Beruf & Bildung
09.11.2020

Finanzielle Unterstützung für den Kauf von Agrartechnik

Die Bundesregierung plant zur schnelleren Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen eine breite finanzielle Unterstützung der Landwirtschaft. Dabei stehen insbesondere Ressourcenschonung, Insektenschutz und Digitalisierung im Fokus.

Nach derzeitigem Kenntnisstand können Landwirte und Lohnunternehmen Fördermittel für folgende Technikbereiche beantragen:
  • Wirtschafts- und Mineraldüngung
  • Mechanische Unkrautregulierung
  • Pflanzenschutz
  • Gülleseparierung
  • Lagerstätten für Wirtschaftsdünger
Landwirte können einen verlorenen Zuschuss von bis zu 40% erhalten. Lohnunternehmen sind ebenfalls antragsberechtigt, werden aber entsprechend der Anzahl an Mitarbeitern unterschieden. Betriebe mit maximal 10 Mitarbeitern erhalten eine Förderung von bis zu 20%, Lohnunternehmen mit mehr als 10 angestellten immerhin noch 10%.

Welche Maschinen, Techniken und Bauten förderfähig sind, wird aus einer entsprechenden Liste hervorgehen. Auch das Investitionsvolumen ist in seinen Grenzen (10.000 € bis 2,0 Mio. €) beschränkt. Außerdem sind Antragsteller gefordert, bei Investitionen von bis zu 100.000 € drei Vergleichsangebote einzuholen bzw. darüber hinaus ein Ausschreibungsverfahren einzuleiten.

Wichtig: Eine Förderrichtlinie mit genauer Beschreibung des Antragsverfahrens liegt bisher nicht vor, wird aber in den kommenden Wochen erwartet. Sicher ist hingegen, dass erst ein Antrag gestellt werden und eine Förderzusage vorliegen muss bevor eine Bestellung oder Investition in Maschine bzw. Technik erfolgt! Diese Vorgehensweise sollten Lohnunternehmen zwingend berücksichtigen, wenn sie in den Genuss der Subvention kommen wollen.

Die konkreten Förderrichtlinien sollen im Dezember 2020 vorliegen. Die Antragsstellung ist ab 1. Januar 2021 möglich. Die Antragstellung und Mittelvergabe wird über die Rentenbank erfolgen. (www.rentenbank.de/foerderangebote/bundesprogramme)

Dr. Martin Wesenberg

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