Jahreshauptversammlung Bayern

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Bayern: Hervorragender Beteiligung an der Mitgliederversammlung

Die bayerischen Lohnunternehmen haben sich am Montag, den 19.02.2008 erstmals als Landesgruppe Bayern im BLU e.V. zur Mitgliederversammlung getroffen. Im Gasthof „Zur Post“ in Denkendorf fand diese historische Stunde der Berufsgruppe Lohnunternehmen einen würdigen Rahmen. Selbst der bayerische Staatsminister für Landwirtschaft, Herr Josef Miller ließ es sich nicht nehmen, persönlich an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Seinem Beispiel folgten mehr als 130 Lohnunternehmerinnen und Lohnunternehmer. Zusammen mit den gut Vertretern der Damit waren 2/3 der Landesgruppenmitglieder vertreten!

Die Mitgliederversammlung wurde um 10.00 Uhr von Georg Schmid-Maier eröffnet. Herr Schmid-Maier begrüßte namentlich die Herren Pusch (Bayerisches Staatsministerium Landwirtschaft) Herrn Seidenschwand (Kultusministerium) und BLU-Vertreter Klaus Pentzlin und Alfred Schmid. Der BLU-Präsident Pentzlin überbrachte die Grüße der Berufsvertretung und freute sich insbesondere über die positive Entwicklung des Verbandes und die hervorragende Beteiligung an der Veranstaltung. Herr Schmid ging auf wesentliche Beratungsangebote des BLU für die bayerischen Lohnbetriebe ein und stellte einige Punkte der zukünftigen Verbandsarbeit heraus. Der BLU unterstützt die Frauen- und Jungunternehmergruppe in Bayern, veranstaltet Seminare und Bereisungen und wird im Laufe des Jahres Lohnunternehmertage und andere Fachveranstaltungen anbieten.
Von der bayerischen Landesregierung ist Herr Pusch gekommen, um aktuelle über den Sachstand zur „Überbreiten Landtechnik im öffentlichen Straßenverkehr“ zu berichten. Herr Pusch ging auf verschiedene Aspekte des „Überbreiten-Erlasses“ ein und stellte verschiedene Erleichterungen für die Lohnunternehmer heraus. Insbesondere der Forderung nach einer Bayern weiten Gültigkeit ist es zuzuschreiben, dass die Neuregelungen als „gemeinsamer Nenner“ zu betrachten sind und vielerorts keine Verbesserung bedeuten. Herr Pusch stellte in Aussicht, dass ein Praxisversuch in 6 Landkreisen (Fürstenfeldbruck, Landshut, Freising, Forchheim, Regensburg und Röhn-Grabfeld), Ziel führende Ergebnisse liefern soll, die weitere Vereinfachungen insbesondere bei der einschränkenden Vorgabe zur Restfahrbahnbreite ermöglichen.
Herr Seidenschwand vom Kultusministerium berichtete über den Fortgang der Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice in Bayern. Fachkraft Agrarservice ist in Bayern zurzeit noch ein Nischenberuf, allerdings sind die Agrarberufe auf Wachstumskurs. Das Kultusministerium ist fest entschlossen, eine Fachklasse für die Fachkraft Agrarservice einzurichten, wenn 12 – 14 Berufsschüler angemeldet werden. Die Standortfrage ließ Herr Seidenschwand offen. Nach seiner Auffassung stehen in Bayern sehr viele Berufsschulen zur Verfügung, die über die erforderlichen Kapazitäten verfügen, d. h. entsprechende Sachmittel und Lehrkräfte bereit halten. Ausbildungswillige Lohnbetriebe sollten sich umgehend als Ausbildungsbetrieb anerkennen lassen und zukünftigen Azubis anmelden. Nur auf diese Weise kann es sicher im Herbst 2008 mit der Blockbeschulung in Bayern losgehen.
Die Landesgruppe hat sich durch einstimmigen Beschluss auf eine interne Ordnung geeinigt und folgenden Vorstand gewählt: Vorsitzender: Georg Schmid-Maier, Stellvertretende Vorsitzende: Joachim Heller und Jakob Fischer, Vorstandsmitglieder: Johann Arzberger, Frank Büchner, Georg Friedl, Ferdinand Högl und Josef Ostermaier.

Zwischen 12.30 und 16.00 Uhr kamen dann die Fördermitglieder zu ihrem Recht. Etwa 50 Unternehmen aus den Bereichen Landtechnik, Dienstleitung und Handel präsentierten moderne Produkte für den Einsatz im Lohnbetrieb.
Den Höhepunkt der Veranstaltung stellte das Grußwort des bayerischen Staatsministers für Landwirtschaft und Forsten dar. Minister Josef Miller unterstrich in seiner Rede unmissverständlich die Bedeutung der Lohnunternehmer für die bayerische Landwirtschaft und den ländlichen Raum. Eine moderne Agrarwirtschaft ohne Dienstleistungsbetriebe ist im größten deutschen Bundesland nicht denkbar. Lohnunternehmen zeigen sich als verlässliche Partner einer leistungsfähigen Agrarbranche, das Land wird weiterhin diese erfolgreiche Entwicklung unterstützen.
Im abschließenden Vortrag ging Börsenbauer Johann Schmalhofer auf die Entwicklungen und Wechselwirkungen zwischen den Weltmärkten, insbesondere für Energie und Agrarprodukte, ein und ließ sich auch zu verschiedenen Prognosen hinreißen. Nach seiner Auffassung dauert die Hausse am Getreidemarkt noch mindestens 5 – 6 Jahre an. Diese Aussage stützt die Empfehlung der LU-Verbände, die Arbeitspreise für landwirtschaftliche Dienstleistungen in allen Bereichen anzuheben.
Die Veranstaltung endete zu aller Zufriedenheit gegen 19.00 Uhr. Dennoch setzten einige Verbandsmitglieder die Fachgespräche in gemütlicher Runde bei einem zünftigen Glas Bier fort.


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