Beruf & Bildung
24.09.2021

Bundesprogramm Energieeffizienz

Förderung jetzt auch für Lohnunternehmen

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat in einer Ergänzung (Teil B) zum „Bundesprogramm Energieeffizienz“ nun auch Lohnunternehmen, gewerblichen Maschinenringen oder landwirtschaftlichen Unternehmen für die Reduzierung des Kohlendioxydausstoßes eine Förderung in Aussicht gestellt. Für jede eingesparter Tonne CO2 kann der Betrieb einen Investitionszuschuss von bis zu 900 Euro erhalten.  

Im neu eröffneten Teil B des Förderprogramms werden Maßnahmen unterstützt, die bei Traktoren und selbstfahrenden Arbeitsmaschinen die CO2-Emissionen senken.

Auch Lohnunternehmen können davon profitieren, wenn Investitionen in
  • direkte Elektrifizierung (Umrüstung oder Erstanschaffung)
  • Umstellung auf nachhaltige Biokraftstoffe
  • Reifendruckregelanlagen (Nachrüstung oder Erstausstattung)
Reifendruckregelanlagen dienen der Effizienzsteigerung bzw. Energieeinsparung. Die Förderung beträgt 15%, wenn das Investitionsvolumen (Sonderausrüstung bei Neumaschine oder Nachrüstung bei Gebrauchtmaschine) 5.000 € übersteigt.

Ergänzend ermöglicht Teil A der neuen Richtlinie weiterhin nur Betrieben aus Landwirtschaft und Gartenbau einen leichteren Zugang zu den Fördermaßnahmen, die die CO2-Emissionen in der Primärproduktion maßgeblich reduzieren.

Voraussetzung für die Förderung erneuerbarer Energieerzeugung, Abwärmenutzung oder Energieeffizienzsteigerungen ist immer eine Energieberatung. Auch diese ist förderfähig, muss aber durch zugelassene Personen durchgeführt werden. Damit sollen Informationsdefizite zu klimafreundlichen Technologien abgebaut und bisher unbekannte Energieeinsparpotenziale in den Betrieben erschlossen werden. Die Beratung kann als gesamtbetriebliche Energieberatung durchgeführt werden.

Die neue Richtlinie ermöglicht jetzt auch den Fokus auf einzelne Bereiche mit hohen Energieverbräuchen, um diese gezielt klimafreundlich zu gestalten.

Eine Positivliste beschreibt die Förderung der effizienzsteigernden Einzelmaßnahmen für Landmaschinen und geht auf die Aus,- Nach- oder Umrüstung von Anlagenkomponenten (Motoren oder Pumpen, usw.) im Betrieb ein.

Alle Programminformationen und Antragsmöglichkeiten finden sich unter www.ble.de/energieeffizienz.

Dr. Wesenberg

Hintergrund
Um die Energieeffizienz und die CO2-Einsparung in der Landwirtschaft und im Gartenbau zu steigern, führt die Geschäftsstelle des Bundesprogramms Energieeffizienz in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) die Maßnahmen des Bundesprogramms im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durch. Das "Bundesprogramm Energieeffizienz für Landwirtschaft und Gartenbau" fördert bereits seit 2016 Maßnahmen, um die Energieeffizienz und -einsparung in der landwirtschaftlichen Primärproduktion und des Gartenbaus zu verbessern. Seit 2020 ist das Programm ein wichtiger Teil des Klimaschutzplans 2030 der Bundesregierung für den Sektor der Landwirtschaft und wird aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) finanziert.

Ziel des Klimaschutzplans 2030 ist es, den CO2-Ausstoß der Landwirtschaft bis 2030 um 16 Millionen Tonnen CO2 gegenüber 2014 zu senken. Für das Jahr 2022 stehen dafür insgesamt 48 Millionen Euro zur Verfügung. Um die Umsetzung dieser Ziele weiter zu beschleunigen, wurde das Bundesprogramm Energieeffizienz in das Sofortprogramm Klimaschutz der Bundesregierung aufgenommen.

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung



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