Beruf & Bildung
20.06.2016

Kurzmeldungen von Europäischen Lohnunternehmerverbänden

CEETTAR

Slowakei: Jährlicher Tarifvertrag abgeschlossen
Der Lohnunternehmerverband (ZZTSPL) und die Gewerkschaft der landwirtschaftlichen Arbeitnehmer haben ihren aktuellen Tarifvertrag ausgehandelt und unterzeichnet. ZZTSPL-Vorsitzende Pavel Stevcik informiert darüber, dass der jährlich neu verhandelte Vertrag einen Lohnanstieg von 3,1 % vorsieht.  Der Tarifvertrag regelt außerdem die wöchentliche Arbeitszeit (max. 37,5 Stunden), jährliche Überstunden (max. 400 Stunden), sowie  Fragen zum Arbeitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz.

Frankreich
: Jahrestagung in Grenoble
Der 84. Kongress des französischen Lohnunternehmerverbandes (FNEDT) in Grenoble war ein großer Erfolg. Neben dem Tätigkeitsbericht und dem Ausblick auf das kommende Jahr, konnten sich die Teilnehmer ein Bild über die Entwicklungen der Branche machen.
Seit 2014 ist die Zahl der Unternehmen in der Land- und Forstwirtschaft um 1 % auf 21.248 Unternehmen und die Zahl der Mitarbeiter um 10 % gestiegen. Insgesamt arbeiten damit aktuell rund 134.073 Menschen in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter ist relativ konstant und liegt bei 33 Jahren in der Landwirtschaft und 36 Jahren in der Forstwirtschaft. 37.000 Mitarbeiter waren sogar jünger als 30 Jahre.

Irland: 
Hohe Arbeitsqualität und gute Partnerschaft mit Landwirten
"Die Qualität der Dienstleistungen und der Arbeit der irischen Lohnunternehmen ist sehr hoch", erklärt John Sheehy, Präsident des Lohnunternehmerverbandes (FCI) beim diesjährigen Verbandstreffen im März.  Es wirbt damit für die Anerkennung des Arbeitspreises und für eine Partnerschaft zwischen Landwirten und Lohnunternehmen. Diesem stimmte auch Ehrengast Klaus Pentzlin, Präsident der CEETTAR zu. Es sei die Qualität der Arbeit, die verkauft werden müsse. Er berichtete außerdem über Themen wie ABS-Bremssysteme und Berufsausbildung.  Alles in allem war die Konferenz des im Jahr 2011 gegründeten Lohnunternehmerverbandes (FCI) ein voller Erfolg.

Italien
: Outsourcing, der Trend in der Landwirtschaft
Mit dem Thema Auslagern von landwirtschaftlichen Arbeiten an Lohnunternehmen beschäftigen sich derzeit die Verbände Unima (Lohnunternehmen) und Confai (Agrartechnik). Laut Istat gibt es derzeit rund 540.000 landwirtschaftliche Betriebe in Italien mit einem Gesamtumsatz von fast 3,8 Mrd. Euro. Von diesen Betrieben nehmen im Durchschnitt 87 % Dienstleistungen von Lohnunternehmen in Anspruch, vor allem für Erntearbeiten.

Italien: 
Verbandsfusion bis Ende 2016
Der italienische Lohnunternehmerverband UNIMA und der Verband für Agrartechnik (Confai) suchen die engere Zusammenarbeit. Sie befinden sich aktuell in einem Fusionsprozess, der bis Ende 2016 abgeschlossen sein soll. Die beiden Verbände repräsentieren insgesamt rund 5.000 landwirtschaftliche Unternehmen (UNIMA: 3.800, Confai: 1.200).

CEETTAR / JG

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Bildquelle: Lupo / pixelio.de