Beruf & Bildung
27.08.2018

Die Agrarservicemeister-Standorte im Überblick

Fachkraft Agrarservice ist ein in Deutschland seit 2005 anerkannter Ausbildungsberuf, der speziell auf das Berufsbild der Lohnunternehmer abgesteckt wurde. Dieser steht gleichberechtigt neben 13 anderen „Grünen Berufen“ und erlebt seit dem Startschuss eine stetige Aufwärtsbewegung.

Wer diesen praktischen Berufsweg zu Ende denkt, landet automatisch bei der Meisterausbildung. Neben den neun Berufsschulstandorten gibt es seit 2014 nunmehr drei Standorte für die Fortbildung zum Agrarservicemeister: in Kleve, Triesdorf und Nienburg. Die Vorbereitungskurse für die Meisterprüfungen finden überwiegend in den Wintermonaten von November bis März statt. Die anschließende Meisterprüfung erstreckt sich auf die folgenden drei Bereiche:
  1. Pflanzenproduktion, Verfahrensund Agrartechnik, Dienstleistungen
  2. Betriebs- & Unternehmensführung
  3. Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
Mit den genannten drei Agrarservicemeister- Standorten ist der Grundstein für hochqualifiziertes Personal geschaffen, dass speziell auf die Ansprüche im Lohnunternehmen abgestimmt ist. Mit den drei Standorten ist teilweise auch eine unterschiedliche Strukturierung der Vorbereitungskurse verbunden. Die wichtigsten Eckdaten haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst. Finden Sie heraus, welcher Standort am Besten zu Ihnen passt!

Nienburg/Weser (Niedersachsen)
Mit Beginn des ASM Kurses 11 Ende November 2018 verlagert sich der Meisterschulstandort von Loccum nach Nienburg. Auf dem sechs ha großen Gelände der DEULA befinden sich neben technisch modern ausgestatteten Unterrichtshallen und Schulungsräumen auch ein attraktiv ausgestattetes Gästehaus. Mit der DEULA Nienburg und ihrer langjährigen Erfahrung in der “grünen“ Fort- & Weiterbildung haben wir eine Weiterbildungsstätte gefunden, die perfekt auf unsere Lehrgangsteilnehmer abgestimmt ist. Der Unterricht an der DEULA findet über zwei Wintersemester von Mitte November bis Mitte/Ende Februar statt. Nur für den BAM-Lehrgang wird der Unterricht für zwei Wochen nach Oesede verlegt.

Hinzu kommt der praktische Pflanzenbaulehrgang für eine Woche im Mai.

In Nienburg wird den Teilnehmern das Komplettpaket geboten, neben den  Schulungsmaßnahmen ist hier auch für die Unterbringung und Verpflegung gesorgt. Trotz der Anmeldefrist bis zum 01. Juni besteht noch die Chance über die Nachrücker-Liste teilnehmen zu können. Also nutzen Sie diese Möglichkeit und melden sich schleunigst bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für den 11. Agrarservicemeisterkurs an. Für weitere Fragen können Sie sich gern mit uns oder der LWK Niedersachsen in Verbindung setzen.

Kontakt:
                           BLU Bundesverband
Lohnunternehmen e.V.  
Seewiese 1
31555 Suthfeld-Riehe
Tel: 05723 7497-0
E-Mail:
Internet: www.lohnunternehmen.de

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Mars-la-Tour-Str. 1-3
26121 Oldenburg
Richard Didam
Telefon: 0441 801-317
E-Mail:
richard.didam@lwk-niedersachsen.de
Internet: www.lwk-niedersachsen.de

  Kleve am Niederrhein (Nordrhein-Westfalen)
In Nordrhein-Westfalen geht die Landwirtschaftskammer in Kleve mit dem Haus Riswick einen anderen Weg. Die dortige Fachschule für Agrarwirtschaft – Fachrichtung Landwirtschaft – Schwerpunkt Agrarservice – bietet ein staatliches Fachschulangebot für die Fachkräfte Agrarservice an: Abschluss staatlich geprüfte/r Wirtschafter/-in Agrarservice.

