Beruf & Bildung
31.08.2018

Niedersächsische Lohnunternehmerinnen auf Tour

Das muss man schaffen: Im trockenen Sommer 2018 einen Regentag zu erwischen! Genau das haben am Donnerstag, den 30.08.2018 rund 37 nds. Lohnunternehmerinnen geschafft. Da kann man dann entspannt den jährlichen Frauentag genießen.
Von 10-12:00 Uhr war zuerst einmal im Fährhaus Farge mit Blick auf die Weser gemütliches Frühstück und Klönschnack angesagt. Es gab viel zu erzählen und die Zeit verging wie im Flug.
Während der Begrüßung wies Andrea van Eijden auf die bevorstehenden Frauenseminare im November, auf die DeLuTa in Bremen sowie auf eine geplante Fahrt zur Sima nach Paris hin. Sie erzählte auch, welche Themen gerade die Mitarbeiter/innen in der Geschäftsstelle beschäftigen.
Nach dem Frühstück ging es im gemeinsam mit dem Bus zum Denkort „U-Bootbunker Valentin“. Mitte 1943 begann die Kriegsmarine mit dem Bau des Bunkers „Valentin“ um direkt an der Weser U-Boote des neuen Typs XXI im Fließbandverfahren zu fertigen. Bis zu 10.000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa mussten unter unmenschlichen Bedingungen täglich Schwerstarbeit auf der Baustelle leisten.
Wir lauschten alle den sehr lebendigen Ausführungen des Politikwissenschaftlers Wulf Böcker, der uns auf diese Zeitreise mitnahm.
Er erklärte uns auch die Bedeutung des hier befindlichen Kerosintanklagers für die amerikanischen „Rosinenbomber“ zur Zeit der Berliner Luftbrücke.
 
Die 2-stündige Führung verging wie im Flug und wir waren beeindruckt von diesem denkwürdigen Ort.
Mit dem Bus ging es weiter nach Vegesack. Dort erwartete uns schon eine kleine Schauspielerschar im Vegesacker Geschichtenhaus. In kleinen wunderbaren Spielszenen wurden wir entführt in das Vegesack des 19. Jahrhunderts. Das Vegesacker Geschichtenhaus ist ein Projekt, wo arbeitssuchende Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. Alle nehmen 2 x wöchentlich an einem Schauspielunterricht teil. Doch nicht nur im Geschichtenhaus selbst wurden wir entführt in das junge Vegesack, nein auch im Museumshafen erfuhren wir, unter welchen Umständen dieser Hafen überhaupt entstand.

Nach so viel Input waren wir reif für die Kaffeepause, die wir in der alten Schänke des Geschichtenhauses mit Begeisterung einnahmen.
Und wieder wurde es uns nicht langweilig: Das Gespräch mit der Kollegin ist einfach immer wieder interessant und es wird herzlich gelacht.

Ein Tag mit der Kollegin ist so viel: Fachlicher Austausch, Treffen mit der Freundin, Rat suchen bei der Kollegin, Kennenlernen von Kolleginnen, Tipps rund um die Buchhaltung, Lohnbuchhaltung und Umgang mit Kunden & Mitarbeitern geben und erhalten. Und das alles verbunden mit dem Kennenlernen unserer niedersächsischen Heimat.
Einfach nur gut.

Andrea van Eijden

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