Beruf & Bildung
12.03.2020

Baustellen richtig absichern

ARBEITSKREIS KOMMUNALARBEITEN

Die Absicherung von Baustellen erfordert Kompetenz und zugelassene Absicherungsmittel. Wie welche Baustelle mit welchen Sicherungsmitteln abzusichern ist, wurde jetzt auf einem Seminar vermittelt, zu dem der BLU-Arbeitskreis Kommunalarbeiten eingeladen hat.

Die Baustellenabsicherung nach Schema F gibt es nicht! Schon das weist auf die Komplexität der Materie hin. Doch wie ist vorzugehen, wenn Baustellen den fließenden Verkehr beeinträchtigen? Eine Frage, vor der Lohnunternehmen immer wieder stehen und die ihnen mitunter Kopfzerbrechen bereitet.

Aus diesem Grund stand ein Tagesseminar zum Thema Verkehrssicherung auf der Tagesordnung des diesjährigen Treffens des BLU-Arbeitskreises Kommunalarbeiten. Mit Christian Schütz konnte der BLU einen Referenten gewinnen, der sich nicht nur in der
komplexen Materie bestens auskennt, sondern der es auch glänzend versteht, den Seminarteilnehmern, die doch eher trockene Thematik praxisnah und mit vielen Anekdoten garniert nahezubringen.

Der zum RSA Schulungsteam gehörende Referent hat den anwesenden Lohnunternehmern, die aus ganz Deutschland zum Arbeitskreis-Treffen nach Kassel gekommen, zunächst die rechtlichen Grundlagen der Verkehrssicherung vermittelt. Die sind nicht nur wichtig, um rechtlich immer auf der sicheren Seite zu sein, sondern sie sensibilisieren auch für ein Thema, dass nicht zum Kerngeschäft der Lohnunternehmen gehört, sondern auf das auch zwingend in Ausschreibungen eingegangen werden muss.

Musterpläne als Basis
Verkehrssicherungsprofi Christian Stütz ging auf die definierten Musterpläne ein, die zur Planung von Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Die müssten jedoch an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Schon das führt offenkundig immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen Lohnunternehmen und Behörden.

Aber neben den grundsätzlichen Gegebenheiten rund um die Absperrung von Baustellen ging der Referent auch auf die vielen kleinen und größeren Fallstricke ein, deren Nichtbeachtung durch die ausführenden Lohnunternehmen erhebliche Probleme nach sich ziehen kann. Dazu gehört unter anderem die Frage, welche Mittel überhaupt zur Verkehrsabsicherung geeignet sind. Hier ist unbedingt auf eine Zulassung der jeweiligen Verkehrssicherungsmittel zu achten. Zu den Fallstricken gehört aber auch, insbesondere bei der Absicherung von Arbeitsstellen längerer Dauer, die regelmäßige Kontrolle der Absicherungsmaßnahmen.

Dass die Lohnunternehmen immer wieder mit den Tücken der Verkehrssicherung in Berührung geraten, zeigt die sehr lebhaft geführte Diskussion während des Seminars. Es gab kaum einen Lohnunternehmer oder Mitarbeiter, der noch nicht seine Erfahrungen mit der Thematik und insbesondere ihrer Auslegung durch nicht wirklich kompetente Behörden-Mitarbeiter gemacht hat. Dass die teilnehmenden Lohnunternehmen über die erforderliche Kompetenz verfügen, wurde nach Abschluss des Seminars durch eine entsprechende Lehrgangs-Bescheinigung bestätigt.

Text/Fotos: Stephan Keppler

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Die Teilnehmer freuten sich über ein erkenntnisreiches Seminar mit dem Verkehrssicherungsexperten Christian Stütz. Die Teilnehmer freuten sich über ein erkenntnisreiches Seminar mit dem Verkehrssicherungsexperten Christian Stütz.