Beruf & Bildung
01.10.2021

Sicherheit geht jeden an!

Gegenseitige Rücksichtname, wenn es drauf ankommt

Noch immer gibt es viel zu tun. Sowohl im landwirtschaftlichen Bereich als auch in Kommunen oder im Baugewerbe. Nach wie vor sind viele große Maschinen auch auf öffentlichen Straßen unterwegs und rücken somit wieder einmal in den Fokus der Gesellschaft. Wer auffällt muss auch damit rechnen, dass über ihn geredet wird. Das muss allen Beteiligten klar sein. Insbesondere den Fahrern der großen Maschinen. Hier sind Sie als Lohnunternehmer gefragt ihr Team zu sensibilisieren.

Als Bundesverband Lohnunternehmen e.V. (BLU) kennen wir die Diskussionen mit der Bevölkerung und den Behörden, insbesondere in den Arbeitsspitzen in der Landwirtschaft. Daher appellieren wir als Verband an unsere Mitglieder, sich achtsam und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu verhalten. Nur gemeinsam, mit Rücksicht und Verständnis können Unfälle vermieden werden.

Mit unseren Kampagnen „Profis mit Rücksicht“ und „agrarFAIRkehr“ versuchen wir immer wieder Sie als Mitglieder dafür zu sensibilisieren, dass das Verständnis zwischen den Fahrern landwirtschaftlicher Fahrzeuge, anderen Verkehrsteilnehmern und einer breiten Öffentlichkeit gefördert werden muss. Insbesondere, wenn Sie viel auf den Straßen unterwegs sind und auch wenn die Zeit im Nacken sitzt: Im Straßenverkehr muss sich ordnungsgemäß und rücksichtsvoll verhalten werden.

Sauberkeit

Dazu gehört zuallererst das Sauberhalten der Maschinen. Saubere Reflektoren und funktionierende Lampen an ihrer Maschine sollten selbstverständlich sein, vor allem wenn vom Feld auf die Straße gefahren wird. Mit einem Handfeger oder einem Laubbläser sind Häckselmaterial oder andere Verschmutzungen auf Kotflügeln und anderen Fahrzeugteilen einfach entfernt. Verschmutzte Blinker oder Bremsleuchten führen schnell zu gefährlichen Situationen, die vermeidbar sind.

Straßenreinigung

Sauberkeit gilt auch für die Straße an sich. Als Verursacher von Verunreinigungen sind Sie als Lohnunternehmer in der Pflicht. Hier können Zuständigkeiten vorab schriftlich mit dem Kunden vereinbart werden. Wichtig ist aber, dass Reinigung und Kenntlichmachung erfolgen müssen. Insbesondere nasse verschmutzte Fahrbahnen sind ein enormes Sicherheitsrisiko für Motorradfahrer. Sicherheit geht vor und um die Akzeptanz für landwirtschaftliche Transporte zu erhalten, ist es von entscheidender Bedeutung die Straßen sauber zu halten!

Ladungssicherung
Hier ist, auch wenn es nicht explizit gefordert ist, eine Abdeckung der Silowagen oder anderen Ladungen sinnvoll. Bei Anwohnern und der Polizei wird die Laderaumabdeckung gern gesehen. Sie ist ein positiver Beitrag zur Darstellung des Lohnunternehmers in der Öffentlichkeit!

Verhalten im Straßenverkehr

Wie sich im Straßenverkehr verhalten wird, sprich wie gefahren wird, ist von enormer Wichtigkeit und kann maßgeblich den Blick auf die Branche beeinflussen. Behutsames, rücksichtsvolles Fahren bringt Ihr Unternehmen nach vorn und fällt durchaus auf. Planen Sie bürgerfreundliche Verkehrsrouten und meiden Sie Knotenpunkte und Gefahrenstellen – auch wenn das häufig längere Wegstrecken für die Gespanne bedeutet. Sensibilisieren Sie Ihre Fahrer, dass in sensiblen Bereichen, wie z.B. Schulen oder Kindergärten, mit größter Vorsicht gefahren werden muss. Für Ortsdurchfahrten sollte ein generelles betriebsinternes „Tempo-30-Limit“ gelten. Und auch auf Wirtschaftswegen muss gegenseitig Rücksicht Vorrang haben.

Vorsicht beim Überholen und Abbiegen
Fahrer von Pkw oder anderen Fahrzeugen unterschätzen beim Passieren oder Überholen von Landmaschinen häufig die unterschiedlich hohe Fahrgeschwindigkeit und große Fahrzeugbreite. Besonders brenzlig kann es dann werden, wenn sich bereits eine lange Fahrzeugschlange gebildet hat. Eine typische Gefahrensituation ist auch das Abbiegen an Feldwegen oder Feldeinfahrten. In diesen Momenten ist vorausschauendes Fahren und Vorsicht geboten – für den Folgenden und den Gegenverkehr.

Nachtarbeit und Arbeit an Sonn- und Feiertagen

In den Arbeitsspitzen kann die Arbeit an Wochenenden und bis spät in die Abendstunden nicht ausgeschlossen werden. Genau zu diesen Zeiten sind auch andere Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, Reiter und Radfahrer vermehrt auf den Wirtschaftswegen unterwegs, wo mitunter enge und auch gefährliche Verkehrssituationen entstehen. Hier ist besondere Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme geboten.
Auch sollte Rücksicht auf Anwohner genommen werden. Flächen, die dicht am Ort sind, sollten in der Planung bedacht werden. Soweit es planbar ist, sollten diese Flächen möglichst nicht abends oder am Wochenende bearbeitet werden.

Denn eins wollen wir alle: Sicher ankommen!

zur Übersicht