Beruf & Bildung
09.01.2020

Vertreter aus Behörde und Praxis diskutieren in Nauen / Ribbeck

Fachforum „Landtechnik im Straßenverkehr“

In der modernen Landwirtschaft ist der Einsatz leistungsfähiger Großmaschinen üblich, um umweltschonend und effizient Acker- und Grünland zu bewirtschaften. Vor allem Schlepper und selbstfahrende Arbeitsmaschinen erreichen konstruktions- und ausrüstungsbedingt beachtliche Abmessungen und Gewichte, die beim Betrieb auf öffentlichen Straßen zu Problemen führen können. Die vergleichsweise langsamen Fahrzeuge werden seitens der Behörden als Risikofaktor in einem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen betrachtet.

Der Bildungsverein der Landwirtschaft Brandenburg hat in Kooperation mit dem Landesverband der Fachbetriebe Landtechnik und Metallverarbeitung Brandenburg e.V., dem Bundesverband Lohnunternehmen e.V. und dem Landesbauernverband Brandenburg eine praxisnahe Fachveranstaltung am 22. Oktober 2019 in Nauen und Ribbeck durchgeführt.

Vorrangiges Ziel des Fachforums „Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr“ war ein offener Dialog zwischen den Maschinenbetreibern und -herstellern auf der einen, sowie den zuständigen Stellen der Landesverwaltung bzw. der Öffentlichkeit auf der anderen Seite.

In einer Technikschau wurden verschiedene Bauarten von landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit Überbreite vorgestellt. Ergänzend wurde in praxisnahen Vorträgen auf aktuelle verkehrsrechtliche Fragestellungen aus Zulassung und Betrieb hingewiesen und mit den Mitarbeitern des Landesamts für Bauen und Verkehr in Hoppegarten diskutiert. Das
Straßenverkehrsamt ist in Brandenburg sowohl für Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO als auch für die Erlaubnis nach § 29 StVO zuständig.

Diesbezüglich entstand Gesprächsbedarf seitens der Landtechnik insbesondere hinsichtlich des bürokratischen Aufwands, der Genehmigungsdauer, der Verpflichtung zum Begleitfahrzeug und regionaler Beschränkungen. Hersteller, Landwirte und Lohnunternehmer stellten praxisnahe Lösungen in anderen Bundesländern dar. Demgegenüber wurde aber auch deutlich herausgestellt, dass Bearbeitungsdauer und -gebühren im Bundesvergleich positiv zu bewerten sind.

Trotz kontroverser, aber immer sachlicher Diskussionen war die Bereitschaft der Beteiligten groß, weiterhin im Austausch zur Problematik zu bleiben und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die den Anforderungen der Straßenverkehrsbehörde und den Betrieben der Landwirtschaft gleichermaßen genügen.



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Der Landesverband Brandenburg war mit 5 Präsidiumsmitgliedern vertreten: Karl Ackermann, Martin Krebs, Tommy Bogdain, Werner Nabuda und Christian Liepe (vlnr) setzten sich in Nauen (BLT) und Schloss Ribbeck für anwenderfreundliche Lösungen in der Genehmigungspraxis ein. Der Landesverband Brandenburg war mit 5 Präsidiumsmitgliedern vertreten: Karl Ackermann, Martin Krebs, Tommy Bogdain, Werner Nabuda und Christian Liepe (vlnr) setzten sich in Nauen (BLT) und Schloss Ribbeck für anwenderfreundliche Lösungen in der Genehmigungspraxis ein.