Beruf & Bildung
27.08.2021

Arbeitskreis TECHNIK und ARBEITSWIRTSCHAFT (AKTA) im BLU

Warum ein Arbeitskreis (AK)?

Grundsätzlich soll ein Arbeitskreis die Schnittstelle zwischen Praktikern und der BLU Geschäftsstelle bilden. Ziel ist das Identifizieren von Themen-Schwerpunkte für die gemeinsame Verbandsarbeit.

Wer gehört zum Arbeitskreis?
Kern der Mitglieder eines Arbeitskreises sind interessierte Praktiker und Fachleute der Mitgliedsbetriebe zu ausgewählten Themenbereichen. Flankiert wird dieser durch einen Vertreter des Ehrenamtes (Bundes- oder Landesverband bzw. Landesgruppe), der dem AK
formal vorsteht sowie Mitarbeiter aus der Geschäftsstelle. Um die Arbeitsfähigkeit eines Arbeitskreises zu erhalten, ist die Anzahl Mitglieder begrenzt. Zu bestimmten Anlässen sind Gäste willkommen.

Wie arbeitet ein Arbeitskreis?
Empfohlen sind zwei gemeinsame Treffen pro Jahr, die je nach Aktualität der Themen und Bereitschaft der Mitglieder angepasst werden können. Um schnell und flexibel zu sein, bietet sich eine Kombination aus persönlichem und virtuellem Treffen an. Ergänzend können
Informationen auf einer speziellen Plattform bereitgestellt und ausgetauscht werden.

Was macht den Arbeitskreis TECHNIK und ARBEITSWIRTSCHAFT aus?
Drei Dinge sind es, die eine gute Arbeit ausmachen: a. ein guter Plan, b. das richtige Werkzeug und c. das nötige Wissen. In diesem Dreiklang sollen die Dienstleistungen der Lohnunternehmer aus einer technischen Perspektive betrachtet werden. Es geht nicht um kraftprotzende PS Boliden oder verchromte Auspuffrohre, sondern um ganz pragmatische Fragen in der täglichen Anwendung von Maschinen, Geräten und Verfahren. Einige Beispiele dazu:
  • Ausnutzung der technisch installierten Leistung - Die Produkte vieler Herstellern sind heute aus unterschiedlichen Gründen „technologisch aufgeladen“. Umfangreiche  Ausstattungsfeatures versprechen Kundennutzen und führen zu häufig zu höheren Anschaffungspreisen. Das ist in Ordnung, solange diese Merkmale auch zu einem  wirtschaftlich nachhaltigen Effekt führen. Nicht ideale Arbeitsbedingungen im Feld führen aber ebenso wie organisatorische Defizite bei Planung und Durchführung der Arbeiten zu unbefriedigenden Wirkungsgraden. Beim Kaufeiner Maschinen und seiner Ausstattung gilt es die Gesamtleistung des Verfahrens nicht aus dem Blick zu verlieren.
  • Sicherstellung der Betriebsbereitschaft - Die Zuverlässigkeit einer Maschine ist schon lange keine Frage mehr allein der Technik, sondern der Services von Handel und Herstellern. Diese wird zunehmend zum kaufentscheidenden Faktor. Daher kommt den Innovationen im Service eine immer größere Bedeutung zu. Reichen aber Serviceverträge oder  Garantieverlängerungen aus oder braucht es andere Ansätze im Zusammenspiel mit dem Kundendienst? Sind Telematik und Ferndiagnose die Antwort auf eine Betriebsbereitschaft?
  • Digitalisierung als Chance oder Risiko – Das die Digitalisierung Chancen bietet, die  aktuellen Herausforderungen zu meistern wird ernsthaft niemand bestreiten. Sie darf aber nicht zum Selbstzweck werden und muss funktionieren. Doch das Zusammenspiel der alten mechanischen und neuen digitalen Welt offenbart noch ein anderes Problem – die  unterschiedlichen „technologischen Halbwertzeiten“. Ein 10 Jahre alter Traktor kann noch als modern bezeichnet werden, wo hingegen seine elektronischen Komponenten bereits veraltet sind. Fehlende Updates oder mangelnde  Abwärtskompatibilitäten jüngerer Hard- und Software können die Technik schnell obsolet und damit die ganze Maschine vorzeitig wertloser machen.
Die beschriebenen Punkte sind nur einige Beispiele, die helfen sollen, Impulse zu liefern und unserer Branche eine Stimme im Dialog mit Herstellern, Politik oder Veraltung zu geben. Dabei geht es nicht um den erhobenen Zeigefinger, sondern um einen konstruktiven Beitrag
die Dienstleistungen unsere Branche wettbewerbsfähig zu machen.

Interesse am Arbeitskreis?
Mitglied des BLU zu sein, bedeutet, dass Sie Teil eines großen Netzwerks sind, dass Sie für Ihre ganz persönliche Themen nutzen können. Wir freuen uns über Kontaktaufnahmen von interessierten Betriebsleiter*innen oder Betriebsnachfolger*innen:

Sonja Kreuzer

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Ihr Ansprechpartner

Referentin Aus-, Fort- und Weiterbildung, Mitgliederbetreuung
Sonja Kreuzer
Telefon: 05031/51945-18
E-Mail: