Beruf & Bildung
22.02.2019

Ein Jahr mit Einbußen

Anfang Februar trafen sich die Mitglieder der Landesgruppe Sachsen-Anhalt in Zorbau bei der LVD Krone zur Jahreshauptversammlung. Begrüßt wurden die 26 Gäste von Burghard Meier, dem Präsidenten der Landesgruppe. Von den insgesamt 39 Mitgliedsbetrieben waren 11 bei der Veranstaltung anwesend.

In seinem Bericht lies Burghard Meier das Jahr 2018 aus Sicht des Verbandes Revue passieren. Besonders das Wetter mit der extremen Trockenheit vom Frühjahr bis zum Herbst, habe das Geschäft der Lohnunternehmer stark negativ beeinflusst. „In der Region Könnern sind im gesamten Jahr lediglich 262 mm Niederschlag an 126 Tagen gefallen“, schaute er zurück. Im langjährigen Mittel würde dort ungefähr die doppelte Menge nieder gehen. Die Folgen daraus waren bis zu 40 % Ertragseinbußen, lediglich ein Grasschnitt und eine Maisernte, die Anfang August begann und Anfang September beendet war. Die Landesgruppe und der Bundesverband Lohnunternehmen hätten sich bei den zuständigen Ministerien dafür stark gemacht, dass auch die Lohnunternehmer von den Dürrebeihilfen des Bundes profitieren. „Am Ende haben wir aber nur die Antwort erhalten, dass wir als Nichtlandwirte bzw. Unternehmer unser wirtschaftliches Risiko selbst tragen müssen“, fasst Burghard Meier die Bemühungen zusammen.

Durch die berufliche Neuorientierung und damit dem Ausscheiden aus der LU-Branche hat Martin Bauer, bisheriger Vizepräsident der Landesgruppe, seinen Posten im Präsidium abgegeben. Burghard Meier dankte ihm, für die geleistete aktive Verbandsarbeit. Neu und einstimmig in das Präsidium gewählt wurde Linda Steenweg. Zum neuen Vizepräsidenten wurde ebenfalls einstimmig das Präsidiumsmitglied Matthias Kuthe gewählt.

Nach Abschluss des formellen Verbandsteils folgten zwei Fachvorträge. Pirko Renftel, Rechtsreferent des BLUs, stellte die aktuellen Entwicklungen im Bereich GüKG und Mautgesetzgebung vor. Marie-Sophie Hänsel präsentierte die Ergebnisse eines Versuchs im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule Anhalt. Die Fragestellung lautete dabei, in wie fern Gärreste aus Biogasanlagen Mineraldünger bei der Zuckerrübenproduktion substituieren können. Als Ergebnis aus dem Versuch fasste sie zusammen, dass die Gärrestgabe zu den höchsten Gesamt- und Zuckererträgen geführt hatte und im Vergleich zum Mineraldüngervariante einen Kostenvorteil von ca. 155 €/ha gebracht habe.

Zum Abschluss des Verbandstages führte Bernd Gneist, Niederlassungsleiter und Prokurist des LVD Krone Ost, die Gruppe durch das Unternehmen.

Björn Anders Lützen,
Redaktion LOHNUNTERMEN


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