Beruf & Bildung
16.04.2021

25 Jahre Big M

Der Krone Einstieg in die Selbstfahrertechnologie

Spelle, im Mai 2021 – "Der 20. Mai 1996 war definitiv einer der
stressigsten Tage in meinem ganzen Berufsleben", erinnert sich Dr.
Josef Horstmann an einen denkwürdigen Tag in der
Maschinenfabrik Krone. Denn am besagten Montag stellte Krone
erstmals den Prototypen des selbstfahrenden Hochleistungs-
Mähaufbereiters Big M vor. Am Morgen der Premiere vor geladenen
Pressevertretern und Krone Importeuren aus aller Welt sollte der
Riesenmäher noch schnell in die Waschanlage – und auf dem Weg
dorthin passierte es – ein Brand im Kabelbaum. Nachdem das Feuer
gelöscht war, wurde der Schaden provisorisch repariert, so dass der
Big M am Nachmittag wie geplant vorfahren konnte. "Wir konnten
zwar nicht alle Funktionen zeigen, aber das hat an dem Tag
niemand gemerkt", so Dr. Horstmann.
Für reichlich Gesprächs- und Diskussionsstoff sorgte die
Arbeitsbreite des Big M von 9,10 Meter, aber der selbstfahrende
Mäher setzte sich im Alltag überraschend schnell durch.
"Lohnunternehmer, die einen Big M im Test hatten, waren von Anfang
an begeistert. Zum einen von der Schlagkraft, zum anderen von der
40 km/h Straßenzulassung. So schlugen wir zwei Fliegen mit einer
Klappe – maximale Schlagkraft und ein schnellstmöglicher Wechsel
von einer Einsatzfläche zur nächsten.“
Die einzigartige Schlagkraft des Krone Mäh-Boliden wurde 1999 in
einem 24-Stunden-Dauertest nachhaltig dokumentiert. 315,1 Hektar
gemähtes Grünland und ein Einzelstundenrekord von 15,2 Hektar –
diese beiden Daten, mit denen Krone sogar der Eintrag in das
„Guinnessbuch der Rekorde“ gelang, überzeugten auch die letzten
Zweifler.
2001 präsentierte Krone dann den modifizierten Big M II; bei dieser
Maschine wurde nicht nur die Arbeitsbreite auf 9,7 Meter erhöht,
sondern auch der Fahrantrieb neu konzeptioniert. Dank des
automotiven Antriebssystems, bei dem sich die Motordrehzahl
automatisch an die Fahrgeschwindigkeit anpasst, wurde der
Kraftstoffverbrauch im Vergleich zur ersten Big M Baureihe spürbar
gesenkt, Motor und Antrieb wurden zudem geschont. Damit konnte
der Big M erneut punkten und so konstatierte Krone im Mai 2003
schon 500 verkaufte Exemplare.
Auf der Agritechnica 2007 stellte Krone eine zukunftsweisende
Konzeptstudie für den Big M vor – den 510 PS-starken Big M 500
mit einer Arbeitsbreite von 13,20 Metern. "Rückblickend waren wir
mit dem Big M 500 der Zeit sicherlich etwas voraus, aber das
Konzept zeigte, wie sich die technische Zukunft weiter entwickeln
wird", analysiert Dr. Horstmann. Der bewährte Big M mit 9,7 m
Arbeitsbreite erfreute sich unveränderter Beliebtheit – und im
Oktober 2008 rollte dann auch der 1000. Big M aus der Krone
Produktion in Spelle.

Auf der Agritechnica 2009 stellte Krone erstmals den Big M 400 vor.
Besondere Features dieser Baureihe waren der 400-PS-starke
Motor, das Niedrigdrehzahl-Konzept sowie die Ausstattung mit dem
neuen HeavyDuty-Mähholm inklusive SafeCut-
Fremdkörpersicherung. Mit dem Big M 420 präsentierte Krone 2011
die vierte Generation, unverändert mit 9,7 m Arbeitsbreite, aber mit
neuer Optik, mit MAN-Motor und noch mehr Bedienkomfort als in
den Vorgängermodellen. Die Flexibilität des Riesenmähers wurde
kontinuierlich gesteigert, so konnte der Big M inzwischen für
sämtliche Mähaufgaben eingesetzt werden: als
Hochleistungsaufbereiter CV oder Rollenconditioner CR – oder
alternativ mit Breitablage oder Schwadzusammenführung.

2017 zeigte Krone dann erstmals die fünfte Generation – den Big M
450. Besondere Features waren der stufenlose Fahrantrieb, das
neue Mähwerkskonzept, inklusive der vollhydraulischen
Einstellmöglichkeit des Auflagedruckes aus der Kabine für alle drei
Mäheinheiten, oder auch der 449 PS-starke Liebherr-Motor, der
durch ein Wartungsintervall von nun 1.000 h besticht.
Und last but not least ist der Mähaufbereiter seit 2020 in der Version
Big M 450 CR auch mit Rollenaufbereiter erhältlich, diese sind z.B.
für den Einsatz in Leguminosen (z.B. Luzerne) hervorragend
geeignet. Dabei kann der Kunde zwischen den profilierten
Kunststoffwalzen und den neuen M-Rolls Stahlwalzen wählen. Mit
beiden Aufbereitervarianten erreicht der Big M 450 CR eine
mustergültige Aufbereiterqualität. Der neue, robuste CRStahlwalzenaufbereiter
mit M-Profil empfiehlt sich insbesondere
beim Einsatz in extremen Bedingungen, wie z.B. bei der Ernte von
blatthaltigem Futter in Regionen mit steinigen Böden.

Dr. Horstmann bilanziert: "Im Laufe von 25 Jahren hat Krone das
Gesamtkonzept Selbstfahrmäher immer weiter professionalisiert.
Nicht nur in starken Beständen oder am Hang überzeugt der Big M,
auch auf kleinen Flächen bietet der selbstfahrende Mäher
Schlagkraft pur. Aufgrund seiner Wendigkeit und der Möglichkeit,
nur mit einzelnen Mähwerken zu arbeiten, ist auch das Anmähen
von kleinen oder unübersichtlichen Flächen sehr einfach. So erfreut
sich der Big M ungebrochener Beliebtheit, insbesondere in
Deutschland, in Nordamerika, aber auch in Japan und Irland. Laut
Auftragseingang wird zum Geschäftsjahresende am 31. Juli 2021
voraussichtlich der Big M Nr. 3545 aus der Fertigung rollen. Ein
echter Beleg für die Erfolgsstory des selbstfahrenden
Mähaufbereiters, der sich unverändert stark am Markt behauptet,
und das, obwohl die PS-Zahlen bei den Schleppern und auch die
Arbeitsbreiten bei den Triple-Kombinationen weiter steigen. Und
eines steht auch sicher fest: Ohne den Erfolg des Big M hätte Krone
vermutlich nicht den Einstieg in das Häcksler-Segment gewagt."

Pressmitteilung
zur Übersicht