Beruf & Bildung
25.06.2020

Gemeinsames Essen in der Erntezeit

Die Getreideernte steht bevor. In der Vergangenheit war es teilweise üblich, gemeinsam mit dem Landwirt und/oder dem Ernteteam zu Tisch zu Essen. In Zeiten von Corona sollte von dieser Praxis Abstand genommen werden.
 
Zum Schutz aller Beteiligten vor dem Corona-Virus sollten andere Wege gesucht werden. Zwar sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings denkbar. Zuletzt entspannte sich die Lage deutlich, Geschäfte und Restaurants wurden unter Auflagen wiedereröffnet, doch zeigen die neuen Ansteckungszahlen in der Fleischindustrie und an bestimmten „Hotspots“, dass die Gefahr einer zweiten Welle kein Spukgespenst, sondern real ist. Das Tückische an Covid-19 ist der Verlauf der Krankheit, der ohne oder nur mit geringen Symptomen verlaufen kann, andere jedoch gesundheitlich schwer treffen könnte.

Am sichersten ist, den Mitarbeiten vorab mitzuteilen, dass sie ihre Verpflegung selbst mitbringen oder mit dem Kunden abzustimmen, eventuell im Supermarkt abgepackte Snacks wie Sandwiches, Fertigsalate, Joghurts oder Bonbons zu kaufen und diese mit auf die Erntemaschinen oder Trecker zu geben. Ernte-Büfetts sollte es in diesem Jahr zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus nicht geben.

Die Betriebsanweisung zu Maßnahmen zur Vermeidung von Corona der SVLFG - abrufbar unter svlfg.de, sollte zwingend weiterhin Bestand haben und von allen Beteiligten im Betrieb, auch im Umgang mit den Kunden eingehalten werden. Unter diese Maßnahmen fallen:
  • Kontakt mit möglichst wenig Personen
  • Abstand von mindestens 1,5 m möglichst immer einhalten
  • Hygienemaßnahmen einhalten
  • Händeschütteln und Körperkontakt vermeiden
  • Regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen (mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk)
  • Hände-Desinfektionsmittel benutzen, wenn keine Möglichkeit zum Waschen der Hände besteht
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
  • Mindestabstand von einem bis zwei Meter zu krankheitsverdächtigen Personen halten
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften
  • Nach Möglichkeit Masken- und Handschuhe tragen
Sebastian Persinski

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