Die staatliche Fachschule ist als berufsbegleitende Teilzeitfachschule in zwei Wintersemester aufgeteilt. Der halbtägige Unterricht findet jeweils vom 1. November bis 31. März statt und damit in der für die Agrarservice-Fachkräfte arbeitsruhigeren Zeit. Zum Ende der Fachschule legen die Teilnehmer die Wirtschafterprüfung ab. Die Meisterprüfung, mit den eingangs beschriebenen drei Bestandteilen, kann zusätzlich während und nach dem Fachschulbesuch abgelegt werden.

Eine Unterkunft der Teilnehmer ist in der Nähe möglich.

Es handelt sich dabei um zwei unterschiedliche Fortbildungen mit voneinander abweichenden Anmeldebögen, Zulassungsvoraussetzungen und Zuständigkeiten/Ansprechpartnern:

Kontakt:

Staatlich geprüfter Wirtschafter Agrarservice
Berufskolleg der
Landwirtschaftskammer NRW
Fachschule für Agrarwirtschaft Kleve
Katharina Arians (02821 996-171)
Elsenpaß 5
47533 Kleve

Agrarservicemeister
Landwirtschaftskammer NRW
Geschäftsbereich 4 – Berufsbildung,
Fachschulen
Dr. Wilhelm Siebelmann
(0251 2376-301)
Bernadette Wewer (0251 2376-292)
Nevinghoff 40
48147 Münster

Triesdorf bei Ansbach (Bayern)
Seit November 2014 wird am Fachzentrum für Energie und Landtechnik in Triesdorf in Kooperation mit dem Fortbildungszentrum Triesdorf als zuständige Stelle die Meisterfortbildung angeboten. Schon 2016 konnten die ersten Meisterbriefe in Bayern ausgehändigt werden.

Das Fachzentrum für Energie und Landtechnik ist eine Einrichtung des Bezirks Mittelfranken mit 10 Lehrkräften (Diplom Ingenieure FH, Meister, Techniker) und 15 beheizten, mit moderner Medientechnik ausgestatteten Hallen für die Unterweisung an der Technik.

Zuständige Stelle für die hoheitlichen Aufgaben wie z.B. die Zulassung, die Organisation und Abnahme der Prüfungen, Berufung, Schulung und Organisation der Prüfungsausschüsse und die Übergabe der Meisterbriefe ist das Fortbildungszentrum Triesdorf als staatliche Einrichtung.

Die Meisterfortbildung erstreckt sich auf 20 Wochenblöcke verteilt über zwei Winter. Der überwiegende Teil des Unterrichts erfolgt in den Monaten November bis März. Lediglich die Inhalte zum praktischen Pflanzenbau werden in den Sommermonaten vermittelt. Der Unterricht in Triesdorf findet ganztägig statt.

Kontakt:
Fortbildungszentrum für Landwirtschaft und Hauswirtschaft Triesdorf
Reitbahn 1
91746 Weidenbach
Tel: 09826/187302
Fax: 09826/187399
Poststelle@fbz-td.bayern.de
www.stmelf.bayern.de

Fachzentrum für Energie und Landtechnik / Landmaschinenschule
Seckendorffstraße 2
91746 Weidenbach
Tel.: 09826 18-2002
Fax: 09826 18-2099
lms@triesdorf.de
www.triesdorf.de



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Demografie und Statistiken belegen, dass jährlich rund 150 Führungskräfte jährlich benötigt werden, um den Fortbestand der etwa 3.000 Lohnunternehmen im Bundesgebiet zu sichern. Bisher konnten mehr als 200 Agrarservicemeister ihre Ernennungsurkunden entgegennehmen. Zukünftig bestehen an den drei ASM-Standorten die Kapazitäten, jährlich etwa 50 neue Meister auszubilden. Demografie und Statistiken belegen, dass jährlich rund 150 Führungskräfte jährlich benötigt werden, um den Fortbestand der etwa 3.000 Lohnunternehmen im Bundesgebiet zu sichern. Bisher konnten mehr als 200 Agrarservicemeister ihre Ernennungsurkunden entgegennehmen. Zukünftig bestehen an den drei ASM-Standorten die Kapazitäten, jährlich etwa 50 neue Meister auszubilden.