Kopfabbildung Beruf & Bildung

Aufstiegsfortbildung zum Agrarservicemeister

Nicht nur den Winter nutzen

Das erfolgreiche Führen eines Lohnunternehmens stellt hohe Anforderungen an die Fachkompetenz und die Persönlichkeit der Betriebsleiter bzw. Mitarbeiter in leitender Funktion. Daher benötigen Dienstleistungsunternehmen für die anspruchsvollen Aufgaben in der Betriebsleitung motiviertes und qualifiziertes Fachpersonal.

Agrarservicemeister (ASM) sind diesem vielseitigen Anforderungsprofil der Lohnunternehmerpraxis gewachsen. Die Prüfungsverordnung zur Fortbildung zum Agrarservicemeister wurde im Sommer 2010 veröffentlicht. Seitdem steht die Fortbildungsmaßnahme nicht nur bei ausgebildeten Fachkräften Agrarservice im Fokus der beruflichen Qualifikation.

Inhaltlich ist der Agrarservicemeister auf die erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen einer Fach- und Führungskraft in einem Lohnunternehmen ausgerichtet.

Folgende Ausbildungsschwerpunkte werden unterrichtet und geprüft:

  • Produktions- und Verfahrenstechnik/Agrartechnik und Dienstleistungen
  • Betriebs- und Unternehmensführung
  • Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
Die Prüfung wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt. Die Prüfungsaufgaben sind komplex und beziehen sich auf konkrete betriebliche Situationen.

Agrarservicemeister verfügen durch ihren Abschluss über die Ausbilderqualifikation und die Hochschulzugangsberechtigung. Eine Meisterprüfung verhilft zudem zu einem hohen Ansehen in der Gesellschaft.

Demografie und Statistik belegen, dass jährlich rund 150 Führungskräfte in der Branche benötigt werden, um den Fortbestand der der gut 3.000 Lohnunternehmen im Bundesgebiet zu sichern. Bisher konnten weit über 100 Agrarservicemeister-Absolventen ihre Ernennungsurkunde entgegennehmen.

Seit 2014 bestehen an 3 ASM-Standorten die Kapazitäten, jährlich 20 bis 50 neue Meister fortzubilden.