Fachkraft Agrarservice

Du suchst einen freien Ausbildungsplatz in deiner Region? Oder möchtest du den Beruf eines Lohnunternehmers bei einem Praktikum besser kennenlernen? In beiden Fällen bist du hier goldrichtig. Der Ausbildungsberuf bei einem Lohnunternehmen heißt Fachkraft Agrarservice und ist besonders beliebt durch seinen Abwechslungsreichtum und die gute Atmosphäre der Branche.
 
Die folgenden Seiten informieren junge Berufseinsteiger/innen über die wichtigsten Dinge vom Suchen eines Ausbildungsplatzes bis zur Weiterbildung zum Agrarservicemeister.

Was macht eine Fachkraft Agrarservice?

Mit einem Abschluss zur Fachkraft Agrarservice arbeitest du meistens bei einem Lohnunternehmen. Diese sind Dienstleister für den ländlichen Raum. Das bedeutet, sie bieten Ihre Arbeitskraft und die Maschinen an. Kunden eines Lohnunternehmens können Landwirte, Forstwirte, Kommunen, Städte, Privatpersonen oder andere Unternehmen sein.
 
Zu den Aufgaben einer FAS zählen das Führen modernster landwirtschaftlicher Maschinen wie Mähdrescher, Maishäcksler und Kartoffelerntemaschinen und deren Wartung und Instandhaltung. Sie bearbeiten Böden mit Pflügen und anderen Geräten, säen und pflanzen Getreide, Mais und Kartoffeln. Außerdem werden verschiedene Güter transportiert, bei Straßenbauten geholfen, Bäume gefällt oder Gräben gepflegt. Laut einer Umfrage gefällt den meisten Fachkräften an ihrer Arbeit die Abwechslung und das Arbeiten unter freiem Himmel.

Ausbildungsinhalte

  • Pflanzenbau: Wie, Warum und wo werden welche Kulturpflanzen am besten angebaut?
  • Agrartechnik: Bedienung, Instandhaltung, Wartung von großen, kleinen und smarten Maschinen
  • Dienstleistungen & Kundenorientierung: Wie verhalte ich mich beim Kunden? Wie Kommuniziere ich eigentlich? Was bedeutet "Der Kunde ist König" für mich als Dienstleister?
  • Aufbau & Organisation des Ausbildungsbetriebes: Was genau ist eigentlich ein Unternehmen und wie funktioniert das genau?
  • Betriebliche Abläufe & Organisation: Wer fährt wann zu welchem Kunden und wieso?
  • Rechtliches: Wer haftet wann?
  • Wirtschaftliche Zusammenhänge: Woher weiß ich was der Kunde für meine Dienstleistung bezahlen muss, damit ich am Ende des Monats von meinem   Chef bezahlt werden kann?

Das Lehrbuch Fachkraft Agrarservice beinhaltet das komplette fachspezifische Wissen für eine erfolgreiche betriebliche und schulische Ausbildung als Fachkraft Agrarservice sowie zum Agrarservicemeister.

Das musst du persönlich mitbringen:

  • Mindestens ein Abschluss der Hauptschule, wobei höhere schulische Qualifikationen die Tätigkeit erleichtern und als günstig für späteren beruflichen Aufstieg anzusehen sind
  • Interesse für Natur und Maschinen
  • Spaß an der Zusammenarbeit mit Menschen
  • Handwerklich-technisches Geschick
  • Kaufmännisches Verständnis
  • gute Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten
  • Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit, Leistungsbereitschaft, Flexibilität
  • Teamfähigkeit
  • Vorteilhaft ist das Vorhandensein eines Führerscheins der Klasse T oder B/BE

Vergütung

Auszubildende erhalten in Abhängigkeit vom Ausbildungsjahr und eines vorhandenen Führerscheins der Klasse T oder B/BE eine monatliche Ausbildungsvergütung zwischen € 575,- und € 800,-. Je nach Bundesland kann die Vergütung variieren. Zusätzlich zur Ausbildungsvergütung können die Auszubildenden eine leistungsabhängige Prämie erhalten, wenn im Zwischenprüfungszeugnis im 2. Ausbildungsjahr bzw. im Abschlusszeugnis der Berufsausbildung im 3. Ausbildungsjahr besondere Notendurchschnitte erreicht werden.

Berufsschulen

In der Berufsschule werden die praktischen Inhalte aus dem Berufsalltag theoretisch aufbereitet. Der Berufsschulunterricht wird an allen Berufsschulen als Blockunterricht zwischen Oktober und Mai durchgeführt.

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