Beruf & Bildung
25.02.2022

Arbeitsschutz bei Waldarbeit

Forst

Die SVLFG verzeichnete 2020 4.834 Arbeitsunfälle, wobei 26 Personen ihr Leben verloren. Trotz der Nutzung von vollmechanischen Erntemaschinen und den damit geringeren Unfallrisiken, gehören die Wald- und Forstarbeiten mit durchschnittlich 25 Ausfalltagen pro Unfall zu den gefährlichsten Tätigkeiten.

Unfalleinflüsse
Das höchste Unfallrisiko bei der Waldarbeit ist, von Baumteilen wie Stämmen und Ästen getroffen zu werden. Hierbei stellt die Arbeit mit der Motorsäge im Schadholz ein besonders hohes Unfallrisiko, durch u.a. herunterhängende Äste oder abgebrochene Baumkronen, dar.

Weitere Einflussfaktoren:
  • Witterung (Hitze, Kälte, Schnee, Wind)
  • Gelände -> durch Unebenheiten und Nässe besteht hohe Sturzund Rutschgefahr
  • Umgang mit gefährlichen Werkzeugen und Maschinen
  • ständig wechselnde Arbeitsorte
  • Gefahr durch fallende Bäume, Bruch von Ästen und Kronenteilen, Einreißen, Aufplatzen und Zurückschleudern von Stämmen und Ästen
  • Sichtbehinderungen durch hohe Naturverjüngung
  • menschliche Fehleinschätzungen
Aufgrund dieser Gefährdungen verlangt das Arbeitsschutzgesetz eine Gefährdungsanalyse. Vor jeder Tätigkeit wird eine Begutachtung möglicher Gefahren und die Festlegung von Maßnahmen zur Vorkehrung gegen Unfälle durchgeführt (Arbeitsschutzgesetz §§ 3,5,6).

Fortbildung lohnt sich
Für SVLFG-Versicherte lohnt sich Fortbildung besonders: Für einen zwei- bis fünftägigen Lehrgang an einer von der SVLFG anerkannten Fortbildungsstätte gewährt die SVLFG folgende Zuschüsse:

für einen zweitägigen Kurs: 60 Euro
für einen dreitägigen Kurs: 75 Euro
für einen fünftägigen Kurs: 105 Euro

So einfach geht’s: Fortbildungsteilnehmer geben bei der Anmeldung in der Fortbildungsstätte ihre SVLFG-Mitgliedsnummer an. Nach Abschluss des Lehrganges erhalten sie von dort einen Gutschein, der ausgefüllt wird und per Mail an E-Mail: geschickt werden kann.

Weitere Informationen und Mustervorlagen finden Sie auf der Internetseite der SVLFG:

Die gesetzliche Unfallversicherung fordert für die in der Waldarbeit Tätigen eine spezielle Schutzausrüstung:
  • Schutzhelm (mit Nackenschutz), Gesichts- und Gehörschutz
  • Schutzjacke mit heller Warnfarbe
  • Schnittschutzhose
  • geeignete Unterbekleidung, Nässeschutzkleidung oder Faserpelzbekleidung
  • Forstsicherheitsschuhe (mit Stahlkappe), -gummistiefel
  • geeignete Schutzhandschuhe
Checkliste downloaden:                           

Quellen: SVLFG; Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V.

Jennifer Nickel

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Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement, LU aktuell
Jennifer Nickel
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