausbringmenge und Fahrgeschwindigkeit regulieren. So können Ausbringkarten erstellt werden, die dann für spätere teilflächenspezifische Düngungen zur Verfügung stehen. Da die Maschinen untereinander sehr viele Daten automatisch austauschen und weiterverarbeiten, ist es möglich eine Vielzahl von Arbeitsgängen zu dokumentieren.

Hersteller-gebunden oder -ungebunden
Auf dem Markt gibt es eine große Anzahl verschiedener Software-Lösungen. Diese unterscheiden sich teilweise stark voneinander, wobei vieles wiederum auch sehr ähnlich ist. Die wichtigste Unterscheidung besteht darin, ob es sich um hersteller-gebundene oder ungebundene Systeme handelt.

Bei hersteller-gebundenen Systemen wird oft kein weiteres Endgerät benötigt, da meist der Bordrechner genutzt wird. Diese Telemetrie-Systeme sind damit allerdings oft nur in Zusammenhang mit Maschinen des jeweiligen Herstellers nutzbar, so z.B. Claas Telematics oder JDLink von John Deere. Claas bietet darüber hinaus mit den EASY Programmen Anwendungen an, die über Tablets oder Smartphones auf anderen Fabrikaten genutzt werden können. Bei John Deere ist es möglich JDLink mit Nachrüstlösungen zumindest teilweise nutzen zu können, aber auch von John Deere gibt es Anwendungen für Tablets und Smartphones. Untereinander kompatibel sind die wenigsten Programme. Hier herrscht das Problem der Insellösungen. Die mit einem System erfassten und erstellten Daten können auch nur mit diesem System genutzt und verarbeitet werden. Tabelle 1 stellt einige Anbieter mit ihren Telemetrie-Systemen dar. Hersteller-ungebunden Apps für Endgeräte funktionieren hingegen auf jeder Maschine. Allerdings können diese oft nur mit Hilfe eines Datenloggers
Maschinendaten sammeln.

Datenschutz
Auch im Bereich Datenschutz gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Bei den meisten Systemen werden die gesammelten Daten in einer Cloud gespeichert, die auf externen Servern in Datenzentren über Deutschland verteilt liegt. Die Endgeräte synchronisieren die Daten laufend mit dem Server. Im Falle eines Funkloches zeichnen
die meisten Apps die Daten auf und synchronisieren sie dann später mit dem Server. Dort sind die Daten sicher und niemand hat von außen Zugriff auf die Daten.

Andere Software-Systeme speichern die Daten offline auf dem PC. Allerdings sind die Daten auf dem PC nicht so sicher, wie oft vermutet wird, wie einige Fälle diesen Sommer zeigten. Dort wurden über Phishing-Mails die PCs gehackt und alle Daten verschlüsselt, sodass sie nicht mehr verwendbar waren. Wenn die Daten aber in der Cloud gespeichert sind, sind diese deutlich besser geschützt und im Falle eines Datenverlustes ist es möglich den entsprechenden Anbieter haftbar zu machen.

Preismodelle
So wie es viele unterschiedliche Anbieter gibt, gibt es auch verschiedene Preismodelle. Es gibt kostenlose Programme die dann aber nur aus einer App für Smartphone oder Tablet und dem Online-Portal bestehen, dort können teilweise zusätzliche kostenpflichtige Funktionen in Form eines Baukastenprinzips hinzu gebucht werden. Bei einem Großteil der Programme werden die Kosten für die Apps der Endgeräte meist monatlich berechnet. Sollte das Endgerät über den Winter nur zur Arbeitszeiterfassung genutzt werden, entstehen bei manchen Programmen in diesen Monaten für die Endgeräte keine Kosten.

Durch den richtigen Einsatz eines Telemetrie-Systems können Prozesse im Betrieb optimiert werden und so die Effizienz gesteigert werden. Allerdings reicht es dabei oft nicht aus, Daten nur halbherzig einzutragen und das System nicht voll im Betrieb zu integrieren. Um aussagekräftige Auswertungen erstellen zu können, muss das System gepflegt werden. Der Umstellungsprozess auf ein solches System, kann bis zu 2 Jahren dauern. Viele Lohnunternehmen nutzen mittlerweile solche Telemetrie-Systeme zusammen mit einer Farmmanagement-Software und möchten nicht mehr ohne arbeiten. Allerdings gibt es immer noch viele, die sich aus Gründen wie z.B. der fehlenden Sicherheit der Daten oder der hohen Kosten, die im Jahr ein paar Tausend Euro betragen können, gegen ein System entscheiden. Dabei ist diese Sorge meist unbegründet, da die Daten oft sehr sicher gespeichert werden und die Kosten sich oft nachdem das System voll integriert ist, schnell rentieren.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Besonderer Dank wurde anschließend an Hans Dieter Levihn gerichtet, der für seine langjährigen Verdienste zum Ehrenpräsident ernannt wurde.

Maren Vaupel, Redaktion
LOHNUNTERNEHMEN]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Kontakt:  
BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V.
Tel.: 05723 / 7497-0  
www.lohnunternehmen.de     
 ]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Lohnunternehmerverbands zu einem persönlichen Austausch eingeladen. Neben allgemeinen Themen stand natürlich die aktuelle Situation in der Wirtschaftsdüngung im Fokus des Gesprächs.

Das neue Düngerecht, insbesondere die neue Düngeverordnung, definieren neue Rahmenbedingungen und stellen hohe Anforderungen an die Akteure. Beide Gesetzesgrundlagen lassen es zu, dass bei zunehmender oder anhaltend hoher Belastung in Grund- und Oberflächengewässern mit Stickstoff oder Phosphor weitere Verschärfungen
in der landwirtschaftlichen Praxis zur Anwendung kommen. Die Düngeverordnung beschreibt im § 13 einen Maßnahmenkatalog („3 aus 14“) und das Düngegesetz eröffnet den Ländern
die Möglichkeit zu einer gütegesicherten Wirtschaftsdüngerverbringung.

In dem Projekt ZERTLOG fördert das Land Niedersachsen das Erarbeiten von Grundlagen für ein entsprechendes Qualitätssicherungssystem, das als Referenz für alternative Gütegemeinschaften auch im gesamten Bundesgebiet zur Anwendung kommen kann.

Das Interesse an einem fachlichen Austausch zum Stand ZERTLOG war auf Seiten der Ministerin entsprechend hoch - auch weil sie selbst Landwirtin ist. Frau Otte-Kinast zeigte großes Interesse zu den praktischen Hinweisen und Kritikpunkten, wie Pflichten zur Analytik, Datenweitergabe, Kosten und Akzeptanz bei den Akteuren und Behörden.

Der Ministerin wurde zugesichert, dass sich die Landesgruppe Niedersachsen weiterhin mit einer Arbeitsgruppe aus Verbandsmitgliedern aktiv in die Projektarbeit einbringen wird. Dabei
soll ein effizientes und unbürokratisches Konzept Zielsetzungen bleiben, das möglichst freiwillig bzw. durch die Marktteilnehmer motiviert von allen Dienstleistungsbetrieben ausgeführt werden kann. Auch die Ministerin stimmte zu, dass aufnehmende Ackerbaubetriebe und abgebende Viehhaltungsbetriebe die „Spielregeln“ für einen Nährstofftransfer abstimmen müssen. Darüber hinaus wurde eine Gütesicherung als rechtliche Vorgabe für die Antragsstellung neuer Stallbauten diskutiert, um Baurecht (NBauO) und Düngerecht miteinander zu verknüpfen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Hierauf haben wir in den damaligen Mitgliederinformationen – dem Vorläufer der LU aktuell – mehrfach hingewiesen. Daraufhin haben sich viele Mitglieder bei der jeweils zuständigen Landesbehörde entsprechend registrieren lassen. Dies war ein einmaliger Akt, der zunächst ohne praktische Folgen blieb. Zwar fanden hier einige Kontrollen von Lohnunternehmern in der Folgezeit statt, sie waren in der Regel aber unkompliziert und kostenfrei.

Seit Mitte 2016 ist jedoch zu beobachten, dass die nunmehr regelmäßig stattfindenden Kontrollen kostenpflichtig werden.

Insofern stellt sich die Frage, ab wann Lohnunternehmer als Futtermittelhersteller gelten bzw. ob sie nicht ihre Eigenschaft als Futtermittelhersteller bei der zuständigen Landesbehörde löschen können, um so unnötige Kosten zu vermeiden.

Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden steht fest, dass die Registrierung von Lohnunternehmern als Futtermittelhersteller notwendig ist und bleibt, wenn Keine Registrierungspflicht und damit die Möglichkeit zur Abmeldung besteht, wenn Des Weiteren ist es fraglich und im Endeffekt eine „Grauzone“, wenn Futtermittel ohne jegliche Veränderung „durchgehandelt“ werden einzig zum Zweck des Mehrwertsteuer-Ausgleichs zwischen pauschalisierenden landwirtschaftlichen Betrieben. Dies ist nicht abschließend geklärt und sollte direkt mit der zuständigen Behörde besprochen werden.

Im Ergebnis sollten Lohnunternehmer daher insgesamt überprüfen, ob sie als Futtermittelhersteller gelten und im Zweifel in Kontakt zur zuständigen Behörde treten. Schließlich können hier unnötige und regelmäßig wiederkehrende Kosten vermieden werden.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Anfang April wurden an alle fördernden Mitgliedsfirmen im Bundesverband Lohnunternehmen e.V. die aktuellen Anmeldeunterlagen und Teilnahmeordnung versandt. In diesem Zusammenhang beginnt eine der wichtigsten Planungsphasen.

Die DeLuTa symbolisiert Dynamik, Energie und Spaß. Nirgendwo sonst haben Sie eine vergleichbare Gelegenheit, die Branche so konzentriert zu erleben.

Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben. Wir freuen uns auf die DeLuTa 2018 in Bremen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
da ich als Jäger viel Zeit damit verbringe irgendwo am Feldrand zu stehen und auf möglicherweise rauslaufendes Wild zu warten, bekomme ich natürlich auch Vieles von eurer Arbeit mit. Hervorgerufen durch das Beobachten anderer Lohnunternehmer sowie der Teilnahme an Gesprächen unter Fahrern, die dafür im Einsatz sind, ist es mir ein Anliegen, mal etwas mitzuteilen. Eure Jungs machen einen „Klasse- Job“! Neuerdings ja auch erkennbar an den Namensschildern an der Frontscheibe sind eure „Flow“, „Roland“, „Kappi“ echte Profis. Hinzu kommen natürlich noch die „Namenlosen“, die gleichfalls lobenswert arbeiten. Es gibt bei allen durchaus Zwischenstellungen zwischen Standgas und Vollgas und diese werden auch genutzt. Die Wagen werden mit äußerster Umsicht vom Feld gefahren, auch wenn keine unmittelbare Gefahr im Verzuge ist. Ich habe bei keinem anderen LU einen Handbesen im Cockpit gesehen bzw. die Fahrer bei deren Handhabung beobachten können. Nicht als Vorbilder zu empfehlen sind die (meist) jungen Kerle, die mit 50 Sachen durch Ortschaften brettern, dabei in der einen Hand das Handy und in der anderen die Dose „Red Bull“ halten. Die sich damit brüsten „mal wieder einen Wagen auf die Seite gelegt zu haben“ und Wettbewerbe austragen, wer die tiefsten Spuren hinterlässt. Eure Jungs sind allerdings echte Profis! Glückwunsch dem Unternehmer, der solche Mitarbeiter hat. Letztendlich macht es sich ja auch bezahlt, wenn sich am Ende der Saison die Schäden in Grenzen halten, weil wertvolles Material vernünftig zur Arbeit eingesetzt wurde.

Gruß vom Feldrand sendet euer Jäger des Vertrauens

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]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der GDK 10000 Streuer wird zukünftig in der beschriebenen Ausstattung verfügbar sein.

Visionen über durch künstliche Intelligenz vernetzte und sich selbst steuernde Landmaschinen bewegen aktuell die digitalisierte landwirtschaftliche Branche. Einige Studien über „smarte Feldroboter“ waren auf der vergangenen Agritechnica schon zu bestaunen. Auch wenn die Komplettsteuerung von Maschinen durch „Geisterhand“ noch etwas ist, was vielleicht in weiter Zukunft liegt, steuert die Landtechnik unaufhörlich auf die Vernetzung ihrer Komponenten zu.

Das heißt Bestandsmanagement, Maschinensteuerung und Datenmanagement sind keine voneinander abgegrenzten Begriffe mehr, sondern bauen im Rahmen des Smart Farming aufeinander auf und ermöglichen nicht nur im Bereich der Düngerapplikation eine weitere Präzisierung und Effizienzsteigerung, sondern eine klar angepasstere, intelligentere und ggf. auch ertragssteigernde Düngung.

Gerade im Bereich der organischen Düngung ist der Einsatz anerkannter und zertifizierter NIR-Sensorik, im Rahmen der vernetzten Maschinensteuerung, ein wichtiges Novum in der praktischen Umsetzung, in Bezug auf die Vorgaben der neuen Düngeverordnung. So lässt sich mit dieser Technik präzise, bedarfsgerecht und maximal effizient im gesetzlichen Rahmen bei der Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern arbeiten.

Aber auch die mineralische Düngung sollte in Zeiten des umgesetzten Smart Farmings nicht mehr nach starren Vorgaben ausgeführt werden. Mit Hilfe von verschiedensten Datenquellen, wie z.B. Biomassekarten über Satellitendaten oder Drohnen sowie ISOBUS-integrierten Bestandssensoren, können Applikationen für z.B. Kalk, Grundnährstoffe oder Stickstoffgaben mit detaillierten, standortspezifischen Informationen wissensbasiert ausgeführt werden. Ein weiteres Feature tagesaktueller, satellitenbasierter Biomassekarten ist die Einteilung von Hoch- und Niedrigertragszonen sowie eine, in diesem Jahr sehr interessante, Analyse von Bodenverdichtungen sowie u.a. auch die Lokalisierung von Wasserüberschussbereichen.

Besonderes Augenmerk fällt in unserer aktuellsten Feldprobe dabei auf die dazu nötige Landtechnik. Der Großflächenstreuer GDK 8000 ISOBUS ist nach dem Überladewagen ein weiteres Digitalisierungsprojekt der Güstrower Maschinenbau GmbH. Bei dem Transport- und Überladewagen GTU25 wurde die standardisierte Aufnahme und Weitergabe von Erntedaten, wie z.B. Fläche, Ertrag, Feuchtigkeit, Überlade- und Entladeort ermöglicht, um so eine effizientere Kampagne zu fahren. Durch die Bereitstellung, Übertragung und Dokumentation prozessrelevanter Daten an die Akteure der Erntekette, lassen sich innerhalb des praktischen Smart Farmings Entscheidungen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort direkter und nachvollziehbarer treffen. Die Leistungsfähigkeit der Druschtechnik kann somit voll ausgeschöpft werden.

Auch der auf der Agritechnica 2017 vorgestellte und überarbeitete Großflächenstreuer, weist zukünftig eine AEF zertifizierte ISOBUS Steuerung auf. Somit hat eine automatische, in den ISOBUS integrierte Teilbreitenschaltung (AEF Abkürzung: TC-SC) eine variable Ausbringmengensteuerung (TC-Geo) und eine standardisierte Dokumentation von Streuparametern (TC-Bas) in den Ausstattungsumfang der Maschine Einzug gehalten. Die dokumentierten Arbeitsdaten werden vom Streuer im standardisierten Datenformat ISOXML bereitgestellt und stehen somit für den Datenaustausch zwischen dem Verwaltungssystem des Betriebes oder der cloudbasierten Datenaustauschplattform bereit. Zusätzlich wird die Bedienung sämtlicher Funktionen auch über AUX-N (zusätzliche Steuereinheiten wie z.B. Multifunktionshebel) unterstützt.

Mit dem Streuer werden innerhalb der Feldprobe, in der anstehenden Frühjahrsdüngung mineralische Dünger unter Erprobung der oben aufgeführten Features hochpräzise und teilflächenoptimiert ausgebracht. Nur durch Wechsel der Streuscheiben werden über den Kratzbodenstreuer auch Kalke und Kompost nach teilflächenspezifischen Vorgaben appliziert. Im neuen ISOBUS Funktionsstand ist ein hochgenaues Wiegesystem integriert, welches in Verbindung mit der automatisch erfassten Schieberhöhe die Kalibierzahl des Streuguts automatisch erfasst und ggf. korrigiert. Dieses Feature ist schon bei anderen Feldproben sehr positiv aufgefallen, weil durch schwierige Lagerungsmöglichkeiten, eine Mineraldüngercharge unterschiedliche Dichten und Qualitäten aufweisen kann. Wird hier durchweg mit einer „K-Zahl“ gearbeitet, kann es zu Ausbringungenauigkeiten kommen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Feldprobe ist die sinnvolle Erstellung und Integration der Datenlage zur intelligenten teilflächenspezifischen Applikation. Über das Portal „My Data Plant“ der Kleffmann Group, werden initial Biomassekarten erstellt, die dann mit Verschneidung der jeweiligen Düngestrategien und verwendeten Mineraldüngern, zu fertigen Applikationskarten berechnet werden. Die Güstrower Maschinenbau GmbH gibt die fahrgeschwindigkeitsunabhängige Dosiergenauigkeit des elektronisch gesteuerten Kratzbodenvorschubs mit 1-2 % an. Auch diese Angabe wird besonders in den wechselnden Teilflächen der erstellten Applikationskarten, mit unterschiedlichen Ausbringmengen überprüft.

Interessierten Praktikern bietet der Smart Farming Praxistag der LU Agrarelektronik GmbH einen angewandten Einblick in die Möglichkeiten und den Entwicklungsstand des informationsgeleiteten und vernetzten Pflanzenbaus! Zu den Themen satellitenunterstützte Applikationskartenerstellung und Abarbeitung auf der Fläche, z.B. mit dem Güstrower Großflächenstreuer, können interessierte Gruppen im Rahmen dieses Angebots eigene Erfahrungen auf dem Acker sammeln und austauschen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Hier kann der Lohnunternehmer als Fachberater seinen Kunden wichtige Hinweise im Sinne der weiteren Betriebsführung geben, die auch ihm selbst zugute kommen können.

Hat der Landwirt einen Nachfolger im Visier, der (noch) nicht die Betriebsführung z. B. aufgrund zu geringen Alters, nicht abgeschlossener Berufsausbildung oder anderer Lebensphasen der Orientierung übernehmen kann, so kommt der Abschluss eines Bewirtschaftungsvertrages mit seinem Partner Lohnunternehmer in Betracht. Aber auch allgemein als Alternative zur Verpachtung der Fläche kann der Bewirtschaftungsvertrag für den Landwirt interessant sein.

Beratung und Rechtsnatur des Bewirtschaftungsvertrages:
An dieser Stelle kann die Fachberatung des Landwirtes durch den Lohnunternehmer ansetzen:

Die Verpachtung von Flächen erfolgt in der Regel langfristiger, ist von ihrer Rechtsnatur eher unflexibel, führt zum Verlust der Flächenprämie und bietet nur wenig Kontrolle, was mit und auf der Fläche in der Folge tatsächlich geschieht. Demgegenüber kann ein Bewirtschaftungsvertrag mit flexibler Laufzeit und variierendem Inhalt geschlossen werden. Dies ermöglicht in weit höherem Maße eine individuelle Anpassung an den konkret vorliegenden Einzelfall. Landwirte empfinden den Bewirtschaftungsvertrag daher häufig als die angenehmere Variante, auch, weil sie das Geschehen auf der Fläche so besser kontrollieren können. Zugleich führt der Abschluss eines  Bewirtschaftungsvertrages für den Lohnunternehmer stets zu einem Zuwachs an Kalkulationssicherheit, so dass im Ergebnis der Vertragsschluss für beide Parteien von Vorteil ist.

Ein Bewirtschaftungsvertrag ist in rechtlicher Hinsicht die Zusammenfassung vieler einzelner Werkverträge im Sinne der §§ 631 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) in einem einheitlichen (Gesamt-) Werkvertrag.

Häufig vergibt der Landwirt z. B. die Aussaat, Düngung, Pflanzenschutzarbeiten oder Ernte einzeln per separatem Auftrag (= Werkvertrag). In einem Bewirtschaftungsvertrag werden diese Maßnahmen sowie etwaig weitere im Jahresverlauf erforderliche Arbeiten und Maßnahmen auf der Fläche zusammenfassend geregelt.

Zwingend erforderliche Punkte der Vertragsgestaltung:
Zwei Bereiche sind bei der Gestaltung eines Bewirtschaftungsvertrages von sehr großer Bedeutung und bedürfen unbedingt strikter Beachtung: Die Vereinbarung einer sogenannten Ernteteilung („Crop Sharing“) nach einem vertraglich festgelegten Schlüssel ist demgegenüber unzulässig und zu vermeiden. In einem solchen Fall könnte die Gewerbeeigenschaft des Lohnunternehmers auf den Landwirt
übergehen mit im Einzelfall unübersehbaren und sehr negativen Konsequenzen wie z. B. den Verlust des Status als Landwirt.

Ergänzender Hinweis:
Soll eine Erfolgsbeteiligung vereinbart werden, z. B. um den Auftragnehmer besonders zu motivieren, so kann eine gemeinsame, realistische Ernteerwartung im Vertrag formuliert werden. Wird diese überschritten, so ist es zulässig, den Überschuss nach einem vertraglich zuvor festgelegten Schlüssel unter den Vertragsparteien zu verteilen („Bewirtschaftungsvertrag mit Tantiemenregelung“).

Weitere wichtige Punkte der Vertragsgestaltung: Zudem kann die Vereinbarung weiterer, einzelfallbezogener Regelungen angezeigt sein. Da die Materie des Bewirtschaftungsvertrages insgesamt sehr stark vom konkreten Einzelfall abhängt, sollte vom Lohnunternehmer stets eine individuelle Rechtsberatung, z. B. die des BLU e. V., in Anspruch genommen werden.

Insgesamt ist der Abschluss eines Bewirtschaftungsvertrages eine sehr gute und flexible Alternative zur Verpachtung und führt zu einer erhöhten Kalkulationssicherheit zugunsten des Auftragnehmers Lohnunternehmer.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Mit Einführung des Mindestlohngesetzes zum Januar 2015 folgten nicht nur ein gesetzlicher Mindestlohn, sondern auch erhebliche Dokumentationspflichten (vgl. zuletzt: LU aktuell Februar 2017).

Nach dem Mindestlohngesetz sind Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit spätestens sieben Tage nach der Arbeit aufzuzeichnen und zwei Jahre lang aufzubewahren. Diese Pflicht betrifft nach dem MiLoG prinzipiell nur Aushilfen, wozu geringfügig (450 € Minijobber) und kurzfristig (3-Monats- bzw. 70-Arbeitstage-) Beschäftigte gehören.

Für Festangestellte gelten die Aufzeichnungspflichten nur, wenn der Betrieb zu einem Gewerbe nach § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz zählt.

Situation für Lohnunternehmer bis zum 31.12.2017

Nun war für Lohnunternehmen die Mitglied in der SVLFG sind umstritten, ob  Aufzeichnungspflichten für alle Arbeitnehmer geführt werden mussten. Der allgemeinverbindliche Mindestentgelttarifvertrag für die Landwirtschaft, der einen geringeren als den gesetzlichen Mindestlohn nach dem MiLoG ermöglichte, erfasste u.a. Betriebe die Mitglied in der SVLFG sind. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) war aufgrund der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die Landwirtschaft der Auffassung, dass damit die Pflicht folgt, für alle Arbeitnehmer Aufzeichnungen hinsichtlich Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit zu führen.

Zwar entschied das OLG Hamm in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren, dass diese Pflicht nicht bestehe. Allerdings folgte in einem späteren Rechtsstreit das Finanzgericht Hamburg der Auffassung des BMAS und entschied sich ausdrücklich gegen die Entscheidung des OLG Hamm.

Situation für Lohnunternehmer ab 01.01.2018

Dieses uneinheitliche Ergebnis war natürlich unbefriedigend. Glücklicherweise ist der Mindestentgelttarifvertrag zum31.12.2017 gekündigt worden. Die Folge ist, dass für Lohnunternehmerdie nicht unter § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz fallen, die vorgenannten Aufzeichnungen nur noch für Aushilfen zwingend sind. Für feste (sozialversicherungspflichtige) Arbeitnehmer gelten die Aufzeichnungspflichten in der speziellen Form nicht mehr.

Was ist mit alten Aufzeichnungen der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer zu tun?

Lohnunternehmer die dem Gerichtsbezirk des OLG Hamm unterfallen, brauchten keine Aufzeichnungen (für alle Arbeitnehmer) zu führen, sondern nur für Aushilfen. Allen anderen bleibt aufgrund der Uneinheitlichkeit der Rechtsprechung zumindest anzuraten, die Aufzeichnungen sicherheitshalber über die Dauer der Aufzeichnungszeit (2 Jahre) vorrätig zu halten und ab dem 01.01.2018 nur noch entsprechende Aufzeichnungen für Aushilfen zu führen.

Abschließend bleibt zu beachten, dass Aufzeichnungen auch nach anderen Rechtsnormen zu führen sind. So verlangt etwa das Arbeitszeitgesetz, dass Aufzeichnungen über Arbeitnehmer zu führen sind, deren werktägliche Arbeitszeit acht Stunden überschritten hat. Auch diese Aufzeichnungen sind 2 Jahre lang aufzubewahren, vgl. § 16 Abs. 2 ArbZG.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Ergebnisse sind repräsentativ für landwirtschaftliche Betriebe ab 30 ha in West- und 100 ha in Ostdeutschland, in den verschiedenen Bundesländern und Betriebsgrößen sowie für Lohnunternehmen
im Norden und Süden.

Stimmung in der Landwirtschaft hat sich etwas eingetrübt.

Der weiterhin steigende Milchpreis wird von den Betrieben wohlwollend wahrgenommen. Im Vergleich zum Juni 2017 und insbesondere im Jahresvergleich bewerten die Landwirte den Milchpreis erheblich besser. Dementgegen bewerten die Schweinemastbetriebe die jüngste Entwicklung der Schweinepreise entsprechend schlechter. Die Erwartungen an die Ernte 2017 waren in den Befragungen im Juni noch etwas größer. Zudem haben sich die Getreidepreise in den letzten Monaten etwas schlechter entwickelt. Dies wird von den Landwirten ebenfalls wahrgenommen und drückt die Stimmung. Im Jahresvergleich werden außerdem die Energiekosten für Treibstoffe und die Leasingkonditionen schlechter bewertet.

Aufgrund steigender Preise zieht auch die Milchproduktion wieder an.

Die national und insbesondere die international steigenden Anlieferungsmengen lassen jedoch befürchten, dass die positive Entwicklung des Milchpreis bald zu Ende gehen wird. Für 2018 ist tendenziell eher mit rückläufigen Preisentwicklungen zu rechnen. Von einem Rückgang unter 30 Cent pro Liter ist jedoch zur Zeit nicht auszugehen.

Ackerbau- und Veredlungsbetriebe sind skeptisch.

Die Erwartungshaltung an die zukünftige wirtschaftliche Lage hat sich gegenüber dem Sommer 2017 spürbar verschlechtert. Als Grund wird häufiger auf die höheren Auflagen bzw. die weiterhin bestehende Unsicherheit bei den Themen Düngeverordnung, Tierwohl und Pflanzenschutz verwiesen. Ausgehend von der aktuellen Situation gehen die Lohnunternehmer für die nächsten 2 bis 3 Jahre eher von einer leichten Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage aus.
 
Entgegen der Stimmungslage steigt die Investitionsbereitschaft deutlich an.

In den nächsten sechs Monaten will etwa jeder dritte Landwirt eine Investition tätigen. Zum Vergleich, im Vorjahr lag der Anteil bei lediglich 21 Prozent. Einen höheren Investitionsbedarf haben die Landwirte in den Kernbereichen Maschinen und Geräte und Wirtschaftsgebäude. Regional betrachtet gibt es in ganz Deutschland, aber besonders im Osten, einen höheren Bedarf. Dies spiegelt sich auch beim entsprechenden Vergleich der Betriebsgrößen wider. Betriebe ≥ 100 ha LF wollen in den kommenden sechs Monaten am häufigsten investieren, etwa 36 Prozent. Das Investitionsverhalten der Lohnunternehmer ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar höher. Etwa ein Viertel der Lohnunternehmer plant in den nächsten sechs Monaten in Maschinen und Geräte (Traktoren, Ackerbaugeräte, Futtererntetechnik) zu investieren. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es lediglich 17 Prozent.

Futtererntetechnik ist weiterhin gefragt.

Die gute Stimmung bei den Futterbaubetrieben spiegelt sich auch in der Investitionsfreudigkeit der Betriebe wider. Auch die Lohnunternehmer planen im Jahresvergleich eine höhere Investitionssumme im Bereich Futtererntemaschinen ein.

Austausch einer veralteten Maschine bleibt Hauptinvestitionsgrund.

In den vergangenen zwei Jahren wurden lediglich absolut notwendige Investitionen durchgeführt. Nun müssen veraltete Maschinen häufiger ausgetauscht werden oder der technische Zustand der Maschine macht eine Investition notwendig. Zudem werden häufiger Investitionsgründe genannt, die aufgrund neuer Auflagen und Verordnungen notwendig werden. Lohnunternehmer planen häufiger zu investieren, um den
Maschinenbestand zu erweitern.

Fazit

Das Jahr 2017 hielt für die Lohnunternehmer einige Veränderungen parat. Aus der Befragung von Produkt + Markt lässt sich schließen, dass vor allem die Düngeverordnung für viel Gesprächsstoff sorgte. Die Lohnunternehmer sind daher bereit in der nächsten Zeit Investitionen zu tätigen, um die erhöhten Anforderungen an eine gesetzeskonforme Ausbringung der Gülle zu gewährleisten. Hinzu kamen die Herausforderungen während der Ernte durch schwierige Wetterbedingungen. Diese fordern immer mehr den Einsatz absoluter Spezialisten. Regelmäßige Fuhrparkanpassungen sind daher der Baustein für ein effizientes und schlagkräftiges Dienstleistungsangebot.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Neben den Berichten zur Verbandsarbeit in BLU, Ceettar und Bildungswerk informierten sich die Teilnehmer intensiver auch über die Situation auf der Landesebene. Die neue Düngegesetzgebung und die GüKG-Problematik wurden ebenso diskutiert wie verschiedene verkehrsrechtliche Probleme. Interessant war aber vor allem ein Austausch über den Fachkräftemangel in Lohnunternehmen und Maßnahmen bzw. Erfahrungen, diesem durch Werbung und andere Initiativen auf Betriebs- oder Verbandsebene zu begegnen. Hier werden Bundes- und Landesverbände kurzfristig eine Fortsetzung der Kampagne zur Agritechnica 2017 planen.

Der obligatorische Rechnungsabschluss 2017 und Haushaltsvoranschlag 2018 konnten mit guten Ergebnissen aufwarten und fanden deshalb die Zustimmung der Delegierten. Die Finanzmittel des Bundesverbands sollen kurzfristig in den Neubau einer Geschäftsstelle investiert werden, um die Versorgung der Mitgliedsbetriebe auf eine bessere und breitere Basis stellen zu können. Die ersten Zeichnungen und Ansichten eines zweigeschossigen Verwaltungsgebäudes fanden ebenfalls grundsätzlich Zuspruch.

Ausführliche Diskussionen erzeugten der Rückblick auf die Agritechnica und die Fachtagungen sowie die Planung von Ausstellungen und Veranstaltungen im laufenden Jahr. Diesbezüglich wird der Hinweis zu kompakteren, inhaltlich hochwertigeren Veranstaltungen in den Fachgremien des BLU ventiliert.

Auch die Wahlen zum Präsidium unterstrichen eine insgesamt kontinuierliche Entwicklung des BLU. Turnusgemäß standen Präsident Klaus Pentzlin, Vizepräsidentin Andrea van Eijden und Vizepräsident Stefan Marx sowie Präsidiumsmitglied Joachim Heller zur Wahl und wurden für eine erneute Amtszeit mit einstimmigen Wahlergebnissen bestätigt.

Herr Beckmann bereicherte durch einen Bericht aus seinem Verlag bzw. der Redaktion „Lohnunternehmen“ die Versammlung. Leider wird der allseits geschätzte Chefredakteur Hans-Günter Dörpmund Mitte des Jahres 2018 in  den wohlverdienten Ruhestand gehen und entsprechend an der BLU-Versammlung dann nicht mehr teilnehmen.

In seiner „kleinen Laudatio“ lies Präsident Pentzlin verschiedene Beispiele einer wirklich guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit Revue passieren und dankte Herrn Dörpmund mit einem persönlichen Geschenk.

Der Geehrte betonte anschließend, er habe sich immer sehr wohl im Kreise der Lohnunternehmer gefühlt und wünscht sich einen weiterhin guten Kontakt zu diesem Personenkreis.

Darüber hinaus wurde die langjährige Mitarbeit der Delegierten Hans-Josef Derichs aus dem LU-Verband NRW und Heinz Ebert vom VDAW Baden-Württemberg in der BLU-Delegiertenversammlung angemessen gewürdigt.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Im Rahmen des Prüfungsteils „Pflanzenproduktion, Verfahrens- und Agrartechnik, Dienstleistungen“ hatten die Anwärter ein Arbeitsprojekt in ihrem eigenen Lohnunternehmen oder dem Unternehmen des Arbeitgebers durchzuführen. Im Mittelpunkt stand die Erprobung einer neuen Dienstleistung unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte und Überlegungen zur Vermarktung dieser Neuerung.

In einem einstündigen Fachgespräch waren die fachlichen Hintergründe aus der Projektbearbeitung sowie zu weiteren Schwerpunkten dieses Bereichs näher darzustellen. Eine dreistündige Klausurarbeit zu praxisbezogenen Themenstellungen rundete diesen Prüfungsteil ab.

Kernbestandteil des Prüfungsteils „Betriebs- und Unternehmensführung“ war die Beurteilung eines fremden Lohnunternehmens. Dazu hatten die Kandidaten eine Stunde Zeit zur Vorbesichtigung des Betriebes und zur Befragung des Unternehmers. Nach einer knapp 2-stündigen Vorbereitung fand jeweils ein einstündiges Fachgespräch hierzu statt. Auch in diesem Prüfungsteil musste eine dreistündige
Klausur mit praxisbezogenen Fragestellungen geschrieben werden.

Der Prüfungsteil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ gliedert sich in zwei Abschnitte. Hauptaufgabe im Abschnitt „Berufsausbildung“ ist die praktische Durchführung einer Ausbildungssituation einschließlich eines Fachgesprächs. Hinzu kommt eine
schriftliche Prüfungsklausur. Hierdurch sollen die Prüflinge zeigen, dass sie Auszubildende unterweisen und fachliche Aufgaben im Rahmen der Ausbildung sachgerecht lösen können. Im Abschnitt „Mitarbeiterführung“ sind im Rahmen einer Fallstudie eine vorgegebene
betriebliche Problemsituation zur Mitarbeiterführung zu analysieren und geeignete Lösungsansätze zu entwickeln.

Prüfungsbester war Hauke Bockelmann aus Faßberg (Kreis Celle), der die Note „sehr gut“ nur knapp verfehlte. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen gratuliert allen erfolgreichen Prüflingen.

Die Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Meisterprüfungen wurden unter organisatorischer Federführung des Bundesverbands Lohnunternehmen (www.lohnunternehmen.de) in enger Zusammenarbeit mit der Heimvolkshochschule Loccum durchgeführt.

Auch künftig sind gezielte Maßnahmen zur Fortbildung und Prüfungsvorbereitung über zwei Winter (rund 800 Unterrichtsstunden; jeweils von Mitte November bis Ende Februar) vorgesehen. Der Kurs für die Absolventen 2019 ist bereits voll im Gange. Erste Teile der Prüfung wurden bereits durchgeführt.

Die Anmeldefrist für die Agrarservicemeisterprüfung 2020 läuft noch bis 1. Juni 2018. Anmeldeformulare finden sich im Internet unter www.lwk-niedersachsen.de/agrarservice (Webcode 01015611).

Kontakt:
Richard Didam
Fachreferent Aus- und Fortbildung
Landwirt/in und Fachkraft
Agrarservice, Ausbildereignung
Telefon: 0441 801-317
Telefax: 0441 801-204
E-Mail:
 ]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Sehr geehrte Mitglieder,
nachfolgend finden Sie den Link zu einer Umfrage zu dem Thema „Maismarkt“. Diesen finden Sie auch auf unserer Internetseite bei den aktuellen Meldungen. Für die Umfrage verantwortlich ist die Studentin Marina Reiff, die ihren Masterabschluss in Agrarmanagement an der TU München in Weihenstephan absolviert.

https://ww2.unipark.de/uc/studentische_Mais_Befragung/


Als Dankeschön für die Teilnahme verlost Frau Reiff 3 mal 2 Karten für die DLG-Feldtage.
Wir würden uns freuen, wenn Sie die junge Frau unterstützen und an der anonymen Umfrage teilnehmen. Vielen Dank!
Jennifer Nickel]]> 26.05.2019 - 01:12:12  
Darauf machen Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) aufmerksam. Die Verbände empfehlen den Landwirten, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen.
 
Effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd, so die Verbände. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähweise dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen, das Feld mit dem Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. So haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.
 
Das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden, der Einsatz von Wildrettern oder die Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Bei bestimmten Witterungsverhältnissen hilft auch Drohnen- und Infrarot-Technik.

Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden. Der Einsatz von elektronischen Wildscheuchen, die unterschiedlichste Töne wie z.B. Menschenstimmen, klassische Musik oder auch Motorengeräusche in verschiedenen Lautstärken aussenden, hat sich im Praxiseinsatz bewährt. Bereits eine Maßnahme zur Vertreibung wirkt, haben Experten herausgefunden.

Unabhängig davon fordern die Verbände die Politik auf, der Forschungs- und Innovationsförderung zur Wildtierrettung eine hohe Priorität einzuräumen. Besonders digitale Techniken haben das Potential, die Rettung von Rehkitzen und Niederwild nachhaltig zu unterstützen.

BLU, BMR, DBV, DJV

]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Neue EU-Verordnung
Neu ist streng betrachtet nur ein geringer Teil des Datenschutzrechts. Die Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) regelt überwiegend das, was bereits im alten Bundesdatenschutzgesetz stand. Die DS-GVO selbst ist bereits seit dem 24. Mai 2016 in Kraft. Warum also der ganze Aufstand?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zunächst einmal wurde der Bußgeldrahmen deutlich erhöht (von bis zu 300.000 € auf bis zu 20 Mio. bzw. 4 % des weltweiten Umsatzes). Ein weiterer Grund ist die vermeintliche Ankündigung der finanziellen und personellen Aufstockung der Datenschutzbehörden, die dadurch auch vermehrt Kontrollen durchführen sollen.

In Zeiten in denen Datenskandale durch die großen Akteure am Markt zunehmen, ist eine gewisse Sensibilisierung aller Beteiligten ersichtlich. Als einzelner Lohnunternehmer fragt man sich dennoch, welche Daten eigentlich gesammelt werden und warum das Ganze auf einen zukommt, wo im Vergleich zu Facebook und Co. lediglich Daten der Kunden erfasst werden und damit nicht geworben oder sonst wie Geld verdient wird. Nun ist das leider irrelevant. Jedes Unternehmen unabhängig von der Größe, das personenbezogene Daten verarbeitet, fällt unter die DS-GVO und das neue BDSG.

Der eigentliche Grund für die Panik ist das Datum der Anwendung der neuen DS-GVO. Am 25. Mai 2018 tritt die DSGVO nach einer Übergangsphase von 2 Jahren nämlich in Kraft.

Sie haben noch nichts getan? – Dann wird es Zeit, auch wenn Sie sich laut einer aktuellen Forsa-Umfrage, nach der jeder zweite Mittelständler nicht auf die DS-GVO vorbereitet ist, in bester Gesellschaft befinden.

Was ist zu tun?
Sowohl (das alte) BDSG wie auch die DS-GVO enthalten Regelungen zum Umgang mit Daten. Es geht um den Schutz natürlicher Personen und nicht von Unternehmen oder Behörden. Allerdings ist beispielsweise bei einer GmbH der Geschäftsführer derjenige, der die Verträge im Namen der Gesellschaft schließt. Sobald dessen Name erfasst wird oder der eines Ansprechpartners, liegen personenbezogene Daten vor. Das gilt ebenso für den lof-Betrieb oder das Lohnunternehmen, welches als Einzelunternehmen agiert und folglich stets auch eine (natürliche) Person dahintersteht. Damit sind Sie regelmäßig vom Datenschutzrecht erfasst.

Zuständig für die Einhaltung der Vorschriften ist der Unternehmer, bei juristischen Personen der Geschäftsführer und nur zusätzlich der Datenschutzbeauftragte, sofern ein solcher benannt ist. Aber auch die Mitarbeiter können in die Verantwortung gezogen werden, wenn sie gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen, obwohl sie über von ihnen einzuhaltende Datenschutzregeln informiert wurden.

Die Verarbeitung (darunter fällt nahezu alles: Erfassen, Bearbeiten, Speichern, Ordnen usw.) von Daten ist zulässig, sofern eine Einwilligung vorliegt oder sie u. a. zur Erfüllung eines Vertrages bzw. aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist. Auf eine automatisierte Erfassung (über Handy, PC o. ä.) kommt es nicht an. Jegliche strukturierte Sammlung von personenbezogenen Daten, die nach bestimmten Kriterien zugänglich sind, unabhängig ob zentral oder nach funktionalen bzw. geografischen Gesichtspunkten wird erfasst. Damit ebenfalls handschriftliche Notizzettel, sofern irgendwie kategorisiert (z. B. Adressliste, Kundenkartei u. ä.).

Zurzeit wird versucht, die Gesetze auszuwerten und danach bestimmte Verhaltenskriterien und Maßnahmen vorzugeben. Die konkreten auf den Einzelfall zutreffenden Maßnahmen werden sich erst zukünftig durch Rechtsprechung und ordnungsbehördliche Vorgaben verdeutlichen. Dieser Artikel soll einen Überblick über die von der DS-GVO geforderten Maßnahmen geben. Wir haben unterstützend dazu Muster auf unserer Website zur Verfügung gestellt.

Der Datenschutzbeauftragte (DSB)
Vieles dreht sich um den DSB, doch ist dieser nur in folgenden Fällen notwendig:
In den beiden letztgenannten Fällen muss unabhängig von der Anzahl der mit der Verarbeitung beschäftigten Personen ein DSB benannt werden. Weitere nach der DS-GVO genannte Fälle, sind eine öffentliche Stelle oder, wenn die Kerntätigkeit in der Überwachung von Personen oder in der Verarbeitung von besonderen Datenkategorien oder Strafrechtsdaten besteht. Unabhängig davon kann freiwillig stets ein DSB benannt werden.

Als Lohnunternehmen hat man sich damit nur die Frage zu stellen, ob ständig 10 mit der automatisierten Datenverarbeitung tätigen Personen im Betrieb sind.

Der DSB kann ähnlich dem Verkehrsleiter im GüKG eine angestellte Person oder ein externer Dritter sein. Der DSB muss keine besondere Prüfung abgelegt haben, jedoch die Fähigkeit zur Erfüllung der Aufgaben eines DSB aufweisen. Im Rahmen der beruflichen Qualifikation sollte der eingesetzte DSB über ausreichende Kenntnisse und/oder Berufserfahrung im betreffenden Wirtschaftsbereich verfügen und im Stande sein, die verschiedenen Verarbeitungsprozesse zu erfassen. Die Benennung ist formlos möglich.

Verfahrensverzeichnis
Möglicherweise muss ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erstellt werden. Dies ist prinzipiell für Betriebe ab 250 Mitarbeitern vorgesehen oder wenn ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen,eine nicht nur gelegentliche Datenverarbeitung erfolgt oder besondere Datenkategorien erfasst werden.

Im Ergebnis lässt sich für den Bereich Lohnunternehmen festhalten, dass allenfalls die Betriebe ein Verfahrensverzeichnis führen müssen, die Programme zur Datenerfassung in der Landwirtschaft verwenden. Sofern dabei nicht ausschließlich Sachdaten erfasst werden, sondern auch eine Verknüpfung mit einer bestimmten Person erfolgt, müsste ein solches  Verzeichnis erstellt werden.

