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25.07.2019

Fristen für verpflichtenden Führerscheinaustauch

Inhaber eines vor dem 19.01.2013 ausgestellten Führerscheins sind dazu verpflichtet diesen umzutauschen. Dafür wurde ein Stufenplan erstellt. Ziel des Umtauschs ist, dass bis zum Jahr 2033 alle EU-Bürger über einen einheitlichen und fälschungssicheren Führerschein im Kartenformat verfügen. Außerdem sollen alle Führerscheine in einer zentralen europäischen Datenbank registriert werden, um Missbrauch zu verhindern.

Damit der Umtausch strukturiert und ohne Engpässe stattfinden kann, findet dieser an Hand eines gestaffelten Verfahrens statt. Dabei wird nach dengrauen und rosafarben Lappen, die vor 1986 bis 1998 ausgestellt, sowie den „alten“ Karten, die von 1998 bis zum 18.01.2013 ausgestellt wurden unterschieden. Für die grauen und rosafarbenen Führerscheine richtet sich die Umtauschfrist nach dem Geburtsdatum des Führerscheininhabers. Für die Kartenführerscheine ist das  Ausstellungsjahr der Karte maßgeblich. In den folgenden Tabellen werden die jeweiligen Umtauschfristen erläutert.



Der Umtausch erfolgt auf der Führerschein-Behörde des aktuellen Wohnsitzes. Da ein neuer Führerschein nicht online beantragt werden kann, ist der persönliche Gang zum Amt unvermeidbar. Zum Umtausch muss der aktuelle Führerschein sowie ein biometrisches Passfoto mitgebracht werden. Wurde der alte graue oder rosafarbene Führerschein nicht von der Behörde des aktuellen Wohnsitzes ausgestellt, wird zusätzlich noch eine Karteikartenabschrift der ursprünglich ausstellenden Behörde benötigt.

Die neuen EU-Führerscheine haben eine begrenzte Gültigkeit und sind zukünftig 15 Jahre lang gültig und müssen entsprechend alle 15 Jahre erneuert werden. Das Ablaufdatum ist dabei auf der Vorderseite des neuen EU-Führerscheins vermerkt. Für den Umtausch wird eine  Bearbeitungsgebühr von 25,-€ erhoben. Die Bearbeitung des Umtauschs dauert ca. drei Wochen.

Den Umtausch nicht durchzuführen ist keine Option. Wer die Umtauschfrist für PKW und Motorrad verstreichen lässt, riskiert ein Verwarngeld in Höhe von 10,- €. Anders ist der Sachverhalt jedoch bei LKW- oder Busführerscheinen. Auch im Ausland kann es je nach Land zu erheblichen Problemen kommen.



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