Beruf & Bildung
14.04.2016

Klaus Pentzlin: 100 Tage Präsident der CEETTAR

Seit seiner Wahl hat der neue Präsident des Europäischen Zentralverbands der land- und forstwirtschaftlichen Lohnunternehmer und ländlichen Dienstleistungsunternehmer (CEETTAR) die Gespräche und Begegnungen verdoppelt. Ein gutes Vorzeichen für eine Präsidentschaft im Zeichen von Wirksamkeit.

Größeres Gehör und mehr Nutzen   

Im November vorigen Jahres vereinigten sich CEETTAR  und die Organisation, die die europäischen Forstunternehmer (ENFE) vertritt. Anschließend wurde Klaus Pentzlin, BLU, am 20. November zum neuen Präsidenten gewählt. Seitdem ist die CEETTAR mit einer neuen Strategie dabei, den Lohnunternehmen ein größeres Gehör in der Öffentlichkeit zu verschaffen und gleichzeitig den Mitgliedsverbänden einen erhöhten Nutzen zu bieten.

CEETTAR ein Gesicht geben

Im Laufe der letzten Monate spielten die technologischen Entwicklungen, deren Auswirkungen auf Märkte und Betriebe, die Maßnahmen zur Innovationsunterstützung und die Regelungsversuche der EU-Kommission eine zunehmend wichtige Rolle im Rahmen der Debatte und verlangten nach neuen Aktivitäten auf europäischer Ebene.

Inzwischen hat Präsident Pentzlin sich auch mit einigen Mitgliedsverbänden getroffen. Seit Januar hat er Mitgliedsversammlungen in Dänemark, Belgien, Frankreich und Irland besucht, um sich den Lohnunternehmern als neues Gesicht der CEETTAR vorzustellen. Weitere Treffen folgen demnächst.

Zusammenarbeit der nationalen Lohnunternehmerorganisationen ist wichtig

Mit diesen Treffen will der Präsident das Zeichen setzen, dass die Kooperation zwischen den nationalen Organisationen entscheidend ist. Diese Kooperation erlaubt einerseits einen Informationenaustausch über sehr praktische Fragen, die für die Lohnunternehmer nützlich sind (Phytosanitäre Regelungen, Geschwindigkeit des Maschinenumlaufs, usw.). Andererseits, ohne Kooperation gibt es keine Vertretung, also keine Lobbymöglichkeit zugunsten des eigenen Sektors. Diese Grundaussagen unterstützen alle teilnehmenden Verbände.

Das positive Echo kann mittels verschiedenen Faktoren erklärt werden. Zunächst erlebt der landwirtschaftliche Sektor zurzeit eine Krise in ganz Europa in unterschiedlichen Formen. Aber immer sind die Lohnunternehmen über ihre Kunden betroffen. Zweitens setzen fast alle nationale Organisationen sich für Innovationsinitiativen ein, die ein breites Spektrum der Bereiche Aufzeigen: Von der Technologie (Präzisionslandwirtschaft, Big Data, usw.) zur professionellen Ausbildung.

Austausch mit COPA-COGECA und CEMA

Parallel zu diesen Treffen hat sich Präsident Pentzlin mit den Geschäftsführungen der landwirtschaftlichen europäischen Organisationen (COPA-COGECA) und mit der, des Herstellers von landwirtschaftlichen Maschinen (CEMA) unterhalten. Auf dem Programm des Meinungsaustausches standen: Neue Technologien, ABS-System für Traktoren und Innovationsunterstützung.

Natürlich haben die Organisationen nicht die gleichen Interessen. Dennoch sind ihre Standpunkte bezüglich einer Reihe von Themen nicht weit entfernt. Gemeinsam treten sie für eine gemeinsame europäische Agrarpolitik ein, die aufrechterhalten werden soll. Ein neues Kapitel in der Kooperation zwischen diesen drei Grundakteuren in Brüssel scheint sich zu öffnen.

Die ersten 100 Tage der Amtszeit von Klaus Pentzlin lassen ehrgeizige Ergebnisse in den nächsten Monaten erwarten.

CEETTAR

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