Beruf & Bildung
02.02.2016

Professionelle Feldprobe FLIEGL Vakuumfasswagen

Die effiziente Ausbringung von Wirtschaftsdüngern ist mittlerweile nicht mehr nur ein Thema der Veredelungsregionen. Im Hinblick auf einen geschlossenen Nährstoffkreislauf ist es er-forderlich, wertvolle Wirtschaftsdünger aus den Überschuss- in die Ackerbauregionen zu transportieren, um sie dort mit emissionsarmen sowie pflanzen- und bodengerechten Verfah-ren auszubringen. Um mit organischen Düngern diese umwelt-, pflanzen- und bodengerechte Ausbringung sicherzustellen, ist die elektronische Steuerungstechnik auf der Ausbringtechnik ein Kernelement!

Feldprobe auf Praxisbetrieb
Im Rahmen einer professionellen Feldprobe setzen wir auf dem Praxisbetrieb den Fliegl Va-kuumfasswagen Tandem Fox 20.000 „Profi Line“ mit Schlitzgerät „Universal“ 15m und ISOBUS Steuerung ein. Das Fass besitzt neben der hydraulischen Deichselfederung inkl. Fasskippzylinder und der niveauregulierendenden Luftfederung eine hydraulische Achsver-schiebung und einen 12.000L Kompressor (1000 U/min, mit hydraulischer Komfortverstel-lung). Das parabel gefederte Tandem Fahrwerk mit 750/60-R30, 5 Bereifung sowie dem Be-schleuniger für gleichmäßigen Gutfluss durch den Durchflussmassenmesser, runden das Ausstattungspaket ab. Als weitere Option ist der Turbobefüller mit 8“ Saugausleger montiert.

Im Bereich Software ist das Fass mit dem „Fliegl Slurry Tanker“ (FST) ausgestattet. Diese Steuerung ermöglicht die komfortable Bedienung vieler Funktionen des Güllefasses via ISOBUS-Display. Im Bereich der Ausbringtechnik wird auf ein stickstoff-konservierendes Verfahren mit Schlitzgeräten gesetzt. Der Schleppschuhverteiler besitzt eine Arbeitsbreite von 15 m. Die einzelnen Ablaufschläuche haben einen Abstand von 30 cm zueinander. Bau-artbedingt wird der Pflanzenbewuchs während des Ausbringvorganges etwas beiseite ge-drückt. Die Gülleablage erfolgt in den obersten Bodenbereich (ca. 0 - max. 3 cm). Somit werden Verschmutzungen des Pflanzenbestandes weitgehend vermieden.

Wichtige Punkte der Feldprobe sind die spezifischen Funktionalitäten im Bereich der isobusgestützten Dokumentation sowie Funktionssicherheit und Praktikabilität der bereitge-stellten Technik. In der vergangenen Herbstausbringung lag der Fokus auf den Bereichen Elektronik (VT und TC-BAS) und Verwendbarkeit der erhobenen Daten im Logistik – Organi-sationsportal „Farmpilot“ sowie weiteren Datenmanagementportalen. Im Frühjahr soll im wei-teren Vorgehen die TIM (Tractor Implement Management) - gesteuerte Fahrgeschwindig-keitsregelung bei der Ausbringung - sowie die Abarbeitung von Applikationskarten (AEF Ab-kürzung: TC-GEO) in der Praxis geprüft werden.

Eingesetzt werden neben schleppereigenen ISOBUS-Terminals (wie John Deere 2630 und Fendt Variotronic 10.4-B…), CCI 200 sowie Müller Touch 1200 Terminals. Es wurde so in der vergangenen Gärsubstrat- und Schweinegülleausbringung erprobt, dass eine saubere, anwenderfreundliche und mengenmäßig passende Ausbringung und Dokumentation (Auf-zeichnung der Beladungs- und Ausbringungsvorgänge mit Datum und Uhrzeit, GPS-Position – Start und Ziel) innerhalb des ISOBUS möglich ist. Auch war eine automatische Berichter-stellung zur Rückverfolgbarkeit der ausgebrachten Gärreste (lückenlose Aufzeichnung des Transportweges und der Ausbringung auf der Fläche) sowie damit eine transparente und detaillierte Rechnungsstellung aus diesen Daten an den Kunden möglich.



Für die ausgezeichnete Zusammenarbeit sowie die praxisnahe Weiterentwicklung unserer Anregungen mit Herrn Höpfinger möchten wir uns an dieser Stelle bedanken.
Sollten Sie Fragen haben, oder das Fass im Einsatz begutachten wollen, melden Sie sich gerne bei uns!

Janotte

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