Beruf & Bildung
09.09.2021

Berufswettbewerb 2021

Bundesentscheid zur besten Fachkraft Agrarservice des Landes

Wenn auf Servus mit Moin geantwortet wird, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass eine bunt gemischte Gruppe an Leuten aus ganz Deutschland zusammengekommen ist.

Es war wieder so weit: Der jährlich stattfindende bundesweite Berufswettbewerb, der vom Bildungswerk des Bundesverbands Lohnunternehmen e. V. (BLU) veranstaltet wird, stand an. Hierzu werden die jeweils drei besten Absolventen der Berufsschulstandorte eingeladen, welche die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice abgeschlossen haben.

Es treffen sich also die Besten der Besten aus ganz Deutschland, um nach ihren bestandenen Abschlussprüfungen noch einmal ihr Können unter Beweis zu stellen. Der Austragungsort war in diesem Jahr die Deula Nienburg in Niedersachsen.

Am 28.07.2021 galt es für die 19 Teilnehmer über den Tag verteilt verschiedene Aufgaben zu meistern. Mehrere Stationen waren dafür aufgebaut. In einem Theorieteil galt es in kurzer Zeit viele Fragen zu beantworten. Zeit zum Nachdenken war hier kaum. Kennzahlen und fachliches Wissen müssen sitzen, um hier gut abzuschneiden. Jedoch reicht es nicht, nur in der Theorie gut zu sein. Auch in der Praxis muss es passen. „Schlussendlich suchen wir den besten Allrounder“, sagt Dr. Martin Wesenberg, Geschüftsführer des BLU.

Dafür wurden auf dem Deula Gelände praktische Stationen aufgebaut, bei denen es einerseits um die Landtechnik und den Pflanzenbau ging, andererseits aber eben auch um die Kommunikation und die Geschicklichkeit der Teilnehmer.

„Die Teilnehmer treffen hier auf Situationen, die Ihnen auch im Berufsalltag begegnen können. Wir wollen keine zweite Abschlussprüfung simulieren, sondern eben einen Wettkampf der anderen Art. Mit Aufgaben, auf die man sich nicht vorbereiten kann und mit denen man nicht rechnet. Im Berufsleben wird das nachher auch so sein, dass es immer neue und andere Herausforderungen gibt, mit denen man umgehen muss“, so Martin Wesenberg.

Der Beruf und die Arbeit in einem Lohnunternehmen fordern tiefe technische Kenntnisse aber auch Wissen um pflanzliche und ökologische Zusammenhänge und persönliches Auftreten. Die Maschinen zu kennen, Bauteile und deren Funktion benennen zu können gehörte genauso dazu, wie das fachliche Wissen. Es reicht heute nicht mehr aus nur auf der Maschine zu sitzen und sie zu fahren.

Die Branche der Landwirtschaft rückt zunehmend in den Blick der Bevölkerung. Umso wichtiger ist es junge gut ausgebildete Fachkräfte zu haben. Beim Berufswettbewerb wird jedes Jahr aufs Neue klar, dass wir diese Fachkräfte haben. Die Stationen wurden beeindruckend gut gemeistert. So waren es am Ende Kleinigkeiten, die letztendlich die Platzierungen entschieden haben. Durchgesetzt haben sich in diesem Jahr ganz klar die ehemaligen Azubis aus Bayern, die sich die ersten drei Plätze sichern konnten.

Josef Betz aus Parsberg, der in der Agrar & Logistik GmbH Wagener Kollerhof gelernt hat, hatte am Ende die Nase vorn. Auf den zweiten Platz hat es Michael Weinberger aus Vilshofen geschafft, der beim Maschinenring Bruchhofen gelernt hat, Platz drei belegte Jonathan Leidner aus Riedbach. Er war Auszubildender beim Lohnunternehmen Hesselbach – Heller. Die drei dürfen sich über Sach- und Geldpreise freuen.

Schlussendlich sind aber alle Gewinner. Neue Kontakte und neue Erfahrungen haben schließlich alle dazugewonnen. Der Austausch untereinander wurde von allen geschätzt.

„Am besten war, dass man so viele neue Leute kennengelernt hat. Es war spannend zu hören, wie es bei den anderen in der Ausbildung lief und was in anderen Unternehmen passiert“, sagt auch der Gewinner Josef Betz.

Ein großer Dank gilt unseren Sponsoren und unserem Gastgeber. Die Deula Nienburg hat uns mit großer Herzlichkeit beherbergt, versorgt und uns alle Wünsche von den Lippen abgelesen.

Vielen Dank auch für die Vorbereitungen und die gute Zusammenarbeit. Der Landtechnikhersteller AMAZONE ist auch in diesem Jahr wieder der Sponsor der Geldpreise.

Wir bedanken uns für die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Firma AMAZONE, ohne die das Ausstellen der Schecks nicht möglich wäre. Der gesamte Wettbewerb wird von den Fördermitgliedern des Bildungswerkes unterstützt. Auch hier möchten wir uns herzlich bedanken, denn ohne sie wäre ein Wettbewerb wie dieser nicht auf die Beine zu stellen.

Jasmin Nühs

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