Das Verzeichnis muss folgende, für Sie relevante Punkte beinhalten:
Auftragsdatenverarbeiter
Ähnliches muss der Auftragsdatenverarbeiter tun. Auftragsverarbeiter ist nach der Legaldefinition des Art. 4 Nr. 8 DS-GVO eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.

Dazu gehören z.B. das externe Büro zur Lohnbuchhaltung, Steuerberater oder der Softwaredienstleister der ein Datenerfassungsprogramm für die Landwirtschaft betreibt oder ihr Website- Betreiber. Von diesen Personen bzw. Unternehmen benötigen Sie zwingend einen Vertrag, in dem die Auftragsdatenverarbeitung geregelt ist. Bei den Datenschutzbehörden gibt es hierfür Musterverträge. Eigentlich müsste Ihr Auftragsdatenverarbeiter auf Sie zukommen und Ihnen einen entsprechenden Vertrag zur Unterschrift vorlegen.

Geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen sind geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.

Die sog. TOMs dienen dem Zweck eines ordnungsgemäßen Umgangs mit Daten. Es geht um die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, die Festlegung des Zweckes, möglichst um Datenvermeidung und -sparsamkeit, Festlegung der Aufbewahrung sowie der Dauer und um den Schutz der Daten. Neben dem Verfahrensverzeichnis (s.o.) was als organisatorische Maßnahme gilt, sind die technischen und tatsächlichen Sicherungsmaßnahmen für die erfassten Daten.

Sind die Daten bei einem Dritten (Steuerberater oder Erfassungsprogramm für die Landwirtschaft) ist von denen eine entsprechende Bestätigung im Auftragsdatenverarbeitungsvertrag erforderlich. Bei Datenlagerung in einem Drittland sind besondere Vorgaben einzuhalten und auch der Betroffene darüber zu informieren.

Für Lohnunternehmer mit relativ geringen Daten, reichen die üblichen Vorkehrungen:
Datenschutzverpflichtung und Datenschutz für Angestellte
Die Mitarbeiter sind für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren. Das bedeutet, dass unbefugt beispielsweise keine Daten erhoben und gesammelt bzw. an Dritte (außerhalb des Betriebes) weitergeleitet werden dürfen.

Eine gesonderte Verpflichtung macht vor allem für die Lohnunternehmer Sinn, die umfangreiche Daten bei  Auftragsdurchführung sammeln.

Bei der Erfassung der Daten der Beschäftigten ist wiederum an Datenschutz zu denken. Es beginnt bereits mit der Bewerbung. Die Daten sind, wenn nicht weiter erforderlich, zu löschen. Als Zeitraum ist nach dem AGG (Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz) eine Mindestaufbewahrungszeit von 4 Monaten vorgesehen. Anschließend ist zu fragen, ob die Bewerberdaten vielleicht für einen späteren Zeitraum noch erforderlich sein könnten. Ein Zeitraum von 6 Monaten bis 1,5 Jahren kann hier noch als angemessen betrachtet werden. Spätestens nach 3 Jahren müssten die Unterlagen jedoch gelöscht/vernichtet werden. Der Bewerber ist auf die Verwendung seiner Daten und die Löschfristen hinzuweisen. Ihm muss auch die Möglichkeit eröffnet werden, dem zu widersprechen.

Im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses selbst werden personenbezogene Daten der Mitarbeiter erfasst. Diese Daten dürfen zur Erfüllung des Arbeitsverhältnisses und dessen Beendigung verarbeitet werden. Bei der Aufdeckung von Straftaten ist die Datenverarbeitung nur zulässig, wenn es Verdachtsmomente gibt.

Für darüber hinausgehende Daten ist eine Einwilligung erforderlich. Die Einwilligung des Beschäftigten ist dann auch nur rechtmäßig, wenn unter Berücksichtigung seiner sozialen Abhängigkeit die Einwilligung als freiwillig gewertet werden kann. Dies ist insbesondere anzunehmen, wenn durch die Einwilligung ein rechtlicher oder wirtschaftlicher Vorteil für den Arbeitnehmer generiert wird.

Informationspflichten
In den Art. 12 ff. DS-GVO ist das Transparenzgebot enthalten. Danach ist die Person von der Daten verarbeitet werden (dazu gehören alle Personen von denen Sie Daten haben; Mitarbeiter, Kunden, Interessenten, sonstige Ansprechparter), vom Verantwortlichen über folgende Punkte zu informieren: Die Person, über die die Daten erhoben werden, muss über die vorgenannten Punkte informiert werden, um genau zu wissen, welche Daten gesammeltund wofür diese verwendet werden. Ihr sollen auch etwaige Möglichkeiten, sich dagegen wehren zu können, aufgezeigt werden.

Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten wird regelmäßig der Vertrag sein. Der Zweck dient der ordnungsgemäßen Vertragsdurchführung und Abwicklung. Die Speicherung der Daten ergibt sich in der Regel aus den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten eines Unternehmers.

Werden die Daten an ein Unternehmen zur Erfassung der Daten in der Landwirtschaft oder sonstige Auftragsdatenverarbeiter weitergeleitet, muss entsprechend darüber informiert werden. Es empfiehlt sich darüber hinaus zu erwähnen, welchen weitergehenden und vorteilhaften Zwecken (z.B. Vereinfachung des Produktionsprozesses, Überprüfbarkeit der geleisteten Werk-/ Dienstleistung und Nachvollziehbarkeit der Maschinendaten inkl. Dieselverbrauch) diese Weiterleitung hat.

Datenschutzfolgenabschätzung (DSFA)
Eine Datenschutzfolgenabschätzung ist erforderlich, wenn die Form der Verarbeitung, insbesondere bei der Verwendung neuer Technologien, aufgrund der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge hat. Insbesondere sind bei systematischer und umfassender Bewertung persönlicher Aspekte natürlicher Personen, umfangreicher Verarbeitung besonderer Kategorien von  personenbezogenen Daten oder systematische umfangreiche Überwachung öffentlich zugänglicher Bereiche genannt.

Der Vergleich zu von Lohnunternehmen gesammelten Daten, lässt regelmäßig eine DSFA entfallen. Die Aufsichtsbehörden haben Listen von Verarbeitungsvorgängen zu erstellen, für die eine DSFA als erforderlich angesehen wird.

Die im Lohnunternehmen verarbeiteten Daten beziehen sich regelmäßig auf den landwirtschaftlichen Betrieb. Dort sind überwiegend Sachdaten (Ackerflächen, Ernte und GPS-Daten) enthalten. Die einzigen personenbezogenen Daten dürften der Name und die Kontaktdaten des Betriebsinhabers, eines Vertreters oder Ansprechpartners sein. Ein Profiling findet nicht statt.

Vielmehr werden die Daten zur Verwendung für die Auftragsdurchführung, d.h. die Arbeitsleistung des Lohnunternehmens, Koordination der eingesetzten Fahrzeuge, Mittel oder Arbeitskräfte und schließlich zur ordnungsgemäßen Abrechnung des Vertrages benötigt.

(Profiling= jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese  personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen)

Besonderheiten gelten bei Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume oder bei Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (z.B. rassische oder ethnische Herkunft, Religionszugehörigkeit usw.). Die Religionszugehörigkeit zur Lohnsteuerabrechnung soll hiervon ausgenommen sein. LU dürften regulär nicht von diesen Sonderkonstellationen erfasst sein.

Niels Schäfer und

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Die wohl bedeutendste Neuerung ist die Überarbeitung des Kalenders. BLU-Mitglieder können sich darüber einfach und schnell zu Veranstaltungen anmelden. Bei den Fachtagungen Anfang des Jahres wurde dies bereits mehrfach genutzt. Und damit kein Termin mehr vergessen wird, können diese nun bequem in die eigenen Smartphone- oder Outlookkalender exportiert werden.

Die Vielzahl der Neuinstallationen zeigen deutlich, dass der Schritt des Updates zum richtigen Zeitpunkt kam und die neuen Funktionen einen bedeutenden Mehrwert für Lohnunternehmer bieten. Von Oktober bis März ist ein Nutzeranstieg von knapp 30 % zu verzeichnen.

Ebenfalls für einen gesteigerten Nutzen spricht der enorme Anstieg der monatlichen App-Aufrufe. Im Januar und Februar 2018 liegen diese deutlich über 2.500 Aufrufe im Monat. Vor allem ist dies mit der Einführung der neuen Funktion der Push-Benachrichtigungen zu erklären. Das sind Meldungen, die ohne das Öffnen der jeweiligen App auf dem Smartphone erscheinen und auf neue Meldungen hinweisen.

Möchten auch Sie diesen kostenlosen Mehr-Service nutzen, dann scannen Sie einfach den QR-Code ein und laden sich die App auf ihr Smartphone oder Tablet. Klappt etwas nicht, dann melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen. 


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Was liegt also näher, als dieser Zielgruppe einen Einblick in die Arbeit zu gewähren und der modernen Landwirtschaft ein sympathisches Gesicht zu geben?

Unter diesem Aspekt haben schon das Landvolk Göttingen, der Maschinenring Harburg und einige Lohnunternehmer unabhängig voneinander eine Aktion gestartet und „Mitfahrtickets“ verlost. Die Möglichkeiten potenzielle Kandidaten zu erreichen sind vielfältig. Betriebe könnten einen Hinweis direkt auf der firmeneigenen Webseite hinterlegen, einen Aufruf in den sozialen Medien oder der Tageszeitung starten oder interessierte Personen direkt ansprechen. Schon bei der Ankündigung sollte darauf hinweisen werden, dass die Teilnehmer zeitlich flexibel sein müssen, denn das Erntewetter lässt oft nur spontane Mitfahrten zu. Bei der Auswahl der Mitfahrer ist es ratsam darauf zu achten nur ernsthaft interessierte Personen auszuwählen. Bevor allerdings Gäste mitfahren, sollte mit dem eigenen Versicherungsvertreter gesprochen werden, damit Risiken abgedeckt sind.

Auch die Auswahl der Maschinisten ist von besonderer Bedeutung. Diese sollten die ihnen gestellten Fragen kompetent beantworten können und Lust auf einen solchen Austausch haben. Nach den Fahrten bietet sich für den Lohnunternehmer selbst die Möglichkeit für einen Informationsaustausch mit den Gästen. Dabei könnte man ihnen die ganze Erntekette bis hin zur Einlagerung zeigen oder die Unterschiede zwischen den Getreidearten und die Verwendungsmöglichkeiten von Raps erklären.

Dass dieses Programm mehrere Stunden in Anspruch nehmen könnte, muss jedem Ausrichter bewusst sein. Daher bietet es sich an, die Aktion auch medienwirksam zu verarbeiten, ganz in dem Sinne der BLU-Initiative Profis mit Rücksicht; 10 Punkte für Image und Akzeptanz. Die Teilnehmer könnten nach den Fahrten einen Post auf Facebook veröffentlichen und die Erfahrungen des Tages schildern, denn diese haben mit Sicherheit einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Spannend wäre es, Journalisten zum Mitfahren einzuladen. Gut gemachte Beiträge können viele Zeitungsleser, Radiohörer oder Fernsehzuschauer erreichen und zu einer gelungenen Öffentlichkeitsarbeit beitragen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall an den Arbeitnehmer:
Diese ist durch den Arbeitgeber grundsätzlich zu leisten, sofern der Arbeitnehmer infolge einer Krankheit unverschuldet (siehe dazu unten zweiter Punkt) arbeitsunfähig ist. Von diesem Grundsatz bestehen im EFZG Ausnahmen: Für die Höhe der Lohnfortzahlung gilt, dass durch den Arbeitgeber 100% der Vergütung fortzuzahlen ist, die bei der individuell maßgebenden Arbeitszeit angefallen wäre. Überstundenzuschläge oder –vergütungen außerhalb der regulären Arbeitszeit bleiben dabei außer Betracht. Bei einer leistungsbezogenen Vergütung ist von dem in dem Erkrankungszeitraum erzielbaren Durchschnittsverdienst auszugehen.

Wichtig für Lohnunternehmer:
Für Kleinbetriebe bis 30 Arbeitnehmer besteht nach dem Arbeitgeberaufwendungsgesetz (AAG) ein Erstattungs- und Umlageverfahren (U 1, sogenannte Lohnfortzahlungsumlage).
Danach können sich Kleinbetriebe bis zu 80% (gesetzliche Untergrenze: 40%) der von ihnen geleisteten Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von der Krankenkasse des jeweiligen Arbeitnehmers zurückerstatten lassen. Dies dürfte für den Großteil der deutschen Lohnunternehmen zutreffen und sollte unbedingt in Anspruch genommen werden.

Lohnfortzahlung an Feiertagen an den Arbeitnehmer:
Fällt die Arbeit infolge eines gesetzlichen Feiertages aus – das ist nicht der Fall, wenn der Feiertag z. B. auf einen Sonntag fällt – so muss der Arbeitgeber ebenfalls Lohnfortzahlung an den Arbeitnehmer für diesen Tag leisten. Betroffen sind nur die gesetzlichen Feiertage nach den Feiertagsgesetzen der Länder und nicht etwa kirchliche Feiertage oder Brauchtumstage.
Kein Anspruch auf Lohnfortzahlung an Feiertagen besteht nach § 2 Absatz 3 EFZG, wenn der Arbeitnehmer am letzten Arbeitstag vor oder am ersten Arbeitstag nach dem Feiertag unentschuldigt fehlt.

Abschließend ist zu beachten, dass der Anspruch des Arbeitnehmers auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und an Feiertagen insgesamt unabdingbar ist, d. h. er kann weder durch Arbeits- oder Tarifvertrag ausgeschlossen werden, § 12 EFZG. Lediglich Vereinbarungen zwischen den Tarifvertragsparteien zur Höhe der Lohnfortzahlung sind in festgelegten gesetzlichen Grenzen zulässig. Die Tarifverträge der Lohnunternehmer sehen eine solche Regelung aber nicht vor.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Dich erwartet eine professionelles Fotoshooting und die Möglichkeit deinen Ausbildungsberuf bundesweit zu vertreten.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Trotzdem sind es im Ergebnis sieben Landkreise, die laut der Wirtschaftsdüngerbilanz im Nährstoffbericht die Obergrenzen für Stickstoff und zukünftig auch für Phosphat überschreiten. Bei der Betrachtung von ganz Niedersachsen haben sich der Nährstoffanfall aus Wirtschaftsdüngern und der N-Mineraldüngereinsatz weiter erhöht. In den hiesigen Nährstoffkreisläufen befindet sich zu viel Stickstoff und Phosphat. Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast sieht darin einen klaren Handlungsauftrag.

Zusätzlich hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen Mitte April ein Positionspapier veröffentlicht, mit welchen Strategien ein effizienterer Nährstoffeinsatz verfolgt wird. Die beschriebenen Lösungsansätze sind vielfältig. Diese Strategien nehmen dabei nicht nur die abgebende Region in die Pflicht. Sondern es sind Ackerbauregionen ebenso gefordert, die vorhandenen Nährstoffe bestmöglich zu nutzen. Dazu zählen natürlich weiterhin die Verbringung von Nährstoffen und die Substitution von Mineraldüngern. Voraussetzung dafür sind neben der Schaffung von zusätzlichem Lagerraum, die Arbeit in engen Kooperationen mit einem gegenseitigen Verständnis über die Grenzen des Landkreises hinaus.

Bei der Betrachtung der vorgestellten Lösungsansätze kommt den Lohnunternehmen eine große Bedeutung zu. Die Verbringung ist und bleibt ein essentielles Instrument, indem die Lohnunternehmen nicht wegzudenken sind. Diesen Stellenwert hat sich die Branche mit ihren schlagkräftigen Transportlösungen zwar erarbeitet. Doch zukünftig sind es die Aufbereitungslösungen die weiter an Bedeutung gewinnen. Für den Export kann zusätzlich zum Festmist die technisch aufbereitete Gülle einen großen Beitrag leisten. Die Aufkonzentration und Rückgewinnungstechniken sind hier wichtige Ansätze. Über eine Aufbereitungslösung für Geflügelmiste berichteten wir bereits in der April-Ausgabe der “LU-aktuell“.

Für einen nachhaltigen Nährstoffkreislauf gibt es keine Patentlösung. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel der verschiedensten Maßnahmen. Zusätzlich zu den oben beschriebenen Aspekten ist die Transparenz der Nährstoffströme unerlässlich. Mit der Einführung der Stoffstrombilanz ist hier in den nächsten Jahren mit deutlich transparenteren Verläufen zu rechnen.

*mit Material der LWK Niedersachsen
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Diese neue Richtlinie berücksichtigt insbesondere die Umstellung der manuellen Buchhaltung auf moderne, computergestützte IT-Systeme. Diese ca. 40-seitige Richtlinie stellt die Unternehmen im Allgemeinen, aber insbesondere die kleineren Unternehmer, vor fast unlösbare Aufgaben.

In diesem Schreiben der Finanzverwaltung werden die nachfolgenden Punkte genauestens definiert und deren Einhaltung vom Unternehmer gefordert:
Die Krönung der Vorschrift ist die Forderung einer Verfahrensdokumentation für alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe. Alle oben genannten Schritte sind in dieser „Verfahrensdokumentation“ schriftlich festzuhalten. Die Finanzverwaltung fordert Prüfungssicherheit von allen elektronischen Systemen, die von einem Unternehmen verwandt werden, die zeitnahe Aufzeichnung und Verbuchung von Geschäftsvorfällen und das Vorliegen von Verfahrensdokumentationen zu allen Prüfungsschwerpunkten. Dieses bedeutet, dass aus der Verfahrensdokumentation alle Einzelheiten zu den verschiedenen Systemen und Verfahrensabläufe eines Unternehmens ersichtlich seien müssen. Es muss also eine komplette Verfahrensdokumentation erstellt werden, die je nach Größe der Firma und elektronischer Ausstattung sehr umfangreich sein kann.

Wenn eine solche, geforderte Verfahrensdokumentation zukünftig nicht vorliegt, ist mit Sanktionen der Finanzverwaltung zu rechnen. Zurzeit anhängige Betriebsprüfungen zeigen, dass das Finanzamt die „Gelbe Karte“ zieht und die betroffenen Steuerpflichtigen massiv unter Druck setzt. Zukünftiges Fehlen dieser Verfahrensdokumentation beeinflusst nach Auffassung der Finanzverwaltung die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung. Eine nicht ordnungsgemäße Buchführung wiederum kann zu Zu Schätzungen führen, ggf. verbunden mit steuerstrafrechtlichen Konsequenzen, zum Beispiel einem Bußgeldverfahren. Das Finanzamt unterstellt, dass bei Nichtvorliegen einer Verfahrensdokumentation die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung nicht mehr gegeben ist.

Wir werden Sie über die weitere Vorgehensweise der Finanzverwaltung in der Praxis auf dem Laufenden halten. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, sollten Sie sich bereits jetzt für dieses Thema interessieren.

Volkmar W. Brettmeier]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Der folgende Artikel soll in aller Kürze die Pflichten des neuen Datenschutzrechts darstellen:

Verpflichtung von Mitarbeitern zur Einhaltung des Datenschutzes
Jeder Mitarbeiter sollte auf die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben sensibilisiert werden. Da die Bußgelder erheblich angehoben wurden, sollten die Mitarbeiter deutlich auf die Konsequenzen eines datenschutzrechtlichen Verstoßes hingewiesen werden.

Transparenzgebot
Im Laufe der Jahre werden eine Vielzahl von Daten von Personen verarbeitet. Beispielhaft Daten der Kunden, Anfragen bestimmter Interessenten, Lieferanten u.ä.

Als Verantwortlicher der diese Daten von Personen hat, müssen Sie alle Personen anschreiben bzw. in Textform informieren. Als Information muss genannt werden, welche Daten erfasst sind, zu welchem Zweck, für welche Dauer und mit welcher Rechtsgrundlage die Daten hinterlegt sind. Darüber hinaus ist die Betroffene Person von der Sie die Daten haben auf ihre Rechte nach dem neuen Datenschutzrecht hinzuweisen.

Beachten Sie, dass es keinen Unterschied macht, ob Sie die Daten in EDV-Systemen oder auf Handzetteln sortiert in Ordnern erfasst haben. Jegliche Kategorisierung ist datenschutzrechtlich relevant.

Geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (TOM)
Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen sind geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.

Jedem Unternehmen das elektronische Datenverarbeitungsgeräte verwendet, wird empfohlen sich mit den TOM auseinanderzusetzen und diese für den Betrieb schriftlich niederzulegen. Dies dient Ihrem eigenen Interesse an Datensicherheit.

Der Datenschutzbeauftragte (DSB)
Als Lohnunternehmen hat man sich damit nur die Frage zu stellen, ob ständig 10 mit der automatisierten Datenverarbeitung tätigen Personen im Betrieb sind. Unabhängig davon kann freiwillig stets ein DSB benannt werden.

Der DSB kann ähnlich dem Verkehrsleiter im GüKG eine angestellte Person oder ein externer Dritter sein. Der DSB muss keine besondere Prüfung abgelegt haben, jedoch die Fähigkeit zur Erfüllung der Aufgaben eines DSB aufweisen. Im Rahmen der beruflichen Qualifikation sollte der eingesetzte DSB über ausreichende Kenntnisse und/oder Berufserfahrung im betreffenden Wirtschaftsbereich verfügen und im Stande sein, die verschiedenen Verarbeitungsprozesse zu erfassen. Die Benennung ist formlos möglich.

Verfahrensverzeichnis
Ein Verfahrensverzeichnis ist prinzipiell für Betriebe ab 250 Mitarbeitern vorgesehen oder wenn ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen, eine nicht nur gelegentliche Datenverarbeitung erfolgt oder besondere Datenkategorien erfasst werden.

Im Ergebnis lässt sich für den Bereich Lohnunternehmen festhalten, dass allenfalls die Betriebe ein Verfahrensverzeichnis führen müssen, die Programme zur Datenerfassung in der Landwirtschaft verwenden. Sofern dabei nicht ausschließlich Sachdaten erfasst werden, sondern auch eine Verknüpfung mit einer bestimmten Person erfolgt, müsste ein solches Verzeichnis erstellt werden.

Homepage
Sofern Sie eine Website haben, die Daten z.B. IP-Adressen erfasst oder Cookies speichert, muss eine entsprechende Datenschutzinformation (Disclaimer) hinterlegt werden. Sofern Sie selbst eine Homepage entworfen haben und diese selber pflegen, sollten Sie sich über die jeweiligen von Besuchern von der Website gespeicherten Informationen im Klaren werden und anschließend eine entsprechende Formulierungen entwerfen.

Wird Ihre Website von einem Dritten gepflegt, sollten Sie sich die Erklärung von dem Einholen und (zwingend) einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag schließen.

Auftragsdatenvereinbarung
Die Auftragsdatenverarbeitung erfolgt, wenn Daten für Sie durch Dritte verarbeitet werden. Dazu gehört beispielsweise das externe Unternehmen zur Pflege Ihrer IT oder Website wie auch das Unternehmen, dass Daten in der Landwirtschaft erfasst. Hinsichtlich der Mitarbeiter kommen Lohnbuchhaltungsstellen oder der Steuerberater in Betracht.

Die Vereinbarung muss zumindest in Textform erfolgen.

Notwendige Inhalte der Auftragsdatenvereinbarung:
Muster für Lohnunternehmen zu den einzelnen Punkten finden Sie in unserem Downloadbereich auf unserer Website. Für Rückfragen steht Ihnen die Beratung des Verbandes zur Verfügung.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat kürzlich im Bundesanzeiger eine lang angekündigte und lang erwartete Mitteilung zum Güterkraftverkehrsgesetz in der Landwirtschaft veröffentlicht, die ab sofort rechtsgültig ist:
 
Land- oder forstwirtschaftliche Transporte durch Lohnunternehmen unterliegen weiterhin nicht den Bestimmungen des Güterkraftverkehrsgesetzes, wenn
Damit erweitert das BMVI die bisher gültigen Merkmale zur Differenzierung landwirtschaftlicher von gewerblichen Transporten durch die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h.

Nach Aussage des BMVI bleibt diese Kulanzregelung bis zu einer Novellierung des Güterkraftverkehrsgesetzes bestehen.

Für die gesamte Branche ist es wichtig, dass lof-Transporte durch Lohnunternehmen in dem klar definierten Bereich weiterhin der Landwirtschaft zugeordnet werden und vom GüKG freigestellt bleiben. Daraus resultieren für alle Verbandsmitglieder Vorteile bei Steuerbefreiung, Versicherungskonditionen, Fahrerlaubnisklasse T, EU-Kontrollgerät, Fahrzeugbreite 3,00 m usw.. Zudem muss auch für Kontrollbehörden eine transparente Abgrenzung vorliegen, um unnötige Kontrollen der BAG oder Polizei zu vermeiden.

Die Agrarverbände DBV, BMR und BLU haben geduldig bis kurz vor Ende der ursprünglichen Kulanzfrist (31.05.2018) auf das positive Signal gewartet und setzen sich weiterhin auch zusammen mit dem Bundesverband für Güterverkehr und Logistik (BGL) für eine praxisgerechte Lösung der Problematik ein.

Anliegend finden Sie den Originaltext aus dem Bundesanzeiger vom 24.05.2018.
Ihre Fragen beantworten wir gerne am Telefon 05723/7497-0

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Wesenberg]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bei Auswahl des Buttons „Zur Anmeldung“ öffnet sich das Anmeldeformular, das Sie wie auch die Faxanmeldung ausfüllen können. Mit einem „Klick“ auf den Sendebutton haben Sie sich dann schon angemeldet und erhalten aus unserer Geschäftsstelle zeitnah eine Bestätigungsmail.

Damit der Termin nicht in Vergessenheit gerät, können Sie mit einem weiteren Klick den Termin in Ihren digitalen Kalender exportieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Testen und wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich gerne!


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Seit 2005 besteht der Ausbildungsberuf zur Fachkraft Agrarservice. Jedes Jahr sind es etwa 200 bis 250 neue Azubis bundesweit, die sich auf 9 Berufsschulstandorte aufteilen. Der Start in den neuen Lebensabschnitt ist für die jungen Menschen, allerdings auch mit vielen Veränderungen verbunden. Folgende Punkte sollten Sie vorab mit Ihrem Azubi klären:

Eigenes Girokonto vorhanden?
Der ein oder andere Schulabgänger hat unter Umständen noch gar kein eigenes Girokonto. Weisen Sie ihren Auszubildenden bitte rechtzeitig daraufhin, dass er ein Girokonto benötigt. Zusätzlich sind Auszubildende in der Regel von Kontoführungsgebühren befreit, dafür muss ihr Azubi eine Kopie des Ausbildungsvertrages
bei der Bank einreichen.

Freie Krankenkassenwahl
Die Krankenversicherung des Auszubildenden war in der Regel bisher über die Familienversicherung abgedeckt. Mit dem Ausbildungsbeginn greift diese allerdings nicht mehr, sodass sich der Azubi jetzt eine eigene Versicherung suchen muss. Für Sie als Arbeitgeber ist hier wichtig, dass die Anmeldung bei der Krankenkasse spätestens 14 Tage nach dem Beginn der Lehre erfolgt sein muss.

Für den Auszubildenden das erste Arbeitsverhältnis?
Dann hat er bisher noch keinen Sozialversicherungsausweis. Sobald Sie ihn bei der Krankenkasse anmelden, bekommt er den Ausweis automatisch zugeschickt. Falls ihr Auszubildender den Sozialversicherungsausweis verloren hat, kann er den bei der Krankenkasse kostenlos erneut anfordern. Zusätzlich zu der Sozialversicherungsnummer benötigen Sie die Steueridentifikationsnummer. Diese wird jedem in der Regel im Kindesalter zugeschickt. Sollte auch diese ihrem Jugendlichen nicht zur Hand sein, kann er am besten in der Steuererklärung seiner Eltern nachschauen. Dort müsste die Steueridentifikationsnummer unter der Anlage Kind zu finden sein.

Vor Beginn der Ausbildung müssen die unter 18-jährigen sich einem Gesundheitscheck unterziehen. Dieses ärztliche Untersuchungszeugnis sollte vom Hausarzt in der Regel kostenlos ausgestellt werden.

Führung des Berichtsheftes
Zu guter Letzt wird noch das Berichtsheft benötigt. Das Berichtsheft ist ein Ausbildungsmittel, dass heißt Sie sind als Arbeitgeber dazu verpflichtet, es ihrem Auszubildenden kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie können es beim Landwirtschaftsverlag Münster-Hilltrup GmbH bestellen. Um böse Überraschungen vor dem Abgabetermin zu vermeiden, lassen Sie sich das Berichtsheft bitte mindestens einmal monatlich von ihrem Auszubildenden vorlegen.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Mautpflicht besteht danach grundsätzlich für Kraftfahrzeuge (Kfz) oder Fahrzeugkombinationen, die und deren zulässiges Gesamtgewicht (zGG) – einschließlich Anhänger – mindestens 7,5 t beträgt.

1. Alternative:

Die Mautpflicht nach der 1. Alternative betrifft Kfz, die generell nach ihrem Zweck dazu bestimmt sind, Güter gleich welcher Art zu transportieren. Es ist damit entscheidend, ob das Fahrzeug nach seinen objektiven Merkmalen dazu dienen soll, Güter auf Straßen zu transportieren. Dies ist z. B. bei Sattelzügen oder Lastkraftwagen zweifelsfrei der Fall, während klassische land- und forstwirtschaftliche (lof) Ackerschlepper und lof-Geräteträger dieser Alternative nicht unterfallen, da sie zur Bewirtschaftung von lof-Flächen bestimmt sind (und z. B. über die Zapfwelle auch andere Maschinen antreiben können).

Die sogenannten „Agrotrucks“, d. h. zum lof-Ackerschlepper umgeschlüsselte Sattelzugmaschinen, unterfallen ebenfalls der 1. Alternative, sofern sie keinerlei technische Umrüstung erfahren haben. Ob dies auch für umgerüstete „Agrotrucks“ (= z. B. mit Zapfwelle,
Ackerbereifung, Hydraulikanschlüssen usw.) gilt, ist aktuell noch fraglich. Allerdings dürfte es nach den hier dargestellten Grundsätzen sachgerecht sein, diese zumindest dann von der 1. Alternative auszunehmen, wenn sie eine so umfangreiche Umrüstung erfahren haben, dass sie nicht ausschließlich für den Güterkraftverkehr bestimmt sind.

Die Mautpflicht nach der 1. Alternative besteht im Übrigen unabhängig davon, ob es sich um eine Privatfahrt handelt, ob tatsächlich Güter befördert werden (Leerfahrten sind damit auch von der 1. Alternative erfasst) oder ob das betreffende Kfz von der Kraftfahrzeugsteuer befreit ist.

2. Alternative:

Hiernach besteht unabhängig von der 1. Alternative die Mautpflicht, sofern mit Kfz Güter gleich welcher Art transportiert werden (auch Betriebsmittel).

Anmerkung: Bis April dieses Jahres wurde davon ausgegangen, dass unter die 2. Alternative nur Werkverkehr und/oder nach dem Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) erlaubnispflichtiger Verkehr fällt. Aufgrund verschiedener Urteile von Oberverwaltungsgerichten der Länder (u. a. OVG Münster, Az.: 9 B 550/16) wird nun aber die 2. Alternative seitens des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) auf die Beförderung jeglicher Güter angewandt.

Ausnahme für Lohnunternehmer:

Für Lohnunternehmer besteht von der Mautpflicht eine wichtige Ausnahme, die in § 1 Absatz 2 Ziffer 6 BFStrMG geregelt ist:

Danach sind landwirtschaftliche Fahrzeuge im geschäftsmäßigen Güterverkehr mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH.) von maximal 40 km/h nach beiden Alternativen generell ausgenommen (gilt ab dem 1. Juli 2018).

Anmerkung: Diese praktisch wichtige Ausnahme wurde auf Betreiben des BLU e. V. (zusammen mit DBV e. V. und BMR e. V.) Anfang 2017 in das Gesetz aufgenommen.

Hinweise des BAG zur Maut:

Das BAG hat folgende praktische Hinweise gegeben:

Freiwillige Registrierung bei Toll Collect:

Fahrzeuge, die dauerhaft nicht der Mautpflicht unterliegen, können in die Liste der nicht mautpflichtigen Fahrzeuge eingetragen werden, die von der Betreibergesellschaft Toll Collect
geführt wird (siehe www.toll-collect.de unter dem Stichwort „Mautbefreiung“).

Wer ist für die Mautentrichtung verantwortlich?

Verantwortlich für die Mautentrichtung ist der Eigentümer oder Halter des Kfz, die Person, die über den Gebrauch des Kfz bestimmt, der Fahrer, die Person, auf die das Kfz zugelassen ist oder die Person, der das Kennzeichen des Kfz zugeteilt ist, wobei mehrere Mautschuldner als Gesamtschuldner haften.

Wie kann die Maut entrichtet werden?
Dies geht durch Was passiert bei nicht ordnungsgemäßer Mautentrichtung?

Hier finden einerseits ein Nacherhebungsverfahren und andererseits ein Ordnungswidrigkeitenverfahren (OWiG) statt. Dazu wird Folgendes vom BAG ausgeführt: Wichtige abschließende Hinweise:

Viele Fragen sind im Zusammenhang mit dem BFStrMG derzeit noch ungeklärt und teilweise umstritten. Sofern hier weitere Klärungen erfolgen, werden wir Sie selbstverständlich zeitnah über den BLU-Newsticker informieren.

Daher bitten wir Sie ausdrücklich, dass Sie bitte in Kontakt mit uns treten, sofern Sie z. B. Probleme mit der Registrierung von nicht mautpflichtigen Fahrzeugen haben oder Verfahren gegen Sie eingeleitet werden oder Sie sonstige Informationen erhalten, die in Sachen neue Maut von Bedeutung sein können oder vom hier Dargestellten abweichen!


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Besser konnte es nicht sein: strahlendes Wetter, fast 200 Teilnehmer und mit LU Peterberns aus Gersten ein echter Vorzeigebetrieb als Gastgeber sowie Start- und Endpunkt des diesjährigen Lohnunternehmer-Tages in Niedersachsen. Entsprechend begeistert zeigte sich Präsidentin Andrea van Eijden bei ihrer Begrüßung während des Frühstücks. Nach dieser beim LU-Tag traditionellen Stärkung und einem Rundgang durch den Betrieb inklusive Vorstellung durch Karl-Heinz Peterberns startete die Gruppe in drei Bussen zur Tour durch das Emsland, genauer gesagt: in der Region östlich der Ems und südlich der Hase.

Den ersten Stopp legten die Reisenden beim Landtechnik-Hersteller Briri im wenige Kilometer entfernten Bawinkel ein, der 2018 sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Juniorchef Markus Riepenhausen gab den Lohnunternehmern und mitreisenden Fördermitgliedern des BLU einen Überblick über die Entwicklung des auf Technik zur organischen Düngung spezialisierten Unternehmens und das aktuelle Produktprogramm. Vertieft wurde dies bei einem Rundgang durch die Werkshallen und die umfangreiche Maschinenausstellung, die anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten des darauf folgenden Wochenendes auf dem Betriebshof glänzte. Zum Abschluss wartete ein Mittagsimbiss auf die Gruppe.

Von Bawinkel aus führte der Weg nach Haselünne, zur Traditions-Kornbrennerei Rosche. Deren Inhaber und Team präsentierten sich, das Unternehmen und die Produktion in kurzweilig-spannend-informativer Weise. Besonderheit bei Rosche ist nicht nur die Vielzahl der Produkte, sondern das auf Regionalität und Qualität basierende Konzept. Es sieht zum Beispiel die ausschließliche Nutzung des auf dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb bzw. bei Landwirten der Hase-Region erzeugten Getreides. Und so mancher Teilnehmer des LU-Tages zeigte sich erstaunt, welcher Aufwand hinter einem guten „Hochprozentigen“ steckt. Dass eine Verkostung der Spezialitäten inbegriffen war, versteht sich von selbst.

Blumiger Höhepunkt der Rundreise durch die Ems-Hase-Region war die Gärtnerei Emsflower, wo auf etwa 80 ha Glashausfläche jährlich über 500 Mio. Beetpflanzen produziert, verpackt und verschickt werden. Beeindruckend war nicht nur die Führung durch den Tropen- und Kakteengarten sowie das Besucherzentrum, sondern ebenso der extrem hohe Automatisierungsgrad. Ein Beispiel dessen waren sechs Pflanzroboter, die pro Stunde zusammen bis zu 12.000 Stecklinge eintopfen. Und auch die betriebsinternen Transporte laufen vollautomatisch, quasi wie von Geisterhand ab.

Derartig mit Einrücken bereichert, kehrten die Busse abends nach Gersten zu LU Peterberns zurück, wo ein umfangreiches Büffet auf die Gäste wartete und die Gruppe bei ausführlichem „Klönschnack“ den Tag ausklingen ließ.

Jens Noordhof,
Redaktion LOHNUNTERNEHMEN]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Vielfach „provoziert“ ein solcher Mitarbeiter dann seine Kündigung durch dauerhaft mangelhafte Leistungen oder regt sogar selbst ausdrücklich seine Kündigung durch den Arbeitgeber an.

Der Betriebsinhaber, der dieser Anregung folgt, geht das Risiko ein, Beklagter einer (erfolgreichen) Kündigungsschutzklage zu werden. Denn nicht selten ändert der Mitarbeiter nach Ausspruch der Kündigung seine Meinung nach dem ersten Kontakt mit der BA oder z. B., weil sich ein in Aussicht gestelltes neues Jobangebot zerschlägt.

Doch wann verhängt die BA überhaupt eine Sperrzeit hinsichtlich des Arbeitslosengeldes?
Folgende rechtliche Grundsätze zur Sperrzeit sind aktuell zu beachten:
  1. Der Arbeitgeber muss die Kündigung mit Bestimmtheit in Aussicht gestellt haben,
  2. die drohende Arbeitgeberkündigung muss auf betriebliche oder (neu!) personenbedingte (z. B. Langzeit erkrankung) Gründe gestützt sein und
  3. das Beschäftigungsverhältnis endet aufgrund des Aufhebungsvertrages nicht früher als es bei einer fristgerechten Arbeitgeberkündigung geendet hätte.
Bislang galt, dass die BA die Rechtmäßigkeit der drohenden Arbeitgeberkündigung nicht überprüfte, wenn im Aufhebungsvertrag eine Abfindung von 0,25 bis 0,5 Monatsverdiensten pro Beschäftigungsjahr vereinbart wurde. An der Untergrenze von 0,25 Bruttogehältern hält die BA nun nicht mehr fest, was eine weitere Erleichterung darstellt. Das heißt, dass auch die Vereinbarung einer noch so kleinen Abfindung (z. B. in Höhe von 100,- €) im Aufhebungsvertrag keine Überprüfung der Rechtmäßigkeit der drohenden Arbeitgeberkündigung durch die BA nach sich zieht.

Dies (und auch die Berücksichtigung personenbedingter Gründe; s. o. Ziffer 2) erleichtert den Abschluss eines Aufhebungsvertrages ohne Sperrzeit in faktischer Hinsicht erheblich!

Fazit:
Insgesamt steht damit fest, dass Lohnunternehmer, die sich in der oben beschriebenen Situation befinden, gegenüber ihrem abwanderungswilligen Arbeitnehmer den Abschluss eines Aufhebungsvertrages anregen sollten. Bezüglich aufkommender Bedenken des Arbeitnehmers hinsichtlich der Anordnung einer möglichen Sperrzeit sollte der Lohnunternehmer dann die hier dargestellten Grundätze gegenüber dem Arbeitnehmer offenlegen, um diesen zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages zu bewegen.

Denn sicher ist: Der Arbeitnehmer, der einen Aufhebungsvertrag schließt (oder selbst kündigt), hat nicht mehr die Möglichkeit, eine Kündigungsschutzklage zu erheben.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12Selten haben sich Initiative und Beharrlichkeit so ausgezahlt wie in den Bemühungen unseres Berufsverbands Lohnunternehmen (BLU) um die eigene Berufsausbildung. Fachkraft Agrarservice (FAS) und Agrarservicemeister (ASM) gehören heute zu den attraktivsten Qualifikationen für junge Menschen im ländlichen Raum. Neben der reinen Notwendigkeit unsere Branche, Betriebsleiter und Mitarbeiter optimal im Hinblick auf die Herausforderungen des Lohnunternehmerberufes auszubilden, hat der eigene Beruf einen erheblichen Imagegewinn für die Berufsgruppe mit sich gebracht.

Fachkraft Agrarservice (FAS)

Die Berufsausbildung Fachkraft Agrarservice ist durch die Schwerpunkte Pflanzenbau, Landtechnik und Dienstleistungen nach wie vor bei Auszubildenden sehr beliebt. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Schülerzahlen wider, die sich gegenüber dem Vorjahr stabilisiert haben. Im Jahr 2017 haben rund 270 Fachkräfte Agrarservice ihren Abschluss erworben. Die Jahrgangszahlen für 2020 werden sich mit Beginn des zweiten Ausbildungsjahres dieser Gruppe (ab August 2018) durch Absolventen aus Berufsfachschulen bzw. Berufsgrundbildungsjahren (BGJ), Abiturienten und junge Männer und Frauen mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung noch um etwa 5 % erhöhen.

Für den theoretischen Unterricht stehen bundesweit neun Berufsschulen zur Verfügung, die jeweils für die Auszubildenden des „eigenen“ Bundeslandes verpflichtend sind. In Bundesländern ohne eigene Berufsschule wird die Versorgung über entsprechende Vereinbarungen der zuständigen Kultusministerien geregelt. Die Ausbildungsplätze gehen mit der zahlenmäßigen Bedeutung der Lohnunternehmen in den Bundesländern einher. Für die Fachkraft Agrarservice hat Niedersachsen noch immer die Führungsrolle inne, die auch durch zwei Berufsschulstandorte zum Ausdruck kommt.

Der Anteil junger Frauen in der Ausbildung ist mit unter 2 % leider noch sehr gering. Dennoch ist der BLU zuversichtlich, auch bei den weiblichen Nachwuchskräften weitere Zuwächse zu erzielen. Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig und qualifizierte Fachkräfte Agrarservice werden auch in Management und Koordinierung wichtige Funktionen in den Lohnunternehmen übernehmen müssen. Mittelfristig wird es dem Berufsstand trotz großer Anstrengungen nicht gelingen, mehr als 30 % des Mitarbeiterbedarfs über die eigene Berufsausbildung zu decken.



Agrarservicemeister (ASM)

Aufbauend auf die Ausbildung können sich Betriebsleiter und Mitarbeiter in zwei Wintersemestern zum Agrarservicemeister fortbilden. Diese Fortbildung ist eine hervorragende Qualifikationsmaßnahme für Führungskräfte in Lohnunternehmen. Ziel der Meisterausbildung ist, dass sich die Meisteranwärter mit den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens auseinandersetzen und diese entsprechend auswerten können. Im Vordergrund stehen dabei die Analyse und entsprechende Einschätzung der unternehmerischen Zusammenhänge eines Betriebes.

Die Fortbildung zum Agrarservicemeister hat sich seit Veröffentlichung der Durchführungsverordnung im August 2010 an drei Standorten in Deutschland (Kleve, Loccum, Triesdorf) etabliert. Mittlerweile haben 225 junge Menschen an der anspruchsvollen Fortbildung teilgenommen. Zukünftig rechnet der BLU mit Zuwächsen von bis zu 50 Agrarservicemeistern jährlich.

„Diese Entwicklung ist erfreulich, wird aber auch außerhalb unserer Branche interessiert verfolgt. Aus jedem Jahrgang „verschwinden“ Agrarservicemeister in branchenfremde Unternehmen, die aber der Landtechnik sehr nahe stehen. Dieser Sachverhalt bestätigt offensichtlich unseren Eindruck, dass wir in der Aus- und Fortbildung nicht immer alles, so doch das Meiste und Entscheidende, richtig gemacht haben und wir mit unserer Fachkraft Agrarservice und unserem Agrarservicemeister auf dem richtigen Weg sind“, erläutert Dr. Martin Wesenberg, Geschäftsführer des BLU.

