Beruf & Bildung
30.10.2020

Bauernmilliarden und andere Maßnahmen – Was hilft Lohnunternehmen?

Die Landwirtschaft steckt momentan in der Krise! Einerseits ist mit der Gesellschaft eine wichtige, aber auch ideologisch geprägte Diskussion um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Tierwohl in der Landwirtschaft zu führen, andererseits haben hohe Produktionsmengen und äußere Einflüsse die Märkte für Agrarprodukte erschüttert und Erzeugerpreise schrumpfen lassen.
Die „Bauerndemonstrationen 2019/2020“ haben die Bundesregierung jüngst dazu veranlasst, die Ausgaben für den Agrarbereich deutlich anzuheben. Neben der gebeutelten Forstwirtschaft stehen auch investive Maßnahmen für Landtechnik im Maßnahmenkatalog. Dazu zählen Landmaschinen für eine umweltgerechte und präzisere Ausbringung von Wirtschafts- und Handelsdüngern ebenso wie Bezuschussung von Kleinanlagen für die Aufbereitung und Separierung von Gülle.
Der BLU hat sich bereits im zeitigen Frühjahr 2020 in einem Schreiben an Ministerin Klöckner gewandt, um auf eine vernünftige Verwendung der Subventionen zu drängen und hat auf folgende Sachverhalte hingewiesen:
  • Nach BLU-Auffassung stehen für eine umwelt- und termingerechte Bewirtschaftung von Acker- und Grünland ausreichende Kapazitäten zur Verfügung. Allein die Förderung der durchgeführten Arbeit bzw. Maßnahme für eine ordnungsgemäße Flächenbewirtschaftung (dem Beispiel KULAP-Bayern folgend) ist sinnvoll.  Dann können auch Lohnunternehmen an den Maßnahmen teilhaben.
  • Die Tierproduktion ist als zentrales Element für den Agrarsektor in Deutschland zu werten. Wertschöpfung, Handel und Dienstleistungen hängen in erheblichem Umfang davon ab. Der BLU hat sich zur Sicherung der Tierhaltung entsprechend für eine Unterstützung in Maßnahmen zum Tierwohl und Wirtschaftsdüngerlagerung bzw. -aufbereitung ausgesprochen.
Das Schreiben unseres BLU-Präsidenten Klaus Pentzlin und die entsprechende Antwort unserer Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner finden Sie in den anliegenden pdf-Dateien. Bitte lesen Sie selbst und machen sich ein Bild von der Situation!

Dr. Wesenberg

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