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Niedersachsen: Seniorentreffen im Goldenstedter Moor
Der Landesverband Niedersachsen hat die LU-Senioren zu einem Besuch in das Goldenstedter Moor eingeladen. Mehr als 50 Betriebsleiter und Ehegatten sind am Dienstag, den 24.05.2005 in das Naturschutzgebiet zwischen Goldenstedt und Vechta zu einem Wiedersehen mit den langjährigen Bekannten und Freunden gekommen. Das Goldenstedter Moor gehört zusammen mit dem Dreiecksmoor zum "Großen Moor" bei Barnstorf, das wiederum ein Teilgebiet der Diepholzer Moorniederung, eines der größten geschlossenen Moorgebiete Deutschlands, ist.
Präsidiumsmitglied Georg Kohls hatte diese Veranstaltung in gekonnter Wiese vorbereitet und entsprach damit einem vielfach geäußerten Wunsch nach einem Treffen für die ältere LU-Generation. Um 12.00 Uhr traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen im Naturschutz- und Informationszentrum NIZ direkt im Moor.
Nach der Eröffnung durch den Verbandspräsidenten Peter Zeyn richteten auch der Bürgermeister der Gemeinde Goldenstedt, Herr Willibald Meier und der Landtagsabgeordnete Friedhelm Biestmann ein Grußwort an die Gesellschaft. Beide betonten die herausragende wirtschaftliche Stellung der Landwirtschaft in Niedersachsen und unterstrichen die wachsende Bedeutung der Lohnbetriebe für den ländlichen Raum.
Am Nachmittag wurde eine interessante Exkursion mit der Moorbahn ins Naturschutzgebiet unternommen. Ein fachkundiger Führer vermittelte ein eindrucksvolles Bild von der sich in den zurückliegenden Jahren stark gewandelten Moorlandschaft und von der ortsansässigen Flora und Fauna. Interessant waren auch die Berichte vom historischen Leben der Menschen im Moor und die einsetzende Nutzung durch Kultivierung bzw. Torfabbau.
Das Goldenstedter Moor entstand wie alle Moore in der Nacheiszeit, als die letzten Gletscher weg schmolzen und die schwindenden Eismassen Niederungen hinterließen. Torfabbau und Nutzbarmachung für landwirtschaftliche Zwecke bedingten eine Absenkung des Wasserspiegels durch Entwässerungsgräben. Dadurch wurde besonders der moortypischen Flora die Lebensgrundlage entzogen, was eine nachhaltige Neubildung von Moor verhindert.
Obwohl das Goldenstedter Moor bereits 1987 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, ist der Torfabbau noch bis 2015 möglich. Torfwerke sind aber verpflichtet, die abgetorften Flächen der Natur zurückzugeben und dafür auch Finanzrücklagen zu bilden.
Im Goldenstedter Moor laufen seit einigen Jahren in enger Zusammenarbeit zwischen Behörden, Torfwerken und Naturschutzorganisationen Erfolg versprechende Renaturierungsversuche. Ein langfristiger Prozess, denn Hochmoor wächst in einem Jahr nur einen Millimeter in die Höhe!
Die Veranstaltung endete am frühen Abend, natürlich nicht ohne sich für das nächste Mal zu verabreden. In 2 Jahren will man sich bei Helmut Bley an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern treffen: dann aber für mindestens 2 Tage!.
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