Beruf & Bildung
12.08.2016

Beiträge für Lohnunternehmen stabil

Vor wenigen Tagen berichtete die SVLFG über die Versendung der neuen Beitragsbescheide. Für viele Beitragszahler innerhalb der SVLFG wird der Beitrag insgesamt sinken. Den Rechnungen wird neben dem einheitlichen Beitragsmaßstab im Vergleich zum Vorjahr folgendes zugrunde liegen:           
  • ein unverändertes Umlagevolumen (859 Millionen Euro),
  • ein um ein Prozent höherer Hebesatz (6,23 statt 6,16 Euro),
  • eine höhere Bundesmittelsenkungsquote (37,0 statt 20,5 Prozent) und
  • um sieben Prozent geringere Grundbeiträge.
Lohnunternehmen sind von der Bundesmittelsenkungsquote nicht erfasst. Hinsichtlich der einzelnen risikobezogenen Beitragsteile sind darüber hinaus die Leistungsaufwendungen und die Berechnungseinheiten nach den Unternehmensverhältnissen des Jahres 2015 zu berücksichtigen. Auch hier ist für viele Produktionsverfahren eine Senkung zu verzeichnen. Für einige Produktionsverfahren sind jedoch Erhöhungen zu verzeichnen.

Wies sieht es im Detail für Lohnunternehmen aus?
Die SVLFG konnte uns neue Zahlen zum Unfallaufwand und dem Beitragsaufkommen von Lohnunternehmen präsentieren. Sowohl bei den forstwirtschaftlichen als auch bei den landwirtschaftlichen Lohnunternehmen sind die Leistungsaufwendungen gestiegen.

Dies hat unterschiedliche Folgen. Für landwirtschaftliche Lohnunternehmen lag das Beitragsaufkommen bereits letztes Jahr deutlich über den Leistungsaufwendungen. Deshalb konnte der Produktionsfaktor erneut absinken, bei gleichbleibend hohem Beitragsaufkommen. In Bezug auf den Risiko- und den Grundbeitrag ist damit eine Beitragssenkung zu verzeichnen. Allerdings könnten sich im Ergebnis aufgrund der Angleichungssätze die Beiträge vereinzelnd gering erhöhen. Bei den forstwirtschaftlichen Lohnunternehmen deckt das Beitragsaufkommen – wie auch im letzten Jahr – nicht den Leistungsaufwand. Anders als bei den landwirtschaftlichen Lohnunternehmen ist der Produktionsfaktor erneut gestiegen. Die Beiträge dürften insgesamt steigen. Achten Sie auf geringe Unfallzahlen bzw. gute Prävention. Auch dieses Jahr verdeutlicht, dass es sich auszahlt!

Anhand eines (landwirtschaftlichen) Lohnunternehmens mit 1 Mio. Euro Lohnsumme lässt sich folgendes Beispiel errechnen:


Wie aus dem Beispiel ersichtlich, ergibt sich eine leichte Steigerung im Hebesatz und geringfügige Senkungen im RK- sowie PV-Faktor. Die jeweiligen Faktoren gelten allerdings nur für den Bereich des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens. Andere Risikobereiche haben geringfügige Ermäßigungen wie z.B. Transport/Fuhrunternehmen, Hoch-Tiefbau hingegen verzeichnet geringfügige Steigerungen der Risiko-Faktoren.

Es bleibt dabei: Lohnunternehmer, die Widerspruch eingereicht oder Klage erhoben haben, werden gebeten, sich nach Erhalt des Abschlussbescheides an die Geschäftsstelle zu wenden, um prüfen zu können, ob tatsächlich von einer Beitragssenkung gesprochen werden kann.

Sebastian Persinski

            

zur Übersicht