Insgesamt ist die Entwicklung der Ausund Fortbildung als äußerst positiv zu bewerten, es ist bereits viel für die Branche erreicht worden. Damit aber nicht genug; der BLU fördert kontinuierlich die Entwicklung des Berufes und setzt sich für zunehmende Bekanntheit bei Auszubildenden und  Ausbildungsbetrieben ein.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Momentan gilt, da das zur Rübenaussaat 2018 verkaufte Saatgut noch komplett mit der Beize der alten Zulassung gebeizt wurde, darf dieses noch mit pneumatischen Sägeräten ausgesät werden. Für die Aussaat 2019 wird das Saatgut dann komplett mit der Beize mit neuer Zulassung pilliert und darf nicht mehr mit pneumatischen Sägeräten gesät werden.

Allerdings darf Rübensaatgut, das in europäischen Nachbarländern pilliert wurde und nicht die Auflage NH685 hat, weiterhin mit mechanischen oder pneumatischen Sägeräten ausgebracht
werden. Für eine Vereinheitlichung setzen sich die deutschen Pillierer aber ein.

Außerdem steht auch noch ein Verbot von Neonicotinoiden der EU im Raum. Eine Abstimmung aller EU-Mitgliedssaaten soll darüber demnächst entscheiden. Ein Verbot würde dann weitere Einschränkungen im Pflanzenschutz und bei Saatgutbeizen mit sich bringen. Der BLU wird Sie über das weitere Geschehen informieren und auf dem Laufenden halten.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Wirtschaftsdünger aufgefordert. Neben der Separation von flüssigen Wirtschaftsdüngern zur besseren Verwertung gibt es nun auch eine Lösung für Geflügelmist.

Durch die hohe Konzentration an Stickstoff in Geflügelmist, kann dieser keinen höheren Anteil in Substraten für Biogasanlagen einnehmen. Mit einem neuen System ist es nun möglich ammoniumreichen Geflügelmist mit großen Anteilen in Substraten in Biogasanlagen einzusetzen. Der Geflügelmist wird dafür mit einem kleinen Feststoffdosierer zerkleinert, dazu wird ungelöschter Kalk gegeben. Danach geht das Gemisch in einen gasdichten, verschlossenen Aufbereiter. Dort wird das Ammoniak durch eine chemische Reaktion, die durch den Kalk ausgelöst wird, ausgetrieben. Je nach Wassergehalt des Mistes wird das Mist-Kalk-Gemisch erhitzt, weil der Kalk gelöscht wird. Dabei wird der Mist so auch getrocknet.

Über Ammoniakstripping-Säulen wird das Ammoniak in Schwefelsäure gelöst. So kann eine Ammoniumsulfatlösung aufgefangen werden. Dieser Stickstoffdünger kann dann ohne weitere Behandlung ausgebracht werden. Zwischen 70–90 % Ammoniak kann so aus dem Geflügelmist gelöst werden. Nach der Behandlung kann der Geflügelmist ohne weiteres in die Biogasanlage gefüttert werden, daraus entstehen dann ganz normal Gärreste. Ein Tonne des behandelten Geflügelmistes kann eine Tonne Mais als Substrat für die Biogasanlage ersetzen.

Durch die Behandlung und das Herauslösen von Ammoniak aus Geflügelmist kann deutlich mehr Geflügelmist als Substrat in Biogasanlagen gefüttert werden. Dadurch müssen die Fruchtfolgen nicht mehr so maishaltig sein, da der Mais 1:1 ersetzt werden kann. Dies spart Transportfahrten während der Maisernte, sowie den Unmut der Anwohner. Da Geflügelmist ein relativ günstiges Substrat ist werden zusätzlich Kosten gespart und die  Transportwürdigkeit gesteigert. Außerdem entsteht noch ein stickstoffreicher Flüssigdünger, der ohne weitere Behandlung weitervermarktet oder ausgebracht werden kann. Die Anlage kann direkt auf Biogasanlagen oder beim Lohnunternehmer aufgestellt werden.


]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Noch einige Fragen offen

Besonders bei der Maut waren bei den Teilnehmern noch einige Fragen offen, was sich durch eine rege Beteiligung äußerte. Da sich in der aktuellen Rechtslage, aber noch etwas ändern kann, blieben einige Fragen weiterhin offen. Nach einer kurzen Pause ging Martin Vaupel im Anschluss auf die Zu Besuch bei Lohnunternehmen Niederauer Lenk- und Ruhezeiten (Kontrollgerät), die Kfz-Steuer, die Fahrerlaubnisse und die Berufskraftfahrerqualifikation sowie deren Voraussetzungen ein. Bei rechtlichen Fragen stand Pirko Renftel ihm zur Seite. Auch die erlaubten / nötigen Abmessungen, Gewichte (Achslasten, Stützlast, zulässiges Gesamtgewicht, etc.) und Kenntlichmachungen erläuterte Herr Vaupel inhaltlich.

Nach dem Vortrag folgte ein gemeinsames Mittagessen im ehemaligen Weinkeller im Haus Bicking, der für einen intensiven Austausch mit den Kollegen genutzt wurde.

Lohnunternehmen Niederauer

Im Nachbarort Stetten wurde dann das Lohnunternehmen Niederauer besucht. Geführt wird das Lohnunternehmen von den Betriebsinhabern Ralf Niederauer und Daniel Recklies, welches aus einem landwirtschaftlichen Betrieb entstanden ist. Angeboten wird neben Mähdrusch mit vier Mähdreschern und Rübenroden mit vier Rodern auch das Mais- und Rübenlegen, das Fräsen für den Weinbau sowie Quaderballenpressen. Aber auch Dienstleistungen im Weinbau werden wegen der regionalen Gegebenheiten angeboten. So besitzt der Betrieb drei Schmalspurschlepper, mit denen Mist gestreut wird, Entlaubungen durchgeführt und Stickel / Pfähle gesetzt werden.

Nach der Vorstellung des Betriebs und einem Betriebsrundgang endete der Tag mit Kaffee und Kuchen beim Lohnunternehmen Niederauer. Dabei konnte noch die ein oder andere interessante Nachfrage beantwortet werden sowie weitere spannende Gespräche geführt werden.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Neben der Geschäftsführung des Bundesverbandes übernimmt Dr. Matthes zum Beginn des Jahres 2019 auch die Geschäftsführung der LU Lohnunternehmer-Service GmbH und damit die Verantwortung für die Deutsche Lohnunternehmer Tagung (DeLuTa). Um die Besonderheiten und Regel dieser speziellen Branche kennenzulernen, wird Dr. Matthes ab sofort in alle Vorbereitungen und Planungen der DeLuTa eingebunden. Die Verantwortung für die DeLuTa 2018 bleibt bis zum Jahresende in den Händen des langjährigen Geschäftsführers Alfred Schmid.

Dr. Hartmut Matthes ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist gebürtiger Niedersachse. Er stammt von einem landwirtschaftlichen Betrieb und hat Landwirtschaft zunächst in Kiel und dann in Gießen studiert, wo er auch promovierte. Von 1992 an arbeitete er bei der Firma Claas in Harsewinkel. Dort hat er viele Jahre den Bereich Marketing geleitet sowie die Claas Academy und hat so bereits Bekanntschaft mit der Branche der Lohnunternehmer gemacht. Mit all diesen Voraussetzungen sieht er sich gewappnet für die kommenden Herausforderungen und freut sich auf die Zukunft.


 ]]> 26.05.2019 - 01:12:12
zum 1. Juli 2018 wird auch auf fast 40.000 km Bundesstraßen Maut erhoben. Gestern hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer klargestellt, dass die Ausnahme von der Maut für land- oder forstwirtschaftliche (lof) Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH.) von maximal 40 km/h generell gilt. Dabei ist es unerheblich, ob die Transporte entgeltlich und unentgeltlich erfolgen oder ob es sich bei den Transporten um Leerfahrten oder Fahrten mit Beladung handelt.

Lohnunternehmer sind damit bis zur bbH. von 40 km/h generell von der Maut befreit!

Zudem hat Herr Scheuer deutlich gemacht, dass die eng umrissenen Ausnahmen für die Land- und Forstwirtschaft aus dem Güterkraftverkehrsgesetz (innerbetrieblich, Nachbarschaftshilfe, Vermittlung über MR) auch im Rahmen der Maut gelten. Diese Ausnahmen gelten aber nur für lof-Betriebe und nicht für Lohnunternehmer.

Zugleich hat der Minister angeordnet, dass die beschriebenen Klarstellungen ab dem 01.07.2018 zur Anwendung kommen sollen, weil diese nach jetziger Planung bis zum 01.01.2019 im Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) verankert werden sollen. Das BAG ist seitens des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) entsprechend informiert worden.

Nicht geklärt ist bislang die Auslegung durch das BAG, wonach der Mautbefreiungstatbestand bis 40 km/h bbH. nur für steuerbefreite Fahrzeuge gelten soll.

Sofern sich diesbezüglich neue Entwicklungen ergeben, werden wir Sie umgehend informieren. Beachten Sie bitte auch die ausführliche Darstellung von Herrn Renftel.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Martin Wesenberg]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der darauffolgende Morgen begann für die Besucher des Jungunternehmertags mit einem Rundgang über das eindrucksvolle Gelände der landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf. Einem Ort, da waren sich die Besucher schnell einig, wo das Lernen besonders harmonisch verlaufen musste. Anschließend klärte uns Herr Norbert Bleisteiner, Leiter der Landmaschinenschule und Experte im Themenbereich erneuerbare Energien auf, was der bevorstehende Atomausstieg an Chancen und Möglichkeiten für die Lohnunternehmer mit sich bringen kann. Am Nachmittag stand der Praxisbezug auf der Agenda. Wir statteten den Mitgliedern Johannes und Stephan Kübler, Gründer und Geschäftsführer der Kübler´s GmbH & Co.KG einen Besuch ab. Der Betrieb bietet neben vielen gängigen Agrardienstleistungen vor allem Erd-& Wegebau an.

Doch das Highlight dieses Wochenendes, welches im Zeichen des Austauschs stand, hielt der Sonntag für uns bereit: den „Johannitag“. Dieses Volksfest, welches weit über die Grenzen Ansbachs hinaus bekannt ist, ließ ca. 20.000 Besucher auf das Gelände der Landmaschinenschule strömen. Von Landtechnikausstellungen, über Köstlichkeiten & Tierprämierungen bis hin zu Alltagsgegenständen gab es alles was die Herzen der Besucher höher schlagen ließ.
Torben Dierßen
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Jeder der Teilnehmer hat seine guten Leistungen bereits während seiner Ausbildungszeit gezeigt. Daher handelt es sich bei dem Berufswettkampf nicht nur um einen Wettkampftag. Sondern wir möchten den Auszubildenden zum Abschluss einen Tag ermöglichen, der zusätzlich Raum für einen intensiven Austausch und das gegenseitige Kennenlernen bietet. Sobald alle Prüfungen erfolgreich abgelegt sind, werden die drei besten Auszubildenden des Schulstandortes von uns eine Einladung erhalten. Trotzdem möchten wir Sie bitten, den Termin schon mal an ihre Auszubildenden weiterzugeben.

Die Anreise der Teilnehmer kann gern schon am vorherigen Abend erfolgen, ebenso lädt das BLU-Bildungswerk die Teilnehmer zu einer weiteren Übernachtung nach dem Wettkampftag ein. Die Abreise kann nach dem Frühstück erfolgen. Für die Auszubildenden entstehen für die Übernachtungen und die Verpflegung keine Kosten. Zusätzlich werden vom BLU-Bildungswerk die Fahrtkosten in Höhe eines Bahntickets der 2. Klasse erstattet. Die näheren Informationen erhalten ihre Auszubildenden mit den Einladungen. Bei weiteren Fragen können Sie sich auch gern mit uns in Verbindung setzen.

Der diesjährige Berufswettkampf findet am 25. Juli 2018 an der DEULA Rheinland in Kempen statt.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Beispielsweise meint das Verkehrszeichen mit schwarzem Schlepper auf weißen Grund bei Überholverboten, dass Kraftfahrzeuge und Züge bis 25 km/h überholt werden dürfen. Wer hier meint, sämtliche land- oder forstwirtschaftlichen (lof-) Fahrzeuge dürften überholt werden, liegt falsch. Auch die berühmten 25 km/h Anhänger zur Verwendung in lof- Betrieben (nicht LU!) scheinen ein Relikt vergangener Zeiten zu sein.

Nunmehr können Schlepper 60 km/h und schneller fahren (z.B. Fastrac). Transporte auch im lof-Bereich werden zunehmend mit LKW oder Agrotrucks durchgeführt. Eine Drosselung scheint wohl zu Recht ein Rückschritt hin zur Vergangenheit zu sein.

Warum 40 km/h?

Auf der anderen Seite gibt es verschiedene gesetzliche Vorgaben, die die 40 km/h als Grenze für eine Ausnahmeregelung vorsehen.

1. EG-Kontrollgerät und Fahrpersonalrecht (Fahrerkarte)

Das Fahrpersonalrecht kommt bei Fahrzeugen bis 40 km/h nicht zur Anwendung. Auch wenn für den lof-Bereich bestimmte Ausnahmen vorgesehen sind (z.B. Transport tierischer Nebenprodukte), so werden durch eine Drosselung sämtliche Zweifel hinsichtlich des „ob“ einer Fahrerkarte beseitigt.

2. Führerschein

Die Klasse „L“ erlaubt nur Fahrten mit Fahrzeugen bis zu einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) von 40 km/h. Auch der Führerschein der Klasse „T“ gilt für unter 18-jährige bis 40 km/h. Selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Stapler, Futtermischwagen und andere Flurförderfahrzeuge dürfen auch über 18 Jahren nur bis 40 km/h bbH mit „T“ gefahren werden.

3. GüKG

Nach Ablauf der Anwendungsfrist (31.05.2018) besteht die Möglichkeit, sich auf eine Ausnahme der Lizenzpflicht bis zu einer gesetzlichen Regelung zu berufen, wenn

a) Die Beförderung in der Land- und Forstwirtschaft üblich ist. Die eingesetzten Fahrzeuge dürfen nur land- und forstwirtschaftliche Transporte verrichten, nicht aber beispielsweise für Baustellenverkehr verwendet werden.

b) Die Beförderung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe erfolgt. Dazu gehören nur die Betriebe, die land- und forstwirtschaftliche Rohstoffe erzeugen und produzieren, nicht aber Betriebe, die die Rohstoffe nur ver- oder weiterverarbeiten.

c) Es sich bei den beförderten Gütern um land- und forstwirtschaftliche Bedarfsgüter oder Erzeugnisse handelt, wie z. B. Ernte, Vieh, Futter- und Düngemittel.

d) Die Beförderungen mit Fahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) von höchstens 40 km/h erfolgen.

e) Die Teilnahme am gewerblichen Güterkraftverkehr verkehrswirtschaftlich unbedeutend ist. Ein befördernder Unternehmer darf sich nicht auf eine Befreiung berufen, um sich durch die Nichteinhaltung der geltenden Bestimmungen wettbewerbsrechtlich einen Vorteil, insbesondere gegenüber dem gewerblichen Straßengüterverkehr nach den übrigen Vorschriften des GüKG, zu verschaffen.

Selbst die gesetzliche von den grünen Verbänden vorgeschlagene Ausnahme bezieht sich auf lof-Fahrzeuge mit einer bbH von 40 km/h. Wer folglich lizenzfrei unterwegs sein möchte, muss zumindest die Fahrzeuge auf 40 km/h drosseln.

4. Maut

Die Maut gilt ab 1. Juli auf allen Bundesstraßen für Fahrzeuge ab 7,5 t zul. Gesamtgewicht inkl. Anhänger.

Dabei unterscheidet die Maut zunächst zweierlei Fahrzeugarten. Fahrzeuge die zur Güterbeförderung bestimmt sind (kurz gesagt: alle Fahrzeuge die wie LKW aussehen, auch Agrotrucks), sind mautpflichtig. Andere Fahrzeuge sind nur mautpflichtig, wenn sie zur Güterbeförderung verwendet werden. Für Schlepper oder Unimogs muss damit nur Maut gezahlt werden, wenn sie tatsächlich etwas befördern (z.B. Pflanzenschutzmittel, Gülle, Mais- oder Getreidetransporte).

Darüber hinaus sind lof-Fahrzeuge im geschäftsmäßigen Güterverkehr bis zu einer bbH von 40 km/h komplett, d.h. auch bei konkreter Güterbeförderung, von der Maut befreit.*

5. TÜV, Sicherheitsprüfung und Sonstiges

Die Sicherheitsprüfung alle 6 Monate bei über 40 km/h Schleppern entfällt bei der Drosselung. Die Hauptuntersuchung wird nur noch alle 24 Monate fällig (bei >40 km/h alle 12 Monate).

Im Übrigen stellt sich die Frage der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Bringt die erhöhte Geschwindigkeit wirklich zeitliche Vorteile? Wie sind diese unter Berücksichtigung des Mehrverbrauchs und -verschleißes zu bewerten?

Abschließend bleibt zu erwähnen, dass die meisten Anhänger oder angehängte Arbeitsgeräte im lof-Bereich ohnehin nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h geführt werden dürfen.

* Hinweis: Zum Zeitpunkt des Artikels verlangte die BAG zusätzlich eine Steuerbefreiung für Kfz. Dieses findet unserer Auffassung nach keine Stütze im Gesetzestext, vgl. §1 Abs.2 Nr.6 BFStrMG. Die Auffassung, dass Lohnunternehmen nicht geschäftsmäßig sondern entgeltlich befördern wurde von der BAG aufgegeben.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Passgenaue Besetzung – Willkommenslotsen

Mit dem Projekt “Passgenaue Besetzung“ werden Unternehmer unterstützt, freie Stellen oder Ausbildungsplätze mit geflüchteten Menschen zu besetzen. Für dieses Beratungsangebot stehen bundesweit 170 Willkommenslotsen zur Verfügung. Die Förderung des Projektes übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, sodass ihnen ein kostenloses Beratungsangebot zur Verfügung steht. Das Projektziel ist die Unternehmen, durch die Beschäftigung oder Ausbildung von Flüchtlingen, zu bereichern und zur Fachkräftegewinnung beizutragen.

Angebot der Willkommenslotsen

Die Willkommenslotsen sind nach Branchen aufgegliedert, so gibt es auch für Unternehmen aus der grünen Branche spezielle Ansprechpartner. Ebenso auf ihre Bedürfnisse abgestimmt, können sie mit ihrem Willkommenslotsen gemeinsam ein Anforderungsprofil für den Mitarbeiter oder den Auszubildenden erstellen. Anhand dessen übernimmt ihr Willkommenslotse für sie die Bewerbersuche und trifft eine Vorauswahl. Abhängig von dem Aufenthaltsstatus und der Qualifikation des Geflüchteten werden sie bei allen
Formalitäten und Fördermöglichkeiten unterstützt.

Zusammenfassend sind Willkommenslotsen, somit einerseits betriebsintern für die Integration und die Formalitäten tätig. Als auch für die externen Belange, dass heißt die Nutzung von Unterstützungs- & Förderprogrammen.

Ihr Kontakt zu einem Willkommenslotsen

Für die Ausbildung der Willkommenslotsen ist das KOFA-Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung zuständig. Um einen Willkommenslotsen für ihre Region zu kontaktieren, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sie melden sich bei der für Sie zuständigen Stelle (z. B. Landwirtschaftskammer) oder Sie informieren sich über die bundesweite Übersichtsseite der Willkommenslotsen. Zu dieser Internetseite gelangen Sie unter folgendem Link: www.kofa.de/themen-von-a-z/willkommenslotsen/unterstuetzung-vor-ort. Der Kontakt zu einem Willkommenslotsen lohnt sich, sowohl bezüglich eines Praktikums, einer Ausbildung sowie zukünftigen oder bestehenden Beschäftigungsverhältnissen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Aber nicht nur landwirtschaftliche Betriebe haben mit den Ertragseinbußen zu kämpfen. Betroffen sind auch Lohnunternehmen, die als landwirtschaftliche Dienstleister Erntearbeiten für Landwirte übernehmen. Selbst wenn die Ernte auf Grund der stabilen Hochdruckwetterlage in diesem Jahr fast „geräuschlos“ vonstatten geht – die absoluten Erntemengen führen zu deutlich schlechteren Auslastungen der Maschinen und das nicht nur in der Getreide-, sondern auch bei der Grasernte. In einigen Regionen droht beispielsweise die eine oder andere Grasmahd komplett auszufallen; wo sonst drei bis vier Schnitte pro Jahr üblich sind. Für viehhaltende Landwirtschaftsbetriebe bedeutet das massive Engpässe in der Futterversorgung.

Zu den Mindererträgen kommt hinzu, dass die Preise für Agrarprodukte in der vergangenen Zeit nicht besonders hoch waren. Und obwohl inzwischen ein leicht positiver Trend zu erkennen ist, bleibt für die Lohnunternehmen abzuwarten, wie sich die Kombination aus geringen Erntemengen und damit einhergehender geringer Maschinenauslastungen, schlechten Getreidequalitäten und strapazierten Preisen auswirkt. Erfahrungsgemäß bekommen Lohnunternehmer die finanziellen Auswirkungen oft erst deutlich später als die Landwirte zu spüren; spätestens, wenn die Abrechnung für die geleistete Arbeit erfolgt und Beträge offen bleiben.

Es bleibt für die gesamte Branche zu hoffen, dass wir in naher Zukunft eine Entspannung der Situation erreichen. Mit einem Blick auf die Wetterkarte ist wohl derzeit leider noch nicht davon auszugehen.

BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In der kommenden Woche wollen sich die Agrarminister der Länder und des Bundes treffen, um die aktuelle Situation zu beraten. Wenn es um Hilfen für notleidende Betriebe in der Landwirtschaft  geht, dürfen die Lohnunternehmen nicht vergessen werden! Der  BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V. hat dazu ein Schreiben an die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner versendet und darauf aufmerksam gemacht, welche wichtige Rolle die Agrardienstleistungen im ländlichen Raum als Partner und Innovationsträger für die Landwirtschaft spielen.


Wir halten Sie selbstverständlich über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.
Dr. Hartmut Matthes]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Diesen bundesweiten Berufswettbewerb konnte aus 18 Teilnehmern Julian Gerarts vom Lohnunternehmen Bollwerk aus Bocholt für sich entscheiden. Den zweiten Platz belegte Raphael Steinam vom Dienstleistungsunternehmen Krämer aus Gräfenberg. Für die süddeutschen Teilnehmer hatte sich der weite Weg gelohnt, denn auch den dritten Platz konnten sie belegen. Diesen Platz erreichte Sophia Meyer vom Agroservice Lindt aus Wächtersbach als einzige Teilnehmerin.

Die Wettbewerbsregie hat auf Basis der vermittelten Lehrinhalte anspruchsvolle Aufgaben in den unterschiedlichen Schwerpunkten Pflanzenproduktion, Landtechnik und Dienstleistungen zusammengestellt. Die Teilnehmer konnten noch einmal beweisen, was sie während ihrer mehrjährigen Ausbildung gelernt haben.

Dabei reichen die Aufgaben von praktischen Rangierübungen mit Trecker und Anhänger über die Bestimmung von Pflanzenkrankheiten bis hin zu betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen. In freieren Aufgaben müssen die jungen Fachkräfte Agrarservice auch durch persönliches Auftreten überzeugen und eine kurze Präsentation halten.

Die drei besten Fachkräfte erhielten neben Sachpreisen auch Preisgelder. Der bekannte Landtechnikhersteller AMAZONE sponsert seit vielen Jahren den Berufswettbewerb vom Bildungswerk des Bundesverbandes Lohnunternehmen. Wir gratulieren nochmal recht herzlich allen Platzierten und vor allem auch allen Teilnehmern für die besonderen Leistungen am bundesweiten Berufswettbewerb sowie dem hervorragenden Ausbildungsabschluss.

Kontakt
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Danach muss der Käufer (= Lohnunternehmer) gegenüber dem Verkäufer (= Händler,  Hersteller) bei der Übergabe vorhandene Mängel am Kaufobjekt (= Maschine) unverzüglich rügen. Anderenfalls verliert er seine kompletten Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Verkäufer.

Unverzügliche Rügepflicht:

Die Pflicht, Mängel unverzüglich zu rügen, betrifft zunächst erkennbare Mängel. Das heißt, dass der Käufer (= Lohnunternehmer) die Maschine bei der Übergabe auf „Herz und Nieren“ überprüfen muss, um offenkundige Mängel zu erkennen.

Findet er Mängel, so müssen diese unverzüglich, das heißt „ohne schuldhaftes Zögern“ gegenüber dem Verkäufer gerügt werden. An das Erfordernis der Unverzüglichkeit werden seitens der Rechtsprechung strenge Anforderungen gestellt. So genügt das Rügen
eines erkennbaren Mangels einen Tag nach der Übergabe der Maschine bereits nicht mehr.

Praxistipps:
Hierzu bietet sich ein schriftliches Übergabeprotokoll (s. o.) oder die sofortige Mitteilung per Fax (und anschließendem Brief) an. Dabei sollte in jedem Fall der Faxbericht ausgedruckt und zu Beweiszwecken aufgehoben werden.

Ist ein Mangel demgegenüber nicht erkennbar, z. B. weil bestimmte Leistungshöchstwerte oder –parameter seitens des Verkäufers zugesichert worden sind und diese im Praxiseinsatz nicht erreicht werden, so sind solche Mängel nach deren Auftreten ebenfalls unverzüglich gegenüber dem Verkäufer zu rügen (§ 377 Absätze 2, 3 HGB).

Hier gilt das Gleiche wie bei erkennbaren Mängeln, das heißt der Mangel muss nach seinem Auftreten sofort und in beweisbarer Form (Fax) schriftlich gegenüber dem Verkäufer gerügt werden.

Abschließende Anmerkungen:

Zur Rüge eines Mangels beim Kauf einer Maschine kann das Muster „Aufforderung zur Mängelbeseitigung mit Fristsetzung unter Ablehnungsandrohung“ des BLU e. V. genutzt werden. Dieses ist im Mitgliederbereich der Homepage enthalten und kann Ihnen aber auch durch die Geschäftsstelle zur Verfügung gestellt werden.

Inhaltlich geht dieses Muster über eine schlichte Mängelrüge hinaus, da hier zugleich die Beseitigung des Mangels mit einer Fristsetzung vom Verkäufer gefordert wird und für den Fall der Nichtbeseitigung des Mangels in der gesetzten Frist weitere Nachbesserungsversuche abgelehnt werden.

Dieses Vorgehen hat seinen Grund in dem Grundsatz des Vorrangs der Nacherfüllung, der zugunsten des Verkäufers gilt. Danach ist dieser berechtigt, Mängel am Kaufobjekt zunächst selbst zu beseitigen, ehe der Käufer die Minderung des Kaufpreises oder den Rücktritt vom Kaufvertrag verlangen kann. Der Käufer muss die Nachbesserung / Mängelbeseitigung durch den Verkäufer aber nicht dauerhaft bzw. endlos dulden. Hier hilft dem Käufer die Fristsetzung, um die Nachbesserungsversuche des Käufers zeitlich zu
begrenzen.

Wer insgesamt Fragen zum Vorgehen beim Kauf einer mangelhaften Maschine hat, der wird gebeten, sich beim Verfasser dieses Artikels in der Geschäftsstelle zu melden.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Stickstoffdüngung nach Ernte der Hauptfrucht

Nach der Ernte der Hauptfrucht beginnt auf Ackerland für alle stickstoffhaltigen Düngemittel die Sperrfrist bis 31. Januar. Das heißt sowohl die organischen Dünger als auch stickstoffhaltige Mineraldünger sind davon betroffen. Durch geringe verfügbare Stickstoffgehalte sind Komposte und Festmiste von Huf- & Klauentieren von dieser Regelung ausgenommen. Die Dünge-VO gibt hier ein absolutes Ausbringverbot vom 15. Dezember bis 15. Januar vor.

Ausnahmen innerhalb der Herbstdüngung nur nach der Ernte von Getreide

In engen Grenzen ist eine Düngung nach der Getreideernte zulässig, wenn es sich bei der Folgekultur um Winterraps, Wintergerste, Feldfutter oder eine Gründüngungszwischenfrucht handelt. Allerdings muss die Aussaat der Folgekultur rechtzeitig erfolgen, damit im Herbst noch ein Düngebedarf entsteht. Aus diesem Grund müssen Feldfutter,  Gründüngungszwischenfrucht und Winterraps bis zum 15. September ausgesät werden. Wenn es sich bei der Folgekultur um Wintergerste handelt, ist die Aussaat bis zum 01. Oktober zu erledigen. Zusätzlich müssen die Landwirte prüfen, ob die Bodenversorgung eine Düngemaßnahme im Herbst erlaubt. Bei langjährig organisch gedüngten Böden oder humusreichen Böden kann die  Stickstoffnachlieferung aus den Bodenvorräten, zu einer Abdeckung des Stickstoff-Düngebedarfes im Herbst führen.

Wenn die oben beschriebenen Rahmenbedingungen eine Düngung zulassen, müssen drei Grenzen beachtet werden: Bitte beachten Sie, dass die zuerst erreichte Grenze die Ausbringungsmenge reguliert! Zusätzlich ist eine Getreidevorfrucht Grundvoraussetzung für eine Stickstoffgabe im Herbst. Eine Stickstoffdüngung nach Mais, Raps, Kartoffeln, Zuckerrüben, Feldgemüse, Leguminosen, Brache, Gras und anderen Vorfrüchten oder zur Förderung der Strohrotte ist wegen fehlendem N-Düngebedarf grundsätzlich verboten.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Horst Lochner, Schulleiter des BSZ Ansbach-Triesdorf, resümierte die vergangenen zwei Jahre der FAS´ler in Triesdorf in einer kurzen Ansprache. Für die FAS´ler sprach Sophia Meyer ein paar Worte an die Gäste. Im Anschluss erhielten alle 31 Fachkräfte ihren Gesellenbrief und ihr Zeugnis. Die Agrarservicemeister wurden mit einem Gespräch von Norbert Bleisteiner (Leiter der Landmaschinenschule) und Joachim Heller (Vorsitzender des ASM-Prüfungsausschusses) über den ASM-Kurs mit einigen Anekdoten angekündigt. Markus Metschl hielt eine kurze Rede im Namen des Kurses. Im Anschluss erhielten 18 Teilnehmer des Kurses ihren Meisterbrief.

Danach wurden die vier besten Agrarservicemeister, Cornelius May, Markus Metschl, Alfons Huber und Philip Schreglmann, von BLU-Geschäftsführer Martin Wesenberg im Namen des
BLU und der Landesgruppe Bayern ausgezeichnet. Dabei erhielten sie jeweils ein Buch und einen Scheck vom BLU-Bildungswerk. Cornelius May erhielt außerdem als bester Absolvent
einen Gutschein für ein ADAC-Fahrsicherheitstraining. Auch die vier besten FAS´ler, Raphael Steinam, Maximilian Hofer, Sophia Meyer und Maximilian Arnold, wurden von Martin Wesenberg mit einem Buch geehrt.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Sicherlich stellt sich bei dem einen oder anderen Lohnunternehmen ein mulmiges Gefühl ein, fremde Personen auf das Betriebsgelände und auf dem Fahrzeug mitzunehmen. Die Klärung haftungsrechtlicher Fragen ist zwingend notwendig, um eine derartige Aktion mit gutem Gewissen durchführen zu können. Schließlich sind Betriebsgelände und der Straßenverkehr selbst nicht ohne weiteres gefahrenlos.

Die Sicherheit sollte bei derartigen Aktionen an erster Stelle stehen. Der Ablauf der Aktion „Mitfahrticket“ sollte im Voraus betrieblich mit allen Mitarbeitern besprochen und der Bewegungsradius der Person definiert werden. Ist ein Besuch der Werkstatt oder etwaiger
Lager nötig und wenn ja, gefahrlos möglich oder sollten gewisse Bereiche gemieden werden. Die Fahrtwege der Logistikkette sollten aus einem sicheren Bereich beobachtet und der Teilnehmer möglichst direkt und gesondert abgeholt werden. Auch die Zuständigkeit der Verantwortlichkeit für den Mitfahrer sollte im Vorfeld geklärt werden. Wenn nicht der Betriebsinhaber selbst, sollte nur ein erfahrener langjähriger und zuversichtlicher Mitarbeiter, der das auch gerne tut, zuständig sein.

Ein kompletter Schutz lässt sich nicht bieten und wird sicherlich auch versicherungsrechtlich nicht vorhanden sein. Allerdings sollten die möglichen Gefahren auf dem Betrieb oder bei den jeweiligen Arbeitsplätzen minimiert werden.

Der Besuch betriebsfremder Personen auf dem Betriebsgelände müsste von der Betriebshaftpflicht versichert sein. Beim Kfz müsste für das Mitfahren die Kfz-Haftpflicht im Falle von Unfällen eintrittspflichtig sein. Eine gesonderte Insassenunfallversicherung ist damit regelmäßig nicht erforderlich. Vor Durchführung einer solchen Aktion kann nur dringend empfohlen werden, diese Haftungsfragen vorab mit den besagten Versicherungen zu besprechen und sich eine schriftliche Versicherungsbestätigung einzuholen.

Dass der „Beifahrersitz“ im Schlepper, Häcksler oder Drescher von den Herstellern teilweise als Platz eines Einweisers oder Instrukteurs deklariert wird, dürfte davon unabhängig sein. Nach § 21 der StVO reicht ein besonderer Sitz aus. Darunter ist jede Vorrichtung zu verstehen, die nach Ihrer Bauart dazu bestimmt ist, als Sitz zu dienen, mag diese Zweckbestimmung auch nicht die ausschließliche sein. Geeignet ist eine Sitzgelegenheit nur dann, wenn man auf ihr sicher sitzen kann. Im land- oder forstwirtschaftlichen Bereich wird darunter auch die Ladefläche des Anhängers angesehen. Der Sitz sollte zur Sicherheit des Mitfahrers zwingend mit Anschnallgurten (die auch verwendet werden!) versehen sein.

Beförderungen von Kindern bis zum Vollendeten 12. Jahr, die kleiner als 1,5 m sind in Kfz grundsätzlich mit anerkannten Rückhaltesystemen zulässig. Wie diese Regelung bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu werten ist, ist unklar. Deshalb sollten die Mitfahrer stets älter und größer sein. Bei Minderjährigen ist es ratsam, die Teilnahme elterlich bestätigen zu lassen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wenige Tage nach der Haus- und Hofdurchsuchung ist der verdächtigte Betriebsleiter bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Bundesweit werden jährlich zwischen 10 und 30 Fälle von Sabotageakten bekannt. Die Dunkelziffer liegt aber weit darüber. Der BLU sucht gemeinsam mit Fachleuten aus verschiedenen technischen Disziplinen nach Möglichkeiten, alle Fremdkörper (Metalle, Steine, Kunststoff, Tiere) im Erntegut zu detektieren. Wir hoffen, dass bereits in diesem Herbst erste Versuche in der Praxis durchgeführt werden können.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wer diesen praktischen Berufsweg zu Ende denkt, landet automatisch bei der Meisterausbildung. Neben den neun Berufsschulstandorten gibt es seit 2014 nunmehr drei Standorte für die Fortbildung zum Agrarservicemeister: in Kleve, Triesdorf und Nienburg. Die Vorbereitungskurse für die Meisterprüfungen finden überwiegend in den Wintermonaten von November bis März statt. Die anschließende Meisterprüfung erstreckt sich auf die folgenden drei Bereiche:
  1. Pflanzenproduktion, Verfahrensund Agrartechnik, Dienstleistungen
  2. Betriebs- & Unternehmensführung
  3. Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
Mit den genannten drei Agrarservicemeister- Standorten ist der Grundstein für hochqualifiziertes Personal geschaffen, dass speziell auf die Ansprüche im Lohnunternehmen abgestimmt ist. Mit den drei Standorten ist teilweise auch eine unterschiedliche Strukturierung der Vorbereitungskurse verbunden. Die wichtigsten Eckdaten haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst. Finden Sie heraus, welcher Standort am Besten zu Ihnen passt!

Nienburg/Weser (Niedersachsen)
Mit Beginn des ASM Kurses 11 Ende November 2018 verlagert sich der Meisterschulstandort von Loccum nach Nienburg. Auf dem sechs ha großen Gelände der DEULA befinden sich neben technisch modern ausgestatteten Unterrichtshallen und Schulungsräumen auch ein attraktiv ausgestattetes Gästehaus. Mit der DEULA Nienburg und ihrer langjährigen Erfahrung in der “grünen“ Fort- & Weiterbildung haben wir eine Weiterbildungsstätte gefunden, die perfekt auf unsere Lehrgangsteilnehmer abgestimmt ist. Der Unterricht an der DEULA findet über zwei Wintersemester von Mitte November bis Mitte/Ende Februar statt. Nur für den BAM-Lehrgang wird der Unterricht für zwei Wochen nach Oesede verlegt.

Hinzu kommt der praktische Pflanzenbaulehrgang für eine Woche im Mai.

In Nienburg wird den Teilnehmern das Komplettpaket geboten, neben den  Schulungsmaßnahmen ist hier auch für die Unterbringung und Verpflegung gesorgt. Trotz der Anmeldefrist bis zum 01. Juni besteht noch die Chance über die Nachrücker-Liste teilnehmen zu können. Also nutzen Sie diese Möglichkeit und melden sich schleunigst bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für den 11. Agrarservicemeisterkurs an. Für weitere Fragen können Sie sich gern mit uns oder der LWK Niedersachsen in Verbindung setzen.

Kontakt:
                           BLU Bundesverband
Lohnunternehmen e.V.  
Seewiese 1
31555 Suthfeld-Riehe
Tel: 05723 7497-0
E-Mail:
Internet: www.lohnunternehmen.de

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Mars-la-Tour-Str. 1-3
26121 Oldenburg
Richard Didam
Telefon: 0441 801-317
E-Mail:
richard.didam@lwk-niedersachsen.de
Internet: www.lwk-niedersachsen.de

  Kleve am Niederrhein (Nordrhein-Westfalen)
In Nordrhein-Westfalen geht die Landwirtschaftskammer in Kleve mit dem Haus Riswick einen anderen Weg. Die dortige Fachschule für Agrarwirtschaft – Fachrichtung Landwirtschaft – Schwerpunkt Agrarservice – bietet ein staatliches Fachschulangebot für die Fachkräfte Agrarservice an: Abschluss staatlich geprüfte/r Wirtschafter/-in Agrarservice.

Die staatliche Fachschule ist als berufsbegleitende Teilzeitfachschule in zwei Wintersemester aufgeteilt. Der halbtägige Unterricht findet jeweils vom 1. November bis 31. März statt und damit in der für die Agrarservice-Fachkräfte arbeitsruhigeren Zeit. Zum Ende der Fachschule legen die Teilnehmer die Wirtschafterprüfung ab. Die Meisterprüfung, mit den eingangs beschriebenen drei Bestandteilen, kann zusätzlich während und nach dem Fachschulbesuch abgelegt werden.

Eine Unterkunft der Teilnehmer ist in der Nähe möglich.

Es handelt sich dabei um zwei unterschiedliche Fortbildungen mit voneinander abweichenden Anmeldebögen, Zulassungsvoraussetzungen und Zuständigkeiten/Ansprechpartnern:

Kontakt:

Staatlich geprüfter Wirtschafter Agrarservice
Berufskolleg der
Landwirtschaftskammer NRW
Fachschule für Agrarwirtschaft Kleve
Katharina Arians (02821 996-171)
Elsenpaß 5
47533 Kleve

Agrarservicemeister
Landwirtschaftskammer NRW
Geschäftsbereich 4 – Berufsbildung,
Fachschulen
Dr. Wilhelm Siebelmann
(0251 2376-301)
Bernadette Wewer (0251 2376-292)
Nevinghoff 40
48147 Münster

Triesdorf bei Ansbach (Bayern)
Seit November 2014 wird am Fachzentrum für Energie und Landtechnik in Triesdorf in Kooperation mit dem Fortbildungszentrum Triesdorf als zuständige Stelle die Meisterfortbildung angeboten. Schon 2016 konnten die ersten Meisterbriefe in Bayern ausgehändigt werden.

Das Fachzentrum für Energie und Landtechnik ist eine Einrichtung des Bezirks Mittelfranken mit 10 Lehrkräften (Diplom Ingenieure FH, Meister, Techniker) und 15 beheizten, mit moderner Medientechnik ausgestatteten Hallen für die Unterweisung an der Technik.

Zuständige Stelle für die hoheitlichen Aufgaben wie z.B. die Zulassung, die Organisation und Abnahme der Prüfungen, Berufung, Schulung und Organisation der Prüfungsausschüsse und die Übergabe der Meisterbriefe ist das Fortbildungszentrum Triesdorf als staatliche Einrichtung.

Die Meisterfortbildung erstreckt sich auf 20 Wochenblöcke verteilt über zwei Winter. Der überwiegende Teil des Unterrichts erfolgt in den Monaten November bis März. Lediglich die Inhalte zum praktischen Pflanzenbau werden in den Sommermonaten vermittelt. Der Unterricht in Triesdorf findet ganztägig statt.

Kontakt:
Fortbildungszentrum für Landwirtschaft und Hauswirtschaft Triesdorf
Reitbahn 1
91746 Weidenbach
Tel: 09826/187302
Fax: 09826/187399
Poststelle@fbz-td.bayern.de
www.stmelf.bayern.de

Fachzentrum für Energie und Landtechnik / Landmaschinenschule
Seckendorffstraße 2
91746 Weidenbach
Tel.: 09826 18-2002
Fax: 09826 18-2099
lms@triesdorf.de
www.triesdorf.de

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
mehrmals berichteten wir über das Thema Datensicherheit, Datenschutz und Phishing-Mails.

In den letzten Tagen häuften sich die Vorfälle, dass Mitglieder vermeintlich von uns stammende E-Mails mit Rechnungen oder Verträgen erhielten.

Zuletzt waren sogar E-Mails im Umlauf, die auch beim tatsächlichen Absender eine E-Mail von uns suggerierten. Teilweise gab es auch eine (falsche) Signatur mit Telefonnummer.

Wie immer waren diese E-Mails nicht von uns. Rechnungen erhalten Sie von uns stets per Post! Wann immer Sie eine E-Mail erhalten, achten Sie bitte darauf, keine Anhänge zu öffnen. Ganz Fatal ist, wenn etwas dabei ausgeführt werden soll. Hier können sich Trojaner, Viren u.ä. verstecken. Dies gilt ebenso, wenn Sie von Office bzw. Word oder anderen Programmen danach gefragt werden, ob Sie z.B. Makros öffnen oder Inhalte aktivieren möchten. Diese Fragen sind stets zu verneinen!

Falsche E-Mails entlarven:
Beispielsweise erhalten Sie im Absenderfeld folgende Informationen:
grasshoff@lu-verband.de <12345advisor@virtualcity.com>




Sollten Kontaktdaten vorkommen, klicken Sie möglichst nicht auf eine Verlinkung. Diese ist in der Regel farblich „blau“ und unterstrichen vom anderen Text zu unterscheiden.

Sollten Sie derartige vermeintlich von uns stammende E-Mails erhalten, können Sie uns natürlich gerne kontaktieren.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In engagierten Redebeiträgen verwiesen Bärbel Buschhaus (Kreislandwirtin Kleve), Klaus Pentzlin (BLU-Präsident), Wilhelm Plogmaker (Vizepräsident LU-Verband NRW) sowie Dr. Franz-Josef Storck (Haus Riswick) auf die Inhalte und Bedeutung des Berufsbilds einerseits, anderseits aber auch auf die Herausforderungen und Verpflichtungen in der modernen Arbeitswelt der Landwirtschaft und des ländlichen Raums. Alle Redner zeigten sich hocherfreut über die hohe Anzahl Absolventen, die am Arbeitsmarkt sicher auf großes Interesse stoßen werden.

Die Qualität in Aus- und Fortbildung kommt auch in den hohen Anteilen guter Abschlussergebnisse mit einer „Eins vor dem Komma“ zum Ausdruck. Als Jahrgangsbester bei den Fachkräften Agrarservice wurde Jeff Schroeder aus dem luxemburgischen Reinberg (Ausbildungsbetrieb LU Hess, L-Oberglabach) geehrt. Dahinter konnten sich Luca Kühnen aus Emmerich (Ausbildungsbetrieb LU Seegers, Kalkar) und Julian Gerarts aus Bocholt Ausbildungsbetrieb (LU Bollwerk, Bocholt) platzieren. Diese drei Besten wurden für ihre hervorragenden Leistungen mit Sachpreisen und auch der Nominierung für den Berufswettbewerb der Fachkraft Agrarservice an der DEULA Kempen prämiert. (14 Tage später konnte sich Julian Gerarts in einem sehr spannenden Wettbewerb den ersten Platz sichern – ein großer Erfolg!)

Nicht weniger erfolgreich schlossen die Agrarservicemeister des Jahrgangs 2018 ihre Prüfungen ab. Als Jahr gangsbeste wurden Jannik Brüggershemke (LU Flaskamp, Rheda-Wiedenbrück), Jan Krümpel (LU Krümpel, Wettringen) und Henning Hachmeister (LU Kühl, Groß-Offenseth-Aspern in Schleswig-Holstein) mit hochwertigen Preisen (Geld- und Sachpreise sowie einem ADAC-Sicherheitslehrgang) ausgezeichnet. In dem Zusammenhang forderte Dr. Martin Wesenberg (Geschäftsführer des BLU-Bildungswerks) die Absolventen auf, sich an einem Leistungsvergleich mit den anderen Meisterschulen aus Niedersachsen und Bayern zu beteiligen. Das Bildungswerk wird die besten Projektarbeiten prämieren.

Die freundschaftliche und kollegiale Atmosphäre sowohl bei den Fachkräften als auch bei den Meistern kam wie immer in der Rückschau auf die Aus- und Fortbildungszeit sehr deutlich zum Ausdruck. In bekannt unterhaltsamer Form haben seitens des Lehrerkollegiums Bernhard Wagner und Carsten Neulen sowie die jeweiligen Klassensprecher verschiedene Episoden ihrer „Riswicker-Zeit aus einem nicht immer ernstzunehmenden Blickwinkel“ beleuchtet und damit einen großen Beitrag für gute Stimmung und beste Unterhaltung in Goch geliefert.

Etwas Wehmut kam dann doch noch auf, als Heinz-Günter Gerighausen aus Altersgründen aus dem aktiven Aus- und Fortbildungsgeschehen entlassen wurde. Herr Gerighausen konnte seit 2005 auch im „Lohnunternehmerberuf“ Akzente setzen, die angehenden Facharbeiter mit seinem enormen Fachwissen aus Landtechnik und Landwirtschaft begeistern und dadurch viel zum Gelingen und auch zum positiven Image dieses modernen
Dienstleistungsberufs beitragen.

BLU-Präsident Klaus Pentzlin und NRW-Vizepräsident Plogmaker dankten Heinz-Günter Gerighausen für sein bemerkenswertes Engagement und seinen vorbildlichen Einsatz herzlich. Das Auditorium würdigte die bemerkenswerten Leistungen den Geehrten mit einem entsprechenden Beifall. Die Veranstaltung würde anschließend in den gemütlichen Teil überführt und noch einige Stunden für berufliche und private Gespräche genutzt.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
nach vier langen Jahren kehrt mit der PotatoEurope 2018, vom 12. – 13. September, die bedeutendste Messe der Kartoffelbranche endlich wieder zurück nach Deutschland, genauer gesagt auf das Rittergut Bockerode bei Hannover.

Es erwarten Sie an den beiden Messetagen über 220 internationale Aussteller, beeindruckende Maschinenvorführungen im Kartoffelsegment sowie die aktuellsten Trends im Bereich Kartoffel – von alternativen Krautminderungsverfahren über optoelektronische Sortierung ungewaschener Kartoffeln bis hin zur Öko-Kartoffel.

Gemeinsam mit der DLG möchten wir Sie zur PotatoEurope 2018 einladen. Wir bieten Ihnen einen exklusiven Preisnachlass von 3€ beim Kauf Ihrer Tageskarte im Online Shop mit dem beigefügten Rabattcode an.

Die aktuelle Ausstellerliste sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Website www.potatoeurope.de.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Besucherprospekt Potato Europa 2018]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Von 10-12:00 Uhr war zuerst einmal im Fährhaus Farge mit Blick auf die Weser gemütliches Frühstück und Klönschnack angesagt. Es gab viel zu erzählen und die Zeit verging wie im Flug.
Während der Begrüßung wies Andrea van Eijden auf die bevorstehenden Frauenseminare im November, auf die DeLuTa in Bremen sowie auf eine geplante Fahrt zur Sima nach Paris hin. Sie erzählte auch, welche Themen gerade die Mitarbeiter/innen in der Geschäftsstelle beschäftigen.
Nach dem Frühstück ging es im gemeinsam mit dem Bus zum Denkort „U-Bootbunker Valentin“. Mitte 1943 begann die Kriegsmarine mit dem Bau des Bunkers „Valentin“ um direkt an der Weser U-Boote des neuen Typs XXI im Fließbandverfahren zu fertigen. Bis zu 10.000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa mussten unter unmenschlichen Bedingungen täglich Schwerstarbeit auf der Baustelle leisten.
Wir lauschten alle den sehr lebendigen Ausführungen des Politikwissenschaftlers Wulf Böcker, der uns auf diese Zeitreise mitnahm.
Er erklärte uns auch die Bedeutung des hier befindlichen Kerosintanklagers für die amerikanischen „Rosinenbomber“ zur Zeit der Berliner Luftbrücke.
 
Die 2-stündige Führung verging wie im Flug und wir waren beeindruckt von diesem denkwürdigen Ort.
Mit dem Bus ging es weiter nach Vegesack. Dort erwartete uns schon eine kleine Schauspielerschar im Vegesacker Geschichtenhaus. In kleinen wunderbaren Spielszenen wurden wir entführt in das Vegesack des 19. Jahrhunderts. Das Vegesacker Geschichtenhaus ist ein Projekt, wo arbeitssuchende Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. Alle nehmen 2 x wöchentlich an einem Schauspielunterricht teil. Doch nicht nur im Geschichtenhaus selbst wurden wir entführt in das junge Vegesack, nein auch im Museumshafen erfuhren wir, unter welchen Umständen dieser Hafen überhaupt entstand.

Nach so viel Input waren wir reif für die Kaffeepause, die wir in der alten Schänke des Geschichtenhauses mit Begeisterung einnahmen.
Und wieder wurde es uns nicht langweilig: Das Gespräch mit der Kollegin ist einfach immer wieder interessant und es wird herzlich gelacht.

Ein Tag mit der Kollegin ist so viel: Fachlicher Austausch, Treffen mit der Freundin, Rat suchen bei der Kollegin, Kennenlernen von Kolleginnen, Tipps rund um die Buchhaltung, Lohnbuchhaltung und Umgang mit Kunden & Mitarbeitern geben und erhalten. Und das alles verbunden mit dem Kennenlernen unserer niedersächsischen Heimat.
Einfach nur gut.

Andrea van Eijden]]> 26.05.2019 - 01:12:12 zu erheblichen Ertragseinbußen auf dem Acker und auch auf Grünlandstandorten. Die im
Frühjahr erwarteten Erträge wurden teilweise deutlich unterschritten, sodass die gedüngten  Nährstoffmengen häufig nicht zu den Erträgen passen. Im Ergebnis bieten die Böden ungenutzte Nährstoffpotenziale, die in den engen Grenzen des Düngerechtes Berücksichtigung finden müssen.

Nährstoffvergleich

Die zulässigen Bilanzsalden innerhalb des Nährstoffvergleichs sind mit 50 kg N pro Hektar eng gestrickt. Die geringen Erträge führen dabei zu einer zusätzlichen Strapazierung der betrieblichen Nährstoffüberschüsse. Für solche extremen Wetterereignisse hat die Düngeverordnung Ausnahmen vorgesehen, doch dabei ist Vorsicht geboten. Von diesen Ausnahmen darf erst nach einer Abstimmung mit der zuständigen Stelle gebrauch gemacht
werden!

In einigen Bundesländern wurde die Ausnahmennutzung bereits eröffnet, dazu zählen Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bayern. Mit der folgenden Tabelle haben wir die Rahmenbedingungen in aller Kürze einmal zusammengefasst.



Wer von der Ausnahme Gebrauch machen möchte, sollte sich unbedingt bei der zuständigen Stelle über die damit verbundenen Vorgaben informieren. Wie oben im Auszug des § 8 beschrieben, sind die Abstimmung und die Vorgaben der zuständigen Stelle Grundbedingung für die Ausnahme. Die Nährstoffvergleiche aus dem Kalenderjahr 2018 oder aus dem Wirtschaftsjahr Juli 2017–Juni 2018 sind spätestens bis zum 31. März 2019 fertig zustellen.

Auswirkungen auf die Düngebedarfsermittlung

Bei der Düngebedarfsermittlung erfolgt die Ertragsabschätzung einer Kultur anhand des dreijährigen Ertragsmittels. Bei deutlich geringeren Erträgen würde sich dieser dreijährige Mittelwert unter Umständen deutlich verringern. So könnten die Auswirkungen der extremen Wetterlage mit den geringen Erträgen aus diesem Jahr die zulässige Düngemenge der kommenden drei Düngejahre nach unten regulieren. Um die durchschnittlichen Erträge nicht zu verfälschen, bietet die Düngeverordnung die Möglichkeit das Ertragsniveau des Vorjahres anzunehmen, sobald das tatsächliche Ertragsniveau um mehr 20 % niedriger ist als im Vorjahr.

Fazit

Für die Herbstdüngung sollte beachtet werden, dass die tiefgründig trockenen Böden noch ein hohes Mineralisationspotenzial aufweisen. Der Niederschlag hat dadurch in doppelter Hinsicht eine Schlüsselfunktion, erstens werden für die Folgekultur, wie einer Zwischenfrucht, Keimbedingungen geschaffen und zweitens Nährstoffe verfügbar. Gerade diesen Herbst ist es durch die hohen Nährstoffvorräte von besonderer Bedeutung diese Nährstoffe durch neuen Bewuchs zu stabilisieren. Auch das Landwirtschaftsministerium in NRW hat bereits zu einem Zwischenfruchtanbau aufgerufen und appelliert zusätzlich an die Solidarität der Landwirte. Ein Anbau von Zwischenfrüchten mit einer Futtereignung soll der diesjährigen Futterknappheit entgegenwirken. Zusätzlich senkt der Zwischenfruchtanbau durch die Nährstoffbindung den Düngebedarf der kommenden Kultur. So führt es ebenfalls zu einer Entlastung der betrieblichen Salden.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück. Bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen wurden die ersten 8 km Richtung Winterswijk auf ruhigen Wegen zurückgelegt.

Winterswijk ist eine Kleinstadt und hat zusammen mit ihren Ortsteilen etwa 30.000 Einwohner. Sie wurde urkundlich bereits im Jahre 1000 erwähnt. Man zählt in der Region jährlich etwa 2,2 Mio. Tagesbesucher und etwa 700.000 Übernachtungsgäste. Gastfreundschaft wird dort groß geschrieben.

In Winterswijk angekommen nutzten die Damen die Möglichkeiten des wöchentlichen Marktes, um in einem gemütlichen Ambiente zu bummeln. Die alten, urig anmutenden Häuser und Gebäude luden zum Verweilen und Staunen ein.

Gegen Mittag trafen wir uns mit Jan und Freimut, zwei Stadtführer, mit denen wir die Stadt und die wunderschöne Umgebung per Fahrrad erkundeten. Nach einigen Erklärungen und Anekdoten über Land (Landwirtschaft) und Leute schmeckte der Kuchen in einem idyllisch gelegenen Kaffee besonders gut.

Die Fahrradtour führte die Teilnehmerinnen durch die Region Gelderland. Sie gehört mit dem Prädikat „Nationaler Landschaftspark“ zu einer abwechslungsreichen Kulissenlandschaft mit Naturreservaten und wird auf etwa 22.000 Hektar gepflegt. Die Landschaft lädt zu ausgiebigen Radtouren oder Wanderungen ein. Die alten Bauernhöfe prägen das Landschaftsbild genauso wie viele der parkähnlich angelegten Campingplätze. Das Wooldse Venn bildet zusammen mit dem Burlo-Vardingholter Venn auf deutscher Seite ein ausgedehntes Naturschutzgebiet mit seltenen Tieren und Pflanzen, beiderseits der Grenze.

Den Rückweg bestritten die Damen durch das Venn zurück nach Oeding, wo für den Tagesausklang ein leckeres Abendessen bereit stand.

Für manche unserer Teilnehmerinnen waren am Ende die etwa 45 km Rundfahrt doch eine Herausforderung. Der Tag wurde dennoch einstimmig als sehr gelungen gewertet.

Maria Schulte]]> 26.05.2019 - 01:12:12  
Sperrfristen
Auf Ackerland beginnt die Sperrfrist mit der Ernte der Hauptfrucht und endet am 31. Januar. Da die Sperrfrist nicht vor die Ernte vorverlegt werden kann, ist die Sperrfristverschiebung generell ausgeschlossen. Die Begründung liegt darin, dass der gesamte Zeitraum beibehalten werden muss und es zu keiner Verkürzung in der Sperrfrist kommen darf. Auf Grünland und Flächen mit mehrjährigem Feldfutterbau ist eine Düngung mit N-haltigen Düngemitteln vom 01. November bis zum 31. Januar verboten. Zu dem mehrjährigen Feldfutterbau zählen nur die Flächen auf denen vor dem 15. Mai Futtergräser beziehungsweise Gras-Leguminosengemenge ausgesät wurden. Aus diesem Grund fallen die im Sommer ausgesäten Gräser nicht unter diese Regelung. Die genannten Sperrfristen treffen alle N-haltigen Düngemittel, die bezogen auf die Trockenmasse mehr als 1,5 % Gesamtstickstoff enthalten.

Verschiebung nur auf Grünland möglich
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen lässt auf Antragstellung die Vorverschiebung der Sperrfrist um zwei Wochen zu. Der Hintergrund ist, dass so ab dem 16. Januar Nachtfröste genutzt werden können um Nährstoffe bodenschonend auszubringen. Bei dieser Vorverlegung gilt das Ausbringungsverbot vom 16. Oktober bis einschließlich zum 15. Januar. Allerdings muss hierbei trotzdem die Nährstoffaufnahmefähigkeit des Bodens gegeben sein. Der Boden darf nicht überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt sein. Die Ausbringung auf gefrorene Böden ist nur unter folgenden Vorgaben zulässig, wenn Ebenfalls sind die vorgeschriebenen Mindestabstände zu den Gewässern einzuhalten.



Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft

Zusätzlich behalten gesonderte Regelungen in Wasserschutzgebieten ihre Gültigkeit.

Die Antragsformulare zur Verschiebung der Sperrfrist auf Grünland stehen ab dem 10. September auf der Internetseite der LWK Niedersachsen (www.lwk-niedersachsen.de) zum Download bereit. Die Anträge müssen bis zum 10. Oktober gestellt werden, damit sie spätestens bis zum 16. Oktober genehmigt sind. Nur so kann gewährleistet werden, dass die genehmigten Anträge zum vorverlegten Sperrfristbeginn vorliegen. Die Ansprechpartner der Landwirtschaftskammer sind diesbezüglich Jelko Djuren und Jennifer Trebels.

*mit Material der LWK Niedersachsen]]> 26.05.2019 - 01:12:12
die berufliche Bildung als Qualifizierungsinstanz ist für alle wirtschaftlichen Bereiche von hoher Bedeutung. Die Relevanz ist vor allem infolge des demografisch bedingten Fachkräftemangels von besonderer Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die AFC Public Services gemeinsam mit dem Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) mit der Erstellung der Studie "Arbeitsmarkt Landwirtschaft in Deutschland - aktuelle und zukünftige Herausforderungen an die Berufsbildung" beauftragt. Ein entsprechendes Unterstützungsschreiben des BMEL finden Sie hier.

Die AFC Public Service bat den BLU um Weiterleitung der Studie an Mitglieder. Auch wir bitten Sie, bei dieser wichtigen Studie teilzunehmen. Die Umfrage ist unter www.afc.net/umfrage_arbeitsmarktlandwirtschaft_betriebe abzurufen.

Ergänzend führt die AFC Public Services auch eine Befragung von berufsständischen Interessensgruppen und Multiplikatoren durch. Auch hier möchten wir Sie um Unterstützung bitten. Die Multiplikatorenbefragung kann unter www.afc.net/umfrage_arbeitsmarktlandwirtschaft_multiplikatoren abgerufen werden.

Durch Ihre Teilnahme an beiden Umfragen tragen Sie essentiell zum Erfolg der Studien sowie zur weiteren Entwicklung unseres Sektors bei.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12


Der März bildet einen Ausreißer, hier lagen die Werte knapp unter 2.000 Aufrufen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein; vermutlich jedoch liegt der Grund in der hohen Arbeitsbelastung unserer Mitglieder zu diesem Zeitpunkt. Die hohe Aufrufquote der App je Monat erreichen wir vor allem durch die Funktion der Push-Benachrichtigungen. Das sind  Meldungen, die ohne das Öffnen der jeweiligen App auf dem Smartphone erscheinen und auf neue Meldungen hinweisen.

Aus Abbildung 2 wird ersichtlich, dass die Aufrufquoten an einigen Tagen besonders hoch sind; bspw. am 28. Mai wurde die App mehr als 225-mal geöffnet. Grund dafür war die hoch aktuelle Push-Meldung zum Thema  „Güterkraftverkehrsgesetz in der Landwirtschaft: Fortsetzung der Kulanz bis zur Novellierung des GüKG“. Die 172 Aufrufe am 14. Mai hängen zusammen mit der Push-Meldung und unserem Facebook-Aufruf, über den wir ein Gesicht für unsere neue Ausbildungskampagne gesucht haben.



Es lohnt sich also die BLU-App zu installieren und auch unseren Facebook-Account zu liken, um immer auf dem Laufenden zu sein. Scannen Sie einfach den QR-Code ein und laden sich die App auf ihr Smartphone oder Tablet. Klappt etwas nicht, dann melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Nach dem von der Bundesregierung aktuell in den Deutschen Bundestag eingebrachten Gesetzesvorschlag zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes (BFStrMG) sollen sämtliche land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge bis 60 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit ab 1. Januar von der Maut ausgenommen werden, und zwar unabhängig davon, ob es sich um entgeltliche oder unentgeltliche Beförderungen, Fahrten mit Beladung oder Leerfahrten handelt. Die Verbände befürworten den Vorschlag der Bundesregierung, fordern aber eine klare Anwendungspraxis und machen dazu konkrete Vorschläge, die auch einen wichtigen Beitrag zu einer wettbewerbsneutralen Abgrenzung zum Transportgewerbe leisten. Gleichzeitig fordern die Verbände in ihrem gemeinsamen Positionspapier den Deutschen Bundestag auf, dass lof-Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 60 km/h wie bisher unter bestimmten Voraussetzungen (in Anlehnung an GüKG) und festgelegten Bedingungen (Antrag, Registrierung) von der Maut freigestellt werden.

Das gemeinsame Positionspapier von DBV, BMR, BLU, DRV, LBT und VDMA ist dieser Meldung als Anlage beigefügt.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bedenken wir, dass Mitarbeiter in 56 % der Zeit sensible Geschäftsdaten auf ihren Laptops, Smartphones und Tablets bei sich tragen, so wird schnell klar, dass die Einführung von Cyber Security Maßnahmen zum Schutz der Widerstandsfähigkeit des Unternehmens unerlässlich ist.

Hier sind die vier häufigsten Methoden, wie Ihr System gehackt werden kann, sowie einfache Vorgehensweisen, wie dies verhindert werden kann. Durch Umsetzung der Vorgehensweisen kann zudem der Schutz Ihres Unternehmens gegen die Bedrohung durch Cyberangriffe gestärkt werden.

1. Email-Phishing
Phishing ist eine der häufigsten Methoden, die von Cyberkriminellen verwendet wird, um Menschen online zu schaden. Unter Phishing versteht man Versuche, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. Je nach anvisiertem Opfer werden verschiedene Arten von Email-Phishing-Angriffen verwendet:

Phishing im großen Stil
Die Angreifer werfen ein breites Netz aus, in der Hoffnung, dass sich möglichst viele Opfer darin verfangen.

Beispielhaft seien hier Rundmails an alle möglichen Empfänger genannt, die den Anschein erwecken, sie wären von einer Bank oder Behörde. Die Mails sind anonymisiert verfasst, aber bitten dennoch um Datenabgleich.

Spear Phishing
Maßgeschneiderte Angriffe, die unter Nutzung persönlicher Daten auf eine bestimmte Gruppe oder einzelne Personen gerichtet sind. In dieser Variante wird suggeriert, dass die E-Mail direkt an Sie gerichtet ist. Es hat den Anschein, dass sich z.B. Ihre Bank bei Ihnen meldet und um Aktualisierung Ihrer Daten bittet.

Die Fälle sind sehr weitreichend, vom vermeintlichen E-Bay-Konto bis hin zu E-Mails des Verbandes bzw. von Newslettern sind der Gestaltung keine Grenzen gesetzt.

Whaling („Walfang“)
Eine Form des Spear-Phishing, die auf Führungskräfte innerhalb einer Organisation abzielt.

Ebenfalls gibt es das Voice Phishing (oder Vishing), bei dem finanzielle oder persönliche Details über das Telefon erfragt werden. Eine gängige Masche der Betrüger ist hierbei, sich als Mitarbeiter einer Behörde auszugeben und so das Opfer einzuschüchtern. Nicht selten sind es automatisierte Anrufe. Eine weitere Methode ist das SMS-Phishing (oder Smishing), bei der Betrüger Textnachrichten verwenden, um Menschen dazu zu verleiten, private Informationen preiszugeben oder ihre Smartphones mit Malware zu infizieren.

2. Phishing in sozialen Medien
Social Media bildet den perfekten Nährboden für Cyberkriminelle. Frühere Berichte schätzten die jährlichen Kosten der Internetkriminalität allein in den USA auf 100 Milliarden US-Dollar.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir in sozialen Medien mit einem trügerischen Gefühl von Privatsphäre und Vertrautheit agieren, wenn wir mit Menschen kommunizieren, die wir bereits kennen. Wenn in Ihrem Unternehmen Teams einen großen Teil Ihrer Arbeit in sozialen Netzwerken verbringen, z. B. der Kundenservice, das Digitalmarketing oder die Unternehmenskommunikation, müssen diese potenziell schädliche Beiträge identifiziert werden können. Die Auswirkungen, wenn Betrüger die Marke Ihrer Organisation nutzen, um echten Kunden zu schaden, können extrem schädlich sein. Nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch das Image bzw. die Reputation betreffend.

Die Schädigung kann auch hier unterschiedlich erfolgen. In Betracht kommen beispielsweise geteilte Beiträge die auf Seiten mit Schadsoftware verlinken. Auch ein bestimmter Twitter Post wie @Amazon_Help versucht den Anschein des echten supports von @AmazonHelp zu suggerieren. Eine weitere Gefahr geht von gehackten Facebookaccounts aus. Sollten Sie eine Nachricht eines Freundes erhalten, öffnen Sie den Link erst, wenn Sie sich der Echtheit der Person absolut sicher sind. Ein unbewusster Download ob auf dem Smartphone oder Computer kann sehr schnell von statten gehen.

3. Öffentliche WLAN-Hotspots
Öffentliche WLAN-Netzwerke gibt es überall – in Cafés, Hotels, Flughäfen und anderen öffentlichen Bereichen. Auch „cyberaffine“ Mitarbeiter können aufgrund der Notwendigkeit, ständig online sein zu müssen, zum Opfer werden und eine Verbindung zu unsicheren WLAN-Netzwerken aufbauen.

Daten, die über ein ungesichertes öffentliches WLAN-Netzwerk übertragen werden, können leicht von jemand anderem im selben Netzwerk gehackt werden. Nach dem ersten Zugriff können Angreifer auf Geräte aus der Ferne zugreifen – auf persönliche Fotos oder auf streng vertrauliche E-Mails. Wenn Hacker an Passwörter gelangen, nutzen sie diese, um auf andere Konten zuzugreifen, einschließlich Social Media Profile, von denen aus sie schwerere Verstöße wie Online-Identitätsdiebstahl begehen.

4. Online-Transaktionen, Mobile Apps und Software-Downloads
Wir neigen zu der Annahme, dass „harmlose“ Online-Aktivitäten wie das Herunterladen von Software, Zahlungsvorgänge und der Zugriff auf arbeitsbezogene Daten auf unseren Smartphones keine Sicherheitsrisiken darstellen – gleiches gilt für das Surfen im Internet oder auf Facebook.

Dasselbe gilt für die Nutzung dieser Möglichkeiten für die Mitarbeiter, die sich dieser Risiken ebenfalls nicht bewusst sind. Das Installieren von Malware kann versehentlich auf Firmengeräten erfolgen. Das schlimmste: Es ermöglicht Hackern und Cyberkriminellen unbemerkt Zugang zu Firmennetzwerken.

Wie Sie Ihr Unternehmen vor Cyberangriffen schützen

Installieren Sie Sicherheitssoftware
Dies versteht sich eigentlich von selbst, kann aber nicht oft genug wiederholt werden. Alle digitalen Geräte, einschließlich Tablets und Smartphones, die vertrauliche Informationen enthalten oder die mit anderen Geräten verbunden sind, die diese enthalten, benötigen Sicherheitssoftware. Es gibt online diverse gängige und preiswerte Pakete, die unter anderem Antiviren-, Firewall- und Anti-Spam-Software sowie andere nützliche Technologien enthalten. Auf kostenlose Software sollte wegen des eingeschränkten Schutzumfanges verzichtet werden. Die Schutzprogramme sollten auf „Auto-Update“ gesetzt werden, um sicherzustellen, dass die Programme ständig und automatisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Durch diese Vorgehensweise sorgen Sie dafür, dass Ihre Sicherheitssoftware stets aktuelle  Abwehrmechanismen gegen neue Cyber-Bedrohungen und zunehmend fortschrittliche Malware umfasst.

Nutzen Sie die Sicherheitssoftware
Das Installieren von Antivirenprogrammen ist ein erster Schritt. Doch Malware, Trojaner und Viren können auch unbemerkt installiert worden sein. Zudem müssen die Programme ihre Datenbanken stets aktualisieren. Was ist, wenn die Schadsoftware bislang unbekannt war. Zuletzt wurden Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren entdeckt, die zuvor nicht bekannt waren. Kriminelle könnten diese Schwachstelle schon früher ausgenutzt haben. Deshalb lassen Sie das Programm regelmäßig auch Ihre Systeme nach Schadsoftware durchsuchen.

Mitarbeitertraining
74 % der Unternehmen glauben, dass die eigenen Mitarbeiter in Bezug auf Cyber Security die größte Schwachstelle darstellen. Wenn auch Sie dies erkannt haben und Ihre Mitarbeiter mit den richtigen Werkzeugen ausstatten, dann erhöhen sich die Chancen Ihres Unternehmens, widerstandsfähig zu bleiben und somit sich selbst und die digitalen Ressourcen zu schützen.

Ordnen Sie ein grundlegendes Training zur Informationssicherheit an
Stellen Sie sicher, dass jeder Ihrer Mitarbeiter ein grundlegendes Verständnis hinsichtlich  Informationssicherheit und ihrer Bedeutung für das Unternehmen hat. Bestandteil des Trainings sollte die Erläuterung einfacher Vorgehensweisen sein, die in ihren Alltag passen, z.B. die Geräte beim Verlassen des Arbeitsplatzes sperren, niemals fremde USB-Geräte an Laptops anschließen sowie die Identifizierung von Online-Phishing Aktivitäten. Ein einfaches Mantra zur Bekämpfung von E-Mail-Phishing lautet z. B. „Im Zweifelsfall weg damit!“

Verdächtige Verlinkungen, vor denen ein Antivirenprogramm prinzipiell warnt, E-Mails und auch Verweise in Social Media sollten keinesfalls aktiviert werden.

Bei E-Mails sollten stets Absender, Betreff und Inhalt überprüft werden. Bei näherer Überprüfung des Absenders kann erkannt werden, dass die Absende E-Mail häufig abweicht. Auch der Betreff, Ihre Anrede oder der Text, sein Inhalt oder die Rechtschreibung können Indizien für eine Phishing-Mail sein. Falls Sie sich unsicher sind, melden Sie sich bei dem vermeintlichen Absender (z.B. Ihrer Hausbank über die Ihnen bekannte Telefonnummer). Vom BLU erhalten Sie beispielsweise Rechnungen stets per Post. Niemals würden wir verlangen, dass Sie erst über einen Link zur Rechnung gelangen. Was viele Lohnunternehmer richtig machen, sie informieren uns über derartige E-Mails.

Dazu gehört auch der Umgang mit Daten allgemein nach datenschutzrechtlichen Vorgaben. Es bietet sich an, beide Themen miteinander zu verbinden.

Verschlüsseln Sieso viel wie möglich
Das Speichern von Daten in einem verschlüsselten Format ist mittlerweile so einfach wie der Kauf eines vorverschlüsselten USB-Speichergerätes. Auch in vielen Versionen von Windows ist eine Verschlüsselung integriert, und es gibt viele kostenlose Verschlüsselungs-Tools. Bei Fragen wenden Sie sich an uns oder Fragen Sie im Einzelhandel, wie die Verschlüsselung funktioniert.

Passen Sie die Zugriffsberechtigungen der Mitarbeiter an und geben Sie ihnen lediglich Zugang zu den Systemen und Daten, die sie tatsächlich verwenden bzw. bearbeiten.

Geben Sie nie Ihr Passwort weiter. Jeder Mitarbeiter, der auf ein System zugreift, sollte über eindeutige Anmeldeinformationen verfügen. Der Zugriff auf Computer, Smartphone etc. sollte abweichende Anmeldeinformation enthalten, wie der Zugriff auf den Server.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Nicht nur beim Zurückfahren oder Rangieren von landwirtschaftlichen Fahrzeugen besteht ein erhöhtes Risiko, Personen zu übersehen. Aufgrund der inzwischen erreichten Dimensionen von Frontanbaugeräten oder Schüttgutschaufeln bereitet der „Tote Winkel“ auch bei der Sicht nach vorne zunehmend Probleme. Wer sich in der Nähe von Siliermaschinen aufhält, muss sicher gehen, dass der Fahrer ihn sieht.

Kamera- und Spiegelsysteme helfen

Kamera-Monitor-Systeme und zusätzlich angebrachte Spiegelsysteme helfen, die Sichtverhältnisse zu verbessern. Eine hundertprozentige Sicherheit können aber auch diese Hilfsmittel nicht garantieren. Besonders wichtig sind eine gute Arbeitsorganisation, eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung  und eine verbindliche Unterweisung für alle bei der Silage Beschäftigten. Dabei muss klargestellt werden, dass sich nur Personen im Gefahrenbereich aufhalten dürfen, die in die Silierarbeiten eingebunden sind. Klare Absprachen, wer sich zu welchem Zeitpunkt wo aufhält sowie der Blickkontakt mit dem Fahrer helfen, Unfälle zu vermeiden. Ein Hinweisschild „Betreten verboten“ kann helfen, Personen die nicht in den Arbeitsprozess eingebunden sind, vom Gefahrenbereich fern zu halten.

Mitarbeiter unterweisen

„Dass eine Person im Fahrsilo hinter den zum Teil riesigen Mengen an Erntegut nicht zu sehen ist, leuchtet ein. Dieses Problem kann auch kein Kamerasystem am Fahrzeug lösen.
Hier hilft nur, diesen nicht einsehbaren Bereich während des Silierens nicht zu betreten“, erklärt Robert Schlichenmaier, Präventionsmitarbeiter der SVLFG. Es ist die Pflicht des Unternehmers, alle beteiligten Mitarbeiter, also zum Beispiel die Schub- und Walzenführer, die Transporteure, die Entnehmer der Produktproben sowie das Wiegepersonal, entsprechend zu unterweisen. Allen Beteiligten muss klar sein, dass die Fahrer verdeckte Stellen hinter dem aufgeschütteten Erntegut nicht einsehen können. Das Gleiche gilt für „Tote Winkel“ am Fahrzeug, sofern keine Kamerasysteme aktiv sind oder passend eingestellte Modulspiegel eingesetzt werden. Aufgrund der hohen Lärmentwicklung bei den Arbeiten können auch Zurufe nicht gehört werden.

Sichtkontakt herstellen

Ein Sichtkontakt muss immer dann gewährleistet sein, wenn ein oder mehrere Personen und/oder Fahrzeuge sich im Arbeitsbereich befinden und dieser  unübersichtlich/unüberschaubar ist. Dies gilt ebenfalls, wenn beispielsweise ein Fahrzeug von einem Einweiser geführt wird. Besteht der Blickkontakt nicht mehr, muss der Fahrer sofort seine Fahrbewegung unterbrechen und/oder der Einweiser sich aus dem Gefahrenbereich begeben und den Fahrer auf die Einhaltung der Anweisungen hinweisen.

SVLFG]]> 26.05.2019 - 01:12:12 „abgebende Region“ und Teilprojekt III „aufnehmende Region“ installiert. Der BLU arbeitet als Mitglied der Nährstoffmanagement Niedersachsen eG an der Projektdurchführung aktiv mit. Für die Branche Lohnunternehmen ist es wichtig, die praxisnahen Ergebnisse auch aus den vielen Gesprächen mit Praktikern und Fachbehörden zusammenzutragen und an die Landesregierung im Sinne tatsächlich praktikabler, heißt durchführbarer Wirtschaftsdüngerprozesse weiterzugeben. Eine kritische Auseinandersetzung mit den
verschiedenen Aspekten ist zwingend erforderlich.

Im Frühjahr 2018 hat sich die Arbeitsgruppe der Vermittler intensiv mit der inhaltlichen Differenzierung der gesetzlichen Grundlagen, der Mindeststandards und den Anforderungen von Gütegemeinschaften auseinandergesetzt.

Diese Arbeit war wichtig auch im Hinblick auf die Berichterstattung gegenüber der Landesregierung:
  1. Die gesetzlichen Regelungen sind definiert und ohnehin einzuhalten.
  2. In den Mindeststandards sind zusätzliche Kriterien für die Gütesicherung und Nachvollziehbarkeit im Wirtschaftsdüngertransfer für alle zukünftig am Markt tätigen QS-Systeme definiert. Die Mindeststandards werden mit Landkreisen diskutiert und abgestimmt. Ziel ist und bleibt eine einheitliche Regelung für Wirtschaftsdünger in ganz Niedersachsen.
  3. QS-Systeme /  Gütesicherungsgemeinschaften können dann nach eigenem Ermessen weitere Merkmale zu relevanten Kriterien in den Handbüchern festlegen und den finanziellen und bürokratischen Aufwand dadurch entsprechen erhöhen. So kann in einem NMN-Handbuch beispielsweise der Einsatz von GPS-Systemen definiert werden. Die  Anerkennung von  Schnellbestimmungsverfahren wird derzeit noch mit der Fachbehörde diskutiert.
Diese drei Levels sind die Grundlage für die weitere Diskussion mit dem Landwirtschafts-
bzw. Umweltministerium in Hannover. Neben dem Für und Wider jeder Maßnahme sind auch die für eine effiziente Umsetzung zu erfüllenden Voraussetzungen deutlich zu beschreiben.

Das Düngegesetz eröffnet über den § 13a die Möglichkeit, Gütegemeinschaften innerhalb der Bundesländer über eine Länderermächtigung zuzulassen. Sollte von dieser Option Gebrauch gemacht werden, wären die definierten Mindeststandards die maßgebende
Bezugsgröße für die niedersächsische Landesregierung. Weitere Verpflichtungen können sich Gütegemeinschaften individuell unterwerfen. Ein höherer Aufwand (wie z.B. eine freiwillige Dokumentation durch GPS) kann durch entsprechendes Entgegenkommen bei
Überprüfungen durch die Bau- bzw. Düngebehörde gerechtfertigt sein. Diesbezüglich hat es aber noch keine Zusage gegeben.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die Such-Funktion wird oft genutzt, wenn Interessierte Lohnunternehmen nach Regionen und oder Tätigkeitsfeldern filtern oder eben, um einen geeigneten Ausbildungsbetrieb zu finden. Nutzen Sie die Gelegenheit, um über die neutrale Oberfläche der BLU-Internetseite
kostenfreie Werbung zusätzlich zu Ihrer eigenen Internetseite oder dem Facebook-Auftritt zu machen. Haben Sie Fragen dazu? SprechenSie uns gerne an.

Hintergrund:

Das Filtern nach Tätigkeitsfeldern (oder die Auflistung der Tätigkeiten) ist erst möglich und für andere sichtbar, wenn Sie Ihre Dienstleistungen auf der Website angegeben haben. Dieses können Sie – nach erfolgreichem Login mit Ihren Zugangsdaten eigenständig in Ihrem Benutzerprofil hinterlegen. Nur so kann Ihr Adressdatensatz mit Ihrem Dienstleistungsangebot „richtig“ ausgegeben und gefunden werden.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
So haben nun die ersten Lohnunternehmer ein zweiseitiges Schreiben von einer „Datenschutzauskunft-Zentrale“ erhalten, in welcher sie aufgefordert werden, ihre Daten auf dem Schreiben zu ergänzen bzw. fehlende Daten anzugeben oder fehlerhafte Daten zu korrigieren.
In dick gedruckter Schrift und teilweise unterstrichen wird unten links auf Seite zwei des Schreibens in einem Kästchen wie folgt formuliert: „Rückantwort gebührenfrei per Fax bis 09.10.2018 an 00800 / 77000777 oder per Post an die unten angegebene Adresse“. In einem weiteren Kästchen wird zudem darauf hingewiesen, dass „nur vollständige und aktuelle Firmen- und Betriebsdaten die Einhaltung der von den Datenschutzgesetzen aufgestellten Anforderungen gewährleisten“.
Bereits auf dem Anschreiben (Seite eins des Schreibens) wird unter der Überschrift „Eilige FAX-Mitteilung“ wie folgt formuliert: „um Ihrer gesetzlichen Pflicht zur Umsetzung des Daten-schutzes nachzukommen und die Anforderungen der seit dem 25.05.2018 geltenden Daten-schutzgrundverordnung (EU-DSGVO) zu erfüllen, bitten wir Sie, das beigefügte Formular auszufüllen und bei Annahme unterschrieben bis zum 09. Oktober 2018 gebührenfrei an die EU-weite zentrale Fax-Stelle: (…) zu senden.“

Wer nun den Bogen ausfüllt bzw. dort Angaben macht und unterschrieben an die angegebene Faxnummer zurücksendet, der schließt einen Vertrag über jährlich netto 498,- € ab. Dies ergibt sich aus einem kleinen Kästchen in der Mitte der zweiten Hälfte der zweiten Seite.
Die Gegenleistung aus dem Vertrag bleibt dagegen etwas nebulös und allgemein gehalten: Der Erwerb des Leistungspakets Basisdatenschutz, der in Aussicht gestellt wird, beinhaltet danach „Informationsmaterial, ausgefüllte Muster, Formulare und Anleitungen zur Umsetzung der Vorgaben der DSGVO“.

Klarzustellen ist, dass es sich bei diesen Schreiben nicht um Betrug im strafrechtlichen Sinne handelt, da jeder Empfänger bei genauem Studium des Schreibens feststellen kann, dass es sich faktisch hier nur um ein (zivilrechtliches) Vertragsangebot handelt.
Dennoch ist die Aufmachung des Schreibens behördenähnlich gehalten und gerade das Anschreiben unterstellt, dass der Empfänger hier schnell handeln muss, um Nachteile zu ver-meiden. Zudem wird es im Namen der „Datenschutzauskunft-Zentrale“ versandt, was eben-falls den Schluss nahelegt, dass der Verfasser eine staatliche Behörde ist. Dies ist jedoch insgesamt nicht der Fall.

Seien Sie daher sehr vorsichtig im Umgang mit diesen Schreiben und beantworten Sie es nicht bzw. nur dann, wenn Sie die o. g. „Leistung“ auch in Anspruch nehmen wollen.

Im Übrigen weise ich abschließend darauf hin, dass der BLU e. V. zum Thema Datenschutzgrundverordnung beratend tätig ist und den Mitgliedern Hilfestellung hinsichtlich der konkret für jedes Lohnunternehmen umzusetzenden Vorgaben leisten kann.
Wer hierzu Fragen hat, der wird gebeten, sich bei Herrn Sebastian Persinski in der Geschäftsstelle zu melden.

Pirko Renftel
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der Fachausschuss empfahl dem BLU-Präsidium daher, eine bundesweite Kampagne ins Leben zu rufen, die auf die FAS-Ausbildung aufmerksam macht. Dies sollte in Zusammenarbeit mit einer professionellen Werbeagentur erfolgen. Gesagt, getan! Die
Kontakte zur Agentur wurden geknüpft und ein erster Entwurf diskutiert. Der Rohentwurf zeigte einen Azubi vor einem farblich dramatischen Technikbild mit dem Slogan „Werde FELDHELD“. Vor der konkreten Umsetzung ging es zunächst darum, passende Gesichter
für die Kampagne zu finden. Es sollten FAS-Auszubildende sein, die mit großer Leidenschaft ihren Beruf ausüben. Deshalb starteten wir einen Aufruf auf Facebook und hatten großen Erfolg. Es konnten vier Gesichter gewonnen werden, die Mitte Juni zum Foto-Shooting nach Spelle kamen. Die Aufregung war förmlich greifbar, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen: Tolle Azubis und gelungene Fotos!

Anfang Juli wurden den Mitgliedern des Fachausschusses Hans-Günter Dörpmund, Alke Höpken, Viola Schnehage, Petra Zöller, Rainer Strompen die Entwürfe vorgestellt und
kritisch diskutiert. Anregungen wurden ausgetauscht und gesammelt, so dass die weiteren Schritte zur Umsetzung beginnen können. Neben der neuen Kampagne diskutierten die Mitglieder des Fachausschuss auch die Gestaltung der Messeauftritte für die EuroTier und die DeLuTa in diesem Jahr. Der EuroTier-Stand wird beispielsweise doppelt so groß, wie
in den vorangegangenen Jahren und die Gestaltung gleicht sich dem neuen Agritechnica-Stand an. Die BLU-Fläche auf der DeLuTa wird sich voraussichtlich auf eine Fläche im Eingangsbereich der Halle 4 konzentrieren und die Bereiche Information, Beratung, Ausbildungskampagne „Werde FELDHELD“, Shop, Junger BLU abbilden.

Andere Projekte wie zwei weitere Filme unter dem Titel „Agrarservice im Profil“ sowie die Weiterentwicklung der App waren ebenfalls Diskussionsthemen in Riehe und wurden vom Fachausschuss kritisch bewertet. Am Ende ist für nahezu jedes Thema eine Umsetzungsempfehlung ausgesprochen worden, womit die Sitzung wieder ein voller Erfolg war und richtungsweisend für die Arbeit in den kommenden Monaten.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bernd Antelmann, der Direktor der DEULA Nienburg, eröffnete die Veranstaltung und stellte besonders den Umgang mit modernster Technik während der Ausbildung heraus. Es sei seitens der Ausbilder ein hohes Maß an Vertrauen, dass den jungen Menschen entgegen gebracht wird. Auf der anderen Seite zeichnen sich die Auszubildenden durch ihre herausragende Motivation aus. Weitere Grußworte haben Herr Heinrich Grupe als Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Herr Dr. Martin Wesenberg
als Geschäftsführer des BLU an die erfolgreichen Absolventen gerichtet. Seitens der Berufsschulen haben Eike Becker der BBS Ammerland und Helmut Zieseniß der Justus-von-Liebig Schule ihre Eindrücke mit diesem FAS Jahrgang Revue passieren lassen.

Die Urkunden erhielten die frischgebackenen Fachkräfte Agrarservice von Heinrich Grupe und Dr. Martin Wesenberg. Die besten drei Absolventen von jedem Schulstandort erhielten für ihre guten Leistungen ein Buchpräsent.

Die besten Fachkräfte Agrarservice waren bei der Justus-von-Liebig Schule: Die besten Fachkräfte Agrarservice waren bei der BBS Ammerland: Richard Didam (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) schätzte in seiner Rede besonders den hohen Stellenwert der Fortbildung zum Agrarservicemeister, sowie die breiten beruflichen Perspektiven für die erfolgreichen Absolventen. Daran schloss sich die Übergabe der Meisterbriefe an. Von den 13 Absolventen haben Hauke Bockelmann, Jark Eberhardt und Steffen Kieselhorst am besten abgeschlossen.

Die guten Leistungen der Agrarservicemeister wurden mit einem Reiseführer sowie Geldpreisen ausgezeichnet. An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei unseren Sponsoren bedanken, dazu zählen die Firmen Amazone, Holmer und Krone. Im Anschluss an die Urkundenübergabe hatten die Absolventen das Wort. Bei den Fachkräften Agrarservice haben Tim Jäger, Malte Oestmann und Karl Kremer von ihren Erlebnissen aus der Ausbildungszeit berichtet. Auch Oliver Preiß hat sich stellvertretend für den Agrarservicemeisterkurs bei den Beteiligten und Organisatoren des Kurses bedankt. Wir gratulieren noch einmal recht herzlich all unseren Absolventen zur Berufsausbildung beziehungsweise zur Meisterfortbildung und wünschen weiterhin viel Erfolg!



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wer sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligt oder dieses in Zukunft vorhat, sollte sich mit grundlegenden Regeln auskennen. Die Verhandlungen mit einem öffentlichen Auftraggeber erfordern Kenntnisse im Umgang mit der VOB, einschlägigen DIN – Normen und dem Vergabehandbuch. Die wichtigsten Grundlagen für die Beteiligung an Ausschreibungen wer-den praxisnah erklärt. Der kleinste Fehler führt zum Aus-schluss meines Angebotes. Welche Möglichkeiten und Rechte habe ich? Das Seminar findet am 27.11.2018 in 31542 Bad Nenndorf  und am 29.01.2019 in 91567 Herrieden statt.
 
Seminar Kommunalarbeiten: Mitarbeiter binden, Gespräche mit Verwaltungsanstellten führen und ordnungsgemäße Absicherung von Arbeiten im kommunalen Bereich

Seminarablauf – 1. Tag Seminar zur Mitarbeiterbindung
Seminarablauf – 2. Tag Seminar zur zielführenden Gesprächsführung mit Verwaltungsvertretern
Zum Abschluss des 2. Tages hält Herr Stütz einen Vortrag zum Thema Verkehrssicherung bei kommunalen Tätigkeiten.

Ziel der Arbeitsgruppe Kommunalarbeiten ist die Lohnunternehmen, die ihr Dienstleistungsangebot zunehmend in den kommunalen Bereich verlagern oder erweitern, technisch, fachlich und rechtlich stets auf dem aktuellsten Stand zu halten und zukünftige Entwicklungen vorherzusehen, um den Herausforderungen und Ansprüchen in diesem Bereich gerecht zu werden. Die AG Kommunalarbeiten richtet sich an Mitglieder des Bundesverbandes Lohnunternehmen (BLU) e.V. Das Seminar findet vom 19.12. – 20.12.2018 in 34253 Lohfelden statt.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Im Rahmen der professionellen Feldprobe zur „Precision App“ für die ANEDO ISOBUS Terminals, fand am 21.08. der praktische Einsatz bei der LU Agrarelektronik GmbH statt. Zusammen mit den Entwicklern von ANEDO aus Eydelstedt und den Softwareentwicklern der Firma LACOS aus Zeulenroda, wurden in der landwirtschaftlichen Praxis Dünger gestreut sowie Pflanzenschutzmaßnahmen appliziert. Hierzu wurde mit einem AMAZONE ZA-TS Profis sowie einer Lemken Sirius mit Eltrec Pro (echte Einzeldüsenschaltung) gearbeitet. Nach Installation des 8,4“ großen Terminals auf der Testmaschine Massey Ferguson 8732 mit Datatronic 5, ging es auf die Fläche.

Die Precision App ermöglicht in Verbindung mit den ANEDO Terminals der open:panel Serie eine herstellerunabhängige Schaltung der Teilbreiten, bzw. Einzeldüsen mit Hilfe des GNSS Signals. Hierzu ist die Maschinengeometrie sowohl vom Schlepper, als auch von der angehängten Maschine notwendig. Arbeitet man, wie in unserem Fall, mit einem ISOBUS Schlepper und ISOBUS Maschinen, sind die exakten Abmessungen und die Verortung der Applikationsfläche in Relation zum GNSS Empfänger schon herstellerseitig auf den Maschinen Feldprobe ANEDO Precision App mit T50i ISOBUS Terminal vorgegeben. Allerdings mussten die Werte vom Schlepper manuell in das open:panel T50i übernommen werden. Sollte es trotzdem zu un- oder doppelt behandelten Flächen kommen, lassen sich die An- und Ausschaltzeiten durch Anpassung der Verzögerungszeiten noch nachjustieren.



Zu der Schaltung der Teilbreiten und der Visualisierung der Flächengeometrie mit schon bearbeiteter Fläche kommt die Integration einer manuellen Parallelfahrhilfe in der App. Es lassen sich Leitlinien im Abstand der jeweiligen Arbeitsbreite anlegen, die ein direktes, präzises Anschlussfahren auch ohne Fahrgassen ermöglichen.

Außerdem lässt sich ein Vorgewende in die Fläche legen, an der die Teilbreiten schon virtuell geschaltet werden.

Neben dem Einsatzfeedback zur App durch die LU Agrarelektronik konnten auch die Programmierer selbst das Steuer in die Hand nehmen und „Ihre“ Smart Farming Lösung in der Praxis erfahren.

„Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Systeme, an denen man mitgearbeitet hat, im realen Einsatz zusammenarbeiten und wie sich komplexe Arbeitsprozesse durch hochtechnisierter Komponenten effizient erledigen lassen“, erläutert Stefan Platzdasch aus dem Vertrieb bei ANEDO.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der Deutsche Bundestag hat am 18. Oktober 2018 nach drei Lesungen die von der „grünen“ Verbändegemeinschaft vorgeschlagenen Ausnahmen im Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) und im Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) beschlossen, die ab dem 01.01.2019 bun-desweit gelten sollen.

Danach wird § 2 Absatz 1 Nummer 7 GüKG um den Buchstaben c) erweitert, wonach die Beförderung von land- oder forstwirtschaftlichen (lof) Bedarfsgütern und Erzeugnissen „mit lof-Fahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH.) von bis zu 40 km/h“ generell vom GüKG befreit ist.
Zudem wurde § 1 Absatz 2 Ziffer 6 BFStrMG neugefasst. Danach besteht keine Mautpflicht bei der Verwendung von „lof-Fahrzeugen gemäß § 2 Absatz 1 Nummer 7 Güterkraftver-kehrsgesetz sowie den damit verbundenen Leerfahrten.“

Das bedeutet für Lohnunternehmer konkret, dass ab dem 1. Januar 2019 der Transport von lof-Erzeugnissen und lof-Bedarfsgütern mit lof-Fahrzeugen mit einer bbH. von bis zu 40 km/h generell von der GüKG-Erlaubnispflicht und generell von der Mautpflicht (inklusive Leerfahrten) befreit ist.

Dies ist ein sehr großer Erfolg der Verbandsarbeit des BLU e. V. nach insgesamt 28 Monaten intensiver Arbeit und Interessenwahrnehmung zugunsten der deutschen Lohnunternehmer.

Wichtige ergänzende Hinweise:

- Die zwischenzeitlich von der Bundesregierung vorgeschlagene Anhebung der generellen Mautfreiheit auf 60 km/h bbH. (siehe Bericht LUaktuell, Ausgabe 10/2018, Seite 6) war auf massivem Druck des Transportgewerbes hin leider nicht konsensfähig.
Die „grüne“ Verbändegemeinschaft hatte diesbezüglich mehrfach auf die Problematik für den Staat kostenintensiver und inhaltlich unklarer Mautkontrollen bei einer bbH. von mehr als 40 km/h hingewiesen und auch das Argument von vermeintlichen Wettbewerbsver-zerrungen des Transportsektors überzeugend entkräftet.
Leider haben sich diese für die zukünftige (Kontroll-) Praxis sowie der Höhe der Mautein-nahmen wichtigen Hinweise im Ergebnis nicht durchgesetzt.

- Das Engagement des BLU e. V. beim GüKG und bei der Maut war und ist alternativlos.
Ohne die erreichten Ausnahmen hätten alle Lohnunternehmer in Deutschland für jegliche Art von Transporten stets eine GüKG-Erlaubnis benötigt und wären auch auf Bundes-straßen immer mautpflichtig gewesen.
Viel schwerer hätte sich in diesem Fall aber zusätzlich ausgewirkt, dass Transporte durch Lohnunternehmer in rechtlicher Hinsicht gewerblichen Transporten voll gleichgestellt worden wären. Damit wäre ein zukünftiger Verlust weiterer Privilegien wie z. B. der Füh-rerscheinklassen L und T oder der Kraftfahrzeugsteuerfreiheit verbunden gewesen.

- Durch die gesetzliche Verknüpfung von BFStrMG und GüKG sind Landwirte in eng um-rissenen Grenzen auch oberhalb von 40 km/h bbH. von der GüKG- und Mautpflicht be-freit.
Dies gilt aber nur, sofern Landwirte für eigene Zwecke oder im Rahmen der unentgeltli-chen Nachbarschaftshilfe oder über die Vermittlung über einen Maschinenring e. V. tätig sind (bei Letzterem auch nur mit steuerbefreiten Zugmaschinen und Sonderfahrzeugen im 75-km-Radius).

Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Da aber nun nur noch der Bun-desrat den Gesetzänderungen zustimmen muss, die er ja selbst vorgeschlagen hat, und dann die Verkündung im Bundesgesetzblatt erfolgen kann, ist davon auszugehen, dass die hier beschriebenen Ausnahmen ab dem 1. Januar 2019 gelten werden.

Pirko Renftel
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
1. Berechnung: Welcher Zeitraum ist maßgebend?
a) Beschäftigung an min. 5 Tagen die Woche?

Nein: Zeitraum von 70 Arbeitstagen möglich

Ja: Weiter zu Buchstabe b)

b) Müssen mehrere Beschäftigungszeiten angerechnet werden (gab es bereits in diesem Jahr eine kurzfristige Tätigkeit des Beschäftigten)?

Nein: Zeitraum von 70 Arbeitstagen möglich

Ja: Zeitraum von 90 Kalendertagen möglich

2. Beschäftigungsdauer
Unzulässig: Jeden Samstag arbeiten oder ähnlich regelmäßig.

Zulässig: Rahmenvertrag auf 1 Jahr begrenzt. Innerhalb des Jahres Arbeitseinsatz auf 70 Tage begrenzt (und blockweise Arbeit). Im Anschluss bedarf es einer 2-monatigen Pause (Abmeldung des Arbeiters), bevor ein neuer Rahmenvertrag geschlossen werden darf.

Darüber hinaus kann eine kurzfristige Beschäftigung bestehen, wenn sich Rahmenvereinbarungen mit sich wiederholenden Arbeitseinsätzen über mehrere Jahre lückenlos aneinander anschließen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: 3. Berufsmäßigkeit:
Bis zu einem monatlichen Gehalt von 450 € ist die Tätigkeit rechtlich immer wie ein Minijobber zu bewerten, die Berufsmäßigkeit ist irrelevant.



4. Steuern:
Der Arbeitslohn ist lohnsteuerpflichtig. Grundsätzlich zweite Lohnsteuerklasse (regelmäßig VI) einzusetzen. Eine Lohnsteuer-Pauschalierung ist jedoch möglich. Die Pauschale ist vom Arbeitgeber abzuführen.

Pauschale Besteuerung in LU liegt bei 25%

Ist der Arbeitgeber ein Lof Betrieben dann 5%. Dort muss der kurzfristig Beschäftigte aber für reine lof Tätigkeiten und nicht als Fachkraft sowie nicht über 180 Tage tätig sein.

Voraussetzungen einer Pauschalierung: Ein Überschreiten dieser Grenzen ist zulässig, wenn die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird.

Sollten diese Pauschalierungs-Grenzen nicht eingehalten werden, ist lediglich die normale (zweite) Steuerklasse maßgebend.

Begriff der Unvorhersehbarkeit: Setzt voraus, dass das Dienstverhältnis dem Ersatz einer ausgefallenen oder dem akuten Bedarf einer zusätzlichen Arbeitskraft dient. Die Beschäftigung von Aushilfskräften, deren Einsatzzeitpunkt längere Zeit vorher feststeht, z. B. bei Volksfesten oder Messen, kann grundsätzlich nicht als unvorhersehbar und sofort erforderlich angesehen werden; eine andere Beurteilung ist aber z.B. hinsichtlich solcher Aushilfskräfte möglich, deren Einstellung entgegen dem vorhersehbaren Bedarf an Arbeitskräften notwendig geworden ist.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Und sind Sie bereits jetzt auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für ihre/n Lieben? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf und lassen uns das Wissen.

Andrea van Eijden



]]> 26.05.2019 - 01:12:12 standortgerechte Beratung „on top“.

In einer modernen Volkswirtschaft haben Dienstleistungen eine herauszustellende Bedeutung – auch in der Agrarwirtschaft. Landwirtschaftliche Dienstleistungen im 21. Jahrhundert bedeutet ein hohes Maß an Zuverlässigkeit sowie Arbeitsqualität und eine standortgerechte Beratung „on top“. Die Qualität der Dienstleistungen steht immer in engem Zusammenhang mit Ihren Kosten. Die Erkenntnis „Billig muss man sich leisten können“ bringt es auf den Punkt! Auch die Landwirtschaft hat nichts zu verschenken. Gute Betriebsergebnisse werden aber nur durch gute Leistungen bzw. Naturalerträge erzielt – und dafür sind optimale Produktionsverfahren (Technik, Betriebsmittel, Knowhow) grundlegend! Für den Bereich Lohnunternehmen heißt das: Wer viel verlangt, muss auch bereit sein, eine hochwertig ausgeführte Arbeit angemessen zu bezahlen. Auch im Tagesgeschäft eines Lohnunternehmens ergeben sich immer wieder Fragen und Diskussionen mit den Kunden, ob der Arbeitspreis für eine Dienstleistung gerechtfertigt ist oder warum eine Preiserhöhung notwendig wurde?

Arbeitspreise im Lohnunternehmen - richtig kalkuliert!

In einem Lohnunternehmen kommen viele Betriebsfaktoren zum Einsatz und müssen entsprechend entlohnt werden. Das qualifizierte Personal, die moderne Technik, die praxisgerechte Betriebsstätte und der verpflichtende Bürokratieaufwand „drum herum“ kosten in jedem Lohnunternehmen Geld, sind aber betriebsindividuell in der Höhe. Daher ist eine allgemein gültige Beschreibung der Betriebskosten nichtmöglich.

Jeder Kunde hat nur eingeschränkten Einblick in den tatsächlichen Aufwand des Dienstleiters. Die Kosten für Personal, Betrieb und Organisation werden regelmäßig unterschätzt. Dienstleistungen im ländlichen Raum beginnen und enden nicht beim Kunden, sondern schon im Lohnunternehmen. Dort bedarf es eines hohen Aufwands an Personal- und Sachleistungen, um schlagkräftige, störungsfreie und termingerechte Dienstleistungen anbieten zu können.

Personalkosten

Die Personalkosten in einem Lohnunternehmen haben eine große Bedeutung. Neben dem Urlaubsanspruch des Mitarbeiters, gesetzlichen Feiertagen, Krankheitstagen und Zeiten für die berufliche Weiterbildung belasten insbesondere die betrieblichen Nebenzeiten die Kalkulation. Diese werden für die Arbeitsvor- bzw. -nachbereitung, für Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten sowie für die Pflege der Betriebsausstattung benötigt.

In Lohnunternehmen, die hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig sind, können diese internen Nebenzeiten bis zu 50 % der Jahresarbeitszeit ausmachen.

Die Personalkosten berechnen sich wie folgt:
  1. Bruttolohn
  2. Stundenlohn des Fahrers inklusive des Arbeitnehmeranteils in der Sozialversicherung. Nach dem Lohntarifvertrag ist der Ecklohn mit 12,50 € festgelegt, wobei höher qualifizierte Mitarbeiter deutlich besser bezahlt werden.
  3. Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft
  4. Die soziale Absicherung der Mitarbeiter ist gesetzlich vorgeschrieben. Renten-, Kranken, Pflege- und Arbeitslosenversicherung tragen Arbeitgeber und -nehmer gemeinsam. Dafür zahlen Arbeitgeber anteilig und zusammen mit weiteren Umlagen etwa 22 % auf den Bruttoarbeitslohn des Mitarbeiters.
  5. Urlaubs- und Feiertage bzw.
  6. Fortbildung oder Krankheit
  7. Die fortlaufende Qualifizierung der Mitarbeiter ist eine betriebliche und mitunter auch gesetzliche Vorgabe. Alle Formen von Nichtanwesenheit im Unternehmen verursachen Kosten, weil der Mitarbeiter in der Regel sein Gehalt weiterbezieht, aber keinen Umsatz erwirtschaften kann.
  8. Interne Betriebszeiten
  9. Beinhalten Rüst- und Wegezeiten, Zeiten für Wartung und Reinigung der Maschinen. Diese betriebliche Arbeitszeit wird in den Stundenpreis einkalkuliert.


Maschinenkosten

Lohnunternehmen sind technische Dienstleistungsbetriebe, die sich als Innovationsträger im ländlichen Raum verstehen. Entsprechend investieren Lohnunternehmen etwa 20 – 25% ihres Jahresumsatzes in neue Maschinen. Die Investitions- und Betriebskosten moderner leistungsfähiger Maschinen sind hoch:
  1. Bereitstellungskosten Abschreibung (Wertminderung durch Nutzung, technische Veralterung, etc., ersatzweise Miete oder die Leasingrate für die Maschine)
  2. Zinskosten für das in der Investition gebundene Kapital
  3. Das Kapital in eigen- oder fremdfinanzierten Investitionen ist über den entgangenen Zinsertrag oder den tatsächlichen Zinsaufwand korrekt zu bewerten.
  4. Reparaturkosten! Bei Maschinen und Geräten, die im Einsatz sind, fallen Reparaturen aller Art an. Darunter fallen regelmäßige Inspektionen und die Wartung, sowie die Ersatz- und Verschleißteile.
  5. Versicherung! Versicherungen dienen der Risikoabdeckung. Haftplicht-, Kasko- und Maschinenbruchversicherungen können erhebliche Jahresprämien auslösen.
  6. Kraftstoffkosten! Die Kraftstoffkosten, insbesondere für Diesel, sind Hauptbestandteil der Betriebskosten bei landtechnischen Dienstleistungen. Die mitunter starken  Preisschwankungen führen zu erheblichem Anpassungsdruck bei den Arbeitspreisen. Entsprechend weisen viele Lohnunternehmen die Dieselkosten auf den Rechnungen getrennt aus. Dadurch lässt sich die Ursache von Arbeitspreisveränderungen deutlich machen.
Allgemeine Kosten
  1. Geschäftskosten! Die Geschäftskosten umfassen alle Kosten, die unmittelbar mit der Betriebsstätte in Verbindung stehen, wie Immobilien (Gebäude, Flächen, etc.) mit den entsprechenden Betriebskosten, Personal für Verwaltung, Geschäftsführung und Werkstatt, Verbrauchsmaterial im Büro, Telefon, Beratung und Versicherung.
  2. Risiko und Gewinn! Lohnunternehmen sind Betriebsrisiken ausgesetzt, für die durch Bildung von Rücklagen nur innerbetrieblich vorgesorgt werden kann. Dazu zählen vorrangig Zahlungsausfälle bei Kunden und nicht versicherte Kapitalschäden. Diese Betriebsrisiken sind genau wie eine  Versicherungsprämie in der Kosten Kostenkalkulation zu berücksichtigen und finden sich im Arbeitspreis wieder. Natürlich müssen auch Lohnunternehmen Freude an ihrer Arbeit haben und Betriebsgewinne erzielen. Dieses Geld dient dem eigenen Lebensunterhalt und der betrieblichen Entwicklung.
Alle Kostenblöcke sind bei der Arbeitspreisermittlung für Einzelmaschinen oder Prozessketten zu berücksichtigen. Folgende Beispiele wichtiger LU- Technik zeigen anhand eines Feldhäckslers und eines Schleppers exemplarisch die Kosten moderner Landtechnik.





Wichtig: Die dargestellten Kosten sind nicht allgemein gültig und können je nach Betrieb und Auslastung stark variieren. Die Auslastung bei Schleppern kann zwischen 500 und 1.500 Betriebsstunden pro Jahr variieren. Bei Feldhäckslern werden zwischen 250 und 500 Trommelstunden jährlich gezählt. Die landwirtschaftlichen Strukturbedingungen bestimmen in nicht unerheblichem Umfang die Auslastung und damit auch die Maschinenkosten.

Im Allgemeinen aber ist zu berücksichtigen, dass die Kosten für Landtechnik und Personal in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Das bekommen auch landwirtschaftliche Betriebe deutlich zu spüren, wenn Sie Maschinen Maschinen kaufen oder Mitarbeiter einstellen. Entsprechend ergeben sich nicht selten überraschende Ergebnisse für die betriebseigene Kalkulation eines Landwirts.

Dieser Beitrag sollte Land- und Forstwirten als Kunden ein Gefühl für arbeits- und betriebswirtschaftliche Belange eines Lohnunternehmens vermitteln – will vor allem aber eines entwickeln: Eine wertschätzende Partnerschaft, in der die Beteiligten fair miteinander umgehen und ihre Leistungen gegenseitig anerkennen! Dafür ist Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern und Transparenz eine wichtige Grundlage.

Ein effizienter Landtechnikeinsatz ist immer das Ergebnis einer ganzheitlich professionellen Unternehmensführung in einem Lohnbetrieb. Die tragenden Säulen der  Dienstleistungsqualität professioneller Lohnunternehmen sind qualifiziertes und motiviertes Personal, moderne Maschinen sowie das standortgerechte Fachwissen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Vorträge, Referenten, teilnehmende Firmen, dies und vieles mehr gibt es in der App.
Loggen Sie sich als Teilnehmer ein um sich Vorträge im Kalender zu speichern und um mit anderen Teilnehmern zu chatten.]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Vorab haben Sie die Möglichkeit bereits jetzt online zu stöbern.
Der Leitfaden führt Sie durch die DeLuTa. Zu jedem Vortag gibt es eine kurze Inhaltsbeschreibung, Themenbereiche werden näher beschrieben, und auch Aktionen sind deutlich hervorgehoben.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Beachten Sie, dass Sie vor Ort in Bremen keine Karten kaufen können!

Kartenbestellformular: Firmen
Kartenbestellformular: Lohnunternehmer]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Green Acres Enterprises

Nach einiger Vorbereitungszeit, dem Zusammenstellen von Bewerbungsunterlagen und dem Beantragen eines Visums startet im April letzten Jahres das 9-monatige Abenteuer USA. Als Praktikumsbetrieb hatte sich Katja das Ernteunternehmen Green Acres Enterprises, welches seinen Betriebssitz in Elk City (Oklahoma) hat, ausgesucht. Neben zwei GPS gesteuerten Mähdreschern der Marke John Deere mit einem Premium Flow und einem Flex Drapper Schneidwerk, gehören noch ein Traktor mit Überladewagen, sowie zwei LKW mit  Getreideaufliegern und Tiefladern zum Maschinentransport zur Flotte dazu. Auf den Maschinen gibt es keine festen Fahrer, jeder darf alles fahren, wobei Wünsche und Vorlieben berücksichtigt werden.

Vom Süden in den Norden dreschen Das Lohnunternehmen folgt der Abreife der verschiedenen Feldfrüchte quer durch den Mittleren Westen der USA – angefangen im Süden von Oklahoma bis an die kanadische Grenze. Es werden Weizen, Hafer, Gerste, Raps, Flachs, Sorghum, Sesam, Sojabohnen und Körnermais geerntet und abtransportiert. Unterstützung bekommt die Unternehmerfamilie jedes Jahr von jungen Leuten aus dem Ausland. So lernte Katja unter anderem die Australierin Clare kennen, mit der sie bis heute noch Kontakt hält.

Im Verlauf der Saison lebt die Ernte-Crew in einem rollenden Zuhause, bestehend aus zwei Wohnwagen. Dies ermöglicht dem Lohnunternehmen unter anderem eine flexiblere Auftragsabarbeitung. Während Katja und ihre Kollegin Clare noch Flächen in Elk City
abdroschen, machte sich der Rest der Crew schon auf den Weg nach Norden. Die meisten Farmer bei denen gedroschen wird, sind Stammkunden. Trotzdem macht das Unternehmen Werbung für sich mit Flyern, die an die Farmer verteilt werden.

„Die beste Werbung ist jedoch, genau wie bei uns in Deutschland auch, für gute Arbeit bekannt zu sein.“

Die Kunden von Green Acres Enterprise geben durchschnittlich 280 ha Druschfläche in Auftrag. So kommen pro Jahr rund 2.400 ha Einsatzfläche je Mähdrescher zusammen. Morgens vor Erntebeginn findet die tägliche Wartung der Maschinen statt. Regentage werden für Inspektionen und Reparaturen genutzt. Dazu ist ein Service-Pickup mit Werkzeug und den gängigen Ersatzteilen immer mit dabei.

Im Süden, unterhalb von Kansas, gehen 95 % des Getreides sofort an den abnehmenden Handel, der selten weiter als 20 km entfernt ist. In Northund South-Dakota hingegen haben viele Farmer eigene Silos und lagern ihre Ernte selbst ein, um auf eventuell bessere Preise zu warten.

Die Ernte des weißen Goldes

Nach der Getreideernte ging es für die Crew zurück zum Betriebsstützpunkt in Elk City, wo das Unternehmen in einem Radius von 100 Meilen die Baumwollernte anbietet. Hierbei wird zwischen zwei Verfahren unterschieden: der Ernte mit dem Cotton-Picker (Cotton=-
Baumwolle) oder dem Cotton-Stripper. Mit dem Picker werden nur die reifen Kapseln gepflückt, wobei jedes Feld mehrmals zeitlich versetzt beerntet wird. Der Stripper dagegen erntet alle Kapseln in einem Arbeitsgang, was zur Folge hat, dass die Qualität der Baumwolle etwas niedriger ist. Da dieFlächen nur einmal angefahren werden müssen, ist der Stripper eher bei Lohnunternehmen verbreitet.

Auch das Unternehmen der Familie Misener verwendet einen Stripper nach dem klassischen Ernteverfahren. Hierbei wird die Baumwolle zu einer Presse am Feldrand transportiert und in einer oben und unten offenen Presskammer zu einem großen Block gepresst. Ist ein Block fertig, wird die Heckklappe geöffnet und die Presse vorwärts weggefahren. Bei neueren Maschinen wird die Baumwolle direkt in der Erntemaschine zu Rundballen gepresst und mit Folie gebunden. Ein fertig gepresster Quaderballen wiegt rund 18.000 Pounds (~ 8 Tonnen). Nach der Reinigung in den Fabriken, auch Gin genannt, bleiben am Ende etwa 1/3 reine Baumwolle übrig. Den Rest bilden Stängel, Samen und Verunreinigungen. Aus den protein- und ölhaltigen Samen wird unter anderem Viehfutter hergestellt.

„Es war einfach nur großartig und hat alle meine Erwartungen übertroffen!“

Mit diesem Praktikum hat sich Katja einen lang gehegten Traum erfüllt. Und auch die große Entfernung nach Deutschland spielte nach einiger Zeit nur noch eine untergeordnete Rolle, da sie sich durch die Gastfamilie und Kollegen sehr gut integriert fühlte.

Allen Leuten die jetzt Interesse an einem solchen Abenteuer haben, kann Katja nur raten: „Traut euch! Geht ins Ausland und macht eure Erfahrungen solange ihr noch jung seid und die Zeit dafür habt, damit ihr euch später nicht ärgert, diese Chance nicht genutzt zu haben. Die Erinnerungen kann euch niemand mehr nehmen.“



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Eine Weltpremiere auf dem BLU-Stand ist unsere neue Azubi-Kampagne „Werde FELDHELD“. Freuen Sie sich und seien Sie gespannt auf die neue Imagekampagne. Es erwarten Sie neben vielen Informationen rund um den Ausbildungsberuf Fachkraft Agrarservice (FAS), tolle Giveaways und eine Fotobox, wo Sie selbst in die Rolle des FELDHELDEN schlüpfen können!

Aber nicht nur das, die Euro Tier ist auch ein wichtiger Treffpunkt für Lohnunternehmer mit ihren Kunden. Ein Anlaufpunkt dabei sollte deswegen unbedingt der neue Stand des BLU sein. In diesem Jahr erstmalig mit einer Fläche von über 100 m² und in Halle 27, Stand C 19 bietet der BLU seinen Mitgliedern und deren Kunden die Möglichkeit für einen entspannten Austausch.

Laden Sie doch Ihre Kunden ein und nutzen Sie den Stand als eigene Bühne, um sich als Dienstleistungsprofi darzustellen. Wir geben Ihnen gerne den Raum dafür und unterstützen Sie. Oder nutzen Sie den Besuch auf der Euro Tier, um mit unseren Kollegen aus der Beratung ins Gespräch zu kommen. Vielleicht haben Sie die eine oder andere Frage, die sich bei dieser Gelegenheit direkt beantworten lässt.

Sie erkennen den neuen Stand an der typischen Farbgestaltung in grau und gelb und den großen BLU-Buchstaben an der Decke! Nehmen Sie sich Zeit und besuchen Sie uns, wir freuen uns auf Sie!



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Betriebsleiter und Mitarbeiter in Lohnunternehmen sind schließlich optimal auf die Herausforderungen des Lohnunternehmerberufes vorzubereiten, auch weil die Gesellschaft verschiedene Entwicklungen in der Agrarwirtschaft zunehmend kritisch sieht.

Insgesamt 30 Vertreter der LU-Verbände und der Fördermitglieder haben am 9. Oktober 2018 an der Mitgliederversammlung teilgenommen und sich über Aus- und Fortbildung informiert und diskutiert.

Die Berufsausbildung Fachkraft Agrarservice erzeugt bei jungen Menschen nach wie vor Interesse. Dennoch sind die Ausbildungszahlen leicht rückläufig und liegen momentan bundesweit bei etwa 700 Auszubildenden in den drei Lehrjahren.

Insgesamt gesehen wirkt vor allem die Landtechnik als spannend und attraktiv für die Berufswahl. Deutlich zu erkennen ist, dass sich auch in der Ausbildung „Smart-Farming“ als ein Innovationsschub heraus kristallisiert. Demgegenüber wirken im  Lohnunternehmerberuf Arbeitszeit und -verteilung als Hemmnisse bei der Entscheidung
für eine Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice.

In Anbetracht des zunehmenden Wettbewerbs um Auszubildende werden Werbemaßnahmen auch für den Beruf Fachkraft Agrarservice immer wichtiger. Aus Mitteln des Bildungswerks wurden drei Kurzfilme aus dem Arbeitsalltag einer Betriebsleiterin, eines Disponenten und eines Auszubildenden hergestellt. Weiterhin führt das Bildungswerk den Leistungsvergleich Berufswettbewerb durch und fördert gemeinsam mit der SVLFG Schulungen im gesundheitsfördernden Projekt AzubiAktiv an allen Berufsschulstandorten. Dort werden auch regelmäßig Informationsveranstaltungen zum Smart-Farming von fachkundigen Referenten durchgeführt. Das Bildungswerk stellt den Ausbildungsbetrieben einen neuen Leitfaden zur Ausbildung Fachkraft Agrarservice
zur Verfügung.

Auch die Fortbildung zum Agrarservicemeister an den Standorten Kleve, Nienburg und Triesdorf wird durch das Bildungswerk durch verschiedene Maßnahmen gefördert. Die Meisterschule in Niedersachsen wird im Winter 2018 / 2019 erstmalig an der DEULA
Nienburg stattfinden.

Die Kursteilnehmer sind mittlerweile zu mindestens 70 % ausgebildete Fachkräfte
Agrarservice und etwa 20 – 25 % eines FAS-Jahrgangs interessieren sich zeitnah für die Fortbildung ASM.

Neu ist ein interessanter Wettbewerb „Beste Projektarbeit“, für den 13 frischgebackene Agrarservicemeister des Abschlussjahrgangs 2018 ihre Meisterarbeit eingereicht haben. Eine fachkundige Jury aus dem Umfeld der Branche wird neutral die Bewertung vornehmen.

Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung durch zwei Vorträge. In diesem Jahr hat der Geschäftsführer des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen in einem interessanten und spannenden Vortrag zum Thema „Güterkraftverkehrsgewerbe – Situation und Perspektiven“ die Mitglieder des Bildungswerks unterhalten. Christian Richter konnte anhand vieler Beispiele die logistischen Herausforderungen der kommende Jahre beschreiben. Auch im Verkehrsgewerbe ist national und international eine große Dynamik zu erkennen und der Fachkräftemangel ist ebenso deutlich und vergleichbar mit der Branche Lohnunternehmen. Entsprechend erwartet der Fachmann insbesondere bei den Arbeitslöhnen für die Fahrer deutliche Steigerungen.

Des Weiteren stellte Maik Lehmann von der Fa. Walterscheid das Schulungsangebot
„Verbindungstechnik“ aus seinem Hause vor. Im Schwerpunkt seines Vortrags behandelte er den Verschleiß und die sicherheitsrelevanten Aspekte von Kugelkopfverbindungen (K 80) in der Landwirtschaft.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Einzelheiten der Mittelvergabe werden derzeit zwischen den zuständigen Verwaltungsdienststellen ausgearbeitet. Nach bisherigen Informationen ist die Finanzhilfe an die konkrete Bedürftigkeit bzw. Notlage geknüpft. Dann können die Betriebe auch Abschlagzahlungen erhalten. Im Schwerpunkt werden über 40 % der Gelder den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zur Verfügung gestellt.

Auch der Bundesverband Lohnunternehmen hat die Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner darüber informiert, dass die angespannte finanzielle Situation der Landwirte auch Betroffenheit in  Lohnunternehmen auslöst. Diesbezüglich liegt dem BLU ein Schreiben der Ministerin vor, in dem zwar Verständnis gezeigt, aber finanzielle Hilfen ausgeschlossen werden.

Auch in dieser Krise zeigt sich deutlich, dass die „Liquidität“ gegenüber der „Rentabilität“ das größere Problem darstellt.

Die Umsatzrückgänge durch fehlende Aufträge sowie möglicher Zahlungsverzug und –ausfall belasten die Liquidität des Lohnunternehmens, auch wenn auf der anderen Seite die Kosten [insbesondere Diesel und Personal (Aushilfen und Überstunden)] geringer ausfallen. Ein einfacher innerbetrieblicher Vergleich mit normalen Jahren kann frühzeitig eine Entwicklungstendenz im Betriebsergebnis des Jahres 2018 zeigen.

Im Hinblick auf die Rentabilität führen die ausgefallen Umsätze (Hektar, Stunden, Ballen, Kubikmeter) dazu, dass die Maschinen „länger“ genutzt werden können. Eine Ersatzinvestition wird zu einem späteren Zeitpunkt notwendig oder die Maschine hat einen tendenziell höheren Zeitwert, weil sie im Lohnunternehmen weniger geleistet hat. Die jährliche Abschreibung als größter Bestandteil der festen Maschinenkosten fällt jeweils geringer aus.

Was ist zu tun, wenn es „eng wird“? Wenn Kapitaldienst, Leasingraten oder andere Verpflichtungen geschoben werden müssen, ist es auf jeden Fall wichtig und richtig, frühzeitig aktiv auf die Finanzierungsgesellschaften zuzugehen. Dieser Schritt ist sicherlich nicht immer einfach, aber trotzdem absolut notwendig, gemeinsam und vertrauensvoll nach Wegen aus der Misere zu suchen.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Ausbildungsbegleitende Hilfen

Die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Bundesagentur für Arbeit können während der Ausbildung bei der Berufsberatung beantragt werden, wenn der Ausbildungserfolg ohne eine zusätzliche Unterstützung gefährdet sein könnte. Die Form der Unterstützung ist vielschichtig und auf den Auszubildenden abgestimmt. An mindestens drei Stunden in der Woche (meist nachmittags oder abends) können zum Beispiel fachtheoretische Inhalte oder Deutsch aufgearbeitet werden. Auch bei der Vorbereitung auf Prüfungen oder anderen Alltagsproblemen können Lehrkräfte oder Sozialpädagogen des Bildungsträgers vor Ort unterstützen. Bei dieser Maßnahme fallen für den Auszubildenden und den Betrieb keine Kosten an. Ihr Auszubildender sollte sich möglichst frühzeitig an die Agentur für Arbeit wenden, telefonisch steht folgende kostenfreie Service-Hotline 0800/4555500 zur Verfügung.

Neuer Nachhilfeunterricht im Taschenformat: NaWi

Seit diesem Jahr kann über den Erling Verlag (www.erling-verlag.com) das Buch „NaWi“ bezogen werden. Speziell auf die grünen Berufe abgestimmt, können hier die Grundlagen der Naturwissenschaften anschaulich erarbeitet werden. Mathe, Physik, Chemie und Bio werden von den Autoren anhand von praktischen Beispielen anschaulich dargestellt, um den Ausbildungsalltag oder die Prüfungsvorbereitung zu erleichtern.

Leittexte

Auf dem Bildungsserver Agrar (www.bildungsserveragrar.de) stehen die Leittexte zum kostenlosen Download bereit. Anhand verschiedener Thematiken kann der Auszubildende sich anhand seiner eigenen Erfahrungen viel Wissen aneignen und hat es auch  dokumentiert. Insgesamt stehen über 90 Leittexte zur Verfügung, sie sind anhand der Berufe sortiert. Die Auszubildenden können auf das Angebot für die Fachkraft Agrarservice und zusätzlich auch aus dem Bereich Pflanzenproduktion der Landwirte zurückgreifen.



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Neun von zehn deutschen Internetnutzern sind in Sozialen Netzwerken unterwegs. Dabei ist jeder im Schnitt in drei Netzwerken angemeldet. Die Zahlen sind in den letzten Jahren rasant in die Höhe gegangen. Und das ist nicht nur ein Phänomen der Jugend. 65 Prozent der über 65-Jährigen sind social mediamäßig unterwegs, berichtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM).

In der Landwirtschaft nutzen 48 Prozent Social Media. Das brachte die Studie „Informationsverhalten von Landwirten in Deutschland“ von AgriDirect an den Tag. Die Nase vorn haben die Milchviehhalter, gut jeder Zweite ist hier aktiv. Mit der Größe des Betriebes nimmt die Nutzung zu. WhatsApp 79 %, Facebook 56 % und YouTube 46 % sind die beliebtesten Kanäle. Vorwiegend sind Landwirte und Lohnunternehmer auf diesen Plattformen privat unterwegs, lesen Nachrichten, tauschen sich mit Berufskollegen aus oder informieren sich über Produkte und Maschinen. Jeder zehnte nutzt Soziale Netzwerke, um eigene Produkte zu bewerben oder den Betrieb vorzustellen.

Darstellen und Vermarkten
Direktvermarkter nutzen Social Media vor allem dazu, Produkte bekannt zu machen und mit möglichst vielen Menschen, Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt zu treten. Das schärft das Verständnis der Verbraucher, schafft gleichzeitig Nähe und Kundenbindung. Positiver Nebeneffekt, wenn es gut läuft: Es beschert neue Kundschaft. Gleichzeitig tut man etwas fürs Image. Denn Verbraucher können so am Alltag auf dem Betrieb teilhaben. Mobile Geräte und Smartphones machen es für beide Seiten leicht: Dem Lohnunternehmer, weil er immer und überall posten kann - vorausgesetzt, er ist mit der richtigen Technik ausgestattet. Dem Verbraucher, weil er ständig und überall online ist.

Mit Strategie ans Werk
Social Media kostet nicht viel Geld, und man kann es selbst machen. Allerdings muss Zeit investiert werden. Und die ist auf vielen Betrieben ein knappes Gut. Deshalb ist es keine gute Idee, blauäugig loszulegen und wild drauf los zu posten. Eine Strategie muss her, sonst geht man in den Weiten des Internets verloren und macht sich keinen guten Namen.

Zunächst gilt es, die Zielgruppe zu ermitteln.
Wen möchten Sie ansprechen und warum? Möchten Sie den Hof den Menschen in der Region nahebringen oder „Städter“ über Landwirtschaft und Lohnunternehmen aufklären?
Suchen Sie Kunden für den Hofladen oder die Milchtankstelle oder neue Urlaubsgäste? Geht es Ihnen darum, Geschäftsbeziehungen zu knüpfen oder die Jugend für das Landleben zu begeistern? Gerade für junge Leute ist Social Media die Informationsquelle Nummer eins. YouTube wird von vielen Jugendlichen mehr konsumiert als Fernsehen und
Radio zusammen. Und ob es uns nun gefällt oder nicht: Facebook ist zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft geworden und dominiert zusammen mit Instagram und WhatsApp die soziale Medienlandschaft.

Welches Medium ist das Richtige?
Klare Antwort: Nutzen Sie das Netzwerk, das Ihnen Spaß macht. Denn nur so bleiben Sie am Ball. Es spricht auch nichts dagegen, auf mehreren Hochzeiten zu tanzen. Gleiche Inhalte lassen sich auf unterschiedlichen Plattformen veröffentlichen. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Man ist doppelt präsent mit nur einem Arbeitsaufwand.

Wie oft muss ich pro Woche posten? Auch dafür gibt es kein Rezept. Wer es nur einmal in der Woche tut, ist schnell weg vom Fenster, weil er der Netzgemeinde nicht im Gedächtnis bleibt. Wer stündlich etwas von sich hören lässt, geht allen auf die Nerven. Hier gilt es, den Mittelweg zu finden.

Gefragt sind kleine Beiträge.
Das kann ein günstiges Angebot sein oder ein Veranstaltungstipp. Gefragt ist die ganz normale Arbeit, Impressionen aus dem Stall oder vom Trecker. Dabei gilt: Besser gut verlinkt als schlecht erfunden. Wer etwas im Netz findet und posten möchte, kopiert den Link und schreibt einen kurzen Satz dazu. Jeder Beitrag sollte einen Mehrwert bringen, sonst ist er schnell weggeklickt. Alles, was nicht kurz und knapp ist, wird erfahrungsgemäß nicht zu Ende gelesen.

Den Nerv der Zeit treffen Sie mit Bildern.
Denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Nachrichten mit Fotos werden öfter weitergeleitet und geteilt – egal auf welcher Plattform. Dabei kommt es auf die Qualität an und auf das Motiv. Bei echten Hinguckern sieht jeder auf dem ersten Klick, was gemeint ist. Ändern Sie den Blickwinkel! Aus unterschiedlichen Perspektiven wirkt die Maschine jedes Mal anders.

Und wenn etwas schiefgeht?
Wer nicht mit Herz bei der Sache ist, kommt nicht weit. Kommentare und Rückmeldungen sind wichtig und sollten beantwortet werden. Es bringt nichts, Negatives tot zu schweigen.
Vorsicht ist geboten bei politischen Aussagen: Eine Grundsatzdiskussion über Glyphosat braucht auf Facebook niemand.

Fakt ist: Jeder, der etwas online stellt, bekommt Resonanz. Diese kann positiv sein, aber auch viel Ärger bringen. Im Fachjargon spricht man dann von einem Shitstorm. Deshalb: Behalten Sie Ihre Seiten im Auge! Es muss sichergestellt sein, dass Sie jederzeit reagieren können. Die Diskussionen sollten aber auch nicht ausufern. Besser ist es, die Leute einfach mal auf den Betrieb einzuladen.



* mit Material der LWK NDS
]]> 26.05.2019 - 01:12:12 in Brüssel hat seit Ende August 2018 einen neuen Geschäftsführer. Auf Eric Dresin, der seit 2010 für die CEETTAR dieses Amt inne hatte, folgt Jérôme Roche. Er hat zuvor in
verschiedenen europäischen Kommissionen gearbeitet und bringt somit umfassende Kenntnisse der Europapolitik und Lobbyarbeit auf europäischer Ebene mit. Jérôme Roche stammt aus Clermont-Ferrand in Frankreich und hat an der „Solvay Brussels School of Economics and Management“ in Brüssel und dem „College of Europe“ in Brügge studiert. „Ich freue mich darauf, mit allen CEETTAR Mitgliedern und Partnern in dieser aufregenden Zeit für den Landwirtschaftssektor zusammen zu arbeiten!“, so Jérôme Roche.]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12 selbst in die Rolle des FELDHELDen schlüpfen! Dafür war eine Fotobox auf unserem Stand integriert, die vor allem von den jüngeren Besuchern begeistert angenommen wurde. Insgesamt waren es knapp 1.000 Fotos, die gemacht wurden: Ein gelungener Auftakt für die
Kampagne, bei dem viele potentielle Azubis das Logo und unsere Kampagne kennenlernen konnten. Vielleicht ist der eine oder andere nächste begeisterte FASler dabei.

Neben unserer neuen Kampagne erschien auch der BLU-Stand in neuem Design. In diesem Jahr war die Fläche erstmals größer und der Standaufbau an den Agritechnica-Auftritt angeglichen. Neben einem ruhigeren abgetrennten Sitzbereich, boten Stehtische
ausreichend Platz für ungezwungene Kommunikation mit unseren Fachreferenten. Von diesen Plätzen ließen sich auch die Image-Filme aus unserer Reihe „Agrarservice im Profil“ in Ruhe betrachten. Haben Sie die neuen Filme „der Agrarservicemeister“ und „der Spezialist“ verpasst, dann schauen Sie doch auf unsere Internetseite oder in unseren YouTube-Kanal. Dort finden Sie auch den neuen Film aus dem Gemeinschafsprojekt mit BMR und DBV „Miteinander reden - sicher ankommen“, es lohnt sich!

Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die in der Vorbereitung oder bei der Standbetreuung dazu beigetragen haben, dass die EuroTier für uns ein solch gelungener Messeauftritt war!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 von den Nutzern aufgerufen. Das sind im Durchschnitt pro Monat 1.845-mal. Betrachten wir den Zeitraum seit dem letzten Update, also von Januar bis September, dann sind wir durchschnittlich bei 2.182 Aufrufen im Monat.

Den Effekt des ersten Updates können wir mehr als deutlich nachvollziehen, siehe Abbildung. Das Update wurde zur Agritechnica eingeführt und zeigte Anfang des Jahres seine Wirkung. Die größte Neuerung war dabei wohl die Funktion der Push-Meldung. Diese
weist den Handynutzer automatisch auf neue Meldungen in der App hin und steigert damit deutlich die Aufrufe.

Einen leichten Rückgang der Aufrufe konnten wir im März feststellen, was vermutlich saisonal bedingt ist. Ebenso, wie der derzeitige Rückgang zwischen Juni und September. Wir gehen davon aus, dass die App in den sehr arbeitsintensiven Erntemonaten nicht die Priorität hat, wie in den anderen Monaten. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die App über den Winter entwickelt. Wir werden Ihnen an dieser Stelle davon berichten.

Um die Nutzbarkeit der App weiter zu optimieren, bereiten wir derzeit ein neues Update vor. Zum Ende des Jahres wird es eine verbesserte Kalenderdarstellung geben und auch die Push-Funktion wird angepasst, sodass der Nutzer direkt aus der angezeigten Push-Information zum vollständigen Artikel weitergeleitet wird.

Möchten auch Sie diesen kostenlosen Mehr-Service nutzen, dann scannen Sie einfach den QR-Code ein und laden sich die App auf ihr Smartphone oder Tablet. Klappt etwas nicht, dann melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Über die Auswahl der Filmcharaktere erhalten die Zuschauer einen Eindruck in verschiedene Bereiche des Berufstandes der Lohnunternehmer. „Wir haben versucht typische und realistische Bilder aus dem Arbeitsalltag filmisch umzusetzen“, erklärt die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Julia Guttulsröd.

Im Mittelpunkt der Filme stehen der Agrarservicemeister Heiko Lübke und der Spezialist Sebastian Bernhard.

Ende des Jahres 2016 übernahm der heute 29-jährige Heiko Lübke die Geschäftsführung der Lohnunternehmer Service GmbH & Co. KG (LUS) in Wietzen. Das Unternehmen, mit 20 Festangestellten, bietet die gesamte Palette der landwirtschaftlichen Lohnarbeiten von der Saat bis zur Ernte an, außer Rüben und Kartoffeln. Den Grundstein zur Führung des eigenen Unternehmens legte Heiko Lübke mit der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice (FAS) und der in zwei Winterhalbjahren stattfindenden Fortbildung zum Agrarservicemeister (ASM). Die Fortbildungsschwerpunkte lassen sich in drei Bereiche aufteilen: Produktions- & Verfahrenstechnik, Betriebs- & Unternehmensführung und Berufsausbildung & Mitarbeiterführung. „Diese Fortbildung ist das Rundum-sorglos-Paket, um ein Lohnunternehmen zu führen“, so Heiko Lübke. Einen besonderen Stellenwert nimmt bei ihm im Unternehmen die Berufsausbildung ein. So bildet Herr Lübke seine Mitarbeiter selbst aus, um so die Zukunft des Betriebes sichern zu können.

Der zweifache Familienvater Sebastian Bernhard führt zusammen mit seinem Vater Gernot ein Lohnunternehmen in Frei-Laubersheim, der größten Weinanbauregion Rheinhessens. Das Familienunternehmen Bernhard GmbH Lindenhof startete vor fast 60 Jahren als landwirtschaftlicher Lohnbetrieb und beschäftigt zurzeit 7 feste Mitarbeiter und 15 Saisonaushilfskräfte. Im Laufe der Zeit hat sich das Unternehmen zum Spezialdienstleister für Weinbau und Recycling entwickelt. Im Betrieb ist der 36-jährige für den Außenbetrieb, den Fuhrpark und die Werkstatt verantwortlich. Hauptumsatzträger im Unternehmen sind die mobilen Sieb- und Schredderanlagen, die in einem Umkreis von 200 km um das Betriebsgelände eingesetzt werden. Zusätzlich verfügt der Betrieb auf dem Firmengelände über einen BImSchG-genehmigten Aufbereitungs- und Kompostierungsplatz, auf dem private und gewerbliche Kunden ihr Grüngut und Wurzelholz anliefern können.

Die Filme finden Sie auf dem BLU YouTube-Channel:
Agrarservice im Profil:
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die charmante, junge Lohnunternehmerin Anna Baur ist die Hauptdarstellerin des neuen Films, fährt einen Maishäcksler und stellt dem Zuschauer aus ihrer Perspektive die Erntearbeiten vor. Anna richtet sich in dem Filmportrait direkt an Auto- und Motorradfahrer, aber auch an die Kollegen aus der gesamten Branche; denn Berührungspunkte zwischen den Verkehrsteilnehmern gibt es viele.

Landwirte und Lohnunternehmer müssen zwangsläufig öffentliche Verkehrswege nutzen, um auf die Acker- und Grünlandflächen des Betriebes bzw. des auftraggebenden Kunden zu gelangen. Im Vergleich zu PKW, LKW und Zweirädern fallen die landwirtschaftlichen Fahrzeuge im Straßenverkehr durch ihre geringe Fahrgeschwindigkeit und die enormen Abmessungen auf. Viele Verkehrsunfälle zeigen deutlich, dass die großen Landmaschinen beim Überholen oder Abbiegen von anderen Verkehrsteilnehmern völlig unterschätzt werden und zu Unfällen mit Verletzten und Toten führen können. Der Film zeigt deshalb verschiedene Verkehrssituationen, die sich jährlich wiederkehrend im gesamten Bundesgebiet ereignen. Damit ergänzt er die bereits bestehenden drei Filme der bundesweiten Initiative um einen weiteren wichtigen Blickwinkel.

BMR, DBV und BLU haben sich zum Ziel gesetzt auch weiterhin einen aktiven Beitrag zu leisten, um auf Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen und  Unfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Die Schlussbotschaft „Landwirte und Lohnunternehmer sind sich ihrer Verantwortung bewusst und gemeinsam machen wir viel für die Sicherheit im Straßenverkehr! Für alle die mehr über unsere Arbeit erfahren wollen, sprecht uns gerne an: Miteinander reden – sicher ankommen!“ bringt deutlich zum Ausdruck, dass jeder Verkehrsteilnehmer Sicherheit auf den Straßen fordern darf, aber auch geben muss.

Den Film finden Sie unter: https://youtu.be/yPPtmFND5eg]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Gesellschafter der neuen BB ASC sind der Bundesverband Lohnunternehmern e.V. und Herr Volkmar W. Brettmeier, Diplom-Betriebswirt mit Background als vereidigter Buchprüfer und Steuerberater. Herr Volkmar W. Brettmeier ist gleichzeitig Geschäftsführer und vielen Lohn-unternehmen bereits durch Vorträge, Seminare sowie Mandatenbetreuung bekannt. Sitz der Gesellschaft ist Eggeweg 35 in 32791 Lage.

Die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern sich immer rascher, die wachsende Komplexität zu überblicken fällt auch den erfolgreichen Unternehmern immer schwerer.  Kern der Beratung sind betriebswirtschaftliche und strategische Fragen. Doch diese greifen oft zu kurz, da sie nur das Ergebnis unternehmerischen Handelns sind. In die Zukunft gerichtet, lenkt die Beratung den Blick auch auf unternehmerische Entscheidungen, das Produkt- und Dienstleistungsmarketing sowie die Personalwirtschaft. Diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgt die BB ASC und ist damit sicher, seinen Mandanten Impulse für eine erfolgreiche und wettbewerbsfähige Arbeit zu bieten.
     
Mit dem Start der BB Agrarservice Consulting GmbH zum 1. Januar 2019 wird die LU Service GmbH ihr Beratungsangebot einstellen.]]> 26.05.2019 - 01:12:12 akkurat in den vier Hallen der Messe Bremen zu platzieren. Es klappte und am Dienstag um 18 Uhr stand alles an seinem Platz. Der nahtlos blaue Himmel mit 7 Stunden Sonne hatte ganz klar seinen Anteil. Aber die stets entspannten Gesichter vor und in den Hallen waren der guten Vorbereitung und der Vor-Ort-Organisation geschuldet.

Die „Gelbjacken“ vor und in den Hallen und die professionell arbeitenden Fahrer der beiden Lohnbetriebe Dirk Gieschen und Erhard Meyer machten zum zweiten Mal in Bremen einen super Job. Und so füllten sich die vier Hallen 4 bis 7 weitgehend stressfrei.
Um das leibliche Wohl muss sich auf der DeLuTa ohnehin keiner Sorgen machen. Auch das schätzen die 270 fördernden Mitglieder des BLU, die mit ihren Maschinen und Produkten die Hallen füllten.

Die gelben Jacken des Orga-Teams waren vor und in den Hallen nicht zu übersehen. Wer eine Frage hatte,in welcher Halle und wo dort die Maschine stehen sollte, fand immer
jemanden, der all das beantworten konnte. Konkret waren das Christoph Visse, Theo Tillmann, Rainer Strompen, Dennis Beckmann, Jann-Dieken Frieling, Martin Bauer, Hartmut Matthes und Walter Schütt. Zwischendrin kurvte Alfred Schmid mit seinem E-Scooter durch das Gelände, um bei besonderenFällen zu unterstützen.

Ohne die passenden und mit der richtigen Technik ausgestatteten Traktoren, Teleskoplader und Stabler der beiden Lohnbetriebe Dirk Gieschen und Erhard Meyer mit ihren Fahrern hätten die meisten Maschinen ihren Platz in den Hallen nicht erreicht. Um unnötige Staus zu vermeiden, wurden LKWs und Tieflader grundsätzlich vor den Hallen
abgeladen. Das Lohnunternehmen Erhard Meyer war mit fünf Fahrern, vier Traktoren, einem Teleskoplader und einem Stapler unterwegs. Namentlich waren das: Heinz Dieter Alfs, Lars Möller, Volker Strangmann, Max Weigel und Jan Hendrik Kückens. Das Team
von LU Dirk Gieschen bestand aus den sechs Fahrern Jan Freese, Robert Machura, Felix Miermeister, Kevin Osmers, Alexander Weber und Till Woltemade. Sie waren mit vier Traktoren und zwei Teleskopladern unterwegs. „Alles professionelle Leute, die genau
wissen, wie die Geräte und Maschinen anzuhängen und zu steuern sind“, das war als Lob immer wieder von den Mitgliedsfirmen zu hören.

Wir haben am Aufbautag am Dienstag etliche Firmen in den DeLuTa-Hallen der Messe Bremen nach ihrem Urteil gefragt. Wie klappt das mit dem Aufbau und der  Platzzuweisung? „Alles im Griff – wie immer“, meinte einer. Keiner hat gemeckert, nur manch Lkw Fahrer war genervt von der Bremer Verkehrsführung. Und warum nicht Lob
weitergeben, wenn es verdient ist?

Ab 17 Uhr am Dienstag kehrte in den Hallen Ruhe ein, jedenfalls dröhnte kein Motorengeräusch mehr. Lediglich wurden hier und dort noch die Maschinen poliert und schickgemacht für den offiziellen Start der DeLuTa am Mittwoch. Auch das Abschlussessen ab 18.00 Uhr mit einem Gläschen Bier trug zur guten Stimmung der Firmenvertreter und des Orga-Teams bei.

Hans-Günter Dörpmund

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]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Veranstaltungsort: Landhotel Schnuck, Osterwaldweg 55, 29640 Schneverdingen
Fachtagung: 30.01.2019 Beginn: 18:30 Uhr, 31.01.2019 Beginn: 9:00 Uhr, Ende: 14:30 Uhr
Mitgliederversammlung: 31.01.2019 Beginn: 15:00 Uhr, Ende: 16:30 Uhr
Anmeldeschluss: 23.01.2019

Einladung/Anmeldung: Lohnunternemen

Einladung/Anmeldung: Fördermitglieder]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Veranstaltungsort: Altes Reihaus, Marktgrafenstr. 3, 91746 Weidenbach
Fachtagung: Beginn: 09:00 Uhr, Ende: 18:00 Uhr
Mitgliederversammlung: Beginn: 13:30 Uhr, Ende: 14:30 Uhr
Anmeldeschluss: 15.01.2019

Einladung/Anmeldung: Lohnunternemen

Einladung/Anmeldung: Fördermitglieder]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die erfolgreiche Unternehmensführung ist eine anspruchsvolle Chefaufgabe: Ihr Erfolg im eigenen Lohnunternehmen ist das Ergebnis all Ihrer Entscheidungen in den Bereichen Unternehmensstrategien und Dienstleistungen. Sie müssen Arbeitsabläufe, deren Kalkulation und das Rechnungswesen optimieren. Sie entscheiden über Mitarbeiterauswahl und Mitarbeiterführung und müssen dabei das Kundenmanagement und die Kundenbetreuung im Auge behalten. Am 20.03.2019 in 85095 Denkendorf.

Seminare: Datenschutz im Lohnunternehmen in 31542 Bad Nenndorf und in 97070 Würzburg

Das Seminar befasst sich mit dem neuen Datenschutzrecht nach der DS-GVO, die am 25.05.2018 wirksam wurde.Der Vortrag thematisiert die Vorgaben der DS-GVO und die damit einhergehenden Pflichten explizit für Lohnunternehmen.
Neben den allgemeinen datenschutzrechtlichen Regelungen werden auch Muster verteilt und beispielhaft besprochen. Zudem sollen sich die Teilnehmer über Möglichkeiten der Umsetzung des neuen Datenschutzrechts in der Praxis austauschen. Am 19.03.2019 in 31542 Bad Nenndorf und am 21.03.2019 in 97070 Würzburg.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Dr. Jan Dietzel und dem Regierungsbeschäftigten Dr. Jons Eisele statt.

Die in dem etwas mehr als einstündigen Gespräch besprochenen Themen waren:

Konkrete Umsetzung der neuen Düngeverordnung in NRW:
Hier wurde inhaltlich über die Anerkennung der NIR-Sensorik vor allem hinsichtlich des Phosphorwertes gesprochen. Diese soll insgesamt anerkannt werden, sofern eine DLG-Zertifizierung für die NIRS-Technik vorliegt. Des Weiteren wurde deutlich, dass mit der Einführung der Derogation in NRW nicht in den nächsten drei bis vier Jahren zu rechnen ist und dass das Ministerium sich aktuell auch mit der Frage der Zertifizierung von Vermittlern beschäftigt.

Förderung weiterer Überbetrieblicher Lehrgänge (ÜBL) für die Fachkraft Agrarservice (FAS) in Kleve:
Hier wurde inhaltlich besprochen, welche Schritte zur Einrichtung weiterer ÜBL in Kleve gegangen werden müssen, wie das Verfahren hierzu ausgestaltet ist und welche Besonderheiten in NRW zu beachten sind.

Möglichkeiten der Unterstützung im Bereich Straßenverkehr:
In jüngster Vergangenheit traten in NRW vermehrt Probleme mit der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen nach § 29 StVO bei erhöhten Abmessungen von Landmaschinen auf. Diesbezüglich besteht seitens des Landesverbandes NRW bereits Kontakt zum Verkehrsministerium NRW.

Im Rahmen des Gespräches wurden die Möglichkeiten erörtert, inwiefern das Landwirtschaftsministerium hier Hilfestellung gegenüber dem Verkehrsministerium leisten kann.

Die in angenehmer Atmosphäre geführten Gespräche waren von gegenseitigem Verständnis und dem Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit geprägt. Dabei konnten zugunsten des Landesverbandes wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorgehensweise
in den aufgeführten Themenblöcken gewonnen werden.

Insgesamt berechtigt das Treffen zu der Hoffnung, dass die Zusammenarbeit des Landesverbandes mit dem Landwirtschaftsministerium zukünftig weiterhin dauerhaft in dieser guten Atmosphäre mit vertrauensvollem Charakter stattfinden wird.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Zu Beginn werden wie in Verträgen üblich, die Parteien bezeichnet. Als nächstes folgen die Tätigkeitsbeschreibung sowie der Arbeitsbeginn. Dass ein Arbeitsverhältnis bislang nicht schriftlich geregelt wurde, ist unschädlich. Der Arbeitsbeginn kann zurückdatiert werden. Die Regelungen wurden damit in diesen Fällen erst im Nachgang schriftlich fixiert. Vorsicht allerdings bei Befristungen: der Arbeitsbeginn darf bei Befristungen zwingend erst nach schriftlicher Vereinbarung erfolgen (weitere Informationen zum Thema Befristungen finden Sie in unserem Downloadbereich unter „Checkliste Befristungen“). Bei der Tätigkeit gibt es zwei Möglichkeiten. Eine möglichst genaue Beschreibung kann den Tätigkeitskreis beschränken. Der Mitarbeiter ist nicht verpflichtet, seinem Berufszweig völlig fremde Tätigkeiten auszuführen. Um auch andere Tätigkeiten zu eröffnen findet sich der Satz „mit der Maßgabe, jederzeit auch andere im Betrieb anfallende Tätigkeiten auszuüben“ wieder.

Umgekehrt wird der Arbeitnehmer durch eine weite Formulierung im Rahmen betriebsbedingter Kündigung für alle Positionen zu berücksichtigen sein. Bei Führerscheinregelungen, wonach Kraftfahrern bei Fahrverboten gekündigt werden könnte, gilt ebenso nicht, da der Arbeitnehmer ja auch anderweitig eingesetzt werden kann. Hier muss sich für einen Weg entschieden werden. Soll der Arbeitnehmer nur für eine konkrete Tätigkeit eingesetzt
werden, (z.B. reiner Berufskraftfahrer) empfiehlt sich eine eindeutige Beschränkung.

Probezeit
Eine Probezeit kann bis zu 6 Monaten vereinbart werden. Eine solche Probezeit kann nur empfohlen werden. In den ersten Monaten können sich beide Seiten einen Eindruck bilden. Sollten die Parteien nicht zueinander passen, ist in dieser Zeit eine Kündigung mit verkürzter Kündigungsfrist von 14 Tagen möglich. Als Mitglied im Verband kann zusätzlich auf die Regelungen unseres Bundesrahmentarifvertrages zurückgegriffen werden. Danach beträgt die Kündigungsfrist nur 7 Tage. In den ersten 14 Tagen der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis sogar mit einer Frist von nur einem Tag zum Arbeitsschluss beendet werden.

Lohn und Arbeitszeit
Beim Lohn sollte entweder der Stunden- oder Monatslohn angegeben werden. Zuschläge sollten nach Möglichkeit gesondert geregelt werden. Dabei ist im Hinblick auf die Arbeitszeit zwischen konkreter Abrechnung der geleisteten Stunden am Monatsende und einem Arbeitszeitkonto zu wählen. Beim Arbeitszeitkonto wird eine bestimmte Anzahl an Stunden monatlich entlohnt, der restliche Teil – ob Überoder Unterschreitung wird je nachdem durch Freizeit, Überstundenzuschlag oder umgekehrt durch Nacharbeit ausgeglichen. Insofern sind auch zwei verschiedene Arbeitsverträge, mit oder ohne Arbeitszeitkonto in unserem Downloadbereich verfügbar.

Die nach dem Arbeitszeitgesetz zulässige Arbeitszeit beträgt regulär 8 Stunden. So kann vertraglich nur maximal die 40 Stunden Woche bei 5 Tagen Arbeit pro Woche bzw. die 48 Stunden-Woche bei 6 Arbeitstagen in der Woche vereinbart werden. Zwar ist eine Erhöhung auf 10 Stunden pro Tag mit Ausgleich innerhalb eines 6 Monatszyklus ohne weiteres möglich. Da der Durchschnitt jedoch nur maximal bei 8 Stunden pro Tag liegen darf, sollte keine darüber hinausgehende Regelung vereinbart werden.

Möglich ist weiterhin, auf die §§ 3, 4 des jeweiligen Landestarifvertrages bzw. auf die dort vorgenommene Eingruppierungen pauschal oder individuell Bezug zu nehmen. Es kann auch die Gewährung von vermögenswirksamen Leistungen festgelegt werden. Sollten Sie sich für eine Gewährung entscheiden, so ist dies nach Maßgabe des § 7 Landestarifvertrag durchzuführen (auch hier kann der Text übernommen werden). Gleiches gilt für die Möglichkeit der Entgeltumwandlung im Sinne von § 8 des jeweiligen Landestarifvertrages.

Zu beachten ist, dass wenn der Arbeitnehmer Mitglied in der IG-BAU ist, zwingend die Regelungen der Tarifverträge anzuwenden sind. Zurzeit sind die Lohntarifverträge gekündigt, ein Verweis auf die dortigen Regelungen bleibt dennoch möglich.

Mehr- und Feiertagsarbeit
Die Regelung zu Mehr- und Feiertagsarbeit sind wichtig. Andernfalls ist der Arbeitnehmer weder verpflichtet Überstunden zu leisten, noch an Feiertagen zu Arbeiten. Zwar sieht unser Vertragsmuster in Anlehnung an den Bundesrahmentarifvertrages einen Zuschlag pro Stunde geleisteter Mehroder Feiertagsarbeit vor. Zwingend ist die Regelung jedoch nur, sofern der Arbeitnehmer auch Mitglied in der IGBAU ist.

Darüber hinaus hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass bei Nachtarbeit ein Zuschlag von mind. 25 % die Stunde entrichtet werden muss.

Bei Überstunden ist eine gewisse Pauschalierung möglich. Dabei muss für den Arbeitnehmer erkennbar sein, wie viele Überstunden anfallen können und wie viele durch die Gehaltszahlung abgedeckt werden. Unsere Muster unterstellen Bezahlung bzw. Freizeitausgleich für Überstunden.

Urlaub
Der Urlaubsanspruch besteht immer für 4 Wochen. In der 5-Tage-Woche sind es demnach 20 Urlaubstage, in der 6-Tage-Woche 24 Urlaubstage. Sollte ein Arbeitnehmer (auch Aushilfen) regulär nur 2 Wochentage im Betrieb tätig sein, mindert sich der Urlaubsanspruch dementsprechend (im Beispiel wären es 8≈Urlaubstage). Der Urlaubsanspruch erlischt prinzipiell zum Ablauf des Jahres. Wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dazu geführt haben, dass die Inanspruchnahme des Urlaubs nicht möglich war, erfolgt eine Übertragung in die ersten drei Monate des Folgejahres. Ein erlöschen des Urlaubs erfolgt jedoch nur, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer auf noch bestehende Urlaubstage und die Möglichkeit des Verlustes hinweist und der Arbeitnehmer daraufhin immer noch keinen Urlaub nimmt.

Neben dem gesetzlichen Urlaubsanspruch gibt es die Möglichkeit zusätzliche vertragliche Urlaubsansprüche zu gewähren. Diese können in Abweichung vom gesetzlichen Urlaub verfallen.

Da im Urlaubsrecht eine Vielzahl von Konstellationen, wie z.B. Krankheit im Urlaub, vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Wartezeit usw. auftreten können, muss hinsichtlich detaillierter Fragen auf die Rechtsberatung des Verbandes verwiesen werden.

Des Weiteren können noch besondere bezahlte Sondertage vereinbart werden, wie z.B. Hochzeit usw.

Sonderzahlung / Weihnachtsgeld
Zuschläge und sonstige Zulagen sollten vertraglich vereinbart werden, wenn sie tatsächlich und wiederkehrend bzw. für einen bestimmten Zeitraum geleistet werden. Andernfalls ist für einmalige Zahlungen ein Freiwilligkeitsvorbehalt - wie in unseren Mustern enthalten - zu vereinbaren. Fehlt ein solcher, kann eine Zahlung zu einem wiederholten Rechtsanspruch führen. Ähnliches gilt, wenn nur einigen Arbeitnehmern besondere Zulagen gewährt werden und dadurch andere Arbeitnehmer (grundlos) benachteiligt werden. Hier findet der Gleichheitssatz nach Art. 3  Grundgesetz Anwendung.

Arbeitsfähigkeit / Krankheit
Unter diesem Punkt wird zunächst bestätigt, dass der Arbeitnehmer gesundheitlich geeignet ist, die ihm vereinbarte Tätigkeit auszuüben. Andernfalls besteht die Möglichkeit sich durch Anfechtung wegen Täuschung vom Vertrag zu lösen. Weiteren Regelungsinhalts sollte die Modalität der Krankmeldung und des ärztl. Arbeitsunfähigkeitsnachweises (AU) sein. Nur wenn dem Arbeitnehmer bekannt ist, wie er sich bei Krankheit zu verhalten hat, kommt bei Verstößen eine Abmahnung mit späterer Kündigung in Betracht. Die Vorlage der AU entspricht den Vorgaben des  Entgeltfortzahlungsgesetzes. Eine Verkürzung der Vorlage der AU auf einen Tag ist in besonderen Fällen (z.B. häufiges fehlen nach oder vor Wochenenden bzw. Urlaub) zulässig.

Verschwiegenheitspflicht und Nebentätigkeitsverbot
Die Verschwiegenheitspflicht sollte, obwohl sie eigentlich als vertragliche Nebenpflicht zum Arbeitsvertrag unterstellt werden kann, unbedingt geregelt werden. Hierbei sind die neuen Medien (Internet, Facebook, WhatsApp) zu berücksichtigen. In der Praxis kommt es häufig vor, dass Mitarbeiter insbesondere Unfälle u.ä. in soziale Netzwerke hochladen. Auf Basis einer solchen Regelung können die Mitarbeiter für ihr Fehlverhalten abgemahnt und sich schadensersatzpflichtig machen.

Ähnliches gilt für das Nebentätigkeitsverbot. Zwar sind gewisse Nebentätigkeiten zu gestatten, sofern keine negative Auswirkung auf die Hauptbeschäftigung erfolgt. Doch in allen Fällen sollte der Arbeitgeber von einer solchen jedenfalls informiert werden. Beide Regelungsinhalte sollten zwingend im Vertrag stehen, um den Mitarbeiter im Voraus auf vertragsgemäßes Verhalten hinzudeuten.

Dauer des Vertrages/Kündigung
Arbeitsverträge werden grundsätzlich auf unbefristete Zeit geschlossen. Bei Befristungen sind besondere Vorgaben zu beachten (s. Muster Checkliste Befristung in unserem Downloadcenter). Um ein Arbeitsverhältnis zu beenden ist vom Gesetz her die Schriftform vorgesehen (Unterschrift unter einer das Arbeitsverhältnis beendenden Erklärung.) Die Aufhebung erfolgt über einen (gesonderten) Aufhebungsvertrag oder einer Kündigung. Für die Kündigung sind die gesetzlichen Kündigungsfristen nach § 622 BGB vorgesehen. Eine Abweichung davon ist einzig bei gesonderter tariflicher Regelung möglich oder bei außerordentlichen Kündigungen aus besonderen Gründen. Unser Arbeitsvertrag verweist auf die tariflichen Besonderheiten und i.Ü. auf § 622 BGB (siehe Gesetzesauszug).

Zu beachten bleibt, dass die Kündigungsfristen sich je nach Betriebszugehörigkeit nur für den Arbeitgeber erhöhen. Die Fristen des Arbeitnehmers liegen bei 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Vertraglich ist regelbar, dass für den Arbeitnehmer dieselben Kündigungsfristen wie für den Arbeitgeber gelten. Diese Regelung ist in unseren Mustern enthalten.

Vertragsbruch / Vertragsstrafe
Eine Regelung zur Vertragsstrafe bei Nichtaufnahme oder vertragswidrigen Beendigung (unentschuldigtes Nichterscheinen zur Arbeit usw.) ist erforderlich, um eine gewisse Rekompensation für das unentschuldigte Fehlen des Arbeitnehmers beim Arbeitsplatz zu erhalten. Ansonsten gilt, wer nicht arbeitet, erhält auch keinen Lohn. Doch diese Gehaltseinsparung kann für den Arbeitgeber ungenügend sein, wenn es sich beispielsweise um einen wichtigen zeitig zu erfüllenden Auftrag handelt und ein höherer Schaden droht. Dann kann der Rückgriff auf diese vertragliche Regelung helfen. Zudem kann die Regelung abschreckend für den Arbeitnehmer wirken.

Ausschlussfristen und Schlussbestimmungen
Die Ausschlussfristen dienen den Zweck, dass nicht innerhalb der regulären Verjährungsfristen von 3 Jahren zum Jahresende (oder in  Sonderkonstellationen länger), sondern möglichst zeitnah Gewissheit über offene Forderungen der Vertragsparteien herrscht. Das Vertragsverhältnis soll abgeschlossen werden.

Die in unserem Musterarbeitsvertrag genannten Fristen sind die gesetzlich zulässigen. Eine Verkürzung ist nicht möglich. Eine Besonderheit: Eine Ausschlussfrist für die Zahlung des Mindestlohnes ist unwirksam. Hier gilt die normale Verjährungsfrist.

Die Schlussbestimmungen enthalten die für Verträge üblichen Formeln.

Fazit
Ein Arbeitsvertrag ist ein wichtiges Element zur Regelung des Arbeitsverhältnisses. Es klingt schön Vereinbarungen mit einem Handschlag zu besiegeln. Doch wenn es zum Streit kommt, wird einem bewusst, dass er es besser anders geregelt hätte. Der Arbeitsvertrag bietet beiden Parteien Rechtssicherheit. Abweichungen davon sind weiterhin möglich, es muss nicht jede Regel zwingend eingehalten werden. Dennoch fällt es einfacher eine Partei auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen, da eine Vereinbarung die für jedermann nachlesbar geschlossen wurde, existiert.

Unter Berücksichtigung der genannten Inhalte wird auch dem Nachweisgesetz nachgekommen, dass bestimmte Vereinbarungen zum Arbeitsvertrag in einer Niederschrift, innerhalb eines Monats nach Beschäftigungsbeginn verlangt (siehe Auszug aus dem NachweisG – LU aktuell 11/2018, S. 15).

Fehlerhafte Regelungen führen im Arbeitsrecht zu Geltungserhaltender Reduktion. D.h. anders als bei typischen AGB bleibt das rechtlich mögliche stets erhalten. So können Arbeitnehmer zumindest abgeschreckt werden, ein bestimmtes Fehlverhalten zu begehen.

In Anbetracht der rechtlichen Feinheiten kann nur empfohlen werden, als Mitglied im Verband auf unsere Vertragsmuster zurückzugreifen.

Bei Rückfragen zu unseren Verträgen wenden Sie sich gerne an die Rechtsberatung des Verbandes.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Mit dem Start in das Berufsleben sollen die Azubis den Umgang mit schweren Lasten, das risikofreie Erklimmen von Maschinen und Geräten sowie eine optimale Körperhaltung beim Fahren und Bedienen landwirtschaftlicher Technik erlernen. Diese Maßnahme trägt entscheidend dazu bei, dass die Mitarbeiter von morgen lange gesund
und arbeitsfähig bleiben.

Pilotphase bereits gemeistert
Mit diesem Gesundheitsprogramm wurde in Nordrhein-Westfalen am Schulstandort Kleve begonnen, dort hat es innerhalb einer Testphase bereits überzeugt. Gemeinsam möchten die SVLFG und der BLU dieses Programm bundesweit etablieren. Die SVLFG wird die Jugendlichen kontinuierlich während ihrer dreijährigen Ausbildung mit Hilfe von 90- minütigen Seminaren zu besonders relevanten Gesundheitsthemen dieser Branche begleiten. Ziel ist es die Auszubildenden gegenüber den arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu sensibilisieren und damit die Grundlage für eine gesundheitsfördernde Lebens- und Arbeitsweise zu schaffen. Für die Zielerreichung wurden die folgenden acht Unterrichtsmodule konzipiert, die sich auf die drei Ausbildungsjahre verteilen.

Weitere Berufsschulen starten im aktuellen Ausbildungsjahr
Auch an allen weiteren acht Berufsschulstandorten soll das Gesundheitsprogramm „AzubiAktiv“ in diesem Ausbildungsjahr starten. Die ersten Termine fanden bereits statt, so auch zum Beispiel an den Berufsbildenden Schulen im Ammerland. Hier einige Impressionen der Schüler:



Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Teilnahme an „AzubiAktiv“ in jedem Fall empfehlenswert doch auch leider nicht kostenlos sein wird. Weitere Informationen zum Gesundheitsprogramm sind den Ausbildungsbetrieben auch auf dem Postweg übersandt worden.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Bundesarbeitsgerichts (BAG) stets Anspruch auf seinen vollen Jahresurlaub.

Diese Rechtslage überrascht in der Praxis viele Lohnunternehmer. Fraglich ist, ob hier nicht eine vertragliche Regelung zugunsten des Arbeitgebers Abhilfe schaffen kann.

Zur Erinnerung:
Grundsätzlich kann die Höhe des Urlaubsanspruchs zwischen den Arbeitsvertragsparteien frei ausgehandelt werden. In § 3 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) ist jedoch der Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub geregelt, der dabei nicht unterschritten werden darf. Dieser beträgt bei einer 5-Tage-Woche 20 Werktage und bei einer 6-Tage-Woche 24 Werktage
(Faustformel: Der Arbeitnehmer hat immer vier Wochen gesetzlichen Mindesturlaub).

In der Praxis wird jedoch regelmäßig ein höherer Urlaubsanspruch vereinbart – häufig in einer Bandbreite von bis zu 30 Werktagen.

Scheidet ein Arbeitnehmer in der ersten Jahreshälfte aus dem Arbeitsverhältnis aus, so hat er nur Anspruch auf seinen anteiligen Urlaub.

Beispiel:
Ein Arbeitnehmer hat einen Jahresurlaubsanspruch in Höhe von 30 Werktagen und scheidet zum 31.03. aus dem Arbeitsverhältnis aus. Es ergibt sich folgender Urlaubsanspruch: 30 Urlaubstage pro Jahr geteilt durch 12 Monate = 2,5 Urlaubstage pro Monat x 3 Monate = 7,5 Urlaubstage = 8 Urlaubstage im Ergebnis, da Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens
einen halben Tag ergeben, auf ganze Urlaubstage aufzurunden sind.

Im Fall, dass der Arbeitnehmer im beschriebenen Beispiel aber zum 30.09. des Jahres ausscheidet, so hat er nach der o. g. Rechtslage hingegen Anspruch auf seinen vollen Jahresurlaub in Höhe von 30 Urlaubstagen.

Zulässige Regelung im Arbeitsvertrag:
Um dieses Ergebnis zu vermeiden, kann dem Arbeitgeber eine im Arbeitsvertrag enthaltende sogenannte „Pro-rata-temporis-Regelung“ helfen. Diese gewährt dem Arbeitnehmer die über den gesetzlichen Mindesturlaub hinausgehenden Urlaubstage nur
anteilig – der gesetzliche Mindesturlaub darf hierbei aber nicht unterschritten werden!

Eine zulässige Klausel im Arbeitsvertrag könnte z. B. lauten:
„Bei Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte wird der Urlaubsanspruch gezwölftelt, wobei die Kürzung allerdings nur insoweit erfolgt, als dadurch nicht der gesetzlich vorgeschriebene
Mindesturlaub unterschritten wird.“

Bezogen auf das o. g. Beispiel (Ausscheiden zum 30.09.) ergibt sich dann folgende Berechnung:

30 Urlaubstage geteilt durch 12 Monate = 2,5 Urlaubstage pro Monat x 9 Monate = 22,5 Urlaubstage = 23 Urlaubstage (Aufrundung) im Ergebnis.

Hier zeigt sich u. a. auch die Bedeutung, ob eine 5- oder 6-Tage-Woche vereinbart worden ist. Im ersten Fall beträgt der Urlaubsanspruch 23 Werktage, während im zweiten Fall 24 Werktage anzusetzen sind, da der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch durch die Vereinbarung einer vertraglichen Regelung nicht unterschritten werden darf.

Im Ergebnis ist der Urlaubsanspruch hier aber erheblich tiefer als ohne die Verwendung der o. g. Regelung im Vertrag.

Wichtige ergänzende Hinweise:
– § 6 Absatz 1 BUrlG schließt die Entstehung von Doppelurlaubsansprüchen aus.
Scheidet ein Arbeitnehmer in der zweiten Jahreshälfte aus einem Arbeitsverhältnis aus, tritt dann im gleichen Jahr in ein neues Arbeitsverhältnis ein und hat bereits gegenüber seinem alten Arbeitgeber den vollen Jahresurlaubsanspruch erfolgreich geltend gemacht, so hat er bei seinem neuen Arbeitgeber keinen Urlaubsanspruch mehr bezogen auf das laufende Jahr.
Um in solchen Fällen Doppelurlaubsgewährungen zu verhindern, hat der alte Arbeitgeber nach § 6 Absatz 2 BUrlG die (in der Praxis wenig bekannte) Pflicht, eine entsprechende
Bescheinigung auszustellen. Aus dieser muss hervorgehen, wie viele Urlaubstage der Arbeitnehmer im laufenden Kalenderjahr bereits in Anspruch genommen hat. Die
Bescheinigung ist auf Verlangen dem neuen Arbeitgeber vorzulegen (bzw. kann diesem auch freiwillig vorgelegt werden).

– In den Musterarbeitsverträgen des BLU e. V. sind bereits detaillierte Regelungen zur Urlaubsgewährung vorhanden, die u. a. auch zwischen gesetzlichem  Mindesturlaubsanspruch und freiwillig darüber hinaus gewährtem Urlaub unterscheiden. Die oben beschriebene Klausel gehört dazu.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12



„Ich habe mich für die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice entschieden, da ich mich schon mein Leben lang für Landmaschinen interessiere und am meisten begeistert mich das Arbeiten im Team. Es ist schön, das man im ständigen Umgang mit anderen Menschen ist, egal ob jung oder alt. Außerdem motiviert mich an dem Beruf, dass man ständig dazu lernt und immer mit anderen Erfahrungen austauschen kann.

Nach meiner Ausbildung werde ich erstmal in meinen Ausbildungsbetrieb tätig bleiben. Im Laufe der Ausbildung habe ich besonders Interessen für den Pflanzenschutz entwickelt und in diesem Bereich möchte ich später auch tätig sein und weiter Erfahrung sammeln.
                                                                                               
Fortlaufend strebe ich noch ein Studium an. Ich vermute, dass es in Richtung Maschinenbau mit Schwerpunkt Landtechnik gehen wird. Vielleicht aber auch ein Studium mit  pflanzenbaulichem Schwerpunkt, da bin ich  mir noch unsicher.“ 

1. Platz: Hendrik Flessner  
Ausbildungsbetrieb: Ahlhorn
Agrarservice, Waddewarden
21 Jahre alt, im 3. Lehrjahr
                                                                                 
                                                                                                        


„Mir macht mein Beruf Fachkraft Agrarservice sehr viel Spaß, da man sich über das Jahr verteilt auf die verschiedensten Aufgaben freuen kann, wobei eine Menge Fachwissen gefragt ist. Mein Arbeitsalltag reicht von Werkstattarbeiten, dem Führen von Maschinen, dem Umgang mit moderner Technik, dem unternehmerischen Teil des Berufes und dem Pflanzenbau. Diese Vielseitigkeit des Berufes hat ganz besondere Reize.

Über die Zukunft habe ich mir schon Gedanken gemacht, möchte allerdings zuerst auf mein Halbjahres-Zeugnis warten. Wenn ich meine Ergebnisse kenne, werde ich in die genauere  Planung einsteigen.“
2. Platz: Dominik Beutling
Ausbildungsbetrieb: Karl Holters,
Ahaus, 19 Jahre alt, im 3. Lehrjahr



„Die Entscheidung für die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice ist mir leicht gefallen, gerade die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten und die abwechslungsreichen Tätigkeiten mit und an der Natur fand ich spannend.

Jetzt in der Ausbildung macht mir sowohl der Umgang mit den Kunden als auch die Arbeit mit unserem jungen Team sehr viel Spaß. Den Pflanzenbau und den ständigen Wechsel der eingesetzten Technik finde ich sehr interessant. Hier trage ich eine hohe Verantwortung und ich darf meine Arbeiten selbstständig erledigen.

Meine Aufgaben im Ausbildungsbetrieb sind sehr vielfältig. Neben den landwirtschaftlichen Dienstleistungen von der Aussaat bis zur Ernte werde ich auch bei kommunalen Arbeiten, dem Gebäudeabriss und der Maschinenwartung eingesetzt. Dazu kommen noch die Tätigkeiten im Büro, hier geht es nicht nur um die Buchhaltung oder Kundenbetreuung. Ich plane auch mal firmeninterne Feste, den Aufenthaltsbereich in der Maisernte und darf Personal einteilen.

Nach der Ausbildung würde ich gern weitere Berufserfahrung sammeln, gern in meinem Ausbildungsbetrieb und anschließend auch im Ausland. Über den Agrarservicemeister oder die Fachschule in Hannover möchte ich mich fortbilden. Mein Ziel ist die Disposition und Betreuung der Auszubildenden im Lohnunternehmen!“


3. Platz: Noah-Ellan Meyer
Ausbildungsbetrieb: BEHR
Lohnunternehmen, Barum,
18 Jahre als, im 2. Lehrjahr

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Ilsede-Gadenstedt der RAIFFEISEN WAREN GmbH. So liegt der Einsatzschwerpunkt auf der Vorserienentwicklung verschiedener Güstrower ISOBUS Maschinen. Nicht nur in diesem
Zusammenhang ist die hochklassige intelligente Ausstattung der Maschine besonders wichtig, sondern auch bei weiteren Einsätzen zu Schulungs- und Demonstrationszwecken. Hier kann der MF in aktueller Ausstattung absolut punkten.

Komfortables Arbeiten mit neuster Technik
Die neue Baureihe MF 8700 S richtet sich an Betriebe, die nicht nur ein großes Plus an Zugleistung suchen, sondern eine praxisorientierte Maschine im Bereich Präzisionslandtechnik mit optimierter Effizienz.

Verbaut sind in der 8700 Serie Sechszylinder AGCO Power Motoren mit 8,4 l Hubraum und wartungsfreier SCR-Technologie. Die Maschinen weisen alle die Abgasnorm Tier 4 Final auf.
Dies wird durch eine externe Abgasreinigung der 3. Generation mit dem Verfahren der selektiven katalytischen Reduktion mit dem Diesel-Oxidationskatalysator erreicht. Das Aggregat liefert je nach Modell 270 bis 405 PS. Unsere Maschine, der 8732, liegt mit 320PS im Mittelfeld der Klasse.

Es lässt sich klar sagen, dass die Maschine bei den bisher erledigten Arbeiten, wie z.B. mit dem GTU25 Überladewagen, mit 4 m DUTZI Front Tiefenlockerer mit 4 m PKE und Accord
Drillmaschine im Heck sowie auch mit dem GDK9000 Großflächenstreuer, keinerlei Leistungs- sowie Hydraulikprobleme hatte.

Das Dyna-VT Getriebe schaltet stufenlos von 0,03 bis 50 km/h innerhalb zwei manuell anwählbarer Geschwindigkeitsbereiche. Zusätzlich dazu ergibt sich mit dem dynamischen
Traktormanagement (DTM) ein extrem ruhiges Fahren bei wechselnden Arbeitsbedingungen. Dazu wird im Hebel- oder Pedalbetrieb die Motordrehzahl entsprechend der Last des Traktors automatisch geregelt, um die erforderliche Fahrgeschwindigkeit bei geringstmöglicher Motordrehzahl beizubehalten.

Besonders überzeugt hat uns die Traktion der Maschine. Mit einem Leergewicht von 10,8 t sind die Traktoren der Baureihe MF 8700 S keine Schwergewichte ihrer Klasse. Durch
Ballastierungsmöglichkeiten über Front-, Heck- und Reifengewichten sowie dem Einsatz des Michelin Axiobib 2 High Traction ergibt sich ein maximaler Kraftschluss zwischen Reifen und Boden. Das erhöht die Zugleistung bei möglichst geringer Verdichtung des Bodens. In unserem Fall wiegt der 8732 mit vier Radgewichten und AGRIbumper 13,94 t.

Weiteres Optimierungspotential brächte hier eine möglichst integrierte Reifendruck- Regelanlage. Die meisten Betriebe legen, besonders wenn Maschinen dieser Klasse ihre Äcker befahren, sehr viel Wert auf Bodenschonung. Somit bringt zwar die serienmäßige Quad-Link-Vorderachsfederung komfortables Fahren, mit großer Bodenfreiheit und großen Lenkeinschläge, in Verbindung mit den Ballastierungsmöglichkeiten auch verbesserte Traktion, aber die Rüstzeiten vor und nach der Arbeit sind so noch nicht im Optimum.

Im diesem Zusammenhang ist beim Fahren und Arbeiten mit Anbaugerät auch das Active Transport Control (ATC), als Bestandteil des EHR-Dämpfsystems zu nennen. Häufig ist es nötig auf dem Acker beim Wenden oder beim Pflügen mit aktiver Regelhydraulik, z. B. die Vorderachsfederung auszuschalten. Hier bewirkt allerdings das ATC mit der QuadLink-
Vorderachsfederung eine außergewöhnliche Stabilität, da beim Fahren oder Wenden mit schwerem, angehobenem Arbeitsgerät an das Gewicht des Anbaugerätes adaptiert, entstehende Nickbewegungen kompensiert werden.

Unser MF 8732 der 3. Generation weist am Heckhubwerk eine Tragkraft von 12 t auf. Die zwei externen Hubzylinder lassen sich auch auf Zug umstellen. Besonders bei den extrem
trockenen Bedingungen in diesem trockenen Sommer, war diese Funktion mit hohen Arbeitsbreiten bei flächigem Stoppelsturz sowie auch beim Pflügen sehr hilfreich. So wird sicherer eine bestimmte Arbeitstiefe erreicht. Alle sechs Schnellkuppler im Heck weisen
eine Druckentlastung auf. Vorne stehen zu dem 5 t stemmenden Fronthubwerk zwei doppelwirkende Anschlüsse sowie ein Rücklauf zur Verfügung. Das Closed Centre Load-Sensing Hydrauliksystem, ist mit einem Öldurchsatz von 205 l/min für Hubwerke und externe Geräte angegeben. Die externen Betätigungen für Steuerventile, Zapfwelle und Hubwerk lassen sich aus Sicherheitsgründen nur nutzen, wenn der Schlepper mit der Parkbremse an der Lenkradbetätigung festgestellt ist.

Während der Arbeit mit einem Vakuumfasswagen nutzten wir die automatische Anhebung der Motordrehzahl bei Zapfwellenaktivierung über die externe Betätigung. Dies lässt sich sehr komfortabel, wie fast alle weiteren Optionen, über die gänzlich neu entwickelte Datatronic 5 einstellen. Das komplett in Beauvais, Frankreich entwickelte Touch-Display der fünften Generation Datatronic gibt es aktuell nur in der Baureihe 8700. Nach unserer Ansicht, ist dieses Display tatsächlich eine konsequente Weiterentwicklung mit intuitiver Schlepper- und Gerätebedienung im Vergleich zur Generation 4 (CCD Konsole).

Das 9 Zoll Terminal mit Touchscreen und Tablet-Charakter ist ein ganzheitliches Traktor- Geräte- Bedien- und Managementsystem mit integrierter ISOBUS-Funktionalität. Es lässt sich per „wischen“ zwischen vier Hauptbildschirmseiten: Kartierung/Lenksystem, Traktorparametern, Kamera und ISOBUS wechseln. Der Bildschirm ist teilbar um beispielsweise mehrere Hauptfunktionen gleichzeitig zu überwachen. Allerdings lässt sich aktuell kein ISO-VT auf dem Splitscreen mit anzeigen. Nur schleppereigene Funktionen inkl. Spurführungsfenster.

Vorweg gesagt, wir nutzen es in der aktuellen Software-Version: 1.6.4. Hier ist es leider noch nicht möglich, ISOXML Aufträge über die seitlich angebrachte USB Schnittstelle einzuspielen, da diese noch nicht nutzbar, bzw. freigeschaltet ist. Unterhalb des USB Anschluss weist das Display noch einen MicroUSB Anschluss als Ethernet-Schnittstelle auf, für Updates und Diagnose. Weiterhin sind Steuertasten mit alternativen Bedienmöglichkeiten zum Touchscreen, wie Scroll-Knopf zur Navigation, OK-/Return-Taste und Home-Taste am rechten Bildschirmrand angebracht.

„AgControl“ steht bei der Datatronic für die AEF zertifizierte Funktion Section Control (TC SC) und außerdem für Variable Rate Control (TC Geo; noch nicht zertifiziert). So ermöglicht die vollautomatische Teilbreitenschaltung allerdings bisher nur die Schaltung von 24 Teilbreiten (Basis; in Advanced Freischaltung 36). Für den Testeinsatz mit dem GÜSTROWER GDK 9000 stellte das bisher mit 12 schaltbaren Teilbreiten des Streuers auch kein Problem da. Spritzen mit Einzeldüsenschaltung (54 Teilbreiten bei 27 m) sind aber in dieser Version noch nicht mit voller Effizienz zu nutzen. Applikationskarten werden in der aktuellen SW-Version nur über den Telemetrieserver im- bzw. exportiert. Über das TaskDoc/Task-DocPro – Auftragsmanagement (TC Bas Zertifizierung) werden intelligente Maschinendaten- und  Ausbringungsmengenaufzeichnung im ISOXML Format möglich. Diese können via Mobilfunk auf andere Maschinen oder zwecks weiterer Analyse und der Erstellung von  Applikationskarten mit spezieller Software auf den Büro-PC übertragen werden. Somit sind
Applikationskarten, z.B. für die teilflächenspezifische Kalkung bisher nur mit spezieller  Software und Internetverbindung übertragbar. Da muss zügig nachgebessert werden.  Weiterhin gehört der Multipad-Fahrhebel mit AUX-N Unterstützung zur „smarten“ Ausstattung des MF. Hierzu lässt sich direkt aus dem ISOBUS Einstellmenü der Fahrhebel als AUX-Bedienung zuordnen. Hinterlegte Funktionen werden im Terminal gespeichert und bei erneuter Nutzung der Maschine wieder aktiviert.

Das Lenksystem Auto-Guide wartet je nach Freischaltung mit drei verschiedenen Genauigkeitsstufen auf. Außerdem kann man nun zwischen NovAtel oder Trimble Empfänger wählen. Somit stehen verschiedene Dienste und Überbrückungsdienste zur Verfügung: Beide Receiver sind mit einem Radiomodem RTK Funk fähig. Und auch über ein internes GSM/GPRS-Modem (3G-fähig) sind beide für RTK Mobile gerüstet und so über NTRIP mit jedem RTK Korrekturdienst zu betreiben.

Bei der Spurführung gibt es zwei Bedienlevel, den sog. „Go Modus” sowie „Advanced“. Im GoModus ist ausschließlich die Eingabe der Arbeitsgerätebreite und die Auswahl zwischen
vier Spurführungsmöglichkeiten (A-B-Linie, A.+Winkel, Adaptive Linien sowie Kreise) nötig. Für simple Anbaugeräte, etc. eine Möglichkeit auch als ungeübter Fahrer direkt autom. gelenkt zu starten. Festhalten lässt sich, dass auch unter schweren Bedingungen, z.B. mit 4 m Frontgrubber, eine extrem hohe Spurlinientreue zu verzeichnen ist. Das Lenksystem hat uns im Bereich Bedienung, Stabilität und Genauigkeit wirklich absolut überzeugt!

Aus unsere Sicht ist das Datatronic 5 Terminal ein wirklich smartes Bedienkonzept in der Geschichte der verschiedenen Generationen der Displays bei MF. Es ist eine komplette Neuentwicklung aus Beauvais, AGCO S.A.S.. Nicht nur die gesamte Bedienung und Nutzbarkeit des Schleppers ist nun auf einem hohen Niveau, sondern auch die Smart Farming Lösungen sind endlich umfänglicher nutzbar. Allerdings fehlen noch einige Features (USB-Unterstützung, Anzahl ansteuerbarer Teilbreiten, direkte Importmöglichkeit fremder Spurführungslinien, etc.). Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in dieser Konsole das Potential für eine Schlepper- und Gerätebedienung im Tablet-Style, inklusive komplettem Precision Farming-Paket steckt.

Bildunterschriften zu den Bildern der Galerie

Zu Bild 1:
Im Einsatz mit Front und Heckgerät macht nicht nur das Lenksystem sehr gute Arbeit, sondern auch die Vorwendemanagementfunktionen. Das Dual Control System hebt und senkt die vorderen und hinteren Arbeitsgeräte, z. B. gemäß der Zugkraft- bzw. Schlupfregelung und führt so zu einem top Ergebnis am Vorgewende —> gleichmässigeres Ein- und Aussetzten. Somit kann das System auch aufgesattelte Pflüge durch Automatisierung der Furchenein- und ausfahrt kontrollieren. Gleichzeitig stellt das System das Tiefenrad des Pfluges in Relation zum Heckhubwerk ein. In der Variante mit Front und Heckgerät wird das System verwendet, um die Tiefeneinstellungen des Frontgerätes synchron mit dem Heckhubwerk zu automatisieren.

Zu Bild 2:
Bei der Gärrestausbringung machen sich nicht nur die kleinen und intuitiv einzustellenden
Komfortfunktionen, wie das Anheben der Drehzahl bei Aktivierung der Zapfwelle über die externe Betätigung bemerkbar, sondern z. B. auch die AgCommand Telemetrie Funktionen. So kann der Fahrer der einarbeitenden Maschine auf dem Acker, über sein Smartphone, wenn gewünscht Standort, und Entfernung des Fasses erkennen.

Zu Bild 3:
Kartendarstellung Auto-Guide im Splitscreen mit dokumentierter Motorauslastung. Wie
beschrieben, lässt sich aktuell noch kein ISO-VT mit in die geteilte Ansicht einblenden.

Zu Bild 4:
In der Jobverwaltung lassen sich Auftragssets im ISOXML Format anlegen sowie Im- und  Exportieren. Der TaskController arbeitet so wie in diesem Fall auch eine Applikationskarte für eine teilflächenspezifische Kalkung mit ab.

Zu Bild 5:
Im erweiterten Modus lassen sich übersichtlich alle relevanten Einstellungen zur autom. Lenkung erledigen. Das Anlegen von Flächen und Spurführungslinien ist extrem simpel. Unabhängig vom ggf. eingestellten Maschinenversatz lässt sich auch ein Traktorversatz
programmieren.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Damit Azubis von Anfang sicher arbeiten, unterrichten SVLFG-Präventionsmitarbeiter die angehenden Fachkräfte bereits im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung und geben Tipps für ein unfallfreies und gesundheitsschonendes Arbeitsleben in der Land- und
Forstwirtschaft. Sowohl die Auszubildenden als auch die Arbeitgeber schätzen diese Theorie- und Praxisschulungen des Nachwuchses. Eines dieser Seminare organisierte kürzlich die Landmaschinenschule Triesdorf für die 12. Klasse der Fachkräfte Agrarservice. Die Themenschwerpunkte waren das sichere Fahren von Fahrzeuggespannen sowie die Ladungssicherung.

Aus Fehlern lernen

Damit die Klasse aus Fehlern anderer lernen konnte, hatte SVLFG-Präventionsmitarbeiter
Manfred Siemandel einige typische Unfallhergänge für die Auszubildenden aufbereitet. Gemeinsam wurden die Unfallursachen, wie zum Beispiel Fahrfehler, mangelnde
Sorgfalt wegen Zeitdruck, Unaufmerksamkeit, Fahren trotz Übermüdung, fehlende Kenntlichmachung von Überbreiten, unzureichende Fahrzeugbeleuchtung und mangelnde Ladungssicherung erarbeitet. Es zeigte sich, dass besonders jene Azubis, die sich bei
ihrer örtlichen Feuerwehr engagierten, bereits ein sehr hohes Bewusstsein für die Risiken beim Fahren und Transportieren hatten, da sie solche Unfälle aus ihren Einsätzen kannten.

Selber besser machen

Die Schüler lernten, wie wichtig es ist, sich jede unbekannte Maschine genau erklären zu lassen. Damit Fahrzeuge nicht wegrollen, wurden zum Beispiel die Notwendigkeit des Einsatzes der Handbremse sowie das Sichern abgestellter Fahrzeuge oder Hänger mit
Keilen besprochen. Manfred Siemandel betonte eindringlich, dass es notwendig ist, beim Fahren landwirtschaftlicher Fahrzeuge den Sicherheitsgurt anzulegen und die Stellglieder für die Hydraulik zu sperren. Ebenfalls lernten die jungen Erwachsenen, dass es vor jedem Einsatz notwendig ist, die Hydraulikschläuche der Fahrzeuge auf Funktionstüchtigkeit zu prüfen.

Ladung richtig sichern

Wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, um schwere Ladungen richtig zu sichern, erarbeiteten sich die Auszubildenden im Praxisteil der SVLFG-Schulung. Smartphone-Apps berechnen inzwischen schnell und zuverlässig, wie viele Zurrgurte zur Ladungssicherung benötigt werden. Siemandel zeigte, wie die praktischen kleinen Programme richtig bedient werden. Ein Versuch mit einer Zugwaage demonstrierte den Schülern, welche Kräfte dank der Hebelwirkung von Ratschenzurrgurten aufgebracht werden können und müssen, um die oft tonnenschwere Ladung – im Versuch waren es Rundballen - gegen Abrutschen zu sichern. Die Anwendung von Antirutschmatten wurde im Versuch ebenso gezeigt wie das diagonale Verzurren oder der Einsatz von Netzen. Diese können auch im PKW dafür sorgen, dass die Ladung im Fond beim starken Abbremsen nicht zur Gefahr für Fahrzeuginsassen wird.

Resümee

„Hier habe ich wirklich etwas dazu gelernt, das kann ich gut gebrauchen.“ Solche und ähnliche Stimmen zeigten am Ende der Unterrichtseinheit, dass die Auszubildenden von der Schulung profitieren konnten.

Franz Helmle ist verantwortlich für die praktisch-technische Ausbildung an der Landmaschinenschule Triesdorf. Er sieht in der Unterrichtseinheit „Transport und Ladung“ der SVLFG einen wichtigen Ausbildungsteil der überbetrieblichen Ausbildung. „Gütertransport und Ladungssicherung zählen zu den wichtigsten Grundlagenthemen in der Ausbildung. Im theoretischen Unterricht sind die Schüler besonders interessiert und aufmerksam, wenn Unfallbeispiele vorgestellt werden. Daran erkennen sie, wo mögliche Risiken verborgen sein können und sie lernen aus den Fehlern, die gemacht wurden. Besonders wertvoll sind die praxisnahen Übungen in den Schulungen der SVLFG. Die Schüler nehmen das Gelernte mit in ihren beruflichen Alltag, wo sie es direkt umsetzen können. Auch Schüler ohne Vorkenntnisse werden in die Lage versetzt, Gefahren zu  erkennen und passend darauf zu reagieren“, so Helmle.

SVLFG-Tipp

Die SVLFG-Informationsbroschüren B05 für Auszubildende und Berufsanfänger und B18 mit Tipps zur Ladungssicherung in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau gibt es online unter www.svlfg.de und Eingabe des Suchbegriffs „Broschüren“.]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Vor allem das Thema Düngeverordnung beschäftigt die Lohnunternehmen. Nach wie vor gibt es Unsicherheiten im Umgang mit dem komplexen Regelwerk. Um hier als Verband
angemessen reagieren und die Mitglieder im Umgang mit der Verordnung kompetent beraten zu können, wurde vom BLU eigens eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Die beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Düngeverordnung für die Lohnunternehmen und hat sich in den vergangenen Monaten über verschiedene Technologien zur Gülleaufbereitung informiert. Positiv hob Andrea van Eijden in diesem Kontext die konstruktive Zusammenarbeit mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hervor.

Der Einladung der niedersächsischen Lohnunternehmer gefolgt war auch Ulrich Löhr, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen. Löhr betonte in seinem Vortrag im Rahmen der Fachtagung die gemeinsame DNA von Landwirten und Lohnunternehmen. Er hob die Notwendigkeit hervor, sich gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.

Welche Pflichten mit der neuen Düngeverordnung einhergehen und wie auf Verstöße reagiert werde, erläuterte Birgit Blum, die bei der Niedersächsischen  Landwirtschaftskammer das dafür zuständige Sachgebiet leitet. Mit Blick auf die Dokumentationspflichten unterstrich sie, dass auch die Lohnunternehmer als Dienstleister der Landwirte mit in der Pflicht seien.

BLU-Präsident Klaus Pentzlin ging in seiner Rede unter anderem auf aktuelle Entwicklungen auf Europäischer Ebene ein. Er sprach sich dabei deutlich gegen mehr ehrenamtliche Arbeit im Europäischen Lohnunternehmerverband CEETTAR aus. Die aktuellen  Herausforderungen, aber auch die sprachlichen Barrieren erforderten eine weitere Professionalisierung der Verbandsarbeit auf europäischer Ebene.

Im Rahmen der Fachtagung Nord spielten aber nicht nur politische und fachliche Aspekte eine Rolle. Auch Themen wie Mitarbeiterführung, Entscheidungsfindung in Krisensituationen oder Fragen der Unternehmensnachfolge wurden aufgegriffen. Mit der Diplom-Ökonomin Doreen Kirsch und dem Berufspiloten Philip Keil waren zwei Referenten geladen, denen es mit ihren Vorträgen in besonderer Weise gelungen war, die anwesenden Lohnunternehmer zu begeistern. Das gilt vor allem für Philip Keil. Der Flugkapitän ist vor zehn Jahren um Haaresbreite an einem Absturz vorbeigeschrammt, hat sich seitdem intensiv mit den Ursachen von Flugzeugunglücken befasst. Die wichtigste Erkenntnis seiner  Untersuchungen: Hauptursache von Unfällen in der Luftfahrt waren vielfach hierarchische Strukturen im Cockpit und mangelndes Vertrauen in die eigene Entscheidungsfindung. Erkenntnisse, die Keil auf eindrucksvolle Weise auf die Entscheider in Unternehmen  übertragen hat.

Mitgliederversammlung Niedersachsen
Nach den verschiedenen Fachvorträgen stand zum Abschluss der Tagung mit der offiziellen Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung. So hat es im Vorstand der Landesgruppe Lohnunternehmen Niedersachsen Veränderungen gegeben. Volker Biermann, Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums, und Uwe Bockelmann, Mitglied des Gesamtpräsidiums, haben ihre Ämter zur Verfügung gestellt und so eine weitere Verjüngung des Präsidiums ermöglicht. Für Biermann wurde Oliver Genz ins geschäftsführende Präsidium gewählt. In das Gesamtpräsidium wurden Dirk Hasse und Björn Pöttker gewählt.

Alfred Stephan Keppler,
Redaktion LOHNUNTERNEHMEN


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Spürbar geringere Nachfrage nach Investitionen in Wirtschaftsgebäude.
Die finanzielle Situation auf den landwirtschaftlichen Betrieben ist aktuell sehr heterogen. Während einige Betriebe, unter anderem bedingt durch die schlechte Ernte, finanziell stark angeschlagen sind, profitieren andere Betriebe von den aktuell guten Verkaufspreisen. Die Investitionsbereitschaft bleibt in der aktuellen angespannten Lage relativ stabil, jedoch lediglich auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres.

Die Investitionsbereitschaft in Maschinen und Geräte hat sich auf dem Vorjahresniveau
stabilisiert. Hingegen sind Investitionsplanungen in Wirtschaftsgebäudeweiter rückläufig (-2,5%-Punkte). Die Gründe sind immer noch die Gleichen wie bereits im Sommer dargestellt. Notwendige Investitionen in Wirtschaftsgebäude werden aufgrund unklarer rechtlicher Rahmenbedingungen und aufgrund der angespannten finanziellen Situation zurückgestellt. Der geplante Erwerb oder die Pacht von landwirtschaftlichen Flächen ist, wie bereits im Juni 2018, ebenfalls niedriger als im Vorjahr. Investitionen in Hof-und Stalltechnik, erneuerbare Energien und in Außerlandwirtschaftliche Bereiche bleiben relativ unverändert auf dem entsprechenden Vorjahresniveau. Das geplante Investitionsvolumen der landwirtschaftlichen Betriebe bleibt weiter unter dem Vorjahresniveau zurück. Dies ist auf den Rückgang der kapitalintensiven Investitionen in Wirtschaftsgebäude zurückzuführen.



Kaufinteresse in Maschinen und Geräte bei Westlandwirten etwas erfreulicher.
Im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode wollen mehr Westlandwirte in Maschinen und Geräte investieren (+3,4%-Punkte). Hingegen ist das Interesse der Ostlandwirte spürbar niedriger als im Vorjahr (-4,5%-Punkte). Besonders gering ist aktuelle die Investitionsbereitschaft der  Veredlungsbetriebe bei Maschinen und Geräte (-5,6%-Punkte).

Größeres Kaufinteresse der Lohnunternehmer.
Mehr Lohnunternehmer wollen im Vergleich zum Vorjahr in Maschinen und Geräte investieren (+3,9%-Punkte).

Im ersten Quartal 2019 stabilisiert sich der Traktormarkt.
Der Traktormarkt 2018 hat sich bisher besser entwickelt als zunächst angenommen. Bei den Traktorzulassungen > 50 PS gab es in den ersten 8 Monaten einen Zuwachs von 4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum in 2017. Im September jedoch sind die Zulassungen unter dem Vorjahresniveau geblieben. Für das letzte Quartal zeichnet sich nun ein erheblicher Rückgang ab. Dieser ist zum einen durch den Sondereffekt im Dezember 2017 (Mother Regulation) zu erklären und zum anderen durch die niedrigere Kaufbereitschaft der Landwirte und Lohnunternehmer in den nächsten Monaten (-0,2%-Punkte). Nach dem Rückgang im letzten Quartal 2018, zeichnet sich für das erste Halbjahr 2019 eine Stabilisierung ab.

Die Investitionsplanungen der Lohnunternehmer sind, wie bereits im Sommer, spürbar niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (-2,8%-Punkte). Mittelfristig fällt das Kaufinteresse der Lohnunternehmer jedoch wieder etwas größer aus.

Alles in allem erwartet Produkt + Markt für 2018 einen Rückgang bei den Neuzulassungen > 50 PS zwischen 9 und 11 Prozent im Vergleich zu den Traktorzulassungen 2017.



Kaufinteresse an Transportfahrzeugen, Anhängern und Teleskopladern steigt im neuen Jahr.
Im Gegensatz zur Entwicklung im Sommer 2018 wollen in der aktuellen Befragungswelle wieder spürbar mehr Betriebe in den Bereich Transporttechnik investieren.

Investitionsplanungen weiter rückläufig bei Futtererntetechnik.
Im Vergleich zum entsprechendem Vorjahreszeitraum wollen mehr Landwirte in Ackerbaugeräte investieren (+0,5%-Punkte). Mittelfristig zeichnet sich eher eine Stabilisierung auf dem Vorjahresniveau ab (+0,1%-Punkte). Während die Kaufabsichten der Westlandwirte in etwa stabil bleiben (+0,1%-Punkte), sind die Kaufabsichten der Ostlandwirte in den nächsten sechs Monaten spürbar gestiegen (+1,4%-Punkte). Das Interesse der Lohnunternehmen an Ackerbaugeräten ist etwas niedriger als vor einem Jahr (-0,7%-Punkte). Diese Entwicklung setzt sich mittelfristig fort (-0,7%-Punkte).

Ein Blick auf die einzelnen Produktbereiche ergibt folgendes Bild: Das Interesse der Landwirte an Bodenbearbeitungsgeräten ist etwas geringer (-0,5%-Punkte). Hingegen steigt das Kaufinteresse der Landwirte an Technik zur Düngung und zum Pflanzenschutz (+0,6%-Punkte) und an Sä- und Pflanzgeräten (+1,0%-Punkte). Stark getrieben wird der Zuwachs der Investitionsplanungen bei Technik für die Düngung und den Pflanzenschutz von der Betrieben im Osten (+1,3%-Punkte).

Insgesamt wollen spürbar weniger Landwirte in Futtererntetechnik investieren als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-1,0%-Punkte). Während die Kaufbereitschaft der Westlandwirte in diesem Bereich etwas rückläufig ist (-0,7%-Punkte), ist die Entwicklung bei den Ostlandwirten deutlicher (-1,7%-Punkte). Diese Entwicklung entspricht dem bisherigen Trend des Jahres 2018.

Die geplanten Investitionen in Mähwerke und Heuwerbegeräte sind weiterhin spürbar rückläufig (-1,1%-Punkte). Mittelfristig zeichnet sich an dieser Entwicklung keine Veränderung ab. Das Kaufinteresse bleibt auch in den darauffolgenden Monaten (April-Sept. ’19) unter dem Vorjahresniveau (-1,3%-Punkte). Das Interesse an Rund- und an Großballenpressen ist bei Westlandwirten eher stabil (+0,2%-Punkte). Hingegen planen spürbar weniger Ostlandwirte (-1,9%-Punkte) und Lohnunternehmen (-0,7%-Punkte) in Pressen zu investieren.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In seinem Bericht lies Burghard Meier das Jahr 2018 aus Sicht des Verbandes Revue passieren. Besonders das Wetter mit der extremen Trockenheit vom Frühjahr bis zum Herbst, habe das Geschäft der Lohnunternehmer stark negativ beeinflusst. „In der Region Könnern sind im gesamten Jahr lediglich 262 mm Niederschlag an 126 Tagen gefallen“, schaute er zurück. Im langjährigen Mittel würde dort ungefähr die doppelte Menge nieder gehen. Die Folgen daraus waren bis zu 40 % Ertragseinbußen, lediglich ein Grasschnitt und eine Maisernte, die Anfang August begann und Anfang September beendet war. Die Landesgruppe und der Bundesverband Lohnunternehmen hätten sich bei den zuständigen Ministerien dafür stark gemacht, dass auch die Lohnunternehmer von den Dürrebeihilfen des Bundes profitieren. „Am Ende haben wir aber nur die Antwort erhalten, dass wir als Nichtlandwirte bzw. Unternehmer unser wirtschaftliches Risiko selbst tragen müssen“, fasst Burghard Meier die Bemühungen zusammen.

Durch die berufliche Neuorientierung und damit dem Ausscheiden aus der LU-Branche hat Martin Bauer, bisheriger Vizepräsident der Landesgruppe, seinen Posten im Präsidium abgegeben. Burghard Meier dankte ihm, für die geleistete aktive Verbandsarbeit. Neu und einstimmig in das Präsidium gewählt wurde Linda Steenweg. Zum neuen Vizepräsidenten wurde ebenfalls einstimmig das Präsidiumsmitglied Matthias Kuthe gewählt.

Nach Abschluss des formellen Verbandsteils folgten zwei Fachvorträge. Pirko Renftel, Rechtsreferent des BLUs, stellte die aktuellen Entwicklungen im Bereich GüKG und Mautgesetzgebung vor. Marie-Sophie Hänsel präsentierte die Ergebnisse eines Versuchs im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule Anhalt. Die Fragestellung lautete dabei, in wie fern Gärreste aus Biogasanlagen Mineraldünger bei der Zuckerrübenproduktion substituieren können. Als Ergebnis aus dem Versuch fasste sie zusammen, dass die Gärrestgabe zu den höchsten Gesamt- und Zuckererträgen geführt hatte und im Vergleich zum Mineraldüngervariante einen Kostenvorteil von ca. 155 €/ha gebracht habe.

Zum Abschluss des Verbandstages führte Bernd Gneist, Niederlassungsleiter und Prokurist des LVD Krone Ost, die Gruppe durch das Unternehmen.

Björn Anders Lützen,
Redaktion LOHNUNTERMEN


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Haben auch Sie Nörgler, Querulanten, Faulenzer, Besserwisser oder Arbeitsverweigerer in Ihrem Team und kommen an ihre Grenzen im Umgang mit diesen Mitarbeitern? Häufig sind solche Mitarbeiter nicht nur für die Führungskraft eine große Herausforderung, sondern für das ganze Team. Der Umgang mit diesen Menschen erfordert nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch Mut. Nehmen Sie sich des Problems an, es löst sich nicht von allein! Lernen Sie, wie Ihre Mitarbeiter denken und fühlen, wie sie sich darauf einstellen und wie auch schwierige Mitarbeiter eingebunden werden können. Am 26.02.2019 in 31542 Bad Nenndorf.

Seminar: Lohnunternehmen und Dränage in 31542 Bad Nenndorf

Wer sich mit Dränagebau beschäftigt oder dieses in Zukunft vorhat, sollte sich mit praxisnahen Dingen in diesem Arbeitsfeld für Lohnunternehmer auskennen. Sehr viele Lohnunternehmen beschäftigen sich mit der Reparatur und Herstellung von Dränagen, um die Zeiten außerhalb Ihrer saisonalen Arbeiten zu überbrücken. Natürlich ist es wichtig, dass der Lohnunternehmer auch hier Qualitätsarbeit anbietet und als Profi auftritt. Dieses Tagesseminar vermittelt eine komplette praxisnahe Übersicht des Dränagebaues. Am 05.03.2019 in 31542 Bad Nenndorf.

Seminar: Erfolgreiche Unternehmensführung in 85095 Denkendorf

Die erfolgreiche Unternehmensführung ist eine anspruchsvolle Chefaufgabe: Ihr Erfolg im eigenen Lohnunternehmen ist das Ergebnis all Ihrer Entscheidungen in den Bereichen Unternehmensstrategien und Dienstleistungen. Sie müssen Arbeitsabläufe, deren Kalkulation und das Rechnungswesen optimieren. Sie entscheiden über Mitarbeiterauswahl und Mitarbeiterführung und müssen dabei das Kundenmanagement und die Kundenbetreuung im Auge behalten. Am 20.03.2019 in 85095 Denkendorf.]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Herzlich willkommen!

Landesgruppe Bayern
Landesverband Nordrhein-Westfalen Landesgruppe Rheinland-Pfalz / Saarland Fachgruppe Lohnunternehmen Sachsen Bilderquelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Update kurz vor der Einführung
Aktuell sind wir dabei ein neues Update zu installieren, das die Funktionalität der App verbessert. Zum einen optimieren wir die Kalenderdarstellung bei den Terminen, so dass neben dem Kalenderblatt auch eine tabellarische Auflistung der anstehenden Veranstaltungen zu finden ist. Zum andern wird es mit dem Update möglich, direkt aus der „Push-Meldung“ auf die entsprechende Neuigkeit/Nachricht zuzugreifen. Dies wird die Nutzung erheblich vereinfachen.

Es lohnt sich also die BLU-App zu installieren und auch unseren Facebook-Account zu liken, um immer auf dem Laufenden zu sein. Laden Sie sich die App auf Ihr Smartphone, IPhone oder Tablet. Klappt etwas nicht, dann melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wie bieten am 19.03.2019 und 21.03.2019 jeweils  Datenschutzseminare in Bad Nenndorf und Würzburg an. Melden Sie sich an!

Inhalte:
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bereits seit Jahren streiten Deutschland und die EU-Kommission, ob die Nitratrichtlinie der EU ausreichend umgesetzt wird. Die EU-Kommission hält die derzeitigen deutschen Regeln für nicht ausreichend. Im Jahr 2013 habe sie zunächst ein  Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet und 2016 schließlich erfolgreich Klage beim europäischen Gerichtshof eingereicht. Allerdings bezieht sich diese Klage auf den alten Stand der Düngeverordnung, vor der Novellierung im Sommer 2017.

Kritikpunkte der EU
Die Novellierung des Düngerechtes im Jahr 2017 beinhaltet bereits einige Verschärfungen zu Gunsten des Gewässerschutzes, die für die gesamte Branche Anpassungen erforderlich machten. Doch auch die neuen verschärften Regeln kritisierte die EU-Kommission als nicht weitgehend, hier werden vor allem die folgenden zwei Punkte moniert: Zukünftig schlagbezogene Nährstoffaufzeichnungen
Daraus resultiert, dass der Nährstoffvergleich sowie der zulässige Kontrollwert gestrichen werden sollen. Stattdessen sollen die Angaben jeder Düngungsmaßnahme mit den aufgebrachten Stickstoff- und Phosphatmengen spätestens zwei Tage nach der Aufbringung für jeden Schlag (oder Bewirtschaftungseinheit) aufgezeichnet werden. Es müssen mineralische Düngemittel und organische Düngemittel getrennt erfasst werden und bei letzterem sowohl die im Anwendungsjahr pflanzenverfügbare Stickstoffmenge als
auch die Stickstoffmenge insgesamt dokumentiert werden. Der errechnete Düngebedarf darf mit den Düngungsmaßnahmen nicht überschritten werden, daher muss die pflanzenverfügbare Stickstoffmenge beachtet werden. Das BMEL möchte mit dieser
Aufzeichnungspflicht die Einhaltung des ermittelten Düngebedarfes sicherstellen. Die Gesamtstickstoffmenge der organischen Düngemittel ist für die Einhaltung der 170 kg/ha N-Obergrenze zu beachten. Mit diesen Veränderungen soll der Nährstoffvergleich als Kontrollorgan auf Betriebsebene, durch eine schlagbezogene Komplettaufzeichnung
abgelöst werden. Mit dieser schlagbezogenen Aufzeichnung werden die zuvor zulässigen Stickstoffüberschüsse des Nährstoffvergleiches von 60 kg/ha, der laut der Dünge-VO
2017 auf 50 kg/ha reduziert werden sollte, ab 2020 gänzlich gestrichen. Zum 31. März des Folgejahres sollen der ermittelte Düngebedarf sowie die aufgebrachten Nährstoffmengen zu betrieblichen Gesamtsummen zusammengefasst werden.

„Rote Gebiete“ mit zusätzlichen Maßnahmen
Um die Kritik der EU an den Maßnahmen für Nitrat belastete Gebiete zu entkräften, sind folgende zusätzliche Verschärfungen geplant.
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wie sieht das Seminarangebot aus?
Neben ein- oder zwei tägigen Seminaren zu bestimmten Themen rund um die Branche, versuchen wir auch bei anderen Treffen Informationen zu verbreiten und Wissen gezielt aufzubauen. So wurden letztes Jahr zum Beispiel die Themen „Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten“ in Schleswig-Holstein, „Betriebsübergabe & rechtliche Änderungen“ im Rahmen der Mitgliederversammlung in Hamburg sowie „Chancen & Risiken der Energiewende“ anlässlich des Jungunternehmertages in Triesdorf behandelt. Und in Zukunft möchten wir weitere Puzzleteile zur strategischen Betriebsentwicklung zusammensetzen.

Was für Veranstaltungen werden angeboten?
Mit der Zeit haben sich Veranstaltungsformate im Kalender etabliert, welche heute nicht mehr wegzudenken sind. So wie der bereits erwähnte Jungunternehmertag. Einem Treffen in den Sommermonaten, bei dem neben dem fachlichen Austausch auch der Spaß nicht zu kurz kommt und das Netzwerken groß geschrieben wird. Deshalb kamen wir letzten Sommer im Rahmen des Johannitags auf dem Schulstandort Triesdorf zusammen. Und auch für dieses Jahr sind die Planungen bereits weiter fortgeschritten. In der Region Lüneburg wurde den Mitgliedern ein Blick hinter Scheunentore versprochen. Zudem haben die Mitglieder der Fachgruppe das Reisen in unsere europäischen Nachbarländer für sich entdeckt. Unter dem Titel „Studienfahrt“ wurde im Dezember 2017 die erste Reise dieser Art unternommen. Ausgangspunkt der Reise war die Maschinenfabrik Bernhard Krone GmbH & Co.KG im Emsland. Von dort ging es nach einer Werksbesichtigung und einem Vortrag zum Thema „Logogestaltung & Corporate Identity“ weiter in die Niederlande. Hier standen zunächst zwei Besuche von Lohnbetrieben auf dem Reiseplan. Anschließend ging die Rundreise Richtung Belgien weiter. Ziel waren das kulturell geprägte Antwerpen und das politische Brüssel, ehe die Heimreise anstand. Und die nächste Fahrt soll nicht lange auf sich warten lassen. Deshalb sind wir bereits mitten in den Planungen für einen fünftägigen Trip nach Schweden. Göteborg und Stockholm mit ihrer LKW-Industrie stehen für Dezember 2019 auf dem Veranstaltungskalender.

Seid Ihr in der Agrarbranche vernetzt?
Neben der Jungen DLG, dem Jungen Bioland und der Jungen ISN zählt der Junge BLU zu einem erlesenen Kreis von Nachwuchsverbänden, welcher sich zukünftig besser  miteinander vernetzen möchte. Bei unserem ersten Treffen widmeten wir uns der Frage, wie der digitale Wandel die Strukturen von Organisationen und Verbänden beeinflusst. Einer der gemeinsamen Vorstellungen im Rahmen dieser Zusammenarbeit sieht vor, dass dieses Netzwerk zukünftig weiter ausgebaut werden soll.

Wo kann ich den Jungen BLU antreffen?
Neben einem Auftritt in den sozialen Netzwerken sind wir auch auf den Messen und Ausstellungen der Branche vertreten. Hier steht der persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern – oder denen die es werden wollen – im Vordergrund.



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]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die regulären Grenzen liegen bei einer Fahrzeugeinzellänge von 12 m bei Kraftfahrzeugen und Anhängern und einer Zuggesamtlänge bei Zugmaschinen mit Anhängern von 18,75 m bzw. 18 m bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen mit Anhängern (z. B. Mähdrescher mit
Schneidwerkswagen). Bei Sattelzügen liegt die Grenze bei 16,50 m.

Die Höhe der Fahrzeuge darf 4 m nicht überschreiten und die Achslast bei angetriebenen Einzelachsen 11,50 t.

Die Breite ist auf 2,55 m und für Arbeitsgeräte und selbstfahrende Arbeitsmaschinen auf 3 m begrenzt. Für landoder forstwirtschaftliche Zugmaschinen und Anhänger gilt jedoch die 35. Ausnahmeverordnung. Die Fahrzeugbreite darf unabhängig vom Einsatzzweck mit Breitreifen oder Zwillingsbereifung bis zu 3 m betragen.

Bei Maschinen, die über die genannten Maße oder Gewichte hinausgehen oder von sonstigen Bau- und Betriebsvorschriften der Verkehrsordnung abweichen (z. B. Mähdrescher – Überbreite), sind die Ausnahmegenehmigung nach §§ 70 StVZO und die Erlaubnis nach 29 Abs. 3 StVO erforderlich, die beide zu beantragen sind!

Stets Genehmigung und Erlaubnis erforderlich
Ohne die Bescheide ist eine Fahrt mit überbreiten Fahrzeugen nicht erlaubt und auch nicht vom Versicherungsschutz abgedeckt.

Die Genehmigung nach § 70 StVZO dient als Grundlage für die Erlaubnis nach § 29 StVO. Für die Genehmigung ist ein Gutachten eines Sachverständigen für das Fahrzeug über die Abmessungen und Gewichte, sowie eine gesonderte Erklärung der Haftpflichtversicherung neben den üblichen Fahrzeugdokumenten gefordert.

Das Gutachten wird in der Regel vom Hersteller beim Kauf derartiger Fahrzeuge mitgeliefert. Bei gebrauchten Maschinen sollte darauf geachtet werden, die Genehmigung bzw. das Gutachten nach § 70 StVZO mit zu erhalten. Bestehende Genehmigungen sind auf den neuen Halter umzuschreiben.

Anträge frühzeitig stellen
Da sowohl die Ausnahmegenehmigung nach §§ 70 StVZO als auch die Erlaubnis nach § 29 Abs. 3 StVO erforderlich sind, sollte die Antragsstellung frühzeitig erfolgen. Es muss mit einer Mindestbearbeitungszeit von 2 – 3 Wochen gerechnet werden.

Bereits vor dem Kauf einer Maschine mit erhöhten Abmessungen sollte der Kontakt zur Behörde gesucht werden, damit diese frühzeitig in die Antragsbearbeitung einsteigen kann. Es empfiehlt sich dabei vorhandene Gutachten vorab an die Behörde zu senden, um überprüfen zu lassen, ob etwa das Gutachten vollständig ist oder keine sonstigen Fehler aufweist. Es gibt nichts Schlimmeres, als die Verpflichtung ein neues Gutachten einzuholen. Das verzögert nicht nur das Verfahren (Suche nach einem Sachverständigen, Terminabstimmungen usw.), sondern ist mit teilweise erheblichen Kosten verbunden, vor allem wenn noch Nachrüstungen an der Maschine erfolgen müssen, weil die Ausstattung nicht mehr den rechtlichen Vorgaben entspricht. Zudem sollte geklärt werden, für wie lange die Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO erteilt wird. Nach den Empfehlungen ist eine Dauer von maximal 12 Jahren möglich.

Die Erlaubnis nach § 29 Abs. 3 StVO regelt, auf welchen Strecken und wie gefahren werden darf. Im Hinblick auf die Erlaubnis ist ebenso ein Vorabgespräch mit der Behörde empfehlenswert. Hier sollte im Voraus auf die besondere Verwendung während der
Kampagnenzeiten, die Möglichkeit einer Sammelgenehmigung, sowie auf eine flächendeckende Erlaubnis hingewirkt werden. Denn teilweise verlangen die Behörden exakte Wegbeschreibungen, die für das typische Lohnunternehmen – anders als beim normalen Güterschwerverkehr – sich regelmäßig erst während der Kampagnenzeiten ergeben. Die betroffenen Landkreise und Gemeinden müssen dabei seitens der Behörde angehört werden, was zeitaufwendig sein kann.

Fahrzeugbreiten bis 3,50 m werden im Rahmen der meisten Landeserlasse im sog. vereinfachten Erlaubnisverfahren akzeptiert. Einige Landkreise verlangen ab 3,30 m schon Begleitfahrzeuge bei Fahrten mit den Überbreiten Fahrzeugen. Dies sollte sowohl die Kaufentscheidung als auch die Kostenkalkulation beeinflussen.

Problematisch sind Achslasten über 11,5 t. In NRW verweist der Runderlass zu § 29 Abs. 3 StVO auf die allgemeinen Verwaltungsvorschriften zum Paragraphen. Dort ist die Grenze bei 11,5 t angesiedelt (vormals 12,65 t). In Niedersachsen ist ab 11,5 t die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover zu beteiligen. Über 11,5 t Achslast verlängert sich das Ausnahmeverfahren infolge der Beteiligung. Zudem wird eine Streckenkarte als Auflage erteilt, nach der nur bestimmte Strecken mit über 11,5 t Achslast befahren werden dürfen.

Diese genannten Abmessungen sollten zwingend eingehalten werden. Bei den Achslasten sollte mit dem Hersteller/ Händler geprüft werden, ob es sich um das zulässige Maximalgewicht oder die tatsächlichen Achslasten handelt. Hilfreich könnte andernfalls eine zusätzliche Achse auf dem Maisgebiss o.ä. sein.

Bei überbreiten angehängten Arbeitsgeräten sollte ebenfalls auf die Möglichkeit der Sammelgenehmigung hingewirkt werden. Schließlich kann es vorkommen, dass das Arbeitsgerät nicht nur von einem Schlepper, sondern verschiedenen gezogen werden muss. Liegt nur eine Genehmigung für den Zug mit einem Schlepper vor, ist die Fahrt mit anderen Fahrzeugen unzulässig.

Empfohlene Vorgehensweise:
Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich an die Geschäftsstelle.

Wir unterstützen Sie gerne!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der Stand des BLU bzw. Arbeitskreises Dienstleister im Weinbau war hoch frequentiert, wobei die meisten Fragen zum Ausbildungsberuf „Fachkraft Agrarservice“ gestellt wurden. Die diesbezüglich von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit entwickelte Kampagne „Werde FELDHELD“ inklusive innovativer Postkarten, die erstmals bei der EuroTier 2018 präsentiert wurde, wirkte gerade bei jungen Menschen wie ein Magnet. So war es leicht, mit potentiellen Fachkräften von morgen ins Gespräch zu kommen oder auch Eltern von zukünftigen Auszubildenden die Vorzüge der Ausbildung nahezubringen.

Aber auch viele Mitglieder, Vertreter aus Politik und anderer Verbände, der Landwirtschaftskammer oder der SVLFG besuchten den BLU-Stand und nutzten die Gelegenheit zur Kontaktaufnahme, zur Besprechung konkreter Vorhaben und zum Erfahrungsaustausch.

Insgesamt war der nunmehr bereits achte Auftritt des BLU in Nieder-Olm vollauf gelungen und zugleich der bislang beste. So konnte nicht nur ein neues Mitglied direkt vor Ort gewonnen werden, sondern die geknüpften Kontakte werden im Nachgang der
Veranstaltung noch weitere positive Folgen für die Verbandsarbeit und den gesamten Berufsstand der Lohnunternehmer nach sich ziehen.

Besonderer Dank gebührt abschließend der Vorsitzenden des Arbeitskreises Dienstleister im Weinbau, Frau Janina Mäurer, die den Auftritt des BLU und des Arbeitskreises erneut tatkräftig unterstützte.



Für die BLU-App Nutzer geht es hier zur Bildergalerie!]]> 26.05.2019 - 01:12:12
In den letzten Wochen erhalten wir wieder gehäuft Nachrichten von unseren Mitgliedern, welche augenscheinlich Spam-Mails mit schadhaften Anhängen oder Links (vermeintlich) von uns erhalten haben. Diese Problematik ist uns seit einiger Zeit für einige unserer E-Mail-Accounts bekannt. Davon betroffen sind nicht nur Absenderadressen unserer aktuellen Geschäftsstellenbesetzung, sondern auch die ehemaliger Mitarbeiter, deren Accounts nicht mehr existent sind. Daher haben wir unser System und unsere Server nach den ersten Fällen von unserem IT-Dienstleister überprüfen lassen. Dieser konnte ausschließen, dass unser System angegriffen wurde Wir müssen daher davon ausgehen dass die genutzten E-Mailadressen, zum Beispiel von unserer Website, „abgephished“ wurden.

Da diese E-Mails nicht von unserem System verschickt werden, haben wir momentan leider keine Handhabe gegen deren Versand. Bitte seien Sie grundsätzlich kritisch mit Anhängen und Links bei eingehenden Mails. Um eine Infektion Ihres Systems zu vermeiden achten Sie bitte auf folgende Punkte:
Angezeigter Absender:
Marina Graf
Tatsächlicher Absender:
Von: Marina Graf <“graf@lu-verband.
derowina.bartilad“@beresorts.com>
In unserem Fall scheint es sich immer um Mails mit dem Inhalt einer Rechnungszusendung zu handeln. Aufgrund der Problematik versenden wir von uns aus keine Rechnungen per E-Mail an unsere Mitglieder, diese werden nur auf explizite Anfrage auf diesem Wege versandt. Haben Sie also keine Rechnung oder ähnliches auf dem „Online-Weg“ angefordert, erhalten Sie alle Rechnungen ausschließlich per Post.

Wir haben aufgrund der Problematik beim niedersächsischen Verfassungsschutz (Abteilung Cyberkriminalität) rat gesucht und zusätzlich das ZAC „Zentrale Ansprechstelle Cybercrime der Polizeien“ beim Landeskriminalamt Niedersachsen über den Sachverhalt informiert..

Sollten Sie doch ausversehen einen schadhaften Anhang oder Link geöffnet haben und Ihr Antiviren- und Antimalwareprogramm hat nicht oder nicht ausreichend reagiert, setzen Sie sich bitte zu aller erst mit einem IT-Fachmann Ihres Vertrauens in Verbindung. Dieser kann Ihr System überprüfen und notwendigenfalls bereinigen oder beratend zur Seite stehen. Entsteht Ihnen hierdurch ein tatsächlicher Schaden in Ihrem Unternehmen oder erhalten Sie Nachricht von Ihren Kunden, dass Ihre E-Mailadresse ebenfalls für den Versand schadhafter Mails genutzt wird, melden Sie sich bitte bei dem für Ihr Bundesland zuständigen ZAC.

Über das für Sie zuständige ZAC können Sie sich unter https://www. polizei.de/Polizei /DE/Einrichtungen/ ZAC/zac_node.html informieren. Unter dem angegeben Link erhalten Sie ebenfalls weitere Handlungsempfehlungen der Polizei. Bei Erhalt solcher Mails können Sie diese gerne auch an die zentrale E-Mail weiterleiten. Dort werden derartige und andere schadhafte Mails zusammengeführt.

Weitere Informationen zum Schutz von EDV-Systemen finden Sie unter dem Suchbegriff „Allianz für Cybersicherheit“ im Internet.

Wir stehen Ihnen als Verband selbstverständlich weiterhin als Ansprechpartner und beratend zur Verfügung.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 In Deutschland werden für die Benutzung der Autobahnen und Bundesstraßen mit  Fahrzeugen oberhalb von 7,5 t zulässiges Gesamtgewicht (zGG) nach Bundesfernstraßenmautgesetz fahrstreckenbezogene Gebühren erhoben. Ab dem 01.01.2019 gelten damit die nachfolgenden Mautsätze auf Basis von drei Gewichtsklassen. In der Klasse ab 18 t zGG wird zusätzlich nach Anzahl der Achsen differenziert:



Beispiel aus der Praxis
Ein Lohnunternehmen setzt für die Ernte von Gras und Mais eine Häckselkette ein. Alle Erntekampagnen zusammen nehmen 40 Tage in Anspruch. Bei 50% dieser Transportaufträge werden Bundesstraßen befahren. Für einen Schlepper (50 km/h) mit Tandemhäckselwagen (4 Achsen) werden nach aktueller Rechtslage nur die Fahrten mit
Ladung mautpflichtig. Entsprechend müssen folgende Zusatzkosten für einen Schlepper in Euro 2 (0,25 €/km) kalkuliert werden: Für die Fahrtstrecke von 6 km insgesamt bzw. 5
km Bundesstraße werden bei einer Umlaufdauer des Gespanns an einem Erntetag (10 Stunden) 13 Touren gefahren. Für die zurückgelegten 65 km berechnet Toll-Collect 16,25 € / Tag. Bei 20 Einsatztagen im Gras und im Mais ergibt sich eine Jahresgebühr von 325 € pro Gespann. Bei den erforderlichen 4 Abfuhrgespannen multiplizieren sich die Gesamtkosten auf 1.300 € pro Jahr.



Weitere Fahrten auf Bundesstraßen
Für Transporte von Mist, Gülle oder Erntegütern müssten beim Befahren der Bundesstraßen ebenfalls weitere Mautgebühren hinzugerechnet werden. Werden demgegenüber nur angehängte Arbeitsgeräte (Strohpresse, Grubber, Feldspritze o. ä.) mit dem Schlepper auf der mautpflichtigen Strecke bewegt, fallen selbstverständlich keine weiteren Mautgebühren an.

Kosten und Nutzen
Zu den Mautbeträgen ist der einmalige Einbau in autorisierten Fachwerkstätten hinzuzurechnen. Dieser kann insbesondere bei älteren Schleppern technische Probleme auslösen und zwischen 300 und 800 € kosten.

Viele Praktiker können bestätigen, dass schnelles Fahren mit Schleppern „mehr Diesel, mehr Reifen und mehr Bremse“ kostet. Demgegenüber bringt die Geschwindigkeit aber auch arbeitswirtschaftliche Vorteile, weil Transporte leistungsfähiger durchgeführt werden
können.

In der Grafik „Kostenvergleich Logistik in der Maisernte“ werden 3 Schleppervarianten (40 – 50 – 60 km/h) mit jeweils einem Tandemhäckselwagen (Nutzlast 15 t) gegenübergestellt. In diesem Beispiel erreichen die schnelleren Varianten ab einer Transportentfernung von etwa 10 km geringere Betriebskosten. Die Maut ist hierbei nicht berücksichtigt, würde aber diesen Wert tendenziell nach oben verschieben. Selbstverständlich sind in der Logistik neben den Betriebskosten vor allem Transportleistungen von Bedeutung. Bei einer Entfernung von 10 km lassen sich mit einem 50 km/h-Schlepper etwa 10 -12 % der Fahrtzeiten und mit einem 60 km/h-Schlepper etwa 16 – 18 % der Fahrtzeiten gegenüber der Standardvariante mit 40 km/h einsparen. Die daraus resultierende höhere Transportleistung kann die Anzahl der benötigten Fahrzeuge und Fahrer reduzieren.

Fazit:
In der Agrarlogistik wirken viele verschiedene Parameter auf das betriebsund arbeitswirtschaftliche Optimum ein und jedes Lohnunternehmen muss eine betriebsindividuelle Lösung suchen. Ohne eine vorhandene GüKG-Erlaubnis dürfen „unsere“ gewerblichen Transporte nur mit 40 km/h Technik durchgeführt werden. Weiterhin ist zu prüfen, welche Transportstrecken mit beladenen Anhängern (Mautpflicht) tatsächlich auf Bundesstraßen durchgeführt werden. Zudem bedeutet die Maut (momentan) verschiedene bürokratische Herausforderungen. Nach Berichten aus der Praxis sind die Besonderheiten der Agrartransporte (nicht ausschließlicher Transporteinsatz, Voll- und Lehrfahrt, technische Probleme beim OBU-Einbau) noch nicht praxisgerecht gelöst. Die Abrechnung über On-Board-Unit (OBU), App oder Terminal bereitet leider noch große Probleme für die Agrarlogistik.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 die Ermittlung der Nährstoffgehalte steht zusätzlich zur nass-chemischen Analyse und zur Übernahme der Richtwerte jetzt über die NIR-Sensorik eine anerkannte Vor-Ort-Ermittlung zur Verfügung.

Regelmäßige Kalibrierung notwendig
Mit der Nahinfrarotspektroskopie- Sensortechnik (NIRS) kann statt der herkömmlichen mengenbezogenen Wirtschaftsdüngerausbringung die nährstoffbezogene Ausbringung
ermöglicht werden. Entweder über Andockstationen oder den NIRS-Sensor am Ausbringgerät können die Nährstoffgehalte ermittelt werden. Die Gehalte von Gesamt-N, Ammonium-N, Kalium, Phosphat und den TS-Gehalt können mit dieser Technik vor Ort
bestimmt werden. Grundsätzlich ist für die Anerkennung eine regelmäßige Kalibrierung des Sensors notwendig, hier sind die Vorgaben des Herstellers zu beachten. Die Hersteller arbeiten an der ständigen Verbesserung der Technik, um die Genauigkeit zu erhöhen und
die Zertifizierungen zu erweitern. Über die regelmäßige Kalibrierung wird es ermöglicht, auch die Genauigkeit der bereits eingesetzten Sensoren immer weiter zu verbessern. Den aktuellen Stand der Zertifizierungen sind innerhalb der DLG-Prüfberichte einsehbar (www.dlg.org). Folgende Prüfberichte sind hier relevant: DLG-Prüfberichte 6796, 6801, 6809, 6811.

Dokumentation
Für eine vollständige Dokumentation laut den Vollzugshinweisen müssen die Nährstoff- (N, NH4, P) und TS-Gehalte, die Wirtschaftsdüngerart, die Aufbringungsmenge, der Sensortyp sowie das Kalibrationsmodell angegeben werden. Zusätzlich muss jeweils mindestens ein Durchschnittswert je Aufbringungszeitraum dokumentiert werden. Die  Aufbringungszeiträume gliedern sich in das frühe Frühjahr (Aufbringung zu Winterungen),
spätes Frühjahr (Aufbringung zu Sommerungen) und die Herbstaufbringung. Für einige Sensoren ist der Phosphatgehalt noch nicht anerkannt. Bei einer fehlenden Anerkennung für einen Inhaltsstoff ist der Richtwert der LWK oder der ermittelte Wert aus der nass-chemischen Analyse anzunehmen.

Prüfbericht unter www.dlg.de
Vollzugshinweise für die Umsetzung der Düngeverordnung unter www.duengung-nrw.de

]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Herzlich willkommen!

Bundesverband Landesgruppe Bayern Landesgruppe Niedersachsen
Landesgruppe Rheinland-Pfalz / Saarland Landesgruppe Sachsen-Anhalt
Landesverband Schleswig-Holstein VDAW-Fachgruppe Landwirtschaftliche Lohnunternehmen Baden-Württemberg Bilderquelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de]]> 26.05.2019 - 01:12:12  
Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen steht an. Der Termin fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher oder dem Mähbalken.
 
Darauf machen Bundesverband Lohnunternehmen (BLU), Bundesverband der Maschinenringe (BMR), Deutscher Bauernverband (DBV) und Deutscher Jagdverband (DJV) aufmerksam. Die Verbände empfehlen den Landwirten, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für den Schutz von Wildtieren durchzuführen.
 
Effektiver Wildtierschutz beginnt bereits vor der Mahd, so die Verbände. Entscheidend ist dabei, die anstehenden Grünschnitt-Termine – für Silage oder Biomasseproduktion – rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzustimmen und die Mähweise dem Tierverhalten anzupassen. Die Verbände empfehlen, das Grünland grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. Das ermöglicht Rehen, Feldhasen oder Fasanen während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.
 
Vor dem eigentlichen Mähtermin haben sich verschiedene Maßnahmen bewährt, um Tierleben zu schützen, etwa das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden. Knistertüten, Flatterbänder oder Kofferradios, die bereits am Vorabend aufgestellt werden, sind ebenfalls effektiv und kostengünstig: Rehe zum Beispiel sind beunruhigt und bringen ihren Nachwuchs in Sicherheit. Elektronische Wildscheuchen, die unterschiedliche Töne wie Menschenstimmen, klassische Musik oder Motorengeräusche aussenden, haben sich im Praxiseinsatz bewährt. Bereits eine Maßnahme pro Hektar zur Vertreibung wirkt, haben Experten herausgefunden. Abhängig von der Witterung können vor allem Drohnen, die nach Ergebnissen des Konjunkturbarometer Agrar in fast jedem 10. landwirtschaftlichen Betrieb im Einsatz sind, in Kombination mit Infrarot-Technik helfen, Jungtiere auf großen Flächen zu lokalisieren. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Verbände fordern die Politik auf, der Forschungs- und Innovationsförderung zum Schutz von Wildtieren eine hohe Priorität einzuräumen. Besonders digitale Techniken und verbesserte Infrarottechnik haben das Potential, Rehkitze und Niederwild nachhaltig  schützen zu können.

Die richtige Frühmahd im Video erklärt ►]]> 26.05.2019 - 01:12:12
die Europäische Umweltagentur (EEA) führt aktuell eine Umfrage unter Lohnunternehmern und Landwirten aller Mitgliedsstaaten durch, die sich mit dem Thema Precision Agriculture befasst. Ziel ist es, ein umfassendes Bild über Wahrnehmung, Einführung und Nutzung dieser Technologien zu erhalten. Unterstützt wird die Umfrage dabei vom europäischen Bauernverband Copa-Cogeca sowie dem europäischen Netzwerk der nationalen Verbände der Landmaschinenhersteller CEMA.

Auch wir als BLU würden Sie herzlich bitten, sich zehn Minuten Zeit zu nehmen um an dieser Umfrage teilzunehmen.

Link zur Umfrage:

https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/PATSurveyContractors2019?surveylanguage=DE



]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Viele Unternehmen haben auch bereits ihr persönliches Starter-Kit bei uns abgeholt, bestehend aus Filz-Schlüsselanhängern, Aufklebern, Broschüren und Infokärtchen und unseren bekannten #-Postkarten und das alles in einer exklusiven Stofftasche.

Sind Sie Ausbildungsunternehmen und haben auch Sie Interesse an einem Starter-Kit, dann melden Sie sich bei uns und wir senden Ihnen Ihr eigenes Starter-Kit zu!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Deshalb habe ich mich nach dem Masterstudium für eine Promotion zu dem Thema „Kaufentscheidungen von Großtraktoren“ entschieden. Dabei beruht mein Anliegen darauf, die Kaufgründe der Lohnunternehmer und Landwirte zu identifizieren und diese den Traktorenherstellern und Wissenschaft nahe zu legen. Damit soll es den Herstellern möglich sein, die Traktoren noch besser an die Bedürfnisse ihrer Käufer (Nutzer) anzupassen. Zur Identifizierung der produktspezifischen Kaufgründe habe ich einen Online-Fragebogen erstellt. Um ein aussagekräftiges Bild der Kaufentscheidungen wiedergeben zu können ihre Interessen und Bedürfnisse anzugeben.

Die Umfrage finden Sie unter dem nachfolgenden Link: https://ww3.unipark.de/uc/JSR/

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die Chance geben, die Wünsche und Anregungen der Lohnunternehmer zu verstehen und damit eine kundenorientierte Produktentwicklung zu unterstützen!

Julia Schulze Rötering
Georg-August-Universität Göttingen
Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Diese zunächst nahezu unbemerkte Änderung der Kernregelung zur „Arbeit auf Abruf“ hat aber praktisch höchst wichtige Auswirkungen für die Beschäftigung von Aushilfen!

Hintergrund:
Nach § 12 Absatz 1 TzBfG können Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat, sogenannte „Arbeit auf Abruf“.

An sich muss eine solche Vereinbarung eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Tut sie das nicht, so bestimmte § 12 Absatz 1 Satz 3 TzBfG bislang, dass als wöchentliche Arbeitszeit 10 Stunden als vereinbart galt.

Nunmehr hat der Gesetzgeber diesen Wert aber „klammheimlich“ im Zuge der Einführung der neuen Regelungen zum Recht auf Teilzeit auf 20 Stunden pro Woche angehoben.

Konsequenzen:
Das bedeutet konkret für den Fall des Fehlens einer schriftlichen Vereinbarung zur Arbeitszeit, dass ab dem 01.01.2019 automatisch 20 Wochenstunden als vereinbart angesehen werden. Bei einem Mindestlohn von aktuell 9,19 € pro Stunde wären das ein
Wochenentgelt von 183,80 € und ein Monatsentgelt von 796,47 € (= 183,80 € x 4,33333 Wochen pro Monat im Jahresdurchschnitt).

Damit wäre die Grenze der geringfügigen Beschäftigung („450,- €“) deutlich und stets überschritten!

Das Bundesarbeitsgericht (BAG, Az.: 5 AZR 1024/12) hatte bereits im Jahr 2014 zu § 12 TzBfG entschieden, dass „… zum Schutz der Arbeitnehmer die gesetzlich fingierten Arbeitszeiten bei Nichtfestlegung einer bestimmten Dauer der wöchentlichen und täglichen
Arbeitszeit gelten.“

Damit ist durch das BAG keine andere Beurteilung der Rechtslage zu erwarten – zumindest nicht ohne eine komplette Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung.

Zwar betrifft das TzBfG in erster Linie das Arbeitsrecht. Jedoch ist zu erwarten, dass sich auch die Sozialversicherungsträger auf die neue Rechtslage berufen werden.

Diese würden aufgrund des im Sozialversicherungsrecht geltenden „Entstehungsprinzips“ im Rahmen ihrer Prüfungen die geringfügigen Beschäftigungen zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen „umwandeln“, wobei dann hohe Beitragsnachforderungen die Folge wären!

Fazit / Handlungsempfehlung: ]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt für Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung dar. Zur Unterstützung sind Maßnahmen der beruflichen Orientierung an allgemein bildenden Schulen ein wichtiger Bestandteil. Die Maßnahmen können je nach Schule durchaus vielfältig sein und gehen häufig über den bekannten Zukunftstag hinaus. Die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Arbeitsagenturen, den berufsbildenden
Schulen und den Betrieben hat in diesem Prozess einen wichtigen Stellenwert.

Das Ergebnis ist an der Oberschule in Celle der „Ausbildungstag“, hier hatten die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen die Möglichkeit innerhalb halbstündiger Vorträge Berufe und Ausbildungsbetriebe kennenzulernen. Hauke Bockelmann aus Faßberg hat die Chance genutzt, um auch den Beruf Fachkraft Agrarservice und das familiengeführte Unternehmen vorzustellen.

Findet auch in Ihrer Umgebung eine solche Veranstaltung statt? Dann melden Sie sich bei uns. Es stehen FELDHELD-Starterpakete und eine Präsentation mit den wichtigsten Informationen über die Fachkraft Agrarservice zur Verfügung. Innerhalb kürzester Zeit sind sie damit für eine Vorstellung der Ausbildung gewappnet.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Im Rahmen der SIMA, die Ende Februar in Paris stattfand, begrüßte der französische Lohnunternehmerverband FNEDT die Vertreter der CEETTAR Partnerorganisationen und Ausbildungseinrichtungen aus Finnland, Frankreich, Portugal und Deutschland. Das im
Vorfeld vereinbarte Projekt wurde den anwesenden Journalisten und Gästen präsentiert. Unter ihnen auch die Abgeordnete des Europa Parlaments Anne Sander sowie dem Attaché der deutschen Botschaft in Frankreich.

Das Programm hat unter anderem das Ziel, Lernende beim Erwerb von Lernergebnissen (Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen) zu unterstützen, um ihre persönliche Entwicklung, ihr Engagement als aufmerksame und aktive Bürger in der Gesellschaft und ihre Beschäftigungsfähigkeit auf dem europäischen Arbeitsmarkt und darüber hinaus zu verbessern.

Die jungen Auszubildenden in den Grünen Berufen, deren jeweiligen Ausbildungsgänge in den einzelnen europäischen Ländern sehr unterschiedlich verlaufen, sollen vor allem die lokalen Bedingungen kennenlernen und Erfahrungen in der Landwirtschaft und im Lohnunternehmergewerbe sammeln. Die Leiter und Lehrkräfte der beteiligten Ausbildungseinrichtungen wiederum können Methoden und Werkzeuge der jeweiligen Ausbildungsberufe in den Ländern mit den eigenen Möglichkeiten vergleichen. Die DEULA Nienburg unterstützt von deutscher Seite zusammen mit den Mitarbeitern der BLU Geschäftsstelle.

Junge FASler sind eingeladen sich für einen ein- bis zweiwöchigen Austausch mit einem der Partnerländer zu bewerben. Anfragen gerne bei Theres Hake unter der Telefonnummer 05723/7497-29 oder

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Die diesjährige Hauptversammlung der Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland fand in Wörth im Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Werk statt. Insgesamt arbeiten dort ca. 11.500 Personen und fertigen pro Tag bis zu 440 Lkw. Die Besuchergruppe wurde am Vormittag
durch die Produktion des Unimogs geführt.

Die eigentliche Versammlung der Landesgruppe wurde am Nachmittag durch Stefan Marx eröffnet. Im Geschäftsbericht stellte er das Jahr 2018 aus der Sicht der Landesgruppe und
des BLU vor. Während seines Vortrags richtete er den Appell an die Mitglieder, sich am Arbeitsgemeinschaftsangebot des BLU aktiv zu beteiligen: „Die AG Weinbaudienstleister in Rheinland-Pfalz/Saarland zählt mittlerweile ca. 25 Betriebe. Es gibt weitere bundesweite Angebote u.a. zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit und Gülle. Weitere sind in Planung. Nutzen Sie diese AGs und bauen Sie Ihr Netzwerk aus.“

Im Anschluss stand die turnusgemäße Wahl des Präsidenten auf dem Tagesordnungsplan.
Stefan Marx stellte nicht mehr zur Wiederwahl. Vorgeschlagen für das Präsidentenamt wurde der RHEINLAND-PFALZ / SAARLAND AUS DEN VERBÄNDEN bisherige Vizepräsident Peter Richarts, der ohne Gegenstimme gewählt wurde. Für das Amt des Vizepräsidenten fiel die Wahl auf Stefan Marx. Präsidiumsmitglied Friedrich Sachsenweger wurde in seinem Amt bestätigt. Neu in das Präsidium wurde Daniel Land gewählt. Er folgt auf Ralf Drönner.

Dr. Hartmut Matthes, Geschäftsführer des BLU, hielt nach den Wahlen einen Fachvortrag über Dokumentation durch Lohnunternehmer als neue Dienstleistung. Die Lohnunternehmer würden zukünftig nicht mehr nur Erbringer von Dienstleistungen mit Maschinen sein. Die digitalen Methoden zur Dokumentation und Planung würden ihnen neue Angebotsmöglichkeiten bis hin zum Bewirtschaftungsvertrag bieten.

Im Rahmen seines Vortrags wies er ebenfalls auf die vom BLU und Volkmar Brettmeier neu gegründete Beratungsgesellschaft BB Agrarservice Consulting GmbH hin. Das Angebot gehe dabei über die betriebswirtschaftliche Beratung hinaus, über strategische Fragen bis hin zum Marketing und zur Personalplanung.

Björn Anders Lützen,
Redaktion LOHNUNTERNEHMEN
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Mitgliedsunternehmen in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (Lohnunternehmen oder landwirtschaftliche Betriebe) sind antragsberechtigt und sollen so motiviert werden, in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu investieren.

Anträge werden berücksichtigt, wenn sie ab dem 1. Mai gestellt werden. Ab diesem Datum ist auch das Antragsformular auf der Internetseite www.svlfg.de abrufbar. Vorher eingegangene Anträge können nicht einbezogen werden. Sobald die SVLFG die Förderung zugesagt hat, kann das Produkt gekauft werden. Die Rechnung ist in Kopie bis spätestens 31. Oktober 2019 an die SVLFG zu senden. Der Betrag wird dann überwiesen.
Die Fördergelder werden nach der Reihenfolge der Antragseingänge vergeben. Die Aktion endet, wenn die Gesamtfördersumme ausgeschüttet ist, spätestens am 31. Oktober 2019.

Anträge können ausschließlich für Produkte gestellt werden, die ab 1. Mai gekauft werden oder wurden. Die Produkte müssen neu sein (keine Gebrauchtwaren) und den technischen Anforderungen entsprechen. Diese sind für jedes Produkt im Internet nachzulesen unter www.svlfg.de > Prävention > Fachinformationen A-Z > P > Präventionsanreize.

Jeder Betrieb kann maximal einmal in einem Kalenderjahr ein Produkt fördern lassen. Eine Maßnahme wird mit 50% des Anschaffungspreises gefördert, maximal bis zu der in der Liste genannten Maximalförderung. Ein Rechtsanspruch auf die Prämie besteht nicht.

Produkte Förderung (Auswahl) mit 50 Prozent des Anschaffungspreises, maximal:
Weitere Produkte für die landwirtschaftliche Tierhaltung finden Sie im Internet.
Pressemitteilung SVLG
]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Bestimmung belasteter Gebiete
Die Landesdüngeverordnung in NRW ist am 19. Februar 2019 in Kraft getreten. Ein Bestandteil ist die Festlegung belasteter Gebiete, dazu zählen Grundwasserkörper die den Schwellenwert für Nitrat von 50 mg/l überschreiten oder Grundwasserkörper deren Nitratbelastung einen steigenden Trend aufweisen. Die belasteten Gebiete sind in einer digitalen Karte unter folgender Internetadresse www.elwasweb.nrw. de einsehbar. Für die „roten Gebiete“ wird in der bundesweit gültigen Düngeverordnung unter dem §13 ein Maßnahmenkatalog beschrieben. Die Länder wählen daraus mindestens drei Maßnahmen. In der Landesdüngeverordnung in NRW sind die folgenden zusätzlichen Anforderungen auf belasteten Schlägen einzuhalten: Die zusätzlichen Vorgaben sind seit der Veröffentlichung gültig, ausgenommen ist der erste Punkt bezüglich der Nährstoffgehalte in Gärresten dieser tritt zum 1. August 2019 in Kraft.

Die Landesverordnung regelt zusätzliche Meldepflichten. Mit dem 31. März 2022 ist der Betriebsinhaber/-in erstmalig dazu verpflichtet, den Nährstoffvergleich elektronisch über eine Datenbank zu melden. Für die Erstellung des Nährstoffvergleiches hat der Betriebsinhaber/-in bis zum 31. März des Folgejahres Zeit, sodass sich diese Meldepflicht auf den Nährstoffvergleichfür das Jahr 2021 bezieht.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Herzlich willkommen!

Bundesverband Landesgruppe Bayern Landesgruppe Niedersachsen
Landesgruppe Rheinland-Pfalz / Saarland Landesgruppe Sachsen-Anhalt
Bilderquelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Wer hat Interesse, sich und seine Dienstleistungen auf der Agritechnica gemeinsam mit anderen Lohnunternehmen zu präsentieren?

„Wir haben was zu sagen!“ Die meisten Landwirte und Besucher kommen aus dem nordwestdeutschen Raum. Damit sprechen Lohnunternehmer aus dieser Region mit ihren attraktiven Dienstleistungen Kunden gezielt an. Maschinen auszustellen ist nicht nötig – davon gibt es auf der Messe genug. Schön wäre, ein breites Spektrum unterschiedlichster, auch ungewöhnlicher, Angebote zu zeigen. Sich damit nicht nur selbst, sondern auch die Branche positiv darstellen.

Interesse geweckt? Für mehr Informationen:

Dettmer Agrar-Service,
Tel.: 05436 - 9240 oder
per E-Mail an: ]]> 26.05.2019 - 01:12:12Wie bereits angekündigt, ist vor gut einem Monat ein Update unsere BLUApp erfolgt. Das ist schon das zweite seit Einführung im Dezember 2016 und steigert weiter die Funktionalität. Im Fokus dieses Updates stand, die weitere Optimierung der Kalender- und Termindarstellung. Neben dem Kalenderblatt haben Sie nun auch Zugriff auf die gesamten Termine in Listenform. Und damit keine Termine oder Anmeldefristen vergessen werden, gibt es jeweils eine automatische Erinnerung etwa eine Woche vor der Veranstaltung. Eine wesentliche Neuerung gab es bei den Push-Meldungen. Sie können nun direkt und ohne Umwege aus der „Push-Meldung“ auf die entsprechende Nachricht zuzugreifen.

67 % der Mitglieder per App erreicht

Auch dieses Update kam zur rechten Zeit, wie die Nutzerzahlen mehr als deutlich zeigen. Bezogen auf unsere Mitgliederzahlen, haben aktuell bereits mehr als 67 % der Mitglieder die App installiert und nutzen sie regelmäßig. Und jeden Monat kommen neue Nutzer hinzu. Im ersten Quartal 2019 waren es 83, bereits bereinigt um die Deinstallationen. Betrachten wir den Zeitraum des letzten Jahres, konnten wir die Nutzerzahlen um mehr als 400 steigern.

Im März hat jeder Nutzer die App durchschnittlich etwa zwei Mal aufgerufen, was einer Summe von knapp 3.900 Interaktionen mit der App entspricht – ebenfalls ein Rekordwert für unsere App! Wir gehen davon aus, dass der Rückgang der Aufrufe im Februar vor allem der Jahreszeit und dem Start der Güllesaison geschuldet ist. Trotzdem liegen wir hier nur leicht unter dem Mittel des vergangenen Jahres von rund 2.600 Aufrufen im Monat.

Es lohnt sich also die BLU-App zu installieren und auch unseren Facebook- Account zu liken, um immer auf dem Laufenden zu sein. Scannen Sie einfach den QR-Code ein und laden sich die App auf Ihr Smartphone oder Tablet. Klappt etwas nicht, dann melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle.



Wir freuen uns auf Ihre Anregungen!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12 Doch was wäre eine Verbandsfahrt ohne ordentliches Programm? Selbstverständlich gibt es keine Fahrt ins Blaue sondern wir besuchten ganz unterschiedliche Firmen & Orte.

So starteten wir in Bad Dürkheim mit der ersten Station beim Weingut Zumstein. Uns erwartete ein bestens gelaunter Dirk Renzelmann mit seinem Planwagen, um erst einmal seine Weinberge zu begutachten. Die obligatorische Weinprobe mit lecker Flammkuchen stimmte uns schnell in allerbeste Laune.

Am nächsten Tag ging es am frühen Morgen weiter zum John Deere Traktorenwerk nach Mannheim. Eine äußerst interessante Werkstour erwartete uns. Mitarbeiter von John Deere erläuterten uns an diversen Stationen in der Fabrik, welche Maßnahmen rund um Qualitätssicherung ergriffen wurden um das Produkt „John Deere“ noch besser zu machen. Die starke Verbundenheit gegenüber dem Betrieb machten uns alle anwesenden Mitarbeiter sehr deutlich. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an John Deere für die sehr, sehr nette und umfangreiche Gastfreundschaft.

Und dann meisterte unser erfahrener Busfahrer Rainer Weerda (Business Development der Firma Krone) die folgenden 310 Kilometer zum Schweizer LU Haller. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an Rainer, der sich natürlich auch jeden Morgen darüber freute, ein Teil unserer Gruppe zu sein.

Monika & Rolf Haller sowie deren Söhne Thomas & Adrian erwarteten uns bereits und sogar einige Kolleginnen und Kollegen vom Berufsverband der Schweiz inkl. Fritz Hirter waren anwesend.

Es war ein Wiedersehen unter Freunden.

Thomas & Adrian Haller erklärten in einer sehr guten Präsentation den Werdegang und verschiedene Dienstleistungen dieses Betriebes sowie die Rahmenbedingungen in ihrer Region.

Wenn wir in Deutschland schon denken, dass Bauen im Außenbereich ein Thema zum Verzweifeln ist, so ist es in der Schweiz mindestens genauso schwierig, den Firmensitz zu erweitern. So sind Genehmigungsverfahren mit einer Zeit von ca. 10 Jahren bis zur Genehmigung (wenn sie denn erteilt wird) absolut üblich. Hallers haben es geschafft: So wurde gerade eine große Maschinenhalle am Dorfrand in kurzer Entfernung zur jetzigen Betriebsstätte errichtet.

Weitere Gesprächsthemen waren natürlich die stark unterschiedlichen Lohnstrukturen Schweiz/Deutschland und weitere Rahmenbedingungen rund um die Landwirtschaft. Es droht momentan beispielsweise eine Volksumfrage zum Thema Pflanzenschutz. Sollte diese Volksumfrage wirklich durchgeführt werden, so sind sich die meisten Praktiker sicher dass ein Verbot von Herbiziden das Ergebnis sein wird.

Ein riesiger Pluspunkt in der Schweiz ist das flächendeckend verfügbare GPS-Netz, wovon wir oft noch träumen können. Bei den Bewirtschaftungen ist die Flächenstruktur eher kleinstrukturiert, die durchschnittliche Größe eines ldw. Betriebes liegt bei rund 20 ha.

Weitere Programmpunkte waren ein Stadtrundgang durch Zürich, ein Besuch bei der Swiss Future Farm inkl. kurzem Besuch der dortigen Oldtimersammlung sowie Besuch der Firma Agrar Landtechnik.

Auch hier wurden wir sehr, sehr herzlich empfangen. Bei Agrar Landtechnik, der u.a. auch Krone-Händler ist, staunten wir über die kleinen Ladewagen, die speziell für Bedürfnisse in der Schweiz und Österreich dort gebaut werden. Im Durchschnitt werden 80-100 Ladewagen jährlich verkauft.

Auf dem Versuchsbetrieb der Swiss Future Farm in Tänikon, der seit letztem Jahr gemeinsam von AGCO, GVS Agrar und dem Kanton Thurgau geführt wird, werden neueste Technologien getestet und weiterentwickelt. Marco Landis erzählte uns kenntnisreich und mit Begeisterung von seiner Arbeit.

Das Programm in der Schweiz rundete der Besuch beim früheren Präsidiumsmitglied Albert Brack ab: In Unterstammheim betreibt der sympathische und einfallsreiche Albert Brack seit 1970 sein Lohnunternehmen. Wie beim LU Haller spielt auch hier die Gemüseernte eine sehr große Rolle.

Im Jahr 2012 wurde der Betrieb um das Standbein „Landtechnik“ erweitert, wo sein Sohn Stefan Brack die Federführung übernahm. Mit einem Dieselverbrauch von 250000 Liter im Jahr, einem Einsatzgebiet von 30 km Radius sowie 10 feste Mitarbeiter und einigen Aushilfen führt er erfolgreich seine Dienstleistungen aus.

Als Albert Brack uns dann auch noch seine ganz besondere Oldtimersammlung zeigte, schlugen ganz sichtbar etliche Herzen unserer Reiseteilnehmer schneller.

Doch auch hier mussten wir irgendwann einmal unseren Besuch zu Ende gehen lassen und über den Rheinfall Neuhausen ging es nach Heidelberg. Ein geselliges Abendessen in der wunderschönen Altstadt Heidelberg sowie eine Führung bei der Zeche Zollverein in Essen waren die letzten Programmpunkte unserer gemeinsamen Fahrt.

Wir hätten noch einige Tage länger in der Schweiz verbringen können, ohne dass uns langweilig geworden wäre. Die wunderschöne Landschaft gepaart mit einer unglaublichen Herzlichkeit: Das sind Faktoren wobei man wirklich Lust auf das Wiederkommen hat.

Eines ist sicher: Wir kommen wieder und wir wissen, dass bei den Schweizer Berufskollegen immer die Tür für einen Klönschnack offen steht.

Immer sehr wertvoll sind die Gespräche am Rande vom eigentlichen Programm. Man tauscht sich aus und man möchte auch einfach einige schöne Tage miteinander verbringen. Egal, wie gemischt das Alter auch ist: Die Interessen bleiben gleich und man „tickt“ auf Wellenlänge.
Immer wieder schön sind außerdem die vielen Köstlichkeiten für die Picknicks, die zwischendurch eingeplant wurden.

Denn auch das gehört zum Programm: Bei Fingerfood und Wein einfach nur eine Pause genießen.

Andrea van Eijden

Für die BLU-App Nutzer geht es hier zur Bildergalerie!

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Aus der Praxis erreichen uns zunehmend Stimmen, die über diese Bonusprogramme eher verärgert als erfreut sind. Gerade bei Lohnunternehmern, die Pflanzenschutz inklusive des Einkaufs der Pflanzenschutzmittel als Dienstleister anbieten, treten folgende Probleme auf.
  1. Bei einigen Pr.mienprogrammen sehen die AGBs der Hersteller vor, dass Lohnunternehmer das Einverständnis ihrer Kunden einholen müssen, um für die Kunden weiterhin Prämienpunkte sammeln zu dürfen. Neben dem damit verbundenen administrativen Aufwand für das Einholen einer Einverständniserklärung kommt es zu weiteren Konfliktpunkten. So muss je nach Kunde das gesamte Abrechnungssystem angepasst werden, da manche Kunden ihre Punkte selbst eintauschen wollen, wohingegen andere Kunden kein Interesse am Einlösen der Bonuspunkte haben und dafür Preisnachlässe fordern.
  2. Auch das Sammeln und korrekte Verbuchen der Prämienpunkte bringt einigen Zeitaufwand mit sich. Diese Zeit könnte sicherlich anderweitig sinnvoller genutzt werden. Nachteilig daran, ist das die Kunden sich diesem System nicht entziehen können, da sie beim Kauf dazu gezwungen sind die Bonuspunkte mitzukaufen. Da diese Bonuspunkte im Mittelpreis mit ca. zwei Prozent des Warenwertes eingepreist sind, kommt bei Lohnunternehmern, die sich auf Pflanzenschutzdienstleistungen spezialisiert haben eine enorme Summe zusammen.
  3. Außerdem sehen sowohl Lohnunternehmer als auch Landwirte die Prämienpunkte als Mittel zur dauerhaften Kundenbindung und Marktforschung durch die Hintertür. Die Hersteller scheinen dabei eher darum bemüht auf ihren Internetseiten den Fokus auf die Bewerbung ihrer Prämiensysteme zu richten, als eine ad.quate Beratung zu ihren Produkten anzubieten.
Aspekte, die dabei auch häufig nicht im Bewusstsein der Teilnehmer der Bonusprogramme sind, wurden in der Ausgabe der 03/2019 der „top agrar“ thematisiert, n.mlich die steuerlich korrekte Verbuchung der Prämien, wenn diese in Anspruch genommen werden. Da viele Produkte auch für den privaten Gebrauch gedacht sind, müssen diese auch als Privatentnahme gebucht werden. Bei Produkten, die betrieblich eingesetzt werden, ist zu beachten, dass diese dem Anlagevermögen zu zuschreiben sind und dementsprechend auch abgeschrieben werden müssen. Auch stellt sich oft die Frage ob eine solche Pr.mie nun eher privater oder betrieblicher Natur ist. Auch dieser Aspekt muss berücksichtigt werden. Ebenfalls muss beachtet werden, dass die gewährten Rabatte den Aufwand mindern. Das hat zum einen die Konsequenz, dass sich der steuerliche
Gewinn erhöht und der Betrag der abziehbaren Vorsteuer sich verringert, sodass diese an das Finanzamt zurückzuerstatten ist. Auch wenn die Prämien Mitarbeiter weiterverschenkt werden, sind hierbei die entsprechenden Freigrenzen für Sachbezüge zu beachten, ansonsten fallen auch hierbei zusätzliche Steuern an.

Die zuvor angesprochenen Punkte sind vielen Lohnunternehmern und Landwirten oft gar nicht in letzter Konsequenz bewusst, müssen aber unbedingt in der Buchführung berücksichtigt werden, damit entsprechende steuerliche Sanktionen verhindert werden können.

Abschlie.end bleibt festzustellen, dass faire Produktpreise die Kundenzufriedenheit positiver beeinflussen würden als aus mehrerlei Sicht komplizierte Prämienprogramme.

Haben auch Sie in Ihrem Unternehmen bereits .hnliche Erfahrungen mit dem Thema Prämienprogramme gemacht oder haben ebenfalls Themen, mit denen
wir uns beschäftigen sollen? Dann wenden Sie sich gerne an uns.

]]> 26.05.2019 - 01:12:12
Werbemittel Pro Nachwuchs bei LU

Im November des letzten Jares, zur Messe EuroTier wurde die Kampagne „Werde Feldheld“ gestartet.

Das Ziel dieses vielversprechenden Marketingprojektes ist es, die Ausbildung „Fachkraft Agrarservice„ zum Thema zu machen. Es gilt die Lerninhalte und Ziele in den Bereichen Landtechnik, Dienstleistung und Pflanzenproduktion dazustellen und darüber zu informieren, was die Ausbildung so vielseitig und attraktiv macht.

Zur Unterstützung und Verbreitung haben wir bereits einige Werbemittel und Werbegeschenke für unsere Mitglieder vorbereitet, die Sie gerne beim BLU bestellen können. Und mit dem Bestellformular können Sie direkt Ihre Werbemittel bestellen.

Einige der Artikel können wir für Sie personalisieren, sodass Ihr Firmenname und Logo darauf zur Geltung kommen.

Streuwerbeartikel, Werbemittel, Werbegeschenke/Give-aways

Werbegeschenke/Give-aways:
Diese Form von Werbung ist bei den meisten Unternehmen sehr beliebt und sie wird mit gutem Grund häufig eingesetzt: Die Kunden erhalten ein Geschenk welches sie erfreut oder das sie gut gebrauchen können und gleichzeitig erfolgt praktisch Werbung mit Langzeitwirkung.

Bei der Wahl der Mittel liegt der Kugelschreiber mit 86% weit vorne.

Meist mehrmals täglich ist das Schreibgerät in Gebrauch, man hat es vor Augen und fühlt es in der Hand. Diese Ansprache über mehrere Sinne, bei ständiger Wiederholung, prägt sich ein und wirkt auf das Unterbewusstsein.

Aktuell bieten wir Ihnen hier Postkarten, Aufkleber und die beliebten Filz-Schlüsselanhänger an. Schauen Sie einfach mal rein.

Es gibt natürlich noch unzählige andere Werbegeschenke; der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Werbemittel:
Günstig im Preis, gleichzeitig gefällig, aufmerksamkeitsstark und für längeren Einsatz geplant sind die sogenannten Werbemittel.

Sie dienen der Information, der Bekanntmachung oder der Verknüpfung zwischen Produkt und Kunden.

Zum Beispiel: Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Grafik in der Geschäftsstelle, Telefon 05723 749792.

Tania Kipplinger